Emotionschaos in Leipzig

Sonntagabend… Ca. 19:27 Uhr… Endlich Abpfiff in München! Der erneute Deutsche Meister FC Bayern München verhilft durch ein enges 2:2 gegen den VfB Stuttgart unserem geliebten FC Augsburg zum 11. Klassenerhalt in Folge. Das Ergebnis war natürlich nicht nur eine unermessliche Freude bei mir und meiner Familie auf dem heimischen Sofa, sondern auch eine gewaltige Erleichterung. Auf geht’s ins 12 Jahr Bundesliga! Ja, ich freute mich wie ein Schnitzel, wie man so schön sagt, und es hätte nicht viel gefehlt, um den Abend perfekt zu machen. Eigentlich wäre es nur ein ansprechender spielerischer Auftritt über 90 Minuten gewesen, doch dann kam die zweite Halbzeit gegen RB Leipzig und machte da einen fetten Strich durch die Rechnung…

Hoffnungsschimmer

Nachdem klar war, dass sich der FC Augsburg auch im nächsten Jahr mit der Crème de la Crème des deutschen Fußballs messen darf, ging ich eigentlich mit einem recht guten und entspannten Gefühl in die Partie gegen Leipzig. Immerhin hatte man nichts mehr zu verlieren und konnte befreit aufspielen. Und schlimmer als gegen Köln konnte es ja nicht werden. Dachte ich…

Im Vergleich zur 1:4-Niederlage gegen den FC in der Vorwoche, änderte Trainer Markus Weinzierl die Startaufstellung gegen Rasenballsport Leipzig gleich auf 4 Positionen. Für den verletzten Iago durfte Lasse Günther ran, der somit endlich zu seinem Startelfdebüt kam. Hierzu gratulieren wir natürlich ganz herzlich! Ruben Vargas knickte im Abschlusstraining um, sodass Mads Pedersen seine Position auf dem linken Flügel einnehmen musste. Auch Robert Gumny nahm vorerst auf der Bank Platz. Für ihn rückte Felix Uduokhai in die Verteidigungsformation. Auch Florian Niederlechner durfte sich über einen Einsatz freuen, denn André Hahn war aufgrund von Knieproblemen am Anfang der Woche nicht bei 100 Prozent.

Ein kleiner Lichtblick: Lasse Günther durfte sich über sein Startelf-Debüt freuen. Herzlichen Glückwunsch!(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Der Beginn der Begegnung in der Red Bull Arena zu Leipzig war ziemlich spritzig und ließ mich hoffen, dass man doch einen ansehnlichen Kampf unserer Jungs sehen würde. Ich war gedanklich noch beim Klassenerhalt, als Mads Pedersen Volley aus der Distanz abzog und gleich mal Leipzig-Keeper Gulasci prüfte. Nur eine Minute später tauchte Cali im Strafraum der Gegner auf. Sein Schuss landete leider am rechten Außennetz.

Die Leipziger ließen unsere Jungs erst einmal machen und hatten dem hohen Pressing und der defensiven Stabilität erst einmal nicht sonderlich viel entgegen zu setzen. Man stand relativ engmaschig und wenn doch mal ein Ball durchflutschte, dann war immer ein Augsburger Spieler zur Stelle. Alles in allem kann man in den ersten 35 Minuten schon von einer annehmbaren Leistung sprechen – gerade, was den defensiven Bereich angeht. Die Fuggerstädter ließen nicht sonderlich viel zu und so dauerte es bis zur 40. Minute, bis das Team von Coach Domenico Tedesco das erste Mal ihre Qualität aufblitzen lassen konnte. Und schon schepperte es.

Doch leider fiel eben jenes 1:0 für die RB Leipzig aus eigenen Fehlern heraus. Pedersen störte Mittelfeldmann Laimer und grätschte die Kugel in Richtung des eigenen Strafraums. Dort fälschte ausgerechnet unsere sichere Bank der vergangenen Saison – Felix Uduokhai – auf André Silva ab, der sich den Ball noch kurz zurecht legen konnte, ehe er aus 18 Metern lässig einnetzte.

Zum Vergessen

Eigentlich will ich über die zweiten 45 Minuten der Partie gegen RB Leipzig gar nicht schreiben, sondern sie für immer vergessen. Aber das bin ich sowohl euch als auch mir selbst schuldig. Bringen wir das Debakel daher lieber schnell hinter uns, sonst kommen mir wieder die Tränen.

Markus Weinzierl nahm in der Halbzeitpause eine Veränderung vor. Carlos Gruezo hatte Feierabend. Für ihn kam Arne Maier, den der FCA über die Saison hinaus gerne verpflichten möchte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch die Hoffnung, dass nun ein Ruck durch das Team geht und man versuchen würde, den Rückstand vielleicht aufzuholen. Pustekuchen!

Leipzig kam wesentlich wacher aus der Kabine als unsere Jungs und so klingelte es bereits in der 48. Minute erneut. Rechtsverteidiger Nordi Mukiele spielte von rechts Emil Forsberg an und lief durch. Dieser passte zurück zum Außenverteidiger, der in den Sechzehner zog und den Ball zum Elfmeterpunkt zurück legte. Dort stand Christopher Nkunku völlig frei und schon machte es BUMM. Weder Daniel Caligiuri noch Kapitän Jeffrey Gouweleeuw waren am Mann. Das war einfach wieder einmal fahrlässig verteidigt und für den Gegner viel zu einfach.

Das Kartenhaus fällt zusammen

Eigentlich konnte man hier schon von der Vorentscheidung sprechen, aber dass die Jungs dann so in sich zusammen fielen, tat wirklich weh mit anzusehen. Da war kein Aufbäumen, keine Gegenwehr, nichts. Man ging noch nicht mal mehr giftig in die Zweitkämpfe. Etwas, das uns eigentlich auszeichnet. Doch wie man an der Zweikampfquote sehr schön sehen kann, hatte man die immer wieder gepredigte Intensität in der Kabine vergessen. Immerhin konnte die Mannschaft nur 35 Prozent aller Zweikämpfe für sich entscheiden. In der zweiten Halbzeit habe ich nicht eine der Augsburger Tugenden gesehen und das schmerzt auch heute noch sehr.

Bis zum 3:0 für Leipzig, ließen die Hausherren uns erst einmal noch ein bisschen ackern, aber wirklich gefährlich wurde der FCA leider nicht. Tja und kaum versuchten die Jungs einmal Druck aufzubauen, da wurde genau das streng bestraft. RB Leipzig kombinierte sich stark von hinten raus, Uduokhai ließ Mukiele laufen, der wieder einmal Nkunku bediente. Der komplette Leipziger Sturm durfte hierbei vollkommen frei stehen. Dann kam auch noch Rafal Gikiewicz aus dem Kasten raus und rutschte weg. Kurz: Das Chaos in der Zuordnung und der Abstimmung war perfekt und es stand leider verdient 0:3 aus Augsburger Sicht.

Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, gab es in der 64. Minute auch noch einen berechtigten Elfmeter für Leipziger Bullen. Mads Pedersen traf nach einer Ecke Außenverteidiger Mukiele hinten im Sprunggelenk. Der VAR sah sich das Ganze noch einmal an und benachrichtige Schiri Bastian Dankert. Der gab daraufhin den Strafstoß, den Emil Forsberg zum 4:0 einnetzte.

Den Rest erspare ich uns, denn um ehrlich zu sein hatte man noch Glück, nicht noch mehr Tore zu kassieren. Die Mannschaft schien komplett auseinander zu fallen. Auch die Einwechselungen von Zeqiri und Gumny in der 80. Minute brachten leider nichts. Genauso wie es die von Hahn und Pepi zuvor schon nicht getan haben.

Emotionen

Nach Abpfiff fühlte ich mich müde, kraftlos und vor allem auch enttäuscht. Ich war nicht einmal wütend oder sauer auf das Team, dass sie sich in der zweiten Hälfte von Leipzig so auseinander nehmen haben lassen. Nein, ich war einfach unwahrscheinlich traurig, denn das war nicht der FC Augsburg, wie man ihn eigentlich kennt. Es war ein Stich mitten ins Augsburger Fanherz und ich wusste im ersten Moment gar nicht, ob ich mich jetzt über den Klassenerhalt freuen soll oder nicht. Das tue ich, nur so nebenbei bemerkt.

Mir gingen in jenem Moment so viele Dinge aus der Saison durch den Kopf. Immerhin war es nicht der erste Auftritt dieser Art. Der Saisonauftakt gegen Hoffenheim, die Heimklatschen gegen Leverkusen und Köln, die Spiele in Mainz und Freiburg… 16 Niederlagen stehen derzeit auf dem vereinsinternen Hausaufgabenzettel. In 11 davon kassierte man mindestens drei oder mehr Gegentore. Nur in Dortmund, in Wolfsburg, zuhause gegen Freiburg und Hertha sowie in München verlor man mit weniger Treffern.

Mir ist natürlich bewusst, dass RB Leipzig Champions League-Aspirant ist und ich habe bestimmt nicht erwartet, dass wir sie gegen die Wand spielen. Man kann ja auch verlieren, aber das WIE spielt hierbei für mich auch eine Rolle. Wenn man kämpft wie damals beim 3:4 in Dortmund, dann kann man auch hinterher hoch erhobenen Hauptes sagen, dass man sein Bestes gegeben hat. Das war in der Partie gegen die Leipziger aber leider nicht der Fall.

So wirklich kann man sich über den Klassenerhalt nicht freuen
(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Das sind so Kleinigkeiten, die mich gerade einfach nicht loslassen wollen. Ich liebe diesen Verein und werde immer zu ihm stehen, aber genau deswegen bin ich so enttäuscht. Vielleicht sind meine Erwartungen auch einfach zu hoch. Doch nach 11 Jahren in der ersten Liga, darf man doch auch mal hoffen, dass man am Ende im gesicherten Mittelfeld landet, oder nicht? Ich will gar nicht in die internationalen Wettbewerbe einziehen, aber so Platz 10 bis 12 wäre doch auch für die TV-Geld-Tabelle nicht verkehrt.

Auf Stimmenfang

Niklas Dorsch (DAZN): “Wenn du 4:0 verlierst, dann hast du sehr, sehr wenig richtig gemacht. Dann hast du dir kaum Chancen heraus gespielt. Wobei jetzt können wir über die ersten 10 Minuten reden, aber das ist mir scheißegal. Am Ende verlierst du 4:0 und bist sehr hilflos aufgetreten… Man muss dazu sagen, dass wir es am letzten Spieltag auch schon sehr schlecht gemacht haben. Deswegen gilt es jetzt nochmal, das letzte Heimspiel vor eigenen Fans so positiv wie möglich zu gestalten. Einfach die Saison mit einem Erfolgserlebnis zu beenden, dass man dann wenigstens sagen kann: Okay, das letzte Spiel war erfolgreich! Und dann gilt es sich auf die neue Saison vorzubereiten. Ich glaube schon, dass da das Eine oder Andere passieren muss, damit das besser wird nächstes Jahr.”

Mads Pedersen (FCA TV): “Natürlich ist es schwierig, weil ich mich in meiner Karriere niemals nach einer 4:0-Niederlage mit einem Smile vom Platz gegangen. Das Wichtigste war vor dem Spiel, mit dem Klassenerhalt. Das war unser Ziel in den letzten paar Monaten. Es war unser Ziel, dass wir in der Liga bleiben und die Klasse halten. Das haben wir geschafft und das ist wirklich schön. Wir freuen uns, dass wir in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga spielen und wollen es nächstes Jahr auch besser machen. Aber das Spiel heute war scheiße!”

Florian Niederlechner (FCA TV): “Da lass ich dich auch gar nicht ausreden. Da lasse ich mir jetzt auch den Abend nicht vermiesen. Wir haben wieder unser Ziel erreicht. Viele haben ja wieder gesagt vor der Saison, wir werden absteigen. Jetzt sind wir wieder direkt in der Liga geblieben. Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs, aber ja, das Spiel war heute nicht gut. Aber der Abstiegskampf ist nicht immer ganz einfach. Und wie kurz vor Anpfiff dann der Druck eingefallen ist, war das anscheinend nicht so gut für uns. Trotzdem überwiegt bei mir ganz klar die Freude, weil wir haben es wieder geschafft einen Spieltag vor Schluss.”

Markus Weinzierl (Pressekonferenz): “Über das Spiel will ich eigentlich gar nicht großartig reden, sondern Glückwunsch sagen an meine Mannschaft für den vorzeitigen Klassenerhalt. Dass wir das heute geschafft haben durch die Bayern. Vor dem Spiel war das schon klar. Das ist für uns eine Riesenerleichterung und keine Selbstverständlichkeit es am 33. Spieltag dann auch klar zu machen. Deswegen will ich gar nicht über das Spiel reden, sondern freue mich über das Gesamte und bin froh, dass wir in der Liga bleiben.”

Die richtige Einstellung?

Da weiß ich gleich gar nicht, wo ich anfangen soll. Wie oben schon geschrieben, freue ich mich über den Klassenerhalt. Sehr sogar! Wobei ich die Art Fan bin, der mit dem FCA auch in die zweite, dritte oder vierte Liga gehen würde.

Natürlich wird der Klassenerhalt in Augsburg immer die oberste Priorität haben. Allerdings wurde vor der Saison auch gesagt, dass man so früh als nur möglich sicher die Klasse halten möchte, um dann einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu erreichen. Und nun sagt man erneut, dass es für den FCA nicht selbstverständlich ist, am letzten Spieltag überhaupt schon sicher zu sein? Dem muss ich leider widersprechen. In bisher 8 von 11 Spielzeiten hat der FCA mit Abschluss des 33. Spieltages bereits das rettende Ufer immer erreicht gehabt.

Die Ausnahmen:

SaisonPunkte und Platzierung vor 34.STVorsprung auf RelegationVorsprung auf direkten Abstieg
2012/1330 Punkte / Rang 16punktgleich mit 15.2 Punkte
2015/1638 Punkte / Rang 113 Punkte5 Punkte
2016/1737 Punkte / Rang 142 Punkte6 Punkte
Wann war man nicht save am 34. Spieltag?

In zwei von drei dieser Spielzeiten war im Übrigen Markus Weinzierl Trainer, wobei ich ihm das nicht ankreide. Gerade in seiner ersten Saison beim FCA war sehr viel Unruhe innerhalb des Vereins. In diesem Jahr gab es hier gleich drei verschiedene Sportdirektoren. 2015/16 hatte man die Dreifachbelastung mit der Europa League, ganz klar.

Welche Frage ich mir aber stelle, ist, ob es denn unbedingt so gut ist, wenn man sich immer nur das Minimalziel setzt und das dann auch noch als “Das große Ganze” lobt. Müsste man als einer von sieben Vereinen, die noch nie abgestiegen sind, nicht einmal ein kleines bisschen höher ansetzen? Ich spreche hierbei nicht von der Europa League etc. Aber es sollte doch eigentlich nicht sein, dass man Jahr für Jahr darauf spekuliert, dass drei andere Vereine schlechter sind. Man muss auf die eigene Leistung und nicht auf die Konkurrenz gucken. Das könnte sich sonst irgendwann rächen. Gerade wenn man einen Blick auf die Zweitligatabelle wirft.

Ich bin auf das Ganze fixiert, weil es keine Selbstverständlichkeit ist für uns, dass wir in der Liga bleiben.

Markus Weinzierl in der Pressekonferenz nach dem Spiel

Eine Selbstverständlichkeit ist es freiwillig nicht, denn Traditionsvereine wie Schalke, Kaiserslautern und Co würden sicher gerne mit uns tauschen. Doch warum sieht man es nach 11 Jahren immer noch als ein Wunder an, dass man Bundesliga spielt? Ich denke, man hat es sich in den letzten Jahren verdient, sich einen gestandenen Erstligisten zu nennen. Die Einstellung erinnert mich an das Sprichwort “Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss”. Man hat immer nur den Klassenerhalt vor Augen und setzt sich eben nicht mal das Ziel, auch einmal ein Jahr lang nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

Das große Ganze zählt…
(Photo by RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images)

Dieses Denken kann aber auch gleich mal in die andere Richtung ausschlagen und sich auch auf dem Platz widerspiegeln, wie man in der Partie gegen RB Leipzig gesehen hat. Kaum war man durch, hat man nicht mehr die Leistung gebracht, die sich viele Fans von der Mannschaft wünschen. Kampf, Wille, Biss, Leidenschaft – alles Dinge, die ich am FC Augsburg sehr schätze, aber wirklich in dieser Saison nicht nur einmal vermisst habe.

In den Stimmen rund um die Partie kam es so rüber, als würde man sagen: “Egal, Hauptsache, das Ziel ist erreicht, da kann man auch schlechte Leistungen zeigen”. Das finde ich persönlich nicht richtig, denn jeder Fan, der ins Stadion geht – egal ob zuhause oder auswärts – möchte sehen, wie die Mannschaft fightet und alles für den Verein gibt. Doch wie soll man das aus den Köpfen der Spieler bekommen, wenn es der Trainer und vielleicht auch die Verantwortlichen ebenso sehen?

Veränderungen?

Ich persönlich halte es eher mit Niklas Dorsch. Es sollte sich etwas ändern, denn mit einer solch schwankenden Leistung könnte es im nächsten Jahr sehr eng werden. Mit – Stand heute – Schalke 04, Werder Bremen und vielleicht dem HSV kommen Traditionsmannschaften zurück ins Oberhaus, die größere Einnahmen, eine größere Fanbasis, höhere Sponsoreneinnahmen usw. haben und nicht davor zurückscheuen, auch mal teurere Investitionen in den Kader zu tätigen.

Der FCA steht finanziell gesehen sehr gut da. Das ist etwas, das mir persönlich auch sehr wichtig ist. In den letzten 11 Jahren ist sehr viel sehr gut gewesen, gar keine Frage. Gerade in diesem Punkt will ich auch absolut nichts schlecht reden, aber dass die Konstanz im sportlichen Bereich seit einigen Jahren leider fehlt, dürfte ein jeder von uns gesehen haben. Genau das wünschen sich aber viele Anhänger*innen. An diesem ständigen Auf und Ab sollte dringend gearbeitet werden, damit es in der kommenden Saison besser läuft und die typischen Grantler*innen gar keine Chance haben das Meckern anzufangen.

Doch wo setzt man am Besten an? Baut man einen vollkommen neuen Kader auf? Sollte man Trainer oder Sportdirektor entlassen? Das können nur die Beteiligten selbst wissen, die auch wirklich intern dabei sind. Deswegen werde ich mich diesbezüglich mit meiner Meinung zurückhalten, da ich nicht sagen kann, was richtig oder falsch ist bzw. was der Mannschaft gut tut.

Fakt ist auf jeden Fall, dass Markus Weinzierl seinen Vertrag noch nicht verlängert und er sich auch nicht wirklich zum FCA bekannt hat. “Wir haben den Klassenerhalt, das ist für mich jetzt das Wichtigste und den Rest werden wir sehen”, antwortete er in der PK auf die Frage, wann er denn seinen Vertrag in Augsburg verlängert. Jobsicherheit klingt anders, was wiederum heißen könnte, dass in der Sommerpause auch noch auf weiteren tragenden Positionen Veränderungen anstehen könnten. Änderungen, die vielleicht manch einem weh tun, aber wenn es das Team pusht, gar nicht mal so verkehrt sein könnten.

Der Maier muss bleiben!

Dieser Artikel ist der erste Teil einer Reihe, in denen wir einige Spieler in den Fokus rücken, da sie es sich im Laufe der Saison einfach verdient haben. Nächste Woche kommt eine neue Folge mit einem “player to watch”. Seid gespannt, wen wir euch dann präsentieren.

06. Juni 2021… Zum dritten Mal in der Geschichte des DFB durfte ein Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft einen Europameister-Pokal in die Höhe reißen. In diesem Fall in den Nachthimmel von Ljubljana. Der Mann, dem diese Ehre zuteil wurde, war der damals 22jährige Arne Maier. Während des kompletten Turniers zeigte er zusammen mit seinem Mittelfeld-Kompagnon Niklas Dorsch bärenstarke Leistungen in der Zentrale. Ich gebe hiermit offiziell zu, dass ich, als ich die U21-EM verfolgt habe, insgeheim damit geliebäugelt habe, diese beiden Jungs einmal im Augsburger Trikot zu sehen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass das schon im gleichen Sommer tatsächlich passiert. Doch Sportdirektor Stefan Reuter scheint heimlich meine Gedanken gelesen zu haben, denn zuerst holte er Dorschi fix und anschließend Maier per Leihe zu uns an den Lech. Der Leihvertrag des gebürtigen Ludwigsfelder läuft noch bis 30.06.2022, doch wir von der Rosenau Gazette fordern: Der Maier muss bleiben!!!

Was bisher geschah…

Bevor ich mich irgendwelchen Vertragsmodalitäten und vor allem den Gründen zuwende, weshalb man Arne am besten irgendwo in Augsburg festketten sollte, möchte ich einen kurzen Blick auf seinen bisherigen Werdegang werfen. Dieser zeigt nämlich, dass unser zentraler Mittelfeldspieler trotz seines jungen Alters doch schon einiges an Erfahrung mitbringt.

Maiers Karriere begann bei seinem Jugendverein, dem Ludwigsfelder FC, bevor er 2007 im Alter von 8 Jahren in die Jugendabteilung von Hertha BSC Berlin wechselte. Dort durchlief er sämtliche U-Mannschaften, bevor er als Geschenk zu seinem 18. Geburtstag am 18. Januar 2017 mit einem Profivertrag ausgestattet wurde. Auf sein Debüt musste er allerdings noch etwa 5 Monate warten. Dieses fand nämlich am 13. Mai 2017 statt, als die Hertha 0:2 in Darmstadt gewann. In der 90. Spielminute wurde das damalige Supertalent für Salomon Kalou eingewechselt. Allerdings blieb es Maiers einziger Bundesliga-Einsatz in dieser Spielzeit.

In der Folgesaison 2017/18 sah das schon besser aus. Hier kommt der Mittelfeldspieler nämlich auf stolze 17 Einsätze für die Profis. 2018/19 war er mit 24 Ligapartien schon beinahe Stammspieler, bevor ihn in der Saison 2019/20 eine Knieverletzung erst einmal ausbremste. Maier verlor seinen Platz in der Startelf, doch das hielt ihn nicht davon ab, seinen bis 2022 datierten Vertrag noch einmal zu verlängern und sich an Arminia Bielefeld verleihen zu lassen. Unter Ex-Coach Uwe Neuhaus, der den zentralen Mittelfeldspieler unbedingt verpflichten wollte, kam Arne jedoch kaum zum Einsatz. Foch kaum übernahm Frank Kramer, war Maier ein fixer Posten in der Bielefelder Schaltzentrale.

An dieser Stelle muss man auch erwähnen, dass Arne Maier seit der U15 fester Bestandteil der deutschen U-Nationalmannschaften ist. Stand heute kommt er auf stolze 54 Partien und 9 Tore für die Jugenddelegationen von der U15 bis zur U21. Hier ging er stets voran und bekam von Coach Stefan Kuntz auch die Kapitänsbinde verliehen.

Überraschung im August

Die Vorbereitung war schon beinahe vorbei und das Transferfenster noch 25 Tage geöffnet, als am 06. August plötzlich ein Gerücht auf meinem Handy auftauchte. „Spektakuläres Tauschgeschäft in der Bundesliga! Zwei deutsche U21-Helden tauschen die Klubs“ stand da auf der Seite der Sportbild. Es war zwar ein Plus-Artikel, doch schnell war klar, dass es sich bei den beiden Spielern um Arne Maier und Marco Richter handelte. Nach kurzer Verwirrung, machte sich eine riesige Freude in mir breit, denn ich hatte Arne Maier ja schon vorher bei der EM und auch während seiner Zeit auf der Bielefelder Alm im Auge.

Ich freue mich, dass der Wechsel zum FCA geklappt hat, weil ich überzeugt bin, dass ich beim FCA eine tolle Mannschaft und ein super Umfeld vorfinde, in dem ich mich weiterentwickeln kann. Ich möchte mit dem Team eine erfolgreiche Saison spielen und Verantwortung auf dem Platz übernehmen.

Arne Maier über seinen Wechsel nach Augsburg

Sichtlich stolz war auch Geschäftsführer Sport Stefan Reuter, dass er die U21-Schaltzentrale für den FC Augsburg gewinnen konnte. „Arne Maier ist ein junger Spieler, der alle Junioren-Nationalteams des DFB durchlaufen hat und im Sommer mit der U21-Auswahl als Kapitän den Europameistertitel feiern konnte. Wir freuen uns, dass er sich für unseren FCA entschieden hat, weil wir ihm eine Perspektive aufgezeigt haben, mit der er sich zu 100 Prozent identifizieren kann“, sagte er bei Maiers offizieller Vorstellung.

Herzlich Willkommen, Arne!

Kaufpflicht vs. Kaufoption

Kurz nach der Verpflichtung sickerten auch schon die ersten Vertragsmodalitäten durch die Medien. Während man das Eigengewächs Marco Richter an Hertha BSC Berlin verkaufte (Ablöse lt. TM 7,10 Mio. €), kam Arne Maier per Leihvertrag in unsere wunderschöne Fuggerstadt. Dabei sicherte sich der FC Augsburg laut dem Kicker eine Kaufpflicht in Höhe von 5 Mio. Euro bei 25 Startelfeinsätzen.

Wie das Wort schon sagt, ist eine Kaufpflicht die Verpflichtung einen Spieler bei Erreichen der Absprachen fest unter Vertrag zu nehmen. Eine Kaufoption dagegen ist lediglich die Möglichkeit, einen Spieler für eine meist vorher festgelegte Ablösesumme zu verpflichten, wenn man ihn weiterhin beschäftigen möchte.

Im Fall von Arne Maier hätte ich mir sehr gewünscht, dass er die Anzahl an Einsätzen erreicht, sodass man jetzt nicht darum bibbern müsste, dass er uns erhalten bleibt. Doch leider hatte er zu Beginn seiner Augsburger Zeit leider das Pech gepachtet. Zuerst plagten ihn muskuläre Probleme aufgrund seiner zwei Turniere mit der Nationalmannschaft (U21-EM und Olympia). Dann fing er sich zu allem Übel auch noch eine Bronchitis und zu guter Letzt auch noch das Coronavirus ein. Doch zwischen diesen Ausfallzeiten konnte man schon immer wieder sein Können bewundern.

Nichtsdestotrotz kann der Mann mit der Nummer 10 nur noch 24 Startelfeinsätze erreichen. Aber – und wenn man in einer Situation von Glück sprechen kann, dann hier – Stefan Reuter hat dem FCA neben der Kaufpflicht auch noch eine Kaufoption sichern können. Die Ablöseumme liegt, wie der Kicker vermeldet, bei 5 Mio. Euro. Müssten nur noch alle Beteiligten zustimmen, dass man diese ziehen kann und will.

Der Maier bleibt hier!

Wie in der letzten Woche bekannt wurde, scheint eine feste Verpflichtung von unserem Mittelfeldakteur nur noch eine reine Formalie zu sein. Zumindest Stand jetzt und wie spekuliert wird, auch unter der Voraussetzung, dass der FC Augsburg die Klasse hält. Also sollten die Jungs sich wirklich anstrengen, denn ich für meinen Teil möchte Arne Maier nur sehr ungern wieder ziehen sehen. So geht es auch vielen anderen Fans, wie ich immer wieder in den sozialen Netzwerken lese.

Doch wieso sollte man den gebürtigen Ludwigsfelder unbedingt fest an sich binden? Hier mal ein paar Gründe, die auf jeden Fall für eine fixe Verpflichtung von Arne Maier sprechen:

Arne ist ein Spieler mit Führungsqualitäten und ist ein Kämpfer vor dem Herrn. Ich denke, gerade dieser Punkt ist absolut unumstritten. Maier ist ein Typ, der nicht nur auf dem Platz voran zu gehen scheint. Wie auch die Tatsache, dass er Kapitän der U21-Auswahl war, zeigt, weiß er eine Mannschaft zu führen und übernimmt dabei auch noch Verantwortung. Schon relativ zügig übernahm er die Standards, die er relativ präzise an den Mann bringt.

Wie man auch in der Pokalpartie gegen den VfL Bochum sehen konnte, scheut er auch nicht davor zurück in einem wichtigen Elfmeterschießen anzutreten. Als einziger junger Spieler, nebenbei bemerkt. Ja, er hat verschossen, aber den Mumm muss man auch erst einmal haben. Als Fan redet man sich da immer leicht, aber ich persönlich habe den größten Respekt davor, dass Arne Maier sich als Letzter die Kugel geschnappt hat, um den FCA eine Runde weiter zu bringen. Chapeau, Arne!

Gründe über Gründe

Wie sehr wünschen sich die FCA Fans seit Jahren einen Lenker und Denker im zentralen Mittelfeld, denn hier hat der Abgang von Ja-Cheol Koo im Jahr 2019 eine riesige Lücke hinterlassen. Arne Maier ist ein Typ, der genau dieses entstandene Loch endlich wieder stopfen konnte. Man merkt ihm seine Erfahrung von mittlerweile 95 Partien in der ersten Bundesliga deutlich an. Seine Art und Weise, die Bälle zu verteilen oder sich auch mal durch die gegnerische Abwehr zu schlängeln, imponiert. Man sieht also, dass man allein schon aus diesem Grund nicht zulassen darf, dass Arne den Verein am Saisonende verlässt.

Die Personalie Maier sorgt im Zusammenspiel mit seinem Teamkollegen Niklas Dorsch, die sich schon aus diversen U-Nationalmannschaften kennen, für Harmonie und Sicherheit in der Schaltzentrale. Die beiden sind ein eingespieltes Team, die uns auch in Zukunft eine große Freude machen können. Mit ihrer starken Mentalität können sie ein ganzes Team motivieren und mitreißen. Dies könnte nicht nur im Abstiegskampf das Zünglein an der Waage sein. Ein Abgang von Arne Maier würde dieses Dreamteam auseinander reißen und erneut eine große Lücke in unserer Zentrale hinterlassen. Zudem würde ein mittlerweile voll und bestens integriertes Mitglied unserer Achse fehlen.

Als Arne Maier zu uns an den Lech kam, hatte er 74 Bundesligaspiele auf dem Konto. Obwohl er in der Nationalmannschaft regelmäßig getroffen hat, konnte er kein einziges Tor im Oberhaus vorweisen. Lediglich eine Torvorlage hatte er bis dato verbucht.

Das sieht jetzt ganz anders aus, denn unsere Nummer 10 konnte nicht nur seine erste Bude bei uns machen (in Leverkusen zum zwischenzeitlichen 2:1), sondern er brilliert gleichzeitig auch noch mit 6 Assists und gehört damit zu den Top-Vorlagengebern des FC Augsburg in der laufenden Saison. 5 Mal legte er hierbei in der Bundesliga und einmal in der DFB-Pokal-Partie gegen den VfL Bochum auf. Zudem ist er auf dem Platz unheimlich engagiert und wirft sich in die Zweikämpfe. Und selbst wenn er mal den Ball verliert, setzt er immer nach.

Man darf nicht vergessen, dass Arne noch relativ jung ist und durchaus noch Steigerungspotential hat. Ich denke, dass er uns noch sehr weit bringen könnte, wenn er weiter mit Volldampf vorangeht, wie man es in den letzten Wochen und Monaten gesehen hat. Gerade in der Begegnung gegen den VfB Stuttgart war er erneut das Herzstück der Mannschaft – zumindest aus meiner Sicht. Deswegen kann ich seine Auswechslung immer noch nicht verstehen. Aber das nur so am Rande bemerkt.

Weiter im Text. Ein weiteres Argument, warum Arne unbedingt bei uns im wunderschönen Schwabenländle bleiben muss, ist, dass er ein unheimlich sympathischer Typ und vor allem auch ein Teamplayer ist. Das sieht man nicht nur, wenn er sich mit Team über einen Treffer freut. Wo er im Übrigen immer bei den ersten Gratulanten dabei ist.

Mittendrin statt nur dabei
(Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Sein ganzes Auftreten schreit danach, dass er alle Tugenden, die den FCA aus- und so besonders machen, in sich zu vereinen scheint. Zumindest wirkt es von außen betrachtet so. Auch seine sehr professionelle Art auf Pressekonferenzen oder bei Interviews ist etwas, dass ich sehr an ihm schätze. Er weiß, Dinge auf den Punkt zu bringen und bleibt dabei sehr ruhig und gelassen.

Und last but not least: Arne fühlt sich in Augsburg pudelwohl. Dies betonte Maier vor allem in der PK vor dem Spiel gegen Frankfurt selbst.

Ich fühle mich hier beim FC Augsburg pudelwohl, schon seit Tag eins. Ich wurde super aufgenommen von der Mannschaft, vom Trainerteam und vom ganzen Staff. Die Voraussetzungen hier im Verein sind super. Das Trainingsgelände, das Stadion – ich fühle mich sehr wohl.

Arne Maier in der PK vor Frankfurt (ab ca. 16:00)

Und nur wenige Tage später wiederholte er das Ganze noch einmal. Und das, obwohl der FC Augsburg gerade eine 5:1-Niederlage in Leverkusen hinnehmen musste, in der Maier aber endlich seinen ersten Bundesligatreffer verbuchen konnte.

“Ich fühle mich hier in Augsburg superwohl. Die Stadt und die Umgebung tun mir sehr gut. Trotz meines mit 23 Jahren noch jungen Alters ist es mein Anspruch, Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen und die Mannschaft mit anzuführen.“

Auch Trainer Markus Weinzierl wies schon mehrfach darauf hin, wie wichtig der zentrale Mittelfeldspieler ist – für die Mannschaft, das System und das Augsburger Spiel. “Schaut ihm zu, dann seht ihr, wie spielstark und wichtig er ist und wo seine großen Stärken liegen, das brauche ich jetzt nicht beschreiben”, so Weinzierl im Januar.

Fazit

Eigentlich lässt sich dieser ganze Artikel in 4 simplen Worten zusammenfassen: Arne Maier MUSS bleiben! Mehr braucht man dazu gar nicht zu sagen. Doch es sind nicht nur wir von der Rosenau Gazette, die so darüber denken, denn wenn man einen Blick in die sozialen Netzwerke wirft, dann fordern sehr viele aus der Fanbase eine feste Verpflichtung unserer Nummer 10.

Hoffentlich auch im nächsten Jahr mit der Zirbelnuss auf der Brust!!!
(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Deswegen hoffen wir sehr, dass die Verantwortlichen und vor allem auch Arne Maier selbst das genauso sieht, sodass wir auch in der nächsten Saison ganz laut „MAIER“ schreien können, wenn unser Stadionsprecher Rolf Störmann ruft: „Unser Mann mit der Nummer 10 – Arneee“.

Ansonsten sehen wir uns leider gezwungen, eine Online-Petition mit dem Titel „Der Maier muss bleiben“ zu starten oder gegebenenfalls eine Demonstration vor der Geschäftsstelle abzuhalten. (Achtung, Ironie!) Also bitte, Herr Reuter, übernehmen Sie und machen Sie aus einer Formalie Realität! Die Fans würden es Ihnen danken!

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Folge 19: #Moralgschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Manch einer mag uns – Irina und Birgit – sicher als verrückt bezeichnen, weil wir uns gleich nach der heutigen Partie gegen den BVB zusammen gesetzt und eine neue Folge aufgenommen haben. Aber was muss, das muss. Und für euch Hörer*innen könnte das ziemlich interessant werden, denn wir beide sind sicher hochemotional.

Neben der klassischen Spielanalyse versuchen wir uns auch an der Vergabe von Spielernoten und bewerten die Leistung von Schiedsrichter Deniz Aytekin, den wir beide als einen der besten Referees erachten. Auch ein Blick auf die Konkurrenz in unserer Kategorie “Lage der Liga” darf natürlich wie immer nicht fehlen. In unserer Kategorie “Fangschwätz” begrüßen wir heute unseren lieben Andy – live direkt auf dem Heimweg nach dem Stadionbesuch. Vielen Dank an dieser Stelle.

Am Ende der Episode haben wir auch noch eine kleine Überraschung für euch. Welche das ist, das erfahrt ihr in unserer Podcastfolge #Moralgschwätz. Nur so viel: Wir Mädels vom “Puppngschwätz” haben einen Grund zu feiern und das würden wir gerne mit euch teilen.

Unsere neue Episode hört ihr hier:

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/591402595/27022022-moralgschwaetz

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/27-02-2022—Moralgschwtz-e1f07ud

Spotify: https://open.spotify.com/episode/4V74AO9VQYMNhNGpg8KIYi?si=F8AZiC7CTOK20kgD9-037Q&utm_source=whatsapp

Folge 18: #Hummelgschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

In der heutigen Episode kommen wir – Irina und Birgit – um das schreckliche Thema “Krieg in der Ukraine” leider nicht ganz drum herum. Immerhin hat dieser Schrecken doch einige weite Kreise gezogen, die auch den Fußball betreffen. Über diese möchten wir euch an dieser Stelle informieren.

Doch im Fokus steht natürlich die Partie gegen Borussia Dortmund, die am Sonntag um 17:30 Uhr in der ausverkauften WWK Arena angepfiffen wird. Dabei liefern wir euch die aktuellen Infos aus der Pressekonferenz mit Markus Weinzierl. In dieser Woche fanden auch einige Interviews und Livestreams mit einigen Spielers unseres FCA statt. Hier haben wir natürlich auch einen genauen Blick darauf geworfen.

Freuen dürft ihr euch nicht nur über unsere Einschätzung des Spiels und unsere Tipps, sondern wir haben auch einen waschechten Dortmunder gefragt, wie seine Meinung zur anstehenden Begegnung aussieht. Zudem haben wir in unserer neuen Kategorie “Promigschwätz” Marwin Hitz und Gregor Kobel genauer unter die Lupe genommen. Und wenn ihr wissen wollt, was die Konkurrenz an diesem Spieltag erwartet, dann seid gespannt auf “Die Lage der Liga”.

Vielen Dank vorab fürs Reinhören. Unseren Podcast findet ihr bei:

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/591365473/25022022-hummelgschwaetz

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/25-02-2022—Hummelgschwtz-e1eto3t

Spotify: https://open.spotify.com/episode/16pEL8VwPe1ppuz0XnhUbV?si=qDxfhN41Q2G_YHFSIwJnxQ&utm_source=whatsapp

Folge 15: #Frustrationsgschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Heute ist bei uns – Irina und Birgit – die Stimmung noch immer ein wenig gedrückt. Da ist man mit einem so positiven Gefühl in die Partie gegen Borussia Mönchengladbach gegangen, nur um dann doch wieder mit einer Niederlage enttäuscht zu werden. Dieses ständige Auf und Ab ist ein Stück weit wirklich frustrierend.

In unserer heutigen Folge analysieren wir beiden Mädels natürlich das Spiel gegen die Fohlen und vergeben im Anschluss auch Spielernoten, auch wenn das des Öfteren nicht leicht war. Wir stellen uns auch die Frage, was man dringend noch optimieren könnte bzw. was sogar besser werden muss, wenn man die Klasse halten will. Auch der obligatorische Blick auf die Lage der Liga darf natürlich nicht fehlen.

Wie immer freuen wir uns sehr, wenn ihr rein hört.

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/591056421/13022022-frustrationsgschwaetz

Spotify: https://open.spotify.com/episode/2VrcYg41EPaGJmdD12OEKm?si=NUoe11pgTe64FWK-Gbs3nQ

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/13-02-2022—Frustrationsgschwtz-e1eb960

Bauer sucht Kasperl

Das Transferfenster war bereits seit zwei Tagen geschlossen, als der FCA noch einen Wechsel bekannt gab. Am 2.Februar präsentierte uns der Verein Innenverteidiger Maximilian Bauer als Neuzugang für die kommende Saison. Der heute 22jährige Innenverteidiger kommt im Sommer ablösefrei von der SpVgg Greuther Fürth zu uns in die wunderschöne Fuggerstadt, um den nächsten Schritt auf seiner persönlichen Karriereleiter zu machen. Doch wer ist eigentlich Maximilian Bauer? Woher kommt er und wie sieht seine bisherige Vita aus? Wir verraten es euch.

Vertragsunterzeichnung außerhalb des Transferfensters – Geht das überhaupt?

Jedem Fußballfan dürfte bekannt sein, dass die FIFA-Regularien genau vorschreiben, dass der Vereinswechsel eines Spielers nur innerhalb von zwei vom Verband vorgegebenen Transferperioden erfolgen darf. In Deutschland finden diese beiden Fenster in der Regel zwischen dem 01.07 und 31.08 sowie vom 01.01 bis 31.01 statt. Nur in diesem Zeitraum dürfen Spieler verpflichtet werden. Eine Ausnahme bilden hierbei vereinslose Kicker, die zwischen dem Sommer- und Wintertransferfenster jederzeit in einem Verein aufgenommen werden dürfen. Nach dem Deadline-Day am 31.01. entfällt aber auch diese Möglichkeit. Sprich, ein Club muss die Rückrunde so beenden, wie der Kader an jenem Tag gemeldet ist. Wichtig bei einem Wechsel ist außerdem, dass die Spieler bis um 18:00 Uhr am letzten Tag des jeweiligen Fensters an die DFL bzw. ab der 3. Liga an den DFB gemeldet werden müssen.

Im Fall von Maximilian Bauer wurde der Wechsel zwar schon jetzt verkündet, doch der Vertrag beginnt erst ab dem 01.07.2022 zu laufen. Die Möglichkeit, einen Transfer für die nächste Periode bereits vorab bekannt zu geben, hat ein Verein immer. So wurden beispielsweise die Transfers von Rafal Gikiewicz, Tobias Strobl und Daniel Caligiuri ebenfalls vor Beginn des Wechselfensters bekannt gegeben. Und wenn man mal beim großen Nachbarn aus München schaut, dann tüteten diese den Transfer von Dayot Upamecano auch bereits im Februar des vergangenen Jahres ein.

Ein Niederbayer in Mittelfranken

Nach diesem kleinen Exkurs in Sachen Transfers, wenden wir uns jetzt unserem neuen Innenverteidiger ab der kommenden Saison zu. Maximilian Bauer wurde am 09.02.2000 im niederbayerischen Vilshofen an der Donau geboren. An dieser Stelle nachträglich noch herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Seine ersten Eindrücke in Sachen Fußball sammelte Bauer bei der SpVgg Grün-Weiß Deggendorf. Bei diesem Verein, der erst im Jahr 2003 aus einer Fusion zwischen der SpVgg Deggendorf und dem SV Grün-Weiß Deggendorf entstanden ist, durchlief der Innenverteidiger sämtliche Jugendabteilungen bis hin zur C-Jugend. Für diese absolvierte er 17 Partien in der U15- Bayernliga, bevor der damalige Zweitligist Greuther Fürth auf ihn aufmerksam wurde. Auch hier spielte er in der C-Jugend, allerdings einige Ligen höher. Nämlich in der C-Junioren-Regionalliga Süd. Mit dieser nahm er auch am Matthias-Pape-Gedächtnisturnier teil

Der Pape Cup wird im Übrigen jährlich vom 1. FC Magdeburg ausgetragen und ist ein renommiertes Hallenturnier für C-Junioren. Hierbei nimmt nicht nur der Gastgeber und 4 weitere Teams aus der Umgebung, sondern auch noch regelmäßig 15 weitere Vereine aus teilweise ganz Europa teil. Auch der FC Augsburg ist ein gern gesehener Gast und konnte beim 20jährigen Jubiläum dieses Turniers den Pokal sogar mit nach Hause nehmen. Wirft man einen Blick auf die ausgezeichneten Spieler und Torschützenkönige, dann findet man hier einige Namen, die heutzutage aus dem Profifußball gar nicht mehr weg zu denken sind. Toni Kroos (2005), Marc-André ter Stegen (2007), Julian Draxler (2008) und Florian Wirtz (2018) nahmen alle an diesem Turnier teil.

In der Saison 2015/16 stieg Maximilian Bauer schließlich in die B-Jugend auf, für die er 14 Spiele in der Staffel Süd/Südwest der B-Junioren-Bundesliga absolvierte. Hierbei schoss er 3 Tore. Leider schafften es die Fürther trotzdem nicht, die Klasse zu halten und stiegen in die Bayernliga ab. Noch in der gleichen Saison wechselte der Innenverteidiger zu den A-Junioren, für die er bis 2018 in der A-Junioren-Bundesliga kickte. Unter dem damaligen Trainer Josef Steinberger zählte er zum Stammpersonal und konnte auch mit einigen Toren brillieren. Der Name des Trainers sagt euch was? Dann schaut mal, wer heute unsere „Zwote“ coacht. Im Januar 2019 nahm der FC Augsburg den gebürtigen Gottfriedinger unter Vertrag. Aber das nur so am Rande bemerkt.

Der Sprung in den Profifußball

Im Sommer 2018 schaffte Maximilian Bauer schließlich den Sprung in den Profifußball. Er wurde nicht nur für zweite Mannschaft, die in der Regionalliga Bayern spielt, sondern auch gleich für die Zweitliga-A-Mannschaft gemeldet. Sein Debüt im Herrenbereich gab er allerdings für die U23 der Fürther, als er beim 5:1-Erfolg der Franken über den FC Pipinsried über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stehen durfte.

Nur wenige Wochen später durfte er auch gleich mal bei den „Großen“ ran. Am 10.08.2018 waren die Kleeblätter beim FC Ingolstadt zu Gast. Der damals 18jährige Bauer wurde in der 94. Minute für David Atanga eingewechselt und durfte somit wenigstens noch ein paar Augenblicke Profiluft schnuppern. Die Partie endete in einem 1:1-Unentschieden. 10 Tage später lief der Defensivmann auch in der Pokalpartie gegen Borussia Dortmund über 90 Minuten auf, ehe er bei einem Spielstand von 1:1 in der 90 Minute ausgewechselt wurde. So konnte er auch den Siegtreffer von Marco Reus in der 121. Minute nicht verhindern, der den Fürthern den Einzug in die 2. Runde kostete.

Sein erstes Tor schoss das Fürther Eigengewächs am 04.10.2020. In der Zweitligabegegnung gegen die Würzburger Kickers erzielte Bauer den wichtigen Ausgleichstreffer zum 2:2 in der 90. Minute. Der größte Erfolg des Niederbayern dürfte zweifelsohne der Aufstieg in die erste Bundesliga gewesen sein.

Auch auf internationaler Ebene konnte der Innenverteidiger erste Erfahrungen sammeln. Bereits 9 Partien für die DFB-Jugendmannschaften stehen in seinem persönlichen Lebenslauf. Einmal lief er für die U18, 4 Mal für die U19 und ebenfalls 4 Mal für die U21 auf. Für die U19 konnte er sogar einmal einnetzen.

Leistungsdaten im Profibereich

Seit 08.08.2018 gehört Maximilian Bauer offiziell dem Profikader der Spielvereinigung an. Für die Amateure lief der Innenverteidiger in insgesamt 16 Partien auf. 14 Mal in der Saison 2018/19 und zweimal in der Spielzeit 2020/21. Dabei erzielte er ein Tor, was aber für einen Verteidiger nicht unüblich ist.

Für die A-Mannschaft stand er dagegen schon in 66 Spielen auf dem Platz. In seiner Debütsaison durfte er sich insgesamt über 8 Einsätze freuen. Mehr waren es in der Folgesaison 2019/20 auch nicht. Aber seit 2020/21 gehört er zu Trainer Stefan Leitls absolutem Stammpersonal. Im Aufstiegsjahr der Fürther durfte er bei 29 Liga- und 3 Pokalspielen den Strafraum sauber halten. Mit zwei Toren trug er jetzt nicht unbedingt direkt zum Torregen der Kleeblätter bei, die am 34. Spieltag mit 69 Treffern die zweitmeisten Tore in der 2. Bundesliga geschossen hatten. Doch ein Abwehrspieler wird natürlich immer an anderen Werten wie z.B. der Zweikampfquote oder geblockten Bällen gemessen.

Im Sommer kommt dann noch das Rot zum Grün-Weiß dazu (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Im Oberhaus kommt Maximilian Bauer Stand jetzt auf 17 Einsätze über 1.779 Einsatzminuten. Seine Stärke lag vor allem bei Luftkämpfen, von denen er 60,3 Prozent gewinnen konnte. Ligaweit beschert im das einen soliden 49. Platz von allen betrachteten Spielern. Hierbei kommt ihm seine Körpergröße von 1,89 m zugute. Auch im Blocken von Bällen sowie in Zweikämpfen zeigt er durchaus sehenswerte Leistungen. Mit durchschnittlich 0,62 Blocks pro Partie landet er auf dem 60. Rang. Mit seiner Zweikampfquote in Höhe von 55,6 Prozent erreicht er Rang 65 und liegt dabei in etwa im Bereich von Robert Gumny, der derzeit eine Quote von 55,8 Prozent vorweisen kann.

Doch am Besten schneidet der Verteidiger eindeutig bei geklärten Bällen ab. Hier schafft er herausragende 5,06 Bälle pro Spiel und landet damit auf Platz 7 der ligaweiten Tabelle. Nur damit ihr es euch mal einigermaßen vorstellen könnt: Reece Oxford klärt in etwa gleich viele Bälle in einer Begegnung. Er ist derzeit auf Rang 3 mit einem Wert von 5,55. Wenn ich mir vorstelle, was Ox bei uns hinten alles wegbolzt, dann freue ich mich jetzt schon darauf, mit Bauer einen ähnlichen Spielertyp in Augsburg begrüßen zu dürfen.

Verletzungen und Krankheiten

Stand heute blieb der Innenverteidiger von größeren Verletzungen verschont. In seinem bisherigen Karriereverlauf verpasste er bisher nur 12 Spiele über 4 Spielzeiten hinweg. Das waren allerdings alles kleinere Wehwehchen. Eine Knöchel- und Sprunggelenksverletzung hier, einen Brummschädel und eine kleine Oberschenkelblessur da. Auch Corona hat er bereits hinter sich.

Die schlimmste Verletzung zog er sich 2020 am Knie zu. Hierbei fiel er für insgesamt 20 Tage aus. Vom 10.06.2020 bis 30.06.2020, um genau zu sein. In dieser Zeit konnte er 4 Mal nicht für die Fürther auflaufen.

An dieser Stelle möchte ich meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass das Glück ihm auch weiterhin hold bleibt, sodass er ab Sommer bei uns seine Leistungen auf dem Platz zeigen kann.

Mein persönliches Fazit

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Verpflichtung des Fürther Eigengewächses für beide Seiten eine sinnvolle Entscheidung darstellt. Bauer ist noch jung und steckt daher mitten in seiner fußballerischen Entwicklung und hat definitiv noch Luft nach oben. Seine bisherigen Leistungen stimmen mich recht positiv. Zudem kennt er die Liga und weiß daher, auf was er spielerisch besonders zu achten hat. Das finde ich bei einem Wechsel auch immer einen sehr wichtigen Punkt.

Der FC Augsburg ist dafür bekannt, dass er junge Spieler weiterentwickeln kann. Neben Philipp Max, Reece Oxford und Marco Richter, etablierte sich auch Abdul Rahman Baba bei uns zu einem gestandenen Profi. Dieser kam damals auch von der SpVgg Greuther Fürth in unsere schöne Fuggerstadt und wurde zu unserem teuersten Abgang. Überhaupt ist der fränkische Verein dafür bekannt, eine sehr gute Jugendarbeit zu haben. Spieler wie Nicolai Müller, Heiko Westermann, Torsten Oehrl und natürlich David Raum verbrachten alle Zeit in der Fürther Jugendabteilung.

Stimmen zum Wechsel

Der Innenverteidiger erhält einen 5-Jahres-Vertrag bis zum 30.06.2027 und wird im Sommer dem Grün-Weiß der Kleeblätter nun noch das Rot unserer Augsburger hinzu fügen.

„Wir haben seinen Werdegang vom Nachwuchsspieler zum Bundesligaprofi bei der SpVgg Greuther Fürth in den letzten Jahren intensiv verfolgt und sind überzeugt, dass er seine Entwicklung bei uns erfolgreich fortsetzen wird. Daher freuen wir uns, dass wir Maximilian Bauer mit unseren sportlichen Plänen überzeugt haben und er sich für einen Wechsel zum FCA entschieden hat.

Sportdirektor Stefan Reuter über den Transfer von Maximilian Bauer

Natürlich äußerte sich auch der Abwehrspieler selbst zu seinem Wechsel.

Ich bin der SpVgg Greuther Fürth, meinen Mitspielern, den Verantwortlichen und den Fans unheimlich dankbar für die tolle Zeit. Mit dem Wechsel möchte ich mich sportlich und persönlich weiter entwickeln. Der FCA bietet jungen Spielern hervorragende Möglichkeiten, sich sportlich zu etablieren. Daher freue ich mich auf die neue Herausforderung ab der kommenden Saison. „Bevor der Wechsel im Sommer erfolgt, können alle Fürther sicher sein, dass ich weiterhin alles für den Erfolg des Kleeblatts tun werde.

Maximilian Bauer über seinen Wechsel nach Augsburg

Im letzten Spiel für Greuther Fürth darf unser Neuer aber gleich mal an seiner neuen Wirkungsstätte auftreten, denn am 34. Spieltag ist Fürth in unserer heimischen WWK-Arena zu Gast. Eigentlich kann er dann auch gleich da bleiben und mit unseren Jungs den hoffentlich erreichten Klassenerhalt feiern.

Maximilian Bauer unterschreibt in Augsburg

Wir von der Rosenau Gazette freuen uns schon darauf, wenn der gebürtige Niederbayer im Sommer das Kleeblatt gegen die Zirbelnuss eintauscht. Bis dahin wünschen wir Maximilian Bauer alles Gute und viel Erfolg mit den Fürthern. Bleib gesund und zeige weiterhin deine starken Leistungen. Außer natürlich gegen den FCA am letzten Spieltag der Saison 2021/22!

Episode 14: #Fohlengschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Am Samstag steht für unsere Augsburger Jungs die wichtige Partie gegen Borussia Mönchengladbach an. Wer hätte zu Beginn der Saison gedacht, dass das ein richtiger Abstiegsfight werden könnte? Wir zumindest nicht.

In der heutigen Folge geben euch Irina und Birgit einen kleinen Vorgeschmack auf das anstehende Spiel. Natürlich liefern wir euch alles Wissenswerte aus der Pressekonferenz. Außerdem stellen wir uns die Frage, warum Gladbach denn in der Krise steckt. Denn wie Markus Weinzierl ebenfalls anmerkte: Eigentlich gehört Gladbach in die obere Tabellenhälfte. Natürlich dürfen auch die obligatorischen Tipps, unsere Einschätzung der Partie und die potentielle Aufstellung nicht fehlen.

Der zweite Teil lag uns heute besonders am Herzen und hat uns emotional ziemlich mitgenommen. Wir haben uns heute an ein ziemlich sensibles Thema gewagt – das “Haifischbecken Bundesliga”. In den letzten Wochen machte nicht nur die Causa Felix Zwayer sondern auch der Rücktritt von Max Eberl in den Medien auf sich aufmerksam. Hierbei stellen wir euch nicht nur die Geschichten hintern diesen beiden Männern vor. Sondern wir gehen auch noch näher auf andere Fälle ein, in denen Profis dem Druck nicht mehr standhalten konnten. In einer anschließenden Diskussion erläutern wir dann auch die Frage, was sich innerhalb des Geschäfts, aber auch in den sozialen Medien, ändern müsste, um zu verhindern, dass solche Fälle nicht zur Tagesordnung werden.

Hört gerne rein:

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/10-02-2022—Fohlengschwtz-e1e7m4m

Spotify: https://open.spotify.com/episode/5uroz6yW2XgK8MvZX9ElPi?si=CSX3khPJTxCElys-I7ZIog&utm_source=whatsapp

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/590828523/10022022-fohlengschwaetz

Episode 13: #Triumphgschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie groß die Erleichterung bei uns drei Mädels ist, dass der FCA gestern drei hochverdiente Punkte einfahren konnte. Das muss natürlich in einer neuen Folge Puppngschwätz gleich einmal festgehalten werden. Irina und Birgit analysieren dabei natürlich die gestrige Partie, während Franzi noch ein paar Eindrücke aus der Puppenkiste gibt, denn sie war gestern bei dem strahlend schönen Wetter live im Stadion dabei.

Natürlich verraten wir euch auch unsere Meinungen zum Spiel gegen Union Berlin und werfen gleichzeitig noch einen Blick auf unsere Konkurrenten in unserer Kategorie “Die Lage der Liga”. Beim “Fangschwätz” verrät uns zudem FCA-Fan Steffi, wie sie denn das Spiel gesehen hat und ob sie auch so euphorisch ist, wie wir Drei. Ihr wollt Teil des “Fangschwätz” werden? Dann schreibt uns gerne an.

Doch das ist lange noch nicht alles. Wie in unserer Folge #Unionsgschwätz schon erwähnt, wurde der Augsburger Mannschaftsrat neu gewählt. Irina und Birgit haben da mal einen genaueren Blick drauf geworfen und spekulieren ein wenig darüber. Wer könnte unserer Meinung nach dort hinein gewählt worden sein? Wem trauen wir diese Verantwortung zu?

Ihr wollt es wissen? Dann hört rein in unsere Folge #Triumphgschwätz.

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/06-02-2022—Triumphgschwtz-e1e0tmm

Spotify: https://open.spotify.com/episode/4Q9nkbnREJZ0ZIa1yKFjaZ?si=EpKw9PRXRUubyxbB6Gb0tQ&utm_source=copy-link

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/589637604/06022022-triumphgschwaetz

Episode 12: #Uniongeschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Der 21. Spieltag steht vor der Tür und die Länderspielpause hat ein Ende. Eeeeeendlich!!! Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich persönlich vermisse die Bundesliga ganz stark, wenn ein spielfreies Wochenende ansteht. Aber ich habe es ja überlebt.

Bundesliga bedeutet für uns Mädels auch gleichzeitig, dass erneut ein Vorbericht im Puppngschwätz ansteht. Heute mit Irina und Birgit. In unserer neuen Folge schwätzen wir vor allem über die anstehende Partie gegen einen unseren Lieblingsgegner. Nämlich Union Berlin, die bei uns in der heimischen WWK Arena lediglich ein einziges Mal einen Punkt entführen konnten. Hier geben wir euch vor allem einen Einblick über die Ereignisse der Pressekonferenz und wie unsere eigene Einschätzung bezüglich des Spiels ist. Immerhin darf man den FCA vor heimischer Fankulisse niemals unterschätzen.

Auch im heutigen Vorbericht dürfen wir herzlich einen Fan des Gegners begrüßen. Danke noch einmal an Nadine, die uns die Partie aus Sicht der Eisernen geschildert hat.

Doch das ist noch lange nicht alles, denn diese Woche ist doch noch einiges mehr passiert. Ein Abgang, ein sommerlicher Zugang und zwei Profis auf Länderspielreise haben auch noch die Ehre verdient, dass man über sie schwätzt. Und natürlich darf auch unser obligatorische Blick auf die “Lage der Liga” nicht fehlen.

Also hört gerne rein. Wir freuen uns über jeden Einzelnen von Euch!

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Gibt’s was Neues, Herr Weinzierl?

Heute Mittag hatte ich die große Ehre, für die Rosenau Gazette an einer digitalen Medienrunde mit Trainer Markus Weinzierl teilnehmen zu dürfen. Dort stellte sich der Coach vielen interessanten Fragen von mehreren Journalisten. Gerade die aktuell doch eher schwierige Situation stand dabei besonders im Fokus. Doch auch über das morgen anstehende Spiel gegen seinen Ex-Klub Jahn Regensburg und die Lage auf dem Transfermarkt gab es ein wenig zu berichten. Und wer macht Weinzierl eigentlich gerade besonders Sorgen?

Das Debakel von Leverkusen

Natürlich war die Partie am Samstag gegen die Werkself ein unumgängliches Thema, dem sich Markus Weinzierl unweigerlich stellen musste. Auch mir brannte die Frage unter den Fingernägeln, wie sich der Trainer diesen Fehltritt erklärt. Immerhin sind 5 Gegentreffer eine gewaltige Hausnummer, auch wenn ich insgeheim froh bin, dass diese haushohe Niederlage jetzt passiert ist und nicht erst am Ende der Saison. Denn dank der stattfindenden Länderspielpause kann man jetzt gegebenenfalls Änderungen vornehmen oder die Mentalität der Spieler ein wenig aufbauen.

Mehrfach betonte Markus Weinzierl, dass er die Hauptfehlerquelle nicht im angewandten System 442 sieht. Im Gegenteil: Eigentlich ist die Ausrichtung Leverkusens prädestiniert für eine Viererkette. Doch durch zu viele individuelle Fehler, war er dazu gezwungen, die Taktik in ein 532 zu ändern. Aber auch dann lief es nicht besser, sondern man setzte die schlechte Verteidigungsarbeit konsequent weiter fort.

Und genau hier möchte Weinzierl auch ansetzen. Es gilt mehr Konsequenz ins eigene Spiel zu bringen und schlüssige Entscheidungen während einer Partie zu treffen. Noch ist die Lage im Tabellenkeller sehr eng, weswegen noch alles drin ist. Sowohl nach unten, als auch nach oben. Immerhin ist man nur 3 Punkte vom derzeitigen Tabellenzwölften Borussia Mönchengladbach entfern. Diese aber auch alle weiteren direkten Begegnungen in diesem Bereich des Tabellariums finden ja noch statt. Es ist also noch alles drin.

Ein weiteres Problem, das unser Coach sieht, liegt in der Mentalität. Ich denke, jeder von uns hat sich schon gefragt, ob die Leistung unserer Jungs vielleicht Kopfsache ist, denn dass sie auch anders können, haben sie in der Hinrunde ja nicht nur einmal bewiesen. Auch wenn viele Leute gerne sagen, dass in der Mannschaft sehr viel Potenzial steckt, so kann Markus Weinzierl dieses Wort schon bald nicht mehr hören. Immerhin kann ein Mentalitätsproblem die eigentlichen Fähigkeiten gerne einmal aushebeln. Das kennt jeder von uns aus seinem Alltag.

Grund zu lachen hatte Markus Weinzierl am Samstag wahrlich nicht…
(Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

Fakt ist laut unserem Trainer: Es hilft nichts, jetzt wegen einer Partie alles in Frage zu stellen. Man muss es besser machen – sowohl auf jeder Position als auch im Detail.

Anstehende Transfers und erfahrene Akteure

In der Pressekonferenz vor der Partie gegen Bayern 04 Leverkusen deutete Innenverteidiger Felix Uduokhai an, dass man eventuell noch einmal auf dem Transfermarkt nachlegen und einen oder zwei erfahrene Akteure verpflichten solle. Natürlich hakten die Journalisten diesbezüglich noch einmal nach, ob sich auch Markus Weinzierl etwas in dieser Art vorstellen könne.

Hier erhielten wir allerdings eine etwas ausweichende Antwort. Der Kader gegen Bayer sei mit durchschnittlich 23 Jahren einer der Jüngsten überhaupt gewesen. Man stelle sich der Herausforderung, was aber noch nicht ganz gelingt. Weinzierl selbst sei aber sehr für die Förderung junger Spieler und gerade das Beispiel Reece Oxford zeige, dass die Mannschaft auch trotz ihres Alters dem Druck gewachsen ist. Zudem spiele ja nicht immer das gleiche Team und man kann auch selbst mit erfahrenen Leuten aufwarten. Aber das, was momentan eigentlich zähle, seien Punkte und der damit einhergehende Klassenerhalt.

Natürlich blieb die Frage nicht aus, ob man denn noch einmal nachlegen würde, solange das Transferfenster noch offen ist (bis Montag, 31.01.22). Dafür ist Markus Weinzierl aber eigentlich der falsche Ansprechpartner. Aber Stand jetzt geht unser Trainer davon aus, “dass nichts mehr passiert”.

Die Fans kehren zurück

Erst gestern gab der bayerische Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann in Vertretung von Markus Söder bekannt, dass ab dem 27.01.22 bei überregionalen Großveranstaltungen wieder Fans zugelassen werden. Zu 25 % bei einer maximalen Obergrenze von 10.000 dürfen die Stadien in Bayern nun wieder ausgelastet werden.

Eine Tatsache, über die auch Markus Weinzierl sehr froh ist. So froh, dass an dieser Stelle sogar ein Dank an den bayerischen Ministerpräsidenten raus ging. Die Augsburger Fans sind nämlich ein entscheidender Faktor, die dem Team helfen und sie gleichzeitig pushen können. Vor allem dabei, dass die Spieler es somit endlich schaffen könnten, die fehlenden Prozent aus sich heraus zu holen, um eben in die “letzten 3 Prozent zu kommen”.

Baustelle Linksverteidigung?

Wie oben schon erwähnt, trägt der FC Augsburg morgen (27.01.22) ein Testspiel gegen Zweitligist Jahn Regensburg aus. Anpfiff der Partie, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der heimischen WWK Arena stattfindet, ist um 14:00 Uhr. Zu sehen ist das Spiel aber im FCA TV.

Die obligatorische Frage nach dem Personal durfte auch in dieser Medienrunde natürlich nicht fehlen. Angeschlagen ist neben dem am Samstag fehlenden Iago auch wieder Mads Pedersen. Laut Aussage unseres Coaches war er keineswegs fit, als er in der Halbzeit ausgewechselt worden ist. Ebenfalls fehlen wird Freddy Jensen, der nicht nur einen Pferdekuss, sondern auch noch muskuläre Probleme hat. Auch Ricardo Pepi und Carlos Gruezo werden morgen nicht dabei sein, denn beide befinden sich bei ihren Nationalmannschaften.

Bei Letzterem hakte man im Übrigen nach, weswegen er in der Rückrunde noch kein einziges Mal für den Kader nominiert wurde. Dies erklärte Weinzierl damit, dass er nur eine begrenzte Auswahl an Kaderplätzen zur Verfügung stehen habe. Insgesamt dürfen auf der Bank 9 Auswechselspieler Platz nehmen, wovon einer natürlich ein Ersatztorwart sein muss. Bei den Feldspielern bevorzugt es unser Trainer, drei Defensiv- und fünf Offensivkräfte als Ersatz zu haben. Er “muss Entscheidungen treffen”, wen er an einem Spieltag mitnimmt und wen nicht.

Das ist keinesfalls immer einfach. Bei ihm “stehen immer die besten Spieler auf dem Platz”. Das System hängt dabei sehr stark von der Qualität und natürlich auch der Ausrichtung des Gegners ab. Deswegen spielte gegen Leverkusen beispielsweise auch ein Jeffrey Gouweleeuw auf der 6. Aber das nur so am Rande bemerkt.

Augsburger Sorgenkinder

Am Ende der Konferenz wendete sich das Thema leider den beiden Sorgenkindern zu, die beide am Samstag wohl einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten – Robert Gumny und Ruben Vargas.

Dass die Leistung des 23jährigen Polen “nix war”, konnte auch Markus Weinzierl nicht bestreiten. Schon des Öfteren hat der Rechtsverteidiger gepatzt, doch das liegt nicht nur an ihm. “Mehrere Fehler führen zu einem Tor”, so der Trainer, dem aber durchaus bewusst ist, dass diese individuellen Fehler unterbunden werden müssen. Ein Spieler kann ja einen Fehler machen, aber dann darf der darauffolgende nicht auch noch “einen zweiten oben drauf setzen”.

Auch Ruben Vargas scheint derzeit in einem Formtief zu stecken, weswegen Weinzierl ihn gegen Frankfurt und auch gegen Leverkusen auf die rechte Seite zog. Der Zweck dahinter war, dass Ruben mal aus seinem Muster raus kommt und Freiheiten bekommt, sodass er seine Geschwindigkeit ausnutzen und zeigen kann. Gegen die Eintracht sah das auch ganz gut aus. Gegen die Werkself dagegen… Das vergessen wir lieber mal ganz schnell.

Hoffentlich schafft er es bald wieder, sich aufzuraffen…
(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Markus Weinzierl bittet aber darum, dass man nicht vergessen sollte, dass der Schweizer noch ein junger Spieler ist und auch diese machen Fehler bzw. haben immer mal wieder Höhen und Tiefen. Zudem kommt, dass der ebenfalls 23Jährige aufgrund der Europameisterschaft keine ordentliche Vorbereitung gehabt habe. Ruben hat außerdem sehr große Erwartungen an sich selbst, die er natürlich nicht immer bestätigen kann. Und das demotiviert…

Wie geht man nun mit solchen Spielern um? Laut unserem Coach ganz unterschiedlich. Jeder Spieler hat seine eigene Art, wie er Kritik zu hören bekommen muss, um diese anzunehmen und umsetzten zu können. Der eine braucht es ruhig und Selbstvertrauen gebend, der andere will es lieber knallhart und schonungslos.

Fazit

Für mich persönlich war es das erste Mal, dass ich an so einer Veranstaltung teilgenommen habe. Es war wirklich sehr interessant und ich hoffe, dass ich bald wieder einmal die Ehre bekomme. Wirklich viel neues bekam man zwar nicht zu hören, denn das meiste konnte man sich auch so zusammen reimen, wenn man sich die Spiele genauer anschaut. Aber auch damit habe ich gerechnet, denn gerade in der Öffentlichkeit will und muss der Verein ja auch ein gutes Bild abgeben. Ich kann nur hoffen, dass man trotzdem die Fehler erkannt hat und an diesen in der Länderspielpause arbeitet.

Bis diese endet, dürfte uns aber sicherlich auch nicht langweilig werden. Immerhin steht noch einiges an. Das Testspiel gegen Regensburg und natürlich der bekannte Deadline Day. Wir dürfen gespannt sein, ob sich auf dem Transfermarkt wirklich nichts mehr tut, wie Markus Weinzierl gesagt hat, oder ob man uns wie in den Jahren zuvor ein bisschen an der Nase herum führt. Denn da hieß es ja auch immer: Es passiert nichts mehr! Und etwas Neues gab es dann doch immer zu berichten. In dieser Transferperiode hoffentlich auch nochmal…

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