Episode 10: #Pausengschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören, für alle die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

In der zehnten Folge unseres Podcasts “Puppngschwätz” – unter der Woche feierte der Podcast übrigens sein einmonatiges Bestehen (HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!) – berichten wir von den Ereignissen rund um den FCA in der Länderspielpause. Birgit war zuletzt bei der Presserunde mit Trainer Weinzierl zugegen und weiß daher aus erster Hand zu schildern, was dort alles kundgetan wurde. Unter anderem wurden zwei Problemkinder ermittelt, denen aktuell der Mut und – wie der gesamten Mannschaft generell – die Mentalität fehlt. Am Spielsystem lag das (defensive) Desaster gegen Bayer 04 Leverkusen laut Markus Weinzierl übrigens nicht. Ahja!

Weiterhin testeten die Augsburger am heutigen Donnerstag um 14:00 Uhr gegen den Zweitligisten Jahn Regensburg. Bis auf die (süd-)amerikanischen Länderspielreisenden Gruezo und Pepi sowie die angeschlagenen Iago, Pedersen, Jensen und Cordova standen alle Mann zur Verfügung. Zu erwähnen ist sicherlich die Corona-Erkrankung von “Giki”, dies verkündete die Augsburger Allgemeine kurz vor der Partie. Daher spielten die beiden Ersatzkeeper Klein und Koubek je 45 Minuten.

Interessant vor allem die ungewohnte Rolle von Jensen und Pedersen: Die beiden standen abwechselnd als Co-Kommentatoren im Fan TV zur Seite. Das Endergebnis (3:3) spiegelt eine muntere Partie wieder, die beide Parteien offen gestalteten. Der FCA zeigte dabei alte Schwächen in der Defensive, spielte aber offensiv mutig auf – das kam den Augsburger Jungs zuletzt etwas abhanden. Es wirkte schon etwas, als würde hier der Druck fehlen und man könne daher alles Können auf den Platz bringen. Wollen wir viel mehr in den Bundesligapartien so sehen – das war phasenweise schon sehr gefällig.

Die beiden Länderspielreisenden Gruezo und Pepi sind jedenfalls heute Nacht erstmals im Einsatz und dann nochmals Mitte der kommenden Woche in der WM-Qualifikation. Sie werden dann vermutlich erst spät in der Woche zurück in Augsburg sein. Der Deadline Day steht kurz bevor, am Montag, den 31.01., schließt abends der Transfermarkt in Deutschland. Ob sich in Sachen personelle Zugänge beim FCA noch was tut? Hört doch mal in die aktuelle Folge rein, um unsere Einschätzung zu erfahren.

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Episode 9: #Katastrophengeschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören, für alle die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

In der mittlerweile 9. Folge unseres Podcast “Puppngschwätz” wissen wir – Irina, Franzi und Birgit – immer noch nicht, was wir zu der gestrigen Schmach überhaupt sagen sollen. Eine Katastrophe trifft es wahrscheinlich ganz gut. Noch immer sitzt der Schmerz bei uns allen Dreien ziemlich tief, weswegen wir auf eine ausführlich Analyse der einzelnen Spielszenen verzichtet haben. Allerdings durchleuchten wir, woran es denn liegen könnte, dass die Jungs ihr sicher vorhandenes Potential nicht auf den Platz bringen konnten. Ist es der Trainer? Die Stimmung im Team? Oder doch vielleicht das falsche Spielsystem?

Dass es so nicht weitergehen kann, da ansonsten mindestens der Relegationsplatz wenn nicht gar der Abstieg droht, dürfte allen klar sein. Aus diesem Grund stellen wir Mädels uns daher der Frage, ob es nun irgendwelche Konsequenzen geben könnte bzw. muss. Und natürlich auch wie diese aussehen könnten. Immerhin steht die Länderpause vor der Tür. Eine Phase, in der man theoretisch schon irgendwelche Veränderungen oder Maßnahmen durchziehen könnte. Wie diese unserer Meinung nach aussehen könnten, haben wir ebenfalls besprochen.

Als letztes durften wir noch Anki bei unserem “Fangschwätz” begrüßen. Gleich nach Abpfiff hat sie ihre Ansicht übermittelt. Auch sie war aufgrund dieses Katastrophenspiels mehr als geschockt und beinahe genauso verzweifelt wie viele Fans unseres geliebten FCA.

Hört gerne rein: Anchor, Spotify

Episode 8: #Bayergschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören, für alle die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

In der mittlerweile achten Episode berichten Irina und Birgit von der personellen Lage des FCA. Aktuell stehen – außer dem langzeitverletzten Strobl – alle Mannen zur Verfügung. Die Qual der Wahl für Coach Weinzierl. Weiterhin beleuchten wir die Stärken und Schwächen von unserem Gegner Bayer Leverkusen und resümieren: Die stehen schon zu recht derzeit auf dem dritten Tabellenplatz. Goalgetter Patrick Schick müssen unsere Augsburger sicher besonders im Auge haben. Die Statistiken sprechen hierbei allerdings deutlich gegen den FCA: In 24 Partien konnte der FCA noch keinen Sieg gegen Leverkusen verbuchen, vielmehr haben wir ganze 16 Mal verloren. Wir beide versuchen, trotz dieser horrenden Zahlen optimistisch zu sein, aber gerade die Hinrundenperformance bei der 1:4 Niederlage des FCA am 3. Spieltag dämpft die Euphorie doch etwas! (zugegebenermaßen)

Im Rahmen des Vorberichts begrüßen wir Mädels zudem den gegnerischen Fan Timo, 22, wohnhaft in Wien. Er ist unter anderem wegen dem weißen Brasilianer (na, wer kommt drauf?!) Fan von Bayer Leverkusen und bloggt ab und an zu der Thematik. Er gibt eine Einschätzung ab, wer personell zur Verfügung steht (Spoiler: es fallen wohl einige aus…) und erzählt, was er vom FCA hält. Wir fragen auch: Warum ist Leverkusen eigentlich Angstgegner des FCA? Gibt es hierfür eigentlich wirkliche Gründe? Zudem wagt Timo final auch eine Prognose, wie das Spiel denn ausgehen mag. Wir sagen: Da haben wir aber gewaltig was dagegen!

Zum Schluss blicken wir noch auf aktuelle Geschehnisse in und um Augsburg: Zuletzt ist unser Rekordtransfer Pepi in die Schlagzeilen geraten, denn der junge Mann hat offensichtlich schon Champions-League-Ambitionen. Zu viel für Augsburger Granteltum! Zurück auf den Boden der Tatsachen mit dem Jungen!1! Nach der Partie gegen Leverkusen ist übrigens Länderspielpause und möglichweise dürfen im darauffolgenden Heimspiel gegen Union Berlin schon wieder Fans ins Stadion (oh, wie wär das schöööön!). Wir freuen uns, wenn ihr reinhören würdet, zu finden sind wir unter Anchor und Spotify. Gerne anhören, Feedback geben, weitersagen! Und: Nur der FCA.

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Jahresrückblick 2021 – erste Jahreshälfte

2021 war für den FCA kein besonders erfolgreiches Jahr. Bis zum letzten Spieltag gefühlt mit dem Abstieg konfrontiert, gelang es dem FCA dennoch, spät den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Aber man hat es schon wieder – zumindest nach meinem Geschmack – zu spannend gemacht am Ende. Zeit, dem turbulenten Sportjahr aus Augsburger Sicht Revue passieren lassen. Denn: Viele Dinge sind passiert in der Fuggerstadt, neue Gesichter kamen, einige Personen verließen den Club. Ein alter Bekannter gab sich am Lech die Ehre. Was ein Trubel! Teil eins lest ihr heute. Hierbei widmen wir uns der Rückrunde 20/21:

Hinrunden-Talfahrt

Unter anderem aufgrund der angespannten Corona-Lage wurden die Spieltage 14-17 erst nach der Winterpause ausgetragen. Mit einem 1:0 Sieg gegen Köln startete man direkt am 2.1.2021 ins neue Jahr, das goldene Tor erzielte Iago. Auf den knappen Sieg folgte ein herbe Niederlage, an die man sich in Augsburg sicher nicht gerne erinnern dürfte. Gegen den VfB Stuttgart setzte es eine deftige 1:4 – Niederlage. Ernüchterung schon so früh im Jahr machte sich breit. Den Ehrentreffer schoss damals übrigens Marco Richter.

Die Ernüchterung mündete dann schon fast in Resignation, als der FCA mit 2:0 gegen Werder Bremen verlor. Bemerkenswert hierbei, dass die beiden Bremer Tore erst in den letzten Spielminuten fielen (84. und 87. Minute). Unglücksrabe war in diesem Spiel definitiv Reece Oxford, er vergab vorne eine Großchance und lies hinten das 1:0 für Werder zu. Die Augsburger Mannen zeigten aber umgehend Charakter und verteidigten leidenschaftlich im Derby gegen den Rekordmeister. Nur durch ein Quäntchen Glück und Goalgetter Lewandowski gewann der FC Bayern fast schon schmeichelhaft mit 1:0. Highlight aus Augsburger Sicht war sicherlich der verschossene Elfmeter von Alfred Finnbogason.

Er war plötzlich nicht mehr “cold as ice”: Unser Isländer Alfred Finnbogason scheiterte zweimal vom Punkt. (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Rückrundenauftakt

Am 23.01.2021 startete der FCA gegen Union sodann in die Rückrunde. Es gelang ein knapper 2:1 Sieg, beide Tore erzielte hierbei nach einer längeren Flaute Stürmer Florian Niederlechner. Die zwei Assists lieferte André Hahn. Ex-Union-Keeper Gikiewicz hielt den Sieg am Ende fest, indem er unter anderem einen Elfmeter parierte. Mit 19 Punkten zu Ende der Hinrunde stand man hierbei ein wenig besser da als diesertags und die Tordifferenz von -9 ist exakt gleich. Die Hinrunde beendete man damals allerdings als Tabellenzwölfter.

Das kurze Hochgefühl hielt allerdings nicht lange an, denn direkt am nächsten Spieltag schossen die Dortmunder den FCA mit 3:1 ab. Es sah lange gar nicht unbedingt danach aus, denn die Augsburger führten früh mit 1:0 durch Hahn. Das Spiel war vor allem in der ersten Halbzeit sehr unterhaltsam, Haaland verschoss einen Foulelfmeter und keine fünf Minuten später köpfte Delaney zum Ausgleich. Bitter: Das 3:1 für die Borussia war ein Eigentor von Felix Uduokhai. Trotz der Pleite stand der FCA “nur” auf Platz 13 der Bundesligatabelle.

Und dort blieb der FCA auch nach der 0:2 Niederlage gegen den VfL Wolfsburg. In diesem Spiel hatte der FCA keine Chance gegen gut aufgelegte Wölfe. Interessanter Fakt am Rande: Der FCA spielte erstmals in diesem Jahr mit einer Viererkette in der Abwehr. Die Talfahrt des FCA ging durch die 2:1 Niederlage gegen RB Leipzig leider weiter. Daniel Caligiuri erzielte per Elfmeter in der 77. Minute immerhin noch den Anschlusstreffer.

Auf und ab

Am 21.02.2021 gab der FCA ein sportliches Ausrufezeichen ab, indem er ein 1:1 beim Angstgegner Leverkusen erkämpfte. Der FCA führte früh mit 1:0 durch Niederlechner, kassierte aber auf bitterste Art und Weise in letzter Sekunde noch den Ausgleich durch Tapsoba. Am darauffolgenden Spieltag schlugen die Augsburger dann den direkten Konkurrenten aus Mainz mit 1:0 – wir erinnern uns wohl alle an den rabenschwarzen Tag von Zentner. Der Mainzer Keeper spielte Niederlechner den Ball quasi vor die Füße, dieser bediente wiederum André Hahn. Der Mittelfeldspieler erzielte dann das Tor des Tages. Bei dem Ergebnis blieb es – auch, weil Gikiewicz wieder einen Sahnetag erwischt hatte.

Auf den knappen Sieg folgte eine knappe Niederlage gegen den Tabellen-15. aus Berlin. Die Hertha gewann nach einer hochbrisanten Partie mit 2:1, nachdem der FCA wieder sehr früh in Führung ging. Laszlo Benes traf schon in der zweiten Spielminute zum 1:0. Besonders ärgerlich: Der Herthaner Siegtreffer fiel durch einen Foulelfmeter. Doch der Frust hielt nicht lange an, denn im Flutlichtspiel am Freitagabend gegen Gladbach setzte sich der FCA mit 3:1 durch. Kurios: Alle vier Tore fielen erst in Halbzeit zwei. Glück für den FCA, dass die Gladbacher in der ersten Halbzeit vom Elfmeterpunkt vergaben.

Nach diesem starken Auftritt fiel der FCA wieder in alte Muster zurück und ging mit 0:2 gegen Freiburg baden. Chancenlos waren die Augsburger zwar nicht, aber scheiterten hier ein ums andere Mal an Sportclub-Keeper Müller. Die Freiburger zeigten sich einfach kaltschnäuziger vor dem Tor. Aber diesen FCA sollte niemand abschreiben: Auf die Niederlage folgte – wieder mal – ein Sieg. Dieses Mal gegen die TSG Hoffenheim. Mit 2:1 schlug man den direkten Tabellennachbarn und überholte diesen. Vargas und Hahn erzielten die Treffer. Es war übrigens der 100. Bundesliga-Sieg des FCA. Die drei Punkte konnte man jedoch nicht vergolden, man verlor am darauffolgenden Spieltag peinlichst gegen Schalke mit 1:0 und kam gegen die Arminia nicht über ein 0:0 hinaus. Beides ärgerlicherweise direkte Tabellennachbarn!

Entlassung von Heiko Herrlich

Am 30. Spieltag mündete diese Tiefphase des FCA in einer 2:0 Niederlage gegen Frankfurt. Dieses Spiel erhitzte so einige Fan-Gemüter – denn erst sah Hinteregger nach einem rotwürdigen Foul an der Seitenlinie gegen Marco Richter nur gelb, dann traf ebenjener Ex-Augsburger auch noch zur Frankfurter Führung. Uncool! Und leider verschoss Alfred Finnbogason am Ende der Partie erneut einen Strafstoß.

Am 31. Spieltag wurde es nicht besser für den FCA. Gegen akut abstiegsgefährdete Kölner verlor man unglücklich 2:3. Jedoch lag der FCA in der ersten Halbzeit schon mit 0:3 hinten, man hatte die erste Halbzeit komplett verpennt. Durch Gumny und Vargas kam der FCA noch in der zweiten Hälfte mit 2:3 ran (beide Vorlagen kamen von Freddy Jensen), aber die Kölner Abwehrreihe hielt die Führung tapfer bis zum Spielende. Man konnte schon ahnen, dass dies die letzte Partie von Heiko Herrlich sein könnte. Und so kam es auch – der Übungsleiter konnte dem Abwärtstrend nicht entgegenwirken und musste zusammen mit seinem Co-Trainer Metaxas den Platz räumen.

Wusste sich und der Truppe am Ende nicht mehr zu helfen und nahm folgerichtig seinen Hut: Heiko Herrlich war nicht mehr länger Trainer des FCA. (Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Comeback-Time

Mit Markus Weinzierl wurde ein alter Bekannter in Augsburg als Nachfolger von Heiko Herrlich vorgestellt. Der 46jährige Übungsleiter war schon von 2012 bis 2016 in der Fuggerstadt beschäftigt und führte seinerzeit die Augsburger bis in die Europa League. Und ein hochrangiger Co-Trainer kam noch dazu an den Lech: Reiner Maurer, 61 Jahre alt, war zuvor bei Türkgücü München Trainer und wurde in Augsburg Nachfolger von Iraklis Metaxas.

Sportlich kam es – trotz großer Euphorie nach Weinzierl-Rückkehr – noch härter: Man verlor gegen Stuttgart mit 2:1. Die Augsburger zeigten definitiv eine ansprechende Leistung, aber konnten sich offensiv nicht belohnen. Weinzierl setzte bei seiner Rückkehr auf eine erfahrene und für ihn zum Teil altbekannte “Achse”: Khedira, Moravek und Niederlechner starteten für Strobl, Gruezo und Finnbogason. So kam es zum Showdown gegen Werder: Augsburg, Tabellenvierzehnter mit 33 Punkten (Tordifferenz -17) gegen Bremen, Tabellenfünfzehnter mit 31 Punkten (Tordifferenz ebenfalls -17). Brenzliger konnte es gar nicht sein! Und die Partie begann aus Augsburger Sicht denkbar schlecht. Ruben Vargas sah nach einer versuchten Tätlichkeit früh die rote Karte. So spielte man über 75 Minuten lang nur mit zehn Mannen und das im alles entscheidenden Spiel!

Es ging mit einem gerechten 0:0 in die Pause. Gerade aus den Kabinen gekommen, beging nun auch Bremens Groß eine “Dummheit” und foulte gelbvorbelastet Niederlechner. Folgerichtig spielte Bremen nun ebenfalls mit nur zehn Spielern. Ausgerechnet Rani Khedira erzielte aus sieben Metern das wichtige 1:0 für den FCA. Der Ball prallte noch vom Innenpfosten ab ins Tor! Bremen konterte wütend und Bittencourt setze in Minute 72 einen Schuss an den Augsburger Pfosten! Puh, durchatmen. Iago scheiterte noch an Werder-Schlussmann Pavlenka. Dann foulte Rashica Hahn im Sechzehner – Caligiuri verwandelte sicher. Mit 2:0 gewann der FCA die eminent wichtige Partie und dufte damit den Klassenerhalt feiern. Das war knapp!

Augsburgs verlorener Sohn war wieder zurück. Und führte den FCA direkt zum Klassenerhalt: Markus Weinzierl! (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Schlusspunkt in München

Das letzte Spiel der Saison durften die Augsburger auswärts in der Allianz Arena bestreiten. Zum Glück war der Klassenerhalt zu diesem Zeitpunkt schon gesichert. Schon in der neunten Minute gingen die Bayern in Führung, allerdings mithilfe eines Augsburgers. Gnabry erhöhte wenig später auf 2:0. Ausgerechnet der sonst sichere Caligiuri vergab den Augsburger Anschlusstreffer vom Punkt. Stattdessen machten die Bayern bis zur Halbzeit alles klar: Erst Kimmich, dann Coman schraubten das Ergebnis auf 4:0.

Der FCA wechselte, dadurch kam noch etwas Leben in die Partie und die Augsburger wurden wacher. Erst erzielte Hahn nach einer Benes-Vorbereitung per Kopf das 1:4, dann erzielte Niederlechner nach Hahn-Vorarbeit das 2:4. Die Bayern wären aber nicht die Bayern, wenn sie nicht noch was gegenzusetzen hätten. Den Schlusspunkt setzte Lewandowski in Minute 90 mit einem historischen Treffer. Damit brach der polnische Nationalspieler den Uralt-Rekord vom “Bomber der Nation” Gerd Müller: Er erzielte sage und schreibe 41 Saisontore!

Das gab es bis dato noch nie zuvor. Und bis zu diesem rekordträchtigen Treffer hatten sich die beiden Landsmänner Lewandowski und Gikiewicz auf Augsburger Seite quasi ein Privatduell geliefert! Was für ein Saisonfinale mit einem spannenden bayerischen Derby. Das Ergebnis war dann doch nur noch Nebensache.

Statistiken zur Rückrunde 20/21

Wieder eine Saison mit Höhen und Tiefen aus Augsburger Sicht, wieder eine Saison mit einem Last-Minute-Klassenerhalt. Und wieder musste man sich von einem Coach trennen. Das Fazit fällt daher ein wenig ernüchternd aus. Und die Hoffnungen, die man sich vor dem Saisonbeginn machte, wurden schon früh zerstört. Konstanz? In Augsburg ein Fremdwort. Eine Saison, geprägt von einigen Höhen und ganz viel Tiefen. Das Beste an dieser Saison war tatsächlich der Klassenerhalt.

André Hahn, gewissermaßen fast schon ein Oldie und sportlich abgeschrieben in der Fuggerstadt, war mit acht Treffern bester Torschütze. Ein weiterer Oldie stand diesem in fast nichts nach: Daniel Caligiuri erzielte sechs Saisontore, Ruben Vargas kam auf ebenfalls sechs Treffer. Stürmer Florian Niederlechner (fünf Tore) hatte viele Saisontiefs, genauso wie Marco Richter (drei Tore) und Unglücksrabe Alfred Finnbogason (0 Tore, zwei verschossene Elfer). Die beiden besten Torschützen waren auch die besten Scorer: Hahn legte fünf Treffer auf, Caligiuri ebenfalls. Die Ü30-Fraktion rockt(e)!

Den Rücken frei hielt den Augsburgern allzeit Rafal Gikiewicz: Dieser schaffte es auch in die Top-Ten-Torhüter der Bundesliga mit einer stolzen Paradenquote von 70,5% und sieben Zu-Null-Spielen. Mit einem Kicker-Notendurchschnitt von 2,85 war er nicht nur bester FCA-Spieler, sondern auch in der Top-10 der besten Bundesligaspieler der Saison aufgelistet. Was den FCA 2020/21 auszeichnete, war definitiv die starke Laufleistung des Teams. Mit 4027,67 gelaufenen Kilometern lag man in puncto Laufleistung ganz weit vorne. Die drei laufstärksten Spieler waren Daniel Caligiuri, Jeffrey Gouweleeuw und Felix Uduokhai. In puncto Sprints lag der FCA im Bundesligavergleich auf Platz fünf mit über 4000 absolvierten Sprints!

Was der FCA gar nicht konnte? Definitiv Elfmeter schießen. Nur zwei von fünf Elfmetern konnte der FCA verwandeln. Krass dabei: Daniel Caligiuri verwandelte 2 von 3 möglichen, die restlichen vergab Alfred Finnbogason. Auch holte sich der FCA ziemlich schnell und ziemlich viele Karten: Mit 65 gelben, 3 gelb-roten und einer roten Karte zählt man zu den drei größten “Sünder-Teams” der Liga. Alleine Kapitän Gouweleeuw sah neun mal den gelben Karton.

André Hahn, Rafal Gikiewicz, Felix Uduokhai und Jeffrey Gouweleeuw waren die drei besten Spieler im FCA-Trikot. Auch Reece Oxford steigerte sich im Laufe der Saison. (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Fazit zur Rückrunde

Der FCA lies die ganze Saison über Konstanz vermissen. Viele Statistiken sprechen eher gegen den FCA, wie zum Beispiel die Zweikampfquote. Man gewann im Ligaranking am viertwenigsten Zweikämpfe. Man hatte die zweitwenigsten Ballbesitzphasen. Die viertwenigsten Tore. Die drittwenigsten Torschüsse. Und die drittschlechteste Passquote aller Bundesligisten. Das alles ist schon sehr ernüchternd und deutet auf eine wirklich suboptimale Saison hin. Klingt fast ein wenig nach Abstieg oder Relegation – aber glücklicherweise gab es Teams wie Schalke und Werder, die noch schlechter performten.

Ein großartiger Rafal Gikiewicz war der Erfolgsgarant für den Klassenerhalt. Ein fast schon über-performende André Hahn, der nach seiner überstandenen Corona-Erkrankung noch viele Tore erzielte, hielt den FCA in einigen Spielen am Leben. Felix Uduokhai und Robert Gumny waren die Shootingstars der Saison. Ruben Vargas und Marco Richter fielen leicht ab im Vergleich zur Vorsaison. Sportlich keine großen Faktoren waren Alfred Finnbogason (0 Tore, 1 Assist) und Michael Gregoritsch (1 Tor, 2 Assists). Rani Khedira trat in die großen Fußstapfen von Daniel Baier, um nach dem Klassenerhalt den Verein zu verlassen. Das wog und wiegt schwer.

Man möchte sagen, der FCA hatte nach dieser Saison und insbesondere nach dieser Rückrunde viel Arbeit vor der Brust. Den schmerzlichen Abgang von Khedira aufzufangen, einen Innenverteidiger-Backup für den scheidenden Marek Suchy zu finden, die Lücke von Laszlo Benes zu füllen (mit einem deutlichen Upgrade!) und natürlich die Trainerposition zu stärken. Spielerisch konnte Markus Weinzierl der biederen Ex-Herrlich-Elf noch kein Leben einhauchen, jedoch muss man sagen, in drei Spielen – in denen es sportlich um alles ging – war dies schlicht und ergreifend auch (noch) nicht möglich. In der Kritik stand daher auch Sportdirektor Stefan Reuter, dem es auch in der Saison nicht gelang, den Umbruch zu vollziehen und die Mannschaft in sicheres Fahrwasser zu geleiten.

War in Augsburg nicht mehr unumstritten: Sportdirektor Stefan Reuter durchlebte unruhige Zeiten! (Photo by Pool/Kai Pfaffenbach/Pool via Getty Images)

Ausblick aus die neue Saison

Direkt zu Beginn des Trainingsauftakts im Sommer kam es zum Eklat: Kevin Danso wollte weg, war mit seiner Backup-Rolle in der Fuggerstadt nicht zufrieden. Ein Schock für die Augsburger, war das Eigengewächs doch eine wertvolle Kaderergänzung! Es wurde – als Investition für die Zukunft- der aus der FCA-Nachwuchsakademie stammende Lasse Günther vom FC Bayern aus deren U19 verpflichtet. Als absoluter Top-Transfer des Sommers wurde die Verpflichtung von Niklas Dorsch – er kam von KAA Gent für sieben Mio. Euro – gehandelt. Der Hoffenheimer Daniel Klein komplettierte das Torwart-Trio rund um Gikiewicz und Koubek. Der Herthaner Arne Maier und Marco Richter tauschten die Leibchen.

Mit Götze, Malone, Stanic, Petkov und Leneis wurden einige Perspektivspieler an Zweit- und Drittligaclubs verliehen. Julian Schieber gab zu Saisonende sein Karriereende bekannt. Es wurde ein warmer Sommer und auf dem Transfermarkt ging es heiß her. Der Saisonauftakt stand an, zuvor einige hochkarätige Testspiele und dann ging es schon in die erste Runde des DFB-Pokals in das weit entfernte Greifswald. Es war mal wieder ein kleiner Umbruch, mittendrin in der Sommerzeit fand noch Olympia statt – mit Uduokhai und Richter nahmen hier auch zwei Augsburger teil. Niklas Dorsch sagte seine Teilnahme wegen seinem Wechsel ab. Bei Olympia war aber für die dezimierte deutsche Auswahl schon nach der Vorrunde Schluss.

Dies war nun der erste Teil des Jahresrückblicks, in dem die erste Jahreshälfte begutachtet wurden. Lest morgen, was Birgit von der Hinrunde 21/22 zu berichten weiß. Stay tuned!

Advent, Advent – Das fünfte Türchen

Heute ist Heiligabend! Somit ist die Spitze der Besinnlichkeit und des allgemeinen Frohmuts erreicht. Zeit, die letzten Wünsche im Rahmen unserer Adventsserie loszuwerden. Meine Kolleginnen und Kollegen der Rosenau Gazette haben an den letzten vier Sonntagen schon so großartige und vielfältige Wünsche geäußert. Und mir dadurch einiges vorweggenommen. Aber heute bin ich, Irina, die letzte im Bunde – und möchte die süße Weihnachtszeit mit einem echten Herzenswunsch, der noch nicht genannt wurde, abschließen. Ich hoffe, ihr habt unsere kleine Serie genauso genossen, wie wir. Danke erneut für ein tolles Jahr aus sportlich-redaktioneller Sicht. “Mit den wunderbarsten Fans, die nicht ein jeder hat!”

#backtotheroots

Mit Markus Weinzierl ist nun in diesem Jahr wieder DER Augsburger Erfolgstrainer zurückgekehrt. Und für viele ist hiermit schon ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Für mich ist Weinzierl ein Charakterkopf à la Christian Streich, eine echte “Type”, wie man so schön sagt. Er ist direkt, er hat einen eigenen Kopf und äußerst charmant isser – das muss frau schon zugeben. Nicht umsonst hat er von “Joyclub” den (sehr fragwürdigen, aber verdienten) Titel des “Sexiesten Trainers der Bundesliga” vor Saisonbeginn erhalten.

Nicht nur, weil er in Jeans einfach optisch gut aussieht, sondern vielmehr das sportliche Fazit gestaltet sich positiv: Markus Weinzierl hat der Truppe wieder Leben eingehaucht, eine Einheit auf dem Platz geformt und eine Mentalität zurückgebracht, die viele Augsburger*innen forderten, aber längst als verschollen galt. Diese Giftigkeit, Griffigkeit und Spritzigkeit hat uns unerwartete Punkte wie gegen Bayern und Leipzig beschert. Raus aus der herrlichen Lethargie – rein in die weinzierlsche Kampftaktik. Gefällt! Mit dieser Galligkeit und diesem unbändigen Kampfeswillen war der FCA einst der unbeliebteste Bundesligaclub – und zwar, wenn es um den unbequemsten Gegner der Liga galt, da lag der FCA in den Umfragen immer ganz weit vorne. Ein Titel ist ja bekanntlich besser als gar kein Titel. Gell, Markus?

Graue Maus, again

Wie gerne wäre ich diesertags einfach wieder die graue Maus von Augsburg, im sportlichen Niemandsland der Bundesligatabelle. Ohne größere Aufreger (ok, die Trommler lasse ich durchgehen, als positive “Aufreger”) und sportliche Talfahrten. Ohne größeres Aufsehen, wie Possen um Hinti, Kai-Uwe und Co. und viel mannschaftliche Geschlossenheit. Es ist noch gar nicht allzu lange her, da kämpfte eine Augsburger Mannschaft in der Europa League und das war auch das einzige, was man aus der Fuggerstadt zu berichten wusste.

Das heißt nicht, dass ich mir wünsche, dass der Blick gen erstes Tabellendrittel geht. Im Gegenteil. Ich wünsche mir sehnlichst, dass wir wieder Platz 11-13 fest ins Visier nehmen und massig Punkte hamstern, ohne großes Aufheben und Tamtam. Berichtenswert sollte ausschließlich die Leistung der Mannschaft sein. Oder die tollen FCA-Fans, die hoffentlich baldigst wieder in ihr zweites Wohnzimmer dürfen. So ein wenig kann man hier sicherlich in Richtung AEV schauen, ein Eishockey-Traditionsclub aus der Fuggerstadt, der sich jede Saison wacker schlägt und dies ohne größere Unruhe(n). Lieben wir!

Verstärkung gesucht

Die pandemische Lage sorgt auch dafür, dass der FCA nicht wahl- und ziellos Geld ausgeben kann – im Sinne von personellen Verstärkungen. Hier sollte der Club auch nicht in die Fußstapfen von Verpflichtungs- und Paniktransferweltmeister Schalke 04 treten. Sinnvoll wäre der ein oder andere Transfer in der Winterpause jedoch schon, wenn man mal ganz ehrlich ist. So drückt vor allem rechts hinten der Schuh. Bei Jungspund Robert Gumny wechseln sich auch in seiner zweiten Saison in der Fuggerstadt Genie und Wahnsinn ab. Wahnsinn gewann hierbei mehr und mehr die Oberhand. Zuletzt durfte (oder besser: musste) er sich auf der Innenverteidiger-Position zwecks Spielermangel beweisen. Nicht seine Paradeposition, um es mal gnädig auszudrücken.

Sein Backup und Eigengewächs “Frami” ist äußerst verletzungsanfällig und daher keine verlässliche Konstante im Augsburger Kader. Aushilfsweise kann auch Oldie Daniel Caligiuri diese Position bekleiden. Es bleibt wohl bei dem Aushilfsjob. Hand auf’s Herz: Befriedigend sind all die genannten Optionen nicht! So gut wir in der Innenverteidigung aufgestellt sind, wenn alle Mann fit und an Bord sind, so mangelhaft ist die Kaderqualität auf der Rechtsverteidiger-Position. Ein Da Costa, der in der Gerüchteküche schon hochgehandelt wird, stünde dem FCA sicher sportlich gesehen recht gut zu Gesicht. Mit seiner Erfahrung kann er der jungen Verteidigung sicher schnell weiterhelfen.

Problempositionen

Eine weitere Problemposition ist aktuell das defensive/zentrale Mittelfeld. Dort sind derzeit Niklas Dorsch und Arne Maier gesetzt. Letztgenannter kränkelte zuletzt mehrfach. Auch sein Nebenmann “Dorschi” war schon länger abwesend im Laufe der Hinrunde. Die Backups Moravek, Strobl und Gruezo sind allesamt entweder sehr verletzungsanfällig und/oder gerade im Krankenstand verweilend. In der Sommerpause fiel in Verbindung mit dem FCA oftmals der Name des Ex-Augsburgers Kevin Vogt, dessen Vertrag in Hoffenheim nur noch bis Sommer 2022 läuft. Der Innenverteidiger kann auch im defensiven Mittelfeld spielen, davon können wir in Augsburg aus eigener Erfahrung berichten. Back to the ex, Kevin? Ich finde, das hätte was.

Kommen wir zum offensiven Mittelfeld und Sturm: Hier merken wir den Spielermangel am meisten. Im Sturm sind Finnbogason und Niederlechner als Platzhirsche schon seit einiger Zeit mehr verletzt als auf dem Platz zugegen. Gregerl und Cordova hinken den sportlichen Erwartungen eher hinterher, wobei Gregerl immerhin eine leicht aufsteigende Form verzeichnet. Und Andi Zeqiri zeigte zu Beginn der Saison starke Ansätze, hat zuletzt aber deutlich nachgelassen. Ob man nun im Sturm nachlegt und eine “billige” Modeste-Kopie findet? Fraglich. Ob man sich vielleicht nochmals nach Doan, der in der Offensive polyvalent einsetzbar ist, erkundigt? Denkbar. Wünschenswert wäre jedenfalls mindestens eine starke Verstärkung für die Offensive. Jemand, der das Spiel machen kann und einer, der für ein paar Tore gut ist. Hach, das wäre schön.

Würdigung

Dies führt mich zu meinem vorletzten Punkt. Ich wünsche mir, dass Vereine wie der FCA “Fanblogs” wie die Rosenau Gazette ernster nehmen. Zumindest diejenigen, die nachhaltig und unter Wahrung gewisser Standards sowie Werte tätig sind. Die Reichweite dieser Kanäle ist nicht zu unterschätzen, die Aufruf- und Leserzahlen bestätigen das Woche für Woche. Dennoch ist die Pressearbeit der Vereine weiterhin mehr ausgelegt auf die klassischen Medien, die online oder Fußball eher nebenbei machen. Wir als Rosenau Gazette haben es beispielsweise schwer, akkreditiert zu werden, um aus der WWK-Arena oder aus anderen Stadien der Nation als Teil der Presse berichten zu dürfen und sind meist angewiesen auf die Kulanz der Vereine. In der Onlinewelt werden Formate geschaffen, die nicht in die klassischen Schubladen fallen. Aus unserer Sicht verkennt man den Stellenwert der Fanmedien, denn diese kommen von Fans und sind für Fans. Kritisch und unabhängig. Nicht getrieben davon, die größten Sensationen aufzudecken und die besten Klickzahlen (Stichwort Clickbait!) zu erreichen. Es wird Zeit, dass nachhaltige und qualitativ hochwertige Arbeit als solche anerkannt und den Fanblogs mehr Aufmerksamkeit (und damit Würdigung!) geschenkt wird.

Denn es geht, wie auf dem Platz nur miteinander und zwar im fairen Diskurs. Auch die Kritik, die adressiert wird an den Club, muss nicht im Sande verlaufen. Viel mehr freut man sich, wenn man Fans eine Stimme gibt, Schmerzpunkte aufgreift und sich auch manchmal den “Fan-Frust” von der Seele schreibt. So gehts mir zum Beispiel von Zeit zu Zeit. Und wir lieben den Austausch mit euch Leserinnen und Lesern, die die Rosenau Gazette zu dem machen, was sie heute ist: Ein wichtiges Medium, im digitalen Zeitalter, das die Fans erreicht. Und es ist immer noch der bis dato einzige FCA-Fanblog. Das soll was heißen. Zu Weihnachten wird ein wenig Lobhudelei und Selbstbeweihräucherung doch erlaubt sein, oder? 🙂

Nachwuchsdebüt

Mein großer Herzenswunsch, neben Dingen wie Zusammenhalt und der Rückkehr alter FCA-Tugenden, die jedoch meine Kolleg*innen schon genannt hatten, ist der Debüt eines oder mehrerer Nachwuchsspieler in der Rückrunde. Zuletzt war U19-Kapitän Salifou mehrfach im Kader gestanden, kam jedoch (noch) nicht zum Zug. Oder Nachwuchshoffnung und U17-Kapitän Dzenan Pejcinovic, der zuletzt mehrfach mit einem Wechsel in die Serie A in Verbindung gebracht wurde. Der erst 16jährige Stürmer erzielte in der laufenden B-Junioren-Bundesligasaison in 10 Spielen bereits 10 satte Tore.

Ich würde mir nicht nur das bloße Debüt wünschen, sondern die feste Etablierung eines Nachwuchsspielers in der ersten Elf. Wäre Tim Civeja nicht so verletzungsanfällig, hätte er sich vielleicht schon durchgesetzt im Kader der ersten Mannschaft. Gute Ansätze hatte er jedenfalls schon oft zeigen können. So eine neue Augsburger Identifikationsfigur, die nach dem Weggang von Marco Richter ein wenig fehlt, wäre für mich tatsächlich ein Herzenswunsch! Und eigentlich sollte es bei der Auswahl nicht schwer sein, einen jungen Burschen mal ins kalte Wasser zu schmeißen und ein paar Spielminuten in der Bundesliga zu gönnen, oder?

Frohe Weihnachten!

Für mich persönlich, die seit vielen Jahren im Exil in Ostwestfalen lebt, bedeutet Weihnachten immer “heimkommen” bzw. “ankommen”. Der Christmas-Klassiker von Chris Rea “Driving home for christmas” beschreibt dies eigentlich ziemlich gut und zählt daher auch zu meinen musikalischen Favoriten in der Weihnachtszeit. Die knapp 600 Kilometer Anfahrt habe ich schon erfolgreich hinter mich gebracht, um an den schönsten und besinnlichsten Tagen des Jahres bei meinen Liebsten zu sein! Das ist für mich auch der Spirit des Weihnachtsfestes.

Am 23. wird die Tanne geschmückt, Plätzchen en masse genascht und am Punsch genippt. Am 24.12. gehts dann eigentlich – wenn nicht gerade die pandemische Lage eskaliert – in die örtliche Christmette. Abends gibt’s dann jedes Jahr aufs neue die Bescherung und ein tolles Weihnachtsmenü von der besten Köchin der Welt, meiner Mutter! Die beiden Feiertage werden mit der Verwandtschaft in trauter Runde verbracht, wenn nicht Social Distancing betrieben werden muss. Aktuell behelfen wir uns aus bekannten Gründen digital.

…und dass mal ein paar Tage spiel- und fußballfrei ist, tut der Stimmung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Das wünsche ich auch unseren Mannen und dem Team hinter dem Team. Ausspannen, besinnliche Festtagsstimmung und Zeit mit den Liebsten zu verbringen. Um Kraft zu tanken für die beschwerliche Rückrunde, die unweigerlich auf den FCA zukommt. Aufgrund der kurzen Winterpause ist der Trainingsauftakt schon auf den 28.12. datiert und die Zeit zur Regeneration ziemlich kurz. Dem FCA hätte sicher eine längere Winterpause gut getan, denn dann könnte sich das noch gut gefüllte Lazarett mehr und mehr leeren.

Zum Schluss möchte ich euch – stellvertretend für die ganze RoGaz-Crew – ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage wünschen. Lasst euch gescheit beschenken und bleibt gesund! Wir sehen uns in alter Frische nach den Feiertagen wieder auf dem Blog. Merry Christmas, Sportsfreund*innen!

Advent, Advent: das vierte Türchen

Die Zeit rast und das ist ja an sich ein gutes Zeichen. Wenn man gegen die Bayern gewinnt und die Kolleg*innen damit unter der Woche ärgern kann, dann vergeht die Zeit viel schneller als nach Niederlagen. Und so verhält es mit dem Leben an sich ja auch. Wie ich hier nun sitze und das Jahr 2021 kurz vor dem Ende steht, verspüre ich vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass es mir auch am Ende dieses Jahres gut geht und ich diese Zeilen recht unbeschwert schreiben kann. Und mir etwas rund um den FCA wünschen soll. Mein Beitrag steht dabei in einer Reihe mit denen von Birgit, Franzi und Andi. Irina schließt nächste Woche die Reihe ab. Aber hier kommen nun erstmal meine Wünsche:

Konstanz

Letztens hatten wir auf Arbeit diskutiert, ob Konstanz oder Veränderung der Wunsch für 2022 ist. Wenn ich das auf den FCA beziehe, dann will ich Veränderung und zwar hin zu mehr Konstanz. Die einzige Konstante in der Hinrunde waren die schwankenden fußballerischen Leistungen. In der Rückrunde und in 2022 möchte ich konstant die Leistungen sehen, die gegen Stuttgart, Köln oder die Bayern abgerufen wurden. Kein Mainz. Keine erste Hälfte gegen Bochum (weder Liga noch Pokal). Die Mannschaft kann es. Kann sie es auch konstant? Ich wünsche es mir. Unnötig zu erwähnen, dass wir auch dann nicht alle Spiele gewinnen werden. Mit dem Abstieg würden wir jedoch nichts zu tun haben.

Konstanz hängt dabei auch an der Gesundheit. Der FCA wurde nun gerade in den letzten Wochen nicht von Verletzungen und Erkrankungen verschont. Lasst uns alle wünschen, dass wir von weiteren Verletzungs- und Erkrankungswellen verschont bleiben, so dass wir mit einer eingespielten Mannschaft zur sportlichen Konstanz kommen.

Gar nicht so einfach, ein Foto von Felix Uduokhai im Trikot dieser Saison zu finden. Udo steht symbolisch für die personellen Ausfälle dieses Jahres. Lasst uns hoffen, dass 2022 besser wird. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

An dieser Stelle muss ich ergänzen, dass ich mir auch an einer anderen Stelle Konstanz wünsche. Liebe Mitstreiter*innen dieses Blogs, die ihr aus 2021 das beste ROGAZ-Jahr der Geschichte gemacht habt: Können wir das bitte einfach so fortführen? Ich weiß euer Engagement und eure Arbeit sehr zu schätzen und wünsche mir, wir machen so gemeinschaftlich, respektvoll und mit tollen Ideen in 2022 weiter. Deal?

Interessen der Stadion-Fans in den Mittelpunkt

Fußball ist vollends zum TV-Konsument*innen-Sport verkommen. Während in Augsburg gegen Bochum vor leeren Rängen gespielt werden musste, durften Köln eine Woche später immer noch Fans ins Stadion, allerdings auch nur sehr begrenzt. Scheiß pandemische Lage. Der Liga ist es 1,5 Jahre nach Start der Pandemie scheißegal, ob alle Spiele vor Zuschauern ausgetragen werden. Der Fan im Stadion ist “nice to have”. Während beim Eishockey Heimrechte getauscht oder in anderen Ligen Spiele verschoben werden, wird in der ersten Bundesliga mittlerweile der Spielplan vollkommen irrsinnig durchgezogen. Komme, was wolle. Der Fan im Stadion bleibt auf der Strecke. Ich wünsche mir für 2022, dass sich das ändert und dass die Liga zusammen mit den Vereinen hierfür Lösungen findet.

Dieser Punkt beinhaltet zusätzlich (und das ist ein unerfüllter Wunsch, den ich wie ein kleines Kind jedes Jahr wieder auf den Zettel schreibe), dass beim FCA selbst die Mitglieder, die Ihnen zustehenden Mitspracherechte (z.B. Plätze im Aufsichtsrat der KGaA) erhalten. Bei diesem Wunsch komme ich mir vor, wie der kleine Junge, der sich einen Traktor wünscht. Es wird ja doch nicht passieren. Vielleicht fangen wir dann mal damit an, dass nicht wieder hinter dem Rücken der Mitglieder Anteile an ausländische Investoren verkauft werden. Wertschätzung zeigt sich eben auch durch Transparenz und Offenheit. Davon wünsche ich mir mehr bei uns.

Identifikationsfiguren

Die erste Generation der Augsburger Identifikationsfiguren seit dem Aufstieg in die erste Liga ist mittlerweile komplett im Ruhestand angekommen. Daniel Baier war aus dieser Riege der letzte Recke, der die Fahne hoch hielt. Von diesen Identifikationsfiguren ist auch keiner mehr bei der U23 präsent.

Stellt euch vor ihr könntet diesen Kerl erneut in rot-grün-weiß jubeln sehen. Ich würde es feiern! (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Nachdem es für mich als Fan des FC Augsburg schon immer schwierig anzusehen war, wie Sascha Mölders in babyblau aufläuft, wünsche ich mir an dieser Stelle eine Rückholaktion. Mölders soll vor allem der U23 in der Regionalliga Bayern in den nächsten Jahren mit seiner Erfahrung weiterhelfen. In der allergrößten Not könnte er seinen Allerwertesten vielleicht auch in der Bundesliga erneut anschießen lassen. Mit Mölders bei der U23 würde mit Sicherheit auch der ein oder andere mehr sich die Zeit nehmen, den Jungs in der Rosenau den Rücken zu stärken. Mölders selbst könnte dann nach seiner aktiven Zeit direkt als Trainer im Jugendbereich beim FCA weiterarbeiten.

Der FCA hat in den vergangenen Jahren nicht immer eine gute Figur abgegeben, wenn es darum ging, gestandene Spieler im richtigen Rahmen zu verabschieden. Eine Rückholaktion wäre an dieser Stelle ein starkes Zeichen, dass die gestandenen Profis beim FCA eine Heimat haben, wenn Sie etwas beitragen können.

Soziales Engagement

Der FCA hat beim sozialen Engagement weitere Schritte nach vorne gemacht. Vor einigen Wochen wurde zum ersten Mal ein Bericht zu den entsprechenden Aktivitäten aufgelegt, zuletzt die geänderte Strategie vorgestellt. An dieser Stelle rufe ich laut: weiter so!

Der FCA wird auch in diesem Bereich kreative Lösungen finden müssen, um aus jedem Cent das meiste herauszuholen. Darin ist der Club ja prinzipiell ganz gut. Ich wünsche mir weitere kreative Aktionen, wie damals als man die Einnahmen aus dem Flock von Tobi Werner nach seinem Abschied spendete. Gregerls Flock-Einnahmen könnten an seine Stiftung gehen. Die Spieler könnten auf ihrer Spieltagskleidung ein Fleckchen Platz bekommen – um analog zur NFL-Aktion “My Cause My Cleats” – auf eine Aktion ihrer Wahl hinzuweisen.

Ich glaube, der FCA ist hier grundsätzlich schon auf einem guten Weg. Ich wünsche mir, dass man hier trotzdem ordentlich weiter Gas gibt und nicht nachlässt.

Ungenanntes

Und damit kommen wir dann auch schon zum Ende meiner Wunschliste. Wie ich hier nun sitze und hadere, erwähne ich an dieser Stelle, dass mir auch ein anderer Wunsch immer wieder durch den Kopf geschwirrt ist. Schon des Öfteren habe ich hervorgehoben, dass ich naiv und blauäugig bin, wenn es um die sportlichen Möglichkeiten dieses Teams geht. Die Leistungen gegen Bayern, Stuttgart und Köln fördern nun auch einen weiteren Traum. Einen, der unter Markus Weinzierl schon mal erfüllt wurde. Die Abstände im Mittelfeld der Tabelle sind so gering wie selten nicht. Ich will es nicht benennen, aber ihr wisst, um was es geht. Und wenn nicht zu dieser Jahreszeit, das Träumen erlaubt ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Vielleicht ist es auch einfach ein Jahr zu früh, um diesen Traum konkret zu benennen. Was ich mich zu sagen traue: es wäre doch toll, wenn nach 11 Jahren in der Bundesliga vielleicht bald nicht mehr der Klassenerhalt das oberste Ziel mehr wäre. Oh, wie schön wäre es. Vielleicht habe ich auch einfach den Kugeln zu lange beim Glitzern zugeschaut. Ist es nicht schön, wie uns der Fußball weiterhin aus der Realität entführen kann?

Advent, Advent: das dritte Türchen

Einen schönen dritten Advent an alle Leserinnen und Leser. In unserer vorweihnachtlichen Reihe “Was ich mir vom FC Augsburg zu Weihnachten wünsche” gibt die Rosenau Gazette Einblicke in die persönlichen Wunschzettel. Nach Birgit und Franzi stehen heute meine Wünsche auf dem Programm.

Zusammenhalt und Transferwünsche

Ich kann mich den Wünschen meiner geschätzten Kolleginnen nur anschließen. Birgit und Franzi haben den Zusammenhalt im Team herausgestellt. Wie wichtig der für kleine Vereine wie Augsburg ist, zeigte sich beim herausragenden Sieg gegen die Bayern oder zuletzt in Köln. Ich wünsche mir, dass der Teamgedanke auch im neuen Jahr oberste Priorität hat. Auf und neben dem Platz. Ansonsten möchte ich heute Weihnachtswünsche äußern, die noch nicht genannt wurden. Es geht um Alfred Finnbogason und David Blitzer.

Vielleicht zuvor noch ein Gedanke zu möglichen Transfers: Ich vertraue auf die aktuelle sportliche Führung und bin eigentlich auch mit dem Kader zufrieden, sofern er denn fit wäre. Im Großen und Ganzen ist die Mannschaft absolut bundesligatauglich. Nachjustieren könnte man eventuell auf der Rechtsverteidigerposition. Ein Danny Da Costa soll in Frankfurt unzufrieden sein. Außerdem sollte sich der FCA darum bemühen, die Leihspieler Arne Maier und Andi Zeqiri langfristig an sich zu binden. Beide gefallen immer mehr und sind zudem noch nicht am Ende ihrer Entwicklungsstufe angelangt. Gerade ein Doppelmittelfeld aus Maier und Dorsch könnte den Fans mittel- bis langfristig große Freude bereiten.

Die Schaltzentrale der U21 vereint beim FC Augsburg: Niklas Dorsch und Arne Maier (Photo via Getty Images)

Vertragsverlängerung von Finnbogason

Alfred Finnbogason und seine Verletzungen sind für den FCA Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil er seit Jahren keine komplette Spielzeit mehr geschafft hat. Segen, weil ein fitter Finnbogason längst nicht mehr in Augsburg spielen würde. Im Sommer läuft sein Vertrag in Augsburg aus und ich kann FCA-Fans verstehen, die einer Verlängerung kritisch gegenüber stehen. Auch, weil der Isländer zu den Besserverdienern im Kader gehört.

Ich wünsche mir dennoch eine Vertragsverlängerung – aus mehreren Gründen. Wie wichtig ein fitter Finnbogason für den FCA sein kann, zeigte sich beim 4:1 gegen Stuttgart. Nach abermaliger Verletzungspause stand der Stürmer wieder in der Startelf und steuerte prompt einen Treffer sowie eine Vorlage bei. Ich stand bei dem Spiel auf der Ulrich-Biesinger-Tribüne und die Fans haben sich extrem für Alfred gefreut. Das zeigt, wie sehr der Isländer nach wie vor in Augsburg geschätzt wird. (Wer einen weiteren Beweis für die Liebe der Augsburger Fans braucht, kann ja mal auf die Trikotflocks schauen: Die Nummer 27 ist omnipräsent).

In Augsburg sehr geschätzt: Vizekapitän Alfred Finnbogason (Photo by Kolbert-Press via Getty Images)

Finnbogason spielt seit 2016 beim FCA, nachdem er zuvor ein echter Weltenbummler war. Nach Stationen in Island, Belgien, Schweden, Niederlande, Spanien und Griechenland scheint er in Augsburg nun endlich heimisch geworden zu sein. Seine Kinder Viktoria und Emil sind in Augsburg geboren und wachsen gerade in der Fuggerstadt auf. Augsburg und Finnbogason das passt einfach – und sollte weiter fortgeführt werden. Schließlich ist der 32-Jährige Bundesligarekordschütze des FCA. Also, Stefan Reuter, Sie wissen, was zu tun ist: Vertragsverlängerung und Karriereende in Augsburg.

Mehr Klarheit bei David Blitzer

Mit der Personalie David Blitzer hat der FC Augsburg für große Verwirrung in der FCA-Familie gesorgt. Werden wir jetzt zum Investorenklub, dürften sich viele Fans – ich eingeschlossen – gefragt haben. Was natürlich auch an der äußerst unglücklichen Kommunikation des FCA lag. Zur Erinnerung: Die Legio Augusta war es, die zu Beginn maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Öffentlichkeit vom Gesellschafterwechsel erfährt. Auch wir haben in der Vergangenheit versucht, den Einstieg des US-Unternehmers genauer zu erklären. Zudem stand Präsident Klaus Hofmann auf der Mitgliederversammlung Rede und Antwort. Was mir allerdings fehlt, ist eine Erklärung von David Blitzer selbst. Und damit meine ich nicht eine vorgefertigte Pressemitteilung im Unternehmenssprech.

Ich erwarte, dass sich Blitzer dem Austausch mit den Fans stellt und auch Stellung zu kritischen Positionen bezieht. Sollte ihm der FC Augsburg tatsächlich am Herzen liegen, stünde dieser Idee ja eigentlich nichts im Wege. Deshalb wünsche ich mir, dass es im kommenden Jahr ein Treffen von Blitzer mit interessierten Fans gibt. Vorstellbar wäre zum Beispiel eine Mitgliederveranstaltung, auf der anschließend (kritische) Fragen gestellt werden können. Das ist meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, denn jeder FCA-Fan hat ein Recht auf Antworten.

Hilfe fürs Ahrtal

Persönliche Wünsche habe ich dieses Weihnachten tatsächlich wenige, weil es mir persönlich sehr gut geht. FCA-Fans, denen es ähnlich gehen sollte und die ein paar Euro übrig haben, möchte ich die Hilfsaktion der Ulrich-Biesinger-Tribüne ans Herz legen. Die UBT setzt sich seit Monaten für die Flutopfer im Ahrtal ein. Die Menschen vor Ort brauchen nach wie vor jede Hilfe. Das hat mir zuletzt erst mein Cousin bestätigt, der vor wenigen Wochen vor Ort war und beim Wiederaufbau geholfen hat.

Unterstützen könnt ihr durch eine Spende auf folgendes Konto. Jeder Betrag, ob groß oder klein, hilft den Menschen in Not in den betroffenen Gebieten:

UBT e.V.
DE94 7205 0000 0251 9148 67
Betreff: Spende Hochwasser

Allen FCA-Fans einen schönen dritten Advent. Bleibt gesund!

“FCA-Wishlist”

Es ist mittlerweile Dezember, der letzte Monat dieses kuriosen Jahres 2021. Das Weihnachtsfest steht vor der Tür, shoppen bei geltenden Abstandsregeln vor Ort ist irgendwie unattraktiv und viele führen dies nun online durch. Potenzielle Weihnachtsgeschenke sind dieses Jahr schon zum Teil gar nicht mehr verfügbar.

Zudem rätselt jede*r Jahr ein, Jahr aus, was man seinen Liebsten nun schenken könnte. Wer kennt diesen inneren Struggle nicht? Hier daher die besten Geschenktipps für Freunde, Lebensgefährten und Kinder. Have fun beim Lesen und Stöbern!

(*Achja, wir kriegen für diese Tipps nix, werden nicht gesponsert und die Weiterleitungen sind auch keine Affliate-Links*)

Für den Freundeskreis

Um euren Freundinnen und Freunden eine kleine FCA-Überraschung zukommen zu lassen und hierbei auch zielsicher einen Treffer zu landen, sind im Nachfolgenden drei “Einkaufstipps” aufgelistet.

DAS Buch für waschechte FCA-Fans “111 Gründe, den FCA zu lieben” (Link via Amazon)

Zu aller erst die Buchempfehlung Nummer eins, wenn’s um das Thema FCA geht. Die Rosenau Gazette erachtete dieses Werk sogar als Pflichtlektüre, wenn man ein eingefleischter Augsburg-Anhänger/eine eingefleischte Augsburg-Anhängerin ist. Für 14,99 Euro erhaltet ihr auf 256 Buchseiten echte Augsburger Weisheiten und viele Informationen, die ihr vielleicht noch nicht kanntet.

Hier eine kurze Buchbeschreibung:

Es ist wahrlich kein Geheimnis, dass der FCA seit jeher die Treue seiner Fans gerne auf die Probe stellt. Immer in dem festen Wissen, dass die Jagd nun mal schöner ist als der Fang, hat der Augsburger Klub nämlich satte hundert Jahre verstreichen lassen, bis das Licht der Bundesliga-Sonne endlich über der Stadt am Lech aufging. So viel Leidensfähigkeit ist selten und das zu allem Übel auch noch im übermächtigen Schatten der Dusel-Bayern, die gnadenlos alles an sich reißen, was im Freistaat eine Fahne tragen kann. Die Augsburger Väter und Söhne – nicht zu vergessen die Mütter und Töchter – haben also reichlich Herzblut, Tränen und unterklassiges Bier vergossen und fahren nun endlich die Ernte ganzer Generationen ein. Das Schöne daran: Wir haben den Boden, auf dem wir bleiben, quasi selbst verlegt, und die langen, langen Jahre des ausbleibenden Erfolgs haben die Fans zusammengeschweißt wie seinerzeit der Wein die Römer und das Geld die Fugger. Die vielen denkwürdigen Episoden mit allerlei schillernden Protagonisten – von Helmut Haller bis Ernst Middendorp – sind hierbei keine aufpolierten Marketinganekdoten, sondern tatsächlich noch mündliche Überlieferung. EINIGE GRÜNDE Weil man sich in Augsburg drei Vereinsfarben leistet. Weil der FCA das erste Derby in der Allianz Arena gewann. Weil Nottingham Forest über den Umweg Augsburg den Landesmeisterpokal gewann. (…) Weil Augsburg einen Feiertag mehr hat als Restdeutschland. Weil die SGL Arena die deutsche Anfield Road ist. Weil beim FCA sogar Kevin Kurányi beim Probetraining durchfiel. Weil Waldi Hartmann in Augsburg eine Kneipe hatte. Weil der FCA auf der ewigen Bundesligatabelle immer höher klettert.

111 Gründe, den FCA zu lieben via Amazon

Klassischer FCA-Hoodie

Eine weitere Kaufempfehlung ist – vorausgesetzt ihr kennt die Kleidergröße von euren Bekannten – ein FCA-Hoodie. Die Hoodies mit FCA-Branding empfinden wir als zeitlose Klassiker, die in keinem Augsburger Kleiderschrank fehlen dürfen. Folgende zwei Hoodies haben es mit ihrem schlichten Stil besonders angetan:

  • Hoodie “Fußballclub Augsburg” in Schwarz (z.B. hier erhältlich)
  • Hoodie mit FCA-Logo und Streifen in Grün (z.B. hier erhältlich)

Aktuell finden sich einige Stücke zu stark reduzierten Preisen – da könnt ihr als Schwaben sogar noch richtig sparen. Spässle, aber günstiger ist doch immer besser. Oder? 🙂

FCA Tasse oder Augsburg Tasse (z.B. hier oder hier erhältlich)

Tassen sind wichtig, denn hiermit nimmt man den lebensnotwendigen Kaffee zum Frühstück zu sich, der vielen den Weg in den Tag ebnet. Oder eben allen Teetrinkern die Kehle wärmt, wenn’s draußen stürmt und schneit. Auch cool. Noch cooler ist es allerdings, wenn die Tasse auch designtechnisch ansprechend ist. Hier sind bei Produktrecherchen zwei Tassen ins Auge gestochen. Die eine ist eher für FCA-Fans, die ihre Liebe gerne offensichtlich zur Schau stellen, denn es prangt markant das Logo auf der Tasse. Die zweite Empfehlung bezieht sich auch auf Personen, die sich als Augsburger/Augsburgerinnen fühlen und dies mit der Tasse unterstreichen wollen. Beide Tassen haben absoluten Kultfaktor und dürfen in keinem “FCA-Haushalt” fehlen!

Für den/die Liebste(n)

Für eure Schätze – eure/n Partner/in – haben wir noch drei ganz persönliche Empfehlungen, um diesen eine Freude zu machen. Wir garantieren: Mit diesen Items wird es euch und euren Liebsten garantiert warm (werden)! 😉

Ugly Christmas Sweater (über FCA-Fanshop)

Nicht jedermanns Sache, aber doch so süß und mittlerweile auch kultig: Der Ugly Christmas Sweater des FCA. Uns hat’s ja insbesondere der kleine Schneemann auf dem Pullover angetan, den ihr für rund 50 Euro über den FCA-Fanshop bekommt. Bequem, kuschlig und sehr stylisch – geht’s denn noch besser? Dorschi und Jeff fühlen sich jedenfalls sichtlich wohl in diesen trendy Teilen:

FCA-Bommelmütze (über FCA-Fanshop)

Eine Bommelmütze im Winter? Keine schlechte Idee. Wenn’s kalt und windig ist, wird diese garantiert Schutz bieten und wärmen. Warum dann nicht im auffälligen Weihnachtsdesign und FCA-Logo? Wenn ihr in Augsburger Gefilden unterwegs seid, sind euch große Augenblicke (Achtung, Wortwitz!) sicher. Eine beispielhafte Bommelmütze kriegt ihr für rund 20 Euro über den FCA Fanshop.

Weekender im FCA-Style (über FCA-Fanshop)

Diese schöne Reisetasche begleitet dich garantiert überallhin und bietet eine Menge Platz für die wichtigen Dinge, wenn es (mal wieder, irgendwann) auf Reisen geht. Ich persönlich reise vor Weihnachten zu meiner Familie nach Augsburg und eine geräumige Tasche ist daher Pflicht. Und dazu noch so eine stylische! Ich werde mir diese Tasche von meinen Liebsten wünschen – ob mir dieser Wunsch wohl erfüllt wird? Ihr könnt diesen Weekender, der euch sicher auch in den nächsten Urlaub begleitet, für ca. 40 Euro über den Fanshop erwerben.

Für den Nachwuchs

Für den Nachwuchs ist natürlich auch gesorgt, denn es ist nie zu früh, den Weg zum Herzensclub früh und nachhaltig zu ebnen (kleiner Scherz!). Für eure Kleinsten daher folgende Vorschläge, was unter den Weihnachtsbaum passt und das Herz der Kleinen erfreut:

FCA-Rucksack (über FCA-Fanshop und andere Alternative, via Fanshop)

Mit dem FCA-Rucksack zum Sport oder zur Schule? Coole Sache! Diesen Rucksack pfleglich zu behandeln, fällt einem dann sicherlich leichter. Zudem geht man garantiert viiiiiel lieber in die Schule, ich schwöre! Um also einen glanzvollen Auftritt hinzulegen, empfiehlt sich ein stylischer Rückenbegleiter. Für 20-30 € finden sich hier ein paar Varianten im FCA-Fanshop. Die beiden Favoriten sind verlinkt.

FCA-Trikot (über FCA-Fanshop)

Ein Trikot ist immer eine gute Idee! Entweder lässt man sich den eigenen (Spitz-)Namen aufdrucken oder den des Lieblingsspielers. Das kommt beim Nachwuchs sicher super an. Das aktuelle Leibchen der Augsburger in rot-grün-gestreift ist vor allem in der Vorweihnachtszeit stilsicher und kann auch beim alljährlichen Weihnachtsessen im Kreise der Familie ohne Fehl und Tadel getragen werden.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Trikot von Ruben Vargas? (Foto via Sebastian Widmann/Getty Images)
FCA-Cap (über FCA-Fanshop)

Zuletzt sei hier noch eine Cap erwähnt, die im Winter zwar nicht die Ohren wärmen kann, aber den Kopf sicherlich. Und zudem immer cool aussieht. Der FCA hat hier seine Kollektion zuletzt deutlich aufgebessert, sodass die Auswahl mittlerweile schwerfällt. Der originelle Favorit, der ca. 30 Euro im Fanshop kostet, ist auch hier verlinkt. Hier gefällt vor allem die dezenten Zirbelnussaufdrucke in Verbindung mit der schönen Farbe.

… immer noch nichts dabei?

Wenn hier noch nicht der heiße Tipp dabei war, sollen abschließend noch ein paar universelle Tipps folgen. Zum Beispiel ein Gutschein für den FCA-Fanshop oder eine Eintrittskarte zum FCA-Spiel. Gerade letztgenanntes sorgt für den “Erlebnisfaktor” und für die Zeit zu zweit. Eine FCA-Mitgliedschaft, die dann wiederum in den Augsburger Nachwuchs fließt, ist auch immer eine gute Idee. Zudem kriegt man dann im Shop Prozente und kann bei Ticketverkäufen früher zuschlagen. Eine feine Sache!

Aber Weihnachten muss nicht gleich “schenken” oder “konsumieren” bedeuten. Man kann sich auch einfach schon “beschenkt” fühlen, wenn man die letzten zwei Jahre gesund und lebendig überstanden hat. Und noch guter Dinge ist. Auch die familiäre Atmosphäre in der Weihnachtszeit ist für mich beispielsweise schon Geschenk genug, da braucht es darüber hinaus nichts materielles.

Solltet ihr dennoch (auch) karitative Zwecke unterstützen wollen, könntet ihr überlegen, bei der großen Weihnachtswunsch-Aktion des FCA in Kooperation mit der WWK-Kinderstiftung und spiel+freizeit mitzumachen (hier gelangt ihr zu weiteren Infos). Denn was ist schon schöner als strahlende Kinderaugen verbunden mit dem Gefühl, gutes getan zu haben?

Anstelle von individuellen Geschenken haben Fans bei den digitalen Weihnachtswünschen wieder die Möglichkeit, den Kindern, die über die Tafel Augsburg registriert sind, durch einen Gutschein einen Weihnachtswunsch zu erfüllen. Hier können Gutscheine im Wert von 30 Euro erworben werden, die die beschenkten Kinder für den Kauf von Spielwaren, Schulbedarf und Sportartikeln beim regionalen Spielwarengeschäft „Spiel + Freizeit“ einlösen können. Der FCA hat sichergestellt, dass die Gutscheine ausschließlich für Kinderwünsche eingelöst werden können.

FCA Website Beitrag vom 1.12.2021

Schöne Vorweihnachtszeit!

Egal, für was ihr euch entscheidet oder ob ihr es lieber sein lässt, wir wünschen euch alle eine tolle, besinnliche und vor allem gesunde Vorweihnachtszeit. Mit hoffentlich ganz vielen Punkten vom FCA, damit wir einen schönen Tabellenanblick zum Weihnachtsfest genießen dürfen. Für viele, die es mit dem FCA halten, wäre dies wohl schon Geschenk genug.

Advent, Advent – Das erste Türchen

Von draus vom Schwabenländle komm ich her und ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr… Oder wohl eher bald. Ja, Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und ich kann kaum glauben, dass das Jahresende naht. Wo ist die Zeit nur hin? Es war ein Jahr voller Aufs und Abs und gerade was unseren FCA betraf, mussten wir Fans schon das eine oder andere dicke Fell an den Tag legen. Doch Weihnachten bedeutet auch, dass sich das Team der Rosenau Gazette gerne etwas Besonderes ausdenkt. In diesem Jahr ist es nicht nur eine Adventskalender-Aktion, die ihr ab dem 01.12.2021 auf unserer Facebook-Seite findet, sondern auch eine kleine Serie mit dem Titel „Was ich mir vom FC Augsburg zu Weihnachten wünsche“. Und genau dazu möchte ich jetzt den Anfang machen.

Klassenerhalt und Punkte? Muss nicht sein…

Natürlich könnte ich es mir jetzt einfach machen und sagen, die Fuggerstädter mögen uns doch allen im neuen Jahr viele Punkte und den vorzeitigen Klassenerhalt unter den Christbaum legen. Das ist natürlich das, was sich jeder FCA-Fan – mich eingeschlossen – zu Weihnachten wünschen würde. Wir wollen mit unserem Herzensverein jubeln, lachen und vor Freude weinen, wenn es heißt „Auf geht’s in 12. Jahr Bundesliga“. Dies wäre natürlich schon eine kleine Sensation, denn gefühlt jeder Experte auf diesem Planeten hat uns beim Aufstieg im Jahr 2011 einen recht zügigen Abstieg voraus gesagt. So auch Ex-Präsident Walther Seinsch.

Mir kommen immer die Worte von Walther Seinsch in den Kopf, der mir sagte: ‘Herr Reuter, so groß ist der Druck nicht. Wir werden in den nächsten fünf Jahren definitiv zweimal absteigen. Das ist gar nicht zu verhindern, wenn man sich die Budgets in der Liga anschaut.’

Stefan Reuter beim Klassenerhalt im Jahr 2020 nach dem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf

Wie wir alle wissen, strafen wir eben jene Experten Jahr um Jahr Lügen. Doch wenn ich ehrlich bin, dann ist der Klassenerhalt gar nicht mein allergrößter Wunsch. Natürlich würde ein Abstieg weh tun, aber ich würde den FCA auch in jeder anderen Liga verfolgen und ins Stadion gehen. Sei es jetzt 2., 3. oder Regionalliga. Mein Herz gehört den Augsburgern und nichts und niemand kann mich davon abbringen.

8 kleine Dinge

Was ist es also dann, was ich gerne unter dem Baum sehen würde? Einen neuen Spieler vielleicht, der uns mit 15 Toren in der Rückrunde beglückt? Natürlich wäre das toll, aber es sind bekanntlich die kleinen Dinge im Leben, die einen glücklich machen. Sachen wie Liebe, Freundschaft, Gesundheit und Glück. Dinge, die nichts kosten. Und genau so etwas wünsche ich mir von unseren Jungs.

Z – Zusammenhalt auf und neben dem Platz

Sprich, gemeinsam durch die größten Unwetter zu ziehen, ohne dabei jemandem im Regen stehen zu lassen. Alleine kann ein einzelner Spieler zwar stark sein, doch nur als Team ist man unschlagbar.

U – Das Unmögliche möglich machen.

Einer meiner größten Wünsche ist es, dass die Jungs in jeder einzelnen Sekunde zeigen, dass sie niemals aufgeben und selbst die größten Gegner schlagen können, wenn sie nur an sich glauben. Beispiele hierfür gibt es zahlreiche. Als sicher geglaubter Absteiger schaffte man es, am Ende der Saison 2014/15 in die Europa League einzuziehen. Oder als Marwin Hitz bei einer fast schon besiegelten Niederlage gegen Leverkusen bei einer Ecke mit nach vorne ging und in der 94. Minute den Ausgleich schoss. Und auch die „großen“ Gegner Bayern und Dortmund haben die Jungs schon in ihre Schranken gewiesen. Warum also nicht auch im Jahr 2022?

S – Spirit!

Kampfgeist… Eine unserer stärksten Tugenden, die in den letzten beiden Jahren leider etwas verloren gegangen ist. Der FCA war als ekliger Gegner bekannt, der genau da hin ging, wo es weh tut. Kein Gegner spielte gerne gegen die Augsburger Jungs, da eben jener Spirit die anderen Mannschaften gerne zur Verzweiflung brachte. Genau diesen Willen und diese Kraft wünsche ich mir erneut zu sehen.

A – Die Augsburger Tugenden wieder zum Leben erwecken

Wie eben schon erwähnt, sind die Tugenden, die uns immer ausgemacht haben, leider in den letzten schwierigen Jahren etwas verloren gegangen. Doch wenn jemand diese lebt und sie in den Jungs erneut entfachen kann, dann ist es unser Coach Markus Weinzierl. Die Ansätze zu einem kämpferischen Fußball konnte man bereits in einigen Partien in der Hinrunde sehen. Beispielsweise gegen Dortmund, als man auch nach dem 2:1 nicht aufgab und noch versuchte, den Ausgleichstreffer zu machen. Wille, Kampfgeist, Mut und eine Familie zu sein, das machte den FC Augsburg immer aus und genau das will ich wieder sehen. Vor allem konstant über die vollen 90 Minuten und nicht erst, wenn man wieder mal in der ersten Viertelstunde einen Gegentreffer kassiert hat. Wenn das zu Weihnachten unter meinem Christbaum liegen würde, dann würde ich mich freuen wie ein kleines Kind.

M – Mut

Dass die Augsburger Jungs mutig und giftig aufspielen können, wissen wir. Allerdings haben sie das in den letzten Monaten, wenn nicht gar Jahren, doch ziemlich vermissen lassen. Wie oft hat man sich hinten rein gestellt und versucht, so lange wie möglich die Null zu halten? Zu oft, denn diese defensive Spielweise passt eigentlich so gar nicht zu unseren Eigenschaften. Selbst Florian Niederlechner hat das nach der Partie gegen SC Freiburg kritisiert. „So kannst du in der Bundesliga nicht spielen“, sagte er nach Abpfiff. Also wird es Zeit, das zu ändern, würde ich sagen. Zeigt, was in euch steckt und werdet zu dem, was euch immer ausgemacht hat!

M – Motivation

Dieses „Geschenk“ geht Hand in Hand mit Mut, Willen und dem Kampfgeist, den ich mir bereits gewünscht habe. Ein jeder wünscht sich, dass die Mannschaft zeigt, dass sie richtig Bock hat. Bock darauf zu gewinnen, Bock darauf Punkte einzufahren und Bock darauf den Gegner zu ärgern. Natürlich wird keine Partie ein Kinderspiel, denn die Gegner spielen ja auch noch mit. Doch wie sagte bereits Aristoteles? „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ Wichtig ist nicht, ob andere – Presse und Experten – an unsere Jungs glauben, sondern dass sie es selbst tun. Sie müssen an sich glauben, dass sie es schaffen, auch das eine oder andere „Wunder“ zu vollbringen und genau das über 90 Minuten zeigen.

E – eine Einheit sein

Michael Jordan ist wohl eine der berühmtesten Basketballlegenden. Ja, ich weiß, beim FC Augsburg geht es um Fußball, aber Jordans bekanntes Zitat lässt sich sehr gut auch hierauf übertragen.

„Talent gewinnt Spiele, aber Teamwork und Intelligenz gewinnt Meisterschaften“.

Gut, es dürfte relativ schwer werden, den FC Bayern in den nächsten Jahren vom Thron zu stoßen. Doch worauf ich eigentlich hinaus möchte, ist, dass Teamwork in einem Mannschaftssport wie Fußball unabdinglich ist. Man gewinnt zusammen und man verliert zusammen. Man kann auch als kleines Team das Unmögliche erreichen, wenn man zusammen hält und einer für den anderen kämpft. Und genau das wünsche ich mir von unserem FCA zu Weihnachten. Ich möchte, dass sie auf dem Platz zeigen, dass sie zusammen stark sind und das in jeder einzelnen Sekunde.

N – Niemals aufgeben!

Im Fußball gibt es wie im normalen Leben auch den einen oder anderen Rückschlag. Da reißt man sich über weite Strecken einer Partie den A**** auf, nur um am Ende doch mit leeren Händen nach Hause zu gehen. So gesehen im Spiel gegen Wolfsburg, wo zumindest der Ausgleich noch mehr als verdient gewesen wäre. Genau in solchen Augenblicken ist es wichtig, sich nicht hängen zu lassen, sondern weiter zu machen, weiter zu kämpfen, den Kopf oben zu halten. Die stärksten Menschen sind nicht die, die immer gewinnen, sondern die, die niemals aufgeben, auch wenn sie verloren haben. Sei es jetzt ein Spiel oder eine ganze Serie von Niederlagen… Aufstehen, Mund abwischen, weitermachen!

Ein Team, eine Einheit – ZUSAMMEN! (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

ZUSAMMEN

Was ich mir also von unserem FCA zu Weihnachten wünsche, ist ein großes ZUSAMMEN. Zusammenhalt, Zusammenarbeit, Zusammengehörigkeit… Sowohl innerhalb des Teams als auch mit den Fans, die immer hinter dem Verein stehen werden. Einer für alle und alle für einen, denn nur gemeinsam ist man wirklich stark! Und wie sagte Markus Krapf, ehemaliger Geschäftsführer des FC Augsburg, in der Dokumentation „15 Jahre Profifußball – unser Weg nach oben“ so schön?

„Und deswegen glaube ich, dass das F in FCA tatsächlich schon für Familie steht.“

Markus Krapf in der Kurzdokumentation “15 Jahre Profifußball – unser Weg nach oben”

Wenn der FC Augsburg es schaffen würde, mir dieses Geschenk unter meinen Baum zu legen, dann wäre ich der glücklichste Mensch der Fußballwelt. Und dann bin ich mir auch sicher, dass wir im Sommer auch über das 12. Jahr in der Bundesliga jubeln dürfen, auch wenn das für mich tatsächlich nur nebensächlich ist. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die wirklich zählen, denn nur mit ihnen kann man auch die großen Ziele auch erreichen.

Ein kleiner Blick ins Hinterstübchen

Weihnachten ist das Fest der Liebe und auch ich werde die Feiertage zusammen mit meinen Liebsten genießen. Seit Jahren haben wir gewisse Traditionen, an denen wir stets festhalten.

Der Heiligabend ist zum Beispiel ganz meinen Kindern und meinem Mann gewidmet. Besonders schön finde ich dabei die Vorfreude aufs “Christkind”, denn gerade meine Jüngsten glauben noch ganz fest daran. So wird der Weihnachtsbaum bereits am Abend des 23. Dezember geschmückt, wenn die Kleinen schon im Bett sind. Und wenn sie am nächsten Morgen aufstehen, dann sind sie immer ganz begeistert, dass die Engel in der Nacht bei uns waren. Tagsüber schauen wir gerne die einen oder anderen Weihnachtsfilme an – Kindheitserinnerungen lassen grüßen – bevor wir schließlich gemeinsam alles für das jährliche Fondue vorbereiten. Danach steht dann natürlich die Bescherung an.

Ganz ohne FCA geht es aber auch an diesem Tag nie, denn meine Kids haben eindeutig mein Fußball-Gen vererbt bekommen und wünschen sich immer irgendwas vom FCA. Mein Jüngster bekommt daher zum Beispiel ein T-Shirt geschenkt und mein älterer Sohn hat sich ein personalisiertes Torwarttrikot gewünscht. Es ist nämlich sein größter Traum einmal zwischen den Pfosten des FC Augsburg zu stehen wie sein Vorbild Rafal Gikiewicz. Ob es soweit kommt, werden wir noch sehen, aber bis dahin erfülle ich ihm natürlich seinen Wunsch und lasse ihm vom “Christkind” das grüne Trikot mit seinem Namen drauf unter den Baum legen.

Ich selbst wünsche mir eigentlich nie etwas zu Weihnachten, denn auf das, was ich mir von meinem Leben erhoffe, muss ich noch ein kleines bisschen warten. Doch wenn ich meine Kinder strahlend unter dem Baum sitzen sehe, dann ist das für mich schon Geschenk genug.

Und nun wünsche ich allen unseren Lesern eine schöne Adventszeit und besinnliche Feiertage. Mögen all eure Wünsche in Erfüllung gehen!

Lage der Liga

Der tabellarische Blick auf den FCA ist derzeit nicht ganz so angenehm. Daher möchte ich mich – während derzeit DFB Pokal Partien anstehen – dem Rest der Liga widmen. Ein Club fällt in der Tabelle derzeit immer mehr zurück, der erste Club hat seinen Trainer entlassen und Erling Haaland fällt erneut verletzungsbedingt aus. Eine kurze Zusammenfassung des Ligageschehens:

VfL Wolfsburg entlässt Mark van Bommel

Der erste Trainerwechsel in der Liga bahnt sich an – der VfL hat am vergangenen Sonntag Mark van Bommel entlassen. Nach acht sieglosen Partien in Folge zog man in Wolfsburg die Reißleine und stellte den 44 Jahre alten Übungsleiter mit sofortiger Wirkung frei. Geschäftsführer Schmadtke gegenüber dem Kicker: “Es gab unter dem Strich mehr trennende als verbindende Faktoren. Die Überzeugung, in dieser Konstellation aus der sportlich schwierigen Situation herauszukommen und schnellstmöglich die Kehrtwende herbeizuführen, hat gefehlt und uns zu dem Entschluss kommen lassen, die Zusammenarbeit zu beenden. Wir wünschen Mark sportlich wie privat alles Gute.”

Mark van Bommel zeigte sich jedenfalls äußerst enttäuscht über das abrupte Aus: “Ich bin überrascht und enttäuscht von der Entscheidung, weil ich überzeugt davon bin, dass wir es gemeinsam geschafft hätten, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Ich wünsche der Mannschaft, dass sie es schnell schafft, das Ruder wieder herumzureißen.” Der Nachfolger ist derweil auch schon bekannt geworden: Michael Frontzeck übernimmt vorerst das Ruder in Wolfsburg.

Mark van Bommel ist nicht länger Trainer der Wolfsburger. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Haaland erneut verletzt – BVB jubiliert

Trotz des erneuten verletzungsbedingten Ausfalls von Weltklasse-Stürmer Erling Braut Haaland jubilierte der BVB am Samstag gegen Bielefeld. Mit 3:1 setzte man sich gegen die Arminia durch, die Tore erzielten Emre Can per Foulelfmeter, Mats Hummels und Jude Bellingham. Die Dortmunder festigten durch den Sieg den zweiten Rang und sicherte sich die direkte Verfolgerposition auf den FC Bayern.

Erling Haaland ist eigentlich die Dortmunder Lebensversicherung. Schon neun Tore – in nur sechs Partien – erzielte der 21jährige in dieser Saison. Der Stürmer steht vor seinem 50. Bundesligaeinsatz (und seinem 50. Bundesligatreffer) – muss sich derzeit aber gedulden. Eine Verletzung des Hüftbeugers setzt ihn wohl für mehrere Wochen außer Gefecht! Für den jungen Norweger schon die zweite Verletzung in der laufenden Spielzeit, gegen Gladbach, Augsburg und Lissabon musste er ebenfalls pausieren. “Es ist derselbe Oberschenkel, nur eine andere Stelle”, äußerte sich Trainer Rose vor kurzem zur Verletzung. Er tat die Einschätzung des Teamarztes der norwegischen Nationalmannschaft kund:  “Die Verletzung braucht Zeit. Mindestens drei, vier Wochen, vielleicht länger.”

Erling Haaland ist sicherlich nicht erfreut über seinen erneuten Ausfall – und den Dortmundern wird er schmerzlich fehlen. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Review zum neunten Spieltag

Mainz schlachtete (unerwartet) den FC Augsburg mit 4:1 ab und die Augsburger verbleiben somit auf dem Relegationsplatz. Mainz klettert hingegen munter in der Tabelle – derzeit sind sie Siebter. Bielefeld verliert mit 3:1 gegen den BVB und bleibt hinter dem FCA auf Platz 17. Stuttgart kommt gegen Union Berlin nicht über ein 1:1 hinaus und rutscht auf Platz 13 ab. Die Berliner sind derzeit hingegen etwas überraschend Fünfter.

Im rheinischen Derby ringt Köln Leverkusen einen Punkt ab (Endergebnis: 2:2). Die Hertha gewinnt durch ein spektakuläres Richter-Tor mit 1:0 gegen Gladbach. Mit zwölf Punkten stehen die Berliner auf Platz 10, Gladbach rutscht tabellarisch ab und ist mit elf Punkten nur noch Zwölfter. Durch den 4:1-Sieg gegen Fürth klettert RB Leipzig auf den sechsten Platz, während Fürth mit einem einzigen mageren Pünktchen weiterhin Tabellenletzter ist.

Der FC Bayern bleibt – auch ohne den Corona-erkrankten Cheftrainer Julian Nagelsmann an der Seitenlinie – Tabellenführer. Mit 4:0 fertigten die Münchner Hoffenheim ab. Die TSG rutscht dadurch auf Rang elf ab. Freiburg gewinnt mit 2:0 gegen Wolfsburg, was in der Entlassung von Trainer van Bommel mündete. Freiburg ist damit derzeit sensationell Dritter. Wolfsburg steht auf einem soliden neunten Tabellenplatz. Den Spieltag abgeschlossen hat die Partie Bochum gegen Frankfurt. Der kommende Pokalgegner der Augsburger gewann verdientermaßen mit 2:0. Somit sind die Bochumer mittlerweile Tabellenvierzehnter und haben mit dem Sieg sogar die Frankfurter überholt. Diese stehen mit acht Punkten auf Rang 15.

Die Bochumer befinden sich derzeit spürbar im Aufwind – und stellen den nächsten Gegner des FCA (im DFB Pokal) dar. Wir zittern jetzt schon! (Photo by Lars Baron/Getty Images)

Veh zum FCA? Reuter wackelt

Stefan Reuter ist beim FCA nicht mehr unumstritten, dies berichten diesertags zahlreiche Medienberichte. Präsident Klaus Hofmann sagte auf der JHV zuletzt: „Wenn man fünf Trainer in fünf Jahren hatte, hat man sicher nicht alles richtig gemacht.“ Diese Worte werden als Spitze in Richtung Sportdirektor verstanden, in dessen Tätigkeitsfeld die Trainerbesetzung fällt. Der kicker berichtet zudem, dass schon in der zurückliegenden Saison Spannungen zwischen Reuter und Hofmann herrschten. Auch seitens der Mannschaft werden von Differenzen mit dem Sportdirektor berichtet.

Ein möglicher Nachfolger könnte der Augsburger Armin Veh sein. Der 60jährige lebt in Augsburg, war Spieler des Vereins und trainierte den FCA bereits zweimal. Kommt es noch zu einem dritten Engagement? Zuletzt war er in der Saison 2003/2004 Trainer in der Fuggerstadt. Zuletzt war Veh zwischen Dezember 2017 und November 2019 Geschäftsführer Sport beim Ligakonkurrenten 1. FC Köln. Der Stuhl von Reuter wackelt, Trainer Weinzierl genießt derzeit aber wohl (noch) Rückendeckung. Auf der zurückliegenden JHV nahm Hofmann die letzten Trainer – vor Markus Weinzierl – in die Kritik, schloss den Niederbayern hierbei jedoch aus. Und dies trotz des eklatanten Punkteschnitts unter Weinzierl: Seit seiner Rückkehr im April hat er den schlechtesten Punkteschnitt aller FCA-Trainer in der Bundesliga (0,75).

Rafal Gikiewicz lederte schon mächtig im Interview nach dem Spiel, nun zog zuletzt auch Kapitän Jeffrey Gouweleeuw nach: “Wenn wir so spielen, holen wir keine Punkte”, so der Niederländer. Zu kritisieren hat der 29jährige die mangelnde Konstanz: “Der Unterschied zwischen den Spielen ist viel zu groß. Wir haben ein paarmal zu null gespielt, da waren wir richtig stabil. In anderen Spielen bekommen wir die Tore viel zu einfach.” Gouweleeuw berichtete von mangelnder Kommunikation in der Mannschaft: “Manchmal ist das Problem, dass wir zu wenig reden untereinander. Auch auf dem Platz kommunizieren wir viel zu wenig.”

Fazit

Während es im oberen Tabellendrittel relativ eng zugeht, wird der Abstand im unteren Tabellenabschnitt immer größer. Der FCA steht mit sechs Punkten derzeit auf dem Relegationsrang. Frankfurt auf Platz 15 und Bochum auf Platz 14 haben schon zwei bzw. vier Punkte Vorsprung und die (deutlich) bessere Tordifferenz. Bielefeld liegt auf dem ersten direkten Abstiegsplatz und ist dem FCA mit fünf Punkten recht nah. Auch die Arminia hat eine bessere Tordifferenz als die Augsburger. Nur Fürth ist derzeit schon recht abgeschlagen. Gladbach, Hoffenheim und Hertha liegen auf den Plätzen 12-10. Die Hertha lag zu Saisonbeginn lange Zeit gleichauf mit dem FCA und hat nun schon doppelt so viele Punkte (12). Mainz, Köln und Wolfsburg runden das Tabellenmittelfeld ab.

Leipzig ist derzeit ein wenig abgeschlagen von der Spitzengruppe. Der gehört unweigerlich der SC Freiburg an. Auch Union Berlin mischt derzeit munter mit. Leverkusen liegt mit einer fulminanten Offensive auf dem vierten Platz. Der BVB und die Bayern schreiten vorne weg und bilden die obere Tabellenspitze. Bayern mit einer sensationellen Tordifferenz von +25, bereits 33 Tore hat der FCB in der laufenden Saison erzielt. Ligabestwert und zwar mit Abstand! Bemerkenswerte die Performance der Freiburger, die als einzige Mannschaft noch kein Ligaspiel verloren und bisher die wenigsten Gegentore aller Bundesligateams kassiert hat (6). Chapeau!

…und der FCA?

Stefan Reuter fordert von seinen Mannen: “Wie wir es von der Mannschaft fordern, so müssen wir es vorleben: Sehr geschlossen, klar und gemeinsam gegen die Situation ankämpfen.” Und gibt hier die Marschroute der nächsten Wochen klar vor.

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