Vorrundeübergehend

Manche gefühlten Null-zu-Null-Spiele enden manchmal anders. Dies lässt sich auch nicht unbedingt mit anderen Partien, bei denen späte Tore fielen, vergleichen. 19 Punkte vor dem letzten Hinrundenspiel, und sieben bzw. 14 Punkte Abstand zum Relegations- bzw. Abstiegsplatz, sind auch im Soll.

Ein Blick auf den bisherigen Saisonverlauf: Der FCA ist mit zwei Siegen und einem Unentschieden gut in die Saison gestartet, und holte gegen die letzten vier der Tabelle zehn Punkte. Die spielerische Entwicklung und Ausrichtung mag, auch aus der Ferne, unterschiedlich bewertet werden, aber am Ende zählen die Ergebnisse.

Was sind die konkreten Erwartungshaltungen in dieser ungewöhnlichen Saison? Das erstes Ziel bleibt, möglichst schnell, die für den Klassenverbleib nötigen Zähler zu erreichen. Darauf aufbauend lässt sich dann weiteres beschreiben.

Die Entwicklung eines Spielsystems mit verschiedenen Variationen wächst mit gelungenen Auftritten. Aber auch schwächere Phasen können in der Analyse zur Verbesserung führen – wesentlich dabei ist, sich nicht zu schnell von vorhanden Überzeugungen zu verabschieden. Die Spieler und die Mannschaft haben die erforderliche Qualität.

Auch die Beurteilung einzelner Mannschaftsbereiche lässt sich etwas differenzierter sehen: Es gibt vier Teams, die weniger Tore geschossen bzw. mehr erhalten haben. Mit einer kleinen Ausnahme hat keiner, der in der Tabelle nachfolgenden Vereine mehr Siege, oder weniger Niederlagen als der FCA – bezogen auf die Verteilung ein zu bedenkender Aspekt.

In einer Saison ohne Winterpause, und Möglichkeit der Korrektur, wirken sich individuelle Formphasen wohl anders aus, und sollten sich, auch über schrittweise Gelungenes wieder ändern. Wesentlich ist dabei die Einstellung und Motivation – im Bonusspiel unter der Woche lassen sich diese gut zeigen.

Wie ist die aktuelle Punktezahl einzuschätzen? Zu Beginn der Bundesligazeit wurde der FCA als Mannschaft wahrgenommen, die in der Rückrunde, die für den Klassenerhalt erforderlichen Punkte einholte. Dies betrifft insbesondere die Saison 2012/ 13, als der FCA zum Ende der Hinrunde neun Punkte hatte, und mit 24 Punkten – die bis heute drittbeste Punktzahl einer Halbrunde – erreichte.

Mit zunehmender Etablierung in der Liga haben sich die Punktzahlen in den jeweiligen Hälften in den nächsten vier Jahren angeglichen. In der Spielzeit 2018/ 19 und in der letzten Saison waren diese, nach jeweils erfolgreicher Vorrunde, dann schwächer.

Auch wenn diese Werte, aufgrund möglicher Verteilungen nicht immer übertragbar sind, reichten in den letzten neun Jahren 38 Punkte um der Relegation bzw. dem Abstieg zu entgehen. Dies bedeutet, das dem FCA aktuell noch 19 Punkte zum ersten Saisonziel fehlen, ein Wert, der zum Vergleich, in der aktuellen Hinrunde bereits vor dem letzten Spieltag erreicht wurde, und auch in dieser Saison gelingen sollte.

Immer wenn es darauf ankommt hat der FCA geliefert. Zunächst geht es darum in allen Belangen als Mannschaft aufzutreten, und darüber hinaus das vorhandene Potential zu zeigen. Die nächsten Spielen gegen die sechs aktuell in der Tabelle führenden Mannschaften bieten sich hierzu an, und können, beginnend mit dem Spiel am Mittwoch, einen neuen Trend starten.

Auch wenn die Meisterschaft auf Jahre vergeben scheint, hat auch, wie die letzten Spiele zeigten, Bayern München schwächere Phasen. Es darf wieder an die Beendigung, der bisher längsten niederlagenfreien Serie der Münchener, durch das Tor von Sascha Mölders im April 2014 erinnert werden, auch wenn es zuerst für den FCA darum geht, alle vorhanden Möglichkeiten zu zeigen.

Dazu gehört eine für den Gegner unangenehme und konsequente Spielweise, das Funktionieren der einzelnen Mannschaftsteile, und eben die Verbindung dieser durch den Auftritt als Mannschaft. Mit der dann noch nötigen Effizienz scheint auch in diesem Vergleich, und auf dem Weg in die nahtlos folgende Rückrunde, vieles möglich. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Wahrnehmend

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Wahrnehmung des Spiels, und auch wenn das gegnerische Team besser war, gab es doch sehenswerte Aktionen. Nach 15 Spieltagen mit 19 Punkten auf Platz 11, die Situation nach hinten scheint stabil.

Nach gutem Saisonstart ein Auf und ein Ab. Auch zur Hälfte der Saison scheint noch nicht ganz klar, wie sich alles in dieser Spielzeit noch entwickelt. Gelungene Defensivleistungen, einzelne Aktionen, Willenskraft und Tore in den entscheidenden Momenten – es gab bereits einiges Positives, und doch auch ein wenig das Gefühl, als gebe es mit dem vorhandenen Kader noch mehr Möglichkeiten.

Dabei entstehen auch im zehnten Bundesligajahr keine übertriebenen Erwartungshaltungen – zunächst geht es immer darum möglichst schnell genügend Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Ein nächstes Ziel ist die Entwicklung der Mannschaft, die aufbauend auf allgemeinen Vorgaben, ein eigenes Spielsystem umsetzt, und in der Fortsetzung auch in der Lage ist, dieses bei veränderten Gegebenheiten umsetzen. Und irgendwo innerhalb dieses Prozesses tritt der FCA am kommenden Samstag in Bremen an.

15 Punkte nach 15 Spielen, das ist zumindest ein Punkt mehr, als Werder zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison hatte. Zum Vergleich: Der FCA stand mit 20 Punkten nach 15 Spieltagen auf Platz 11.

Nach einer eher unglücklich verlaufenen Saison, in der Werder sich erst in der Relegation durchsetzte, waren die Voraussetzungen und Erwartungen für den Start in die neue Spielzeit auch ganz andere.

Die gewandelte Rolle von Werder in der Liga, auf dem dritten Platz der ewigen Tabellen, und mit den meisten Ligaspielen aller Vereine, zeigt auch, wie sich die Bundesliga verändert hat, und weiter verändert. Vorne, fünf bis sechs Teams, mit Platz für eine Überraschungsmannschaft, dahinter ein größeres Mittelfeld, aus dem sich zwei bis drei Teams hervorheben, dahinter Abstiegskampf. Das Gros der Liga, einschließlich Bremen, irgendwo dazwischen. In dieser ungewöhnlichen Saison, ohne Zuschauer und Atmosphäre, wird dies umso bewusster.

Nach zwischenzeitlich vier Niederlagen in Folge ist die Bundesligabilanz des FCA gegen Werder noch immer positiv. Das letzte Aufeinandertreffen am 01.02.2020 gewann der FCA durch Tore von Florian Niederlechner und Ruben Vargas vor 29.432 Zuschauern mit 2 : 1. Dies war der letzte Heimsieg mit Publikum vor der „Corona-Pause“.

Schalke ist nicht Tasmania, Mönchengladbach gewinnt nach Rückstand gegen München, und Leipzig verliert gegen Dortmund. Zumindest aus dieser Sichtweise läuft die Unterhaltungsmaschinerie weiter. Dazu scheitert Bayern München nach 20 Jahren wieder im Elfmeterschießen in der 2. Runde des DFB-Pokals – Pokalsieger 2001 wurde Schalke 04.

Dortmunds Geschäftsführer Watzke hat sich zwischenzeitlich auch wieder zu Wort gemeldet. Er fordert nicht nur mehr Geld für den BVB beim Verzicht an der Teilnahme an einer möglichen Super League, sondern auch noch die Rückendeckung anderer Mitbewerber aus der Bundesliga – irgendwie alles wie immer.

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung und verbundenen Einschränkungen scheint es schwierig Einschätzungen hinsichtlich anderer sportlicher Großveranstaltungen in diesem Jahr zu treffen. Am Beispiel der begonnen Handball-WM zeigt sich nicht nur wie schnell manche Planungen sich ändern können, sondern stellt sich erneut die Frage nach der Sinnhaftigkeit.

Die Saison ist bisher ein hin und her. Dem FCA sollte es am Samstag gelingen die Stärken in allen Bereichen, und als Mannschaft zu zeigen, zu überzeugen, und vor dem letzten Spieltag der Hinrunde bereits eine gute Punktezahl zu erreichen. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Fußballfolgend

Dann wenn es darauf ankommt, erfolgreich sein, und im entscheidenden Moment das Tor – der FCA kann Bundesliga! Dies kann auch im Fortgang dieser ungewöhnlichen Spielzeit noch von Vorteil sein. Die Beurteilung der Spielweise und des Einsatzes durch die Kontrahenten lässt sich als weitere Referenz anführen.

Am Sonntag nun gegen den VfB ein Spiel mit ganz anderen Voraussetzungen. Die Stuttgarter spielen bisher im ersten Jahr nach dem zweiten Abstieg der neueren Vereinsgeschichte eine gute Saison. Mit offensiven und schnellen Fußball überzeugt die aktuell jüngste Bundesligamannschaft.

Mit geändertem Konzept und neuer Struktur soll der VfB wieder zukunftsfähig gemacht werden. Demgegenüber steht ein interner Machtkampf zwischen Vorstandsvorsitzemden Hitzlesberger und Präsident Vogt, der den sportlichen Aufschwung etwas in den Schatten rückt.

Die Bundesligabilanz gegen den VfB ist, auch dank einer Zwischenserie von sieben Siegen, positiv. Im letzten Aufeinandertreffen am 30. Spieltag der Saison 2018/ 19 gelang dem FCA der bisher höchste Bundesligasieg. Nachdem es zwischenzeitlich ein Remis und zwei Niederlagen gab, konnte der VfB nicht mehr als Lieblingsgegner bezeichnet werden.

Nach der Heimniederlage am 28. Spieltag der Saison 2018/ 19 gegen Hoffenheim stand der FCA mit vier Punkten Vorsprung auf den VfB auf Platz 15. Während der VfB das nachfolgende Heimspiel gegen Leverkusen verlor, gewann der FCA im ersten Spiel unter Martin Schmidt, auch durch zwei Tore von Marco Richter, mit 3 : 1 in Frankfurt.

Die Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen war, dass Stuttgart gewinnen musste, und der FCA nicht verlieren sollte. Was allerdings dann geschah, war sehr ungewöhnlich. Der FCA führte gegen indisponierte Stuttgarter bereits zur Halbzeit 3 : 0, und wenn es auch im Laufe des Spieles noch Tormöglichkeiten für beide Teams gab, beschreibt das 6 : 0 den Unterschied an diesem Tag. Torschützen waren neben Max – Khedira, Hahn und zweimal Richter. Der endgültige Klassenerhalt gelang dem FCA in der Spielzeit dann zwei Spieltage später auf Schalke.

Sechs der sieben vorne stehenden Mannschaften treffen an diesem Wochenende aufeinander, und doch scheint sich der zu erwartete Trend in der Liga fortzusetzen. Die Bundesliga schreibt weiter an ihren Geschichten, und nicht nur durch Abendspiele zur Ausgangssperre wirken diese aktuell anders.

Eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Bundesliga bei den anstehenden Impfungen anreiht. Auch noch nicht absehbar, wann ein Stadionbesuch wieder möglich ist, stellt sich nach über zehn Monaten die Überlegung, wie es wohl sein wird, wieder ein Spiel live zu sehen.

Nicht mehr die Übertragungen und Zusammenschnitte, Kommentare, Ticker und Einschätzungen anderer, sondern das Spiel wieder selbst im Stadion verfolgen zu können.

Die eigenen Emotionen erlebend, sich über gelungene Aktionen freuen, das Spielfeld mit allen Akteuren und Bewegungen in seiner Gesamtheit wahrnehmen, und eine persönliche Normalität wieder gewinnen.

Und bei aller Sehnsucht die Zweifel, ob dies absehbar so überhaupt möglich sein wird. Überzeugt das es momentane größere Probleme gibt, bleibt die Hoffnung und eine noch zu konservierende Vorfreude auf das nächste Mal.

Bis dahin auch die Erinnerung an gelungene Auftritte gegen Bremen, München, Union, Dortmund, Leipzig, Wolfsburg und (fast) alle anderen nachfolgenden Mannschaften. Und würde es dann nicht auch noch passen, den letzten fehlenden Dreier gegen eine Bundesligamannschaft in dieser Saison zu holen.

Wenn auch das Live-Erlebnis nicht zu ersetzen ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten sich mit Fußball, nicht nur als dem Spiel, zu befassen. Dazu gehören neben Filmen, Online-Präsenzen oder Buchneuerscheinungen, auch verschiedene andere regelmäßige Publikationen, die weitere Blicke auf den Sport und das Phänomen erlauben. Umso bedauerlicher dass mit Der Tödliche Pass, eine davon ihre letzte Ausgabe angekündigt hat.

Am Wochenende nun, ohne Zuschauer, das Duell zweier Mittelfeldmannschaften, indem der FCA den Vorsprung nach hinten ausbauen und sich weiter in der Tabelle stabilisieren kann. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Jahrbeginnend

Nach dem Pokal-Aus gegen Leipzig gilt die volle Konzentration wieder der Liga. Durch die nur kurze Unterbrechung der Runde gibt es auch keine Zeit der Regeneration für die Spieler oder Möglichkeiten der Anpassung an den Saisonverlauf. Eine, auf diesen Aspekt bezogene, mittlerweile ungewöhnliche Fußballsaison, die einfach weiterläuft.

Auch für den 1. FC Köln, nach Zwischenhoch am Ende 14. der letzten Spielzeit, stehen wegweisende Partien an. Nach dem Spiel gegen den FCA geht es gegen Freiburg, Hertha und Schalke. Nach den erfolgreichen Auftritten in Dortmund und Leipzig sind dies die relevanten Vergleiche für den FC in einer nicht nur sportlich anspruchsvolleren Phase für den Verein.

Die Bilanz des FCA gegen den FC ist sowohl insgesamt, als auch erstklassig positiv. Seit dem ersten Aufeinandertreffen im Herbst 2011 wurde kein Spiel mehr verloren und fünfmal gewonnen, je drei Spiele endeten 0 : 0 oder 1 : 1.

So schwer es erscheint Mannschaften und Verein miteinander zu vergleichen, auch wieder der Gedanke, wie sich der FCA, seit dem ersten Aufeinandertreffen mit den Kölnern, am ersten Spieltag nach dem Zweitligaaufstieg 2006, entwickelt hat. Beide Vereine haben seitdem die gleiche Zeit in der ersten und zweiten Liga gespielt, der FC ist zweimal abgestiegen.

Auch im Vergleich der ewigen Tabelle, bezogen auf diesen Zeitraum, liegt der FCA über 20 Punkte vor dem mehrfachen deutschen Meister und Pokalsieger. Dies bestätigt auch wieder einmal den Weg und die erstklassige Etablierung des FC Augsburg.

Wohin die sportliche Entwicklung in diesem Jahr führen kann, scheint aufgrund unterschiedlicher, und nicht nur in, auf das konkrete Auftreten bezogenen Faktoren, schwer einzuschätzen. Mit den Spielen im Anschluss gegen Stuttgart und in Bremen sollte zunächst eine gute Basis für die Rückrunde gelegt werden – eine längerfristige Einschätzung, auch saisonübergreifend, scheint unmöglich.

Durch die kurze Weihnachtspause anstelle der Winterpause, der aktuellen Zeit geschuldet, ist nicht nur der Spielplan anders.

Zumeist ist die Zeit zwischen den Jahren von einer anderen Ruhe geprägt, in der das ausklingende und das anstehende Jahr eine eigene, manchmal fast zeitlos wirkende, Verbindung eingehen. Die Erinnerungen schweifen durch das Jahr, setzten sich, lassen neue Zuordnungen entstehen, ohne bereits konkrete Pläne für die nähere Zukunft zuzulassen.

Was ließen sich aus der Erfahrung von 2020 für Annahmen und Wünsche für 2021 formulieren? Da die Entwicklung in vielen Bereichen nicht wirklich einschätzbar ist, sind damit auch manche Hoffnungen verbunden.

Auch für das kommende Jahr gibt es Rahmenpläne, das Festhalten an Spielterminen und der Durchführung kontinentaler Wettbewerbe, sowie der Versuch den Sport in einer vermeintlich neugewonnenen Normalität, ohne Zuschauer in den Stadien, fortzuführen.

Die meist beschriebenen Szenarien befassen sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Zeit auf den professionellen Sport, ausgehend vom Stand von vor einem Jahr. Unternehmerische Lösungen sollen den Fortbestand des Business auf möglichst vergleichbaren Level gewährleisten. Das eigentliche Spiel, mit den vielen Möglichkeiten der Wahrnehmung, Teilnahme und seiner kulturellen Dimension, rückt mehr in den Hintergrund.

Dabei ist es nicht das Verfolgen der Ergebnisse oder verschiedener Übertragungsformen – viele Formen des Verstehens und Erlebens eines Fußballspiels können nur live erfahren werden. Es geht hier nicht um das Stattfinden von Events, sondern um die Durchführung eines tradierten, in der Gesellschaft verankerten und akzeptierten Sports, der von den begleitenden Emotionen auf, neben, und um den Platz getragen wird.

Längst vorbei die Zeit des Budenzaubers, in einer Zeit ohne Spengler-Cup und während der Vierschanzentounrnee, findet der 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga statt. Mit einem gelungenen Auftritt gilt es für den FCA, den Abstand nach hinten zu halten, und erfolgreich ins neue Jahr zu starten. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Weihnachtliches

Ein gutes Fußballspiel, nur leider ohne Punkte für den FCA. Mit darauf aufbauender Leistung in den verbleibenden Spielen der Vorrunde sollte eine solide Halbzeitbilanz erreicht werden.

Auch zu Weihnachten ließe sich nun über verschiedene Mannschaftsbereiche, oder unterschiedliche Erwartungshaltungen nachdenken, aber Punkte- und Tabellenstand spiegeln den bisherigen Verlauf ziemlich wieder.

Zum Jahresende, nach 13. Spieltagen, der Blick auf die Tabelle: Die Spitzengruppe wird von München angeführt, das in den letzten beiden Begegnungen, die bis dahin noch ungeschlagenen Teams besiegte. Auch dabei sind Leipzig und Dortmund, mit einer wieder nicht einkalkulierten Niederlage.

Stuttgart spielt bisher eine gute Runde, und Union die Rolle der Überraschungsmannschaft. Ein Mittelbereich von zehn Mannschaften, die auf acht Punkten beieinander liegen, und mit ganz unterschiedlichen Ambitionen gestartet sind. Am Ende steht Schalke, das dem großen Theater noch eine epische Note hinzufügt.

Auch dieses Jahr kein Boxing-Day im deutschen Fußball, ist die Pause bis zum Ligastart am 02.01. nur kurz. Auch wenn kurz vor Weihnachten schon öfter Liga- oder Pokalspiele stattfanden, gab es erst zwei Pflichtspiele an einem 22.12.: 1984 in der Bayernliga gegen Unterhaching, und 2018 in der Bundesliga gegen Wolfsburg.

Besser ist die FCA-Bilanz in der Zwischenzeit: Am 26.12.1976 gab es ein 1 : 1 gegen den FSV Frankfurt und am 02.01.1972 wurde gegen die SpVgg Weiden 2 : 1 gewonnen.

Was alles macht den Reiz des DFB-Pokals aus? Favoriten, die mehr oder minder überraschend ausscheiden oder kleinere Vereine, die in ihrem Spiel des Jahres, über sich hinaus wachsen. Oft auch die Vergleiche von Traditionsvereinen, die sich über die Jahre und Ligen auseinander entwickelt haben, und deren Aufeinandertreffen zurückliegende Geschichten hervorrufen.

Auch vorbei die Auflistung der Paarungen nach Ligavergleichen, sind in der zweiten Runde des Pokals noch ein Dritt- und drei Viertligisten dabei. Und doch auch in dieser Runde wieder die Hoffnung, dass aktuell schwächer platzierte Mannschaften sich durchsetzen, und mancher größere Name im Laufe des Bewerbs verschwindet.

Bisher gab es zwölf Vergleiche, drei davon im Pokal, zwischen dem FCA und Leipzig. Verschiedene verbundene Anmerkungen neben, und Ereignisse auf dem Platz, die den Spielen, sowie den Unterschiedlichkeiten, auch etwas mediale Aufmerksamkeit gewähren. Am Dienstag nun in der zweiten Runde, der sportliche Vergleich zwischen zwei Bundesligisten im DFB-Pokal.

90 oder 120 Minuten, vielleicht auch Elfmeterschießen – am Ende wird es einen Gewinner geben, der in dieser Saison weiter auf die Teilnahme an einem Finalspiel am 13.05. in Berlin hoffen kann.

Abseits sportlicher Umgestaltung und Veränderung, was wäre noch erwähnenswert in diesem ungewöhnlichem Fußballjahr. Auch wenn fast ausschließlich in leeren Stadien gespielt wurde, gab es unterschiedliche Formen des Zusammenhaltens. Fußballfans, Initiativen, Vereine und Gruppen, die verschiedenartig Solidarität gezeigt haben und zeigen.

Nicht unter umfassenden Begrifflichkeiten von Verantwortung betrachtet, sondern einfach nur als Hilfe für Schwächere, Benachteiligte oder aktuell Eingeschränkte: Auch hier hält Augsburg zusammen.

Und wenn zu Weihnachten der Familiengedanken wieder bemüht werden darf, heißt dies, in vielem unterschiedlicher Ansichten zu sein, diese auch offensiv zu vertreten, miteinander auszutauschen, andere Sichtweisen zu akzeptieren, und eben sich genau dadurch zu definieren. Vor dem Spiel ist nach dem Spiel – übertragen auch zu Weihnachten.

Das letzte Spiel im Kalenderjahr gegen Leipzig, zu einer Uhrzeit, an der meist nur Zweitligaspiele stattfinden, und die Möglichkeit im Pokal zu überwintern. Nicht vermeintliche Gesetzmäßigkeiten, sondern einfach spielen, und sich nicht nur selbst bescheren. Frohes Fest und gutes Spiel!

Nur der FCA!

Jahrblickend

Der FCA zeigt wieder ein entscheidendes Merkmal, das einen Bundesligisten ausmacht: Er macht das entscheidende Tor und gewinnt dadurch ein möglicherweise wegweisendes Spiel. 16 Punkte aus 12 Spielen und neun Punkte Abstand zur Relegation, unabhängig von den Ergebnissen steht der FCA in der Tabelle auch vor stärker eingeschätzten Teams. Der Punkteschnitt unter Trainer Herrlich nähert sich dem bisherigen Spitzenwert der Bundesligazeit.

Wenn sich bei Betrachtung der Tabelle ein kleiner Unterschied erkennen lässt, dann liegt der FCA in der oberen Hälfte. Am kommenden Samstag nun der Vergleich an der Schnittstelle gegen Eintracht Frankfurt. Zum Ende des Bundesligajahrs die Chance für den FCA einen weiteren Schritt Richtung gelungener Hinrunde in der Saison 2020/ 21 zu bestätigen.

Nach gutem Start in die Saison wartet die Eintracht seit neun Spielen auf einen Sieg. Mehrmals dabei in Führung, oder auch, wie zuletzt gegen Mönchengladbach, den Sieg kurz vor dem Ende aus der Hand gebend – die Eintracht steht in der Tabelle hinter ihren Möglichkeiten.

Ohnehin eine schwierige Situation für die Frankfurter, die dieses Jahr nicht international spielen – und auch im Umfeld des Vereins keine einheitliche Auffassungen hinsichtlich der sportlichen Weiterentwicklung der Mannschaft.

Hinter Gerd Müller und Klaus Fischer steht Robert Lewandowski, mit nun 251 Treffern, auf Platz 3 der ewigen Bundesligatorjägerliste, und ist der erste FIFA-Weltfußballer aus der Bundesliga – vor Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, die elf der letzten 13 Wahlen für sich entscheiden konnten.

Unabhängig der Beurteilung dieser Auszeichnung liefert die Liste der Gewinner seit 1991 auch einen Streifzug durch den international-europäischen Fußball, beginnend in einer Zeit der stärker zunehmenden Kommerzialisierung.

15 verschiedene Spieler, die im Zeitraum ihrer Auszeichnung bis zu diesem Jahr nur in Vereinen aus zwei Ligen gespielt haben. Beginnend mit Lothar Matthäus und Marco van Basten über Zinédine Zidane und Luís Figo bis zu den Gewinnern der letzten Jahre, unterbrochen durch Luka Modrić, weist diese Auflistung auch auf eine gewandelte Form der Wahrnehmung hin.

Im Vergleich dazu die Gewinner des Ballon d‘Or von 1956 bis in die 80er-Jahre, an denen, und den Vereinen, für die sie teilweise spielten, sich diese Entwicklung und die des Fußballs auch erkennen lässt.

Der 13. Spieltag der laufenden Saison und das letzte Ligaspiel des FCA – Pokal folgt noch – in diesem Kalenderjahr. Es ist nicht nur der Zeit geschuldet schwierig, einen vergleichbaren Rückblick zu erstellen.

Das erste Ligaspiel dieses Jahr gegen Dortmund mit Erling Haaland. Nachfolgende Spiele gegen Bremen, in Frankfurt, gegen Mönchengladbach und in München. Der Trainerwechsel, und mit Ausnahme von Berlin und gegen Dortmund, coronabedingt, Spiele im leeren Stadion.

Fragen nicht nur an den Fußball, und doch langsam wieder ein anderes Gefühl des Dabeiseins. Spielübertragungen statt Stadionbesuche, und irgendwie wieder ein Mitfiebern, Bangen und Hoffen. Die Leidenschaft für den eigenen Verein lässt sich nicht leugnen, auch wenn die Wahrnehmung eine andere als im Stadion ist, und keine Übertragungstechnik das Live-Erlebnis ersetzen kann.

Veränderungen in Mannschaft und Umfeld, ein guter Saisonstart mit Siegen im Pokal, in Berlin und gegen Dortmund, Fasttabellenführung, Last-Minute-Tore und -punkte – der FCA steht zum Jahresende auf einem Mittelfeldplatz, und hat noch genügend Möglichkeiten zu glänzen.

Aus der Rückbetrachtung ein komplett anderes Fußballjahr – die Einschätzung der neuen Mannschaft, gewonnen ausschließlich aus Übertragungen, Berichten weniger Zeitzeugen und Live-Ticker.

Wintermeister, Herbstmeister – welche Bezeichnung erhält wohl der führende zu Weihnachten dieses Jahr? Kein Boxing-Day, dafür geht es dann zum Jahresanfang gleich in der Liga wieder weiter.

Zuvor noch das Spiel gegen die Eintracht, und der vorweihnachtliche Wunsch dieses Bundesligajahr mit einem sportlich gelungenen Auftritt zu beenden, bevor dann am Dienstag das Wiedersehen mit Leipzig im DFB-Pokal ansteht. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Ligawärts

Auch wenn es manchmal wichtigeres als Spiel und Ergebnis gibt: Das Heimspiel des FCA gegen Schalke 04 endete 2 : 2. Zu hoffen, dass Mark Uth möglichst bald auch wieder seinen Beruf ausüben kann.

Vier Spiele in zehn Tagen, der nächste Auftritt am Mittwoch in Bielefeld. Das erste Mal, dass der FCA dort zu einem Erstligaspiel antritt. Die bisherigen Zweitligaauftritte konnte der FCA alle siegreich gestalten. Der letzte Vergleich fand am Freitagabend, 01.04.2011 auf der Alm statt: Der FCA gewann auf dem Weg in die erste Liga durch Tore von Hain und Sinkiewicz mit 2:0.

Nicht nur das Stadion, mit dem DSC Arminia Bielefeld sind einige Geschichten der Bundesliga verbunden. Mit Wilhelm Stute als Präsident stiegen die Ostwestfalen 1970 erstmals in die Bundesliga auf. Nachdem bereits einen Tag nach Saisonende der OFC-Präsident Canellas durch Tonbandaufnahme die Praktiken offenlegte, dauerte es noch bis zum Oktober 1971, bis das weit größere Ausmaß des Bundesliga-Skandals feststand. Die Arminia konnte die Saison zu Ende spielen, es wurden aber alle Punkte aberkannt.

Zusammen mit dem 1.FC Nürnberg ist der DSC Rekordaufsteiger, und spielt die 18. Saison erstklassig. In der ewigen Tabelle sind die Ostwestfalen, die höchstplatzierte Mannschaft, die nie an einem Europapokalwettbewerb teilgenommen hat. An dem von 1967 bis 1994 ausgetragenen Intertoto-Cup nahm Bielefeld insgesamt dreimal teil.

In der Jahrhundertelf der Leinenstädter stehen nicht nur mit Uli Stein, Thomas von Heesen, Bruno Labbadia, Ewald Lienen, Fritz Walter oder auch Norbert Eilenfeldt einige Spieler, die mit Ligageschichte geschrieben haben. Und der mittlerweile weitgereiste Trainer, Ernst Middendorp, ist auch nicht nur in Augsburg bekannt.

Teil der von ihm gecoachten Mannschaft waren in der Regionalliga Süd mit Zdenko Miletić, André Hofschneider, Jörg Reeb, Jörg Bode und dem ehemaligen Juniorenspieler René Müller, fünf Spieler mit Bielefelder Vergangenheit.

Seit dem letzten Bundesligaabstieg 2009 verbrachte die, zwischenzeitlich auch von Insolvenz bedrohte Arminia, drei Jahre drittklassig. In der letzten Spielzeit stand die Arminia nach dem 13. Spieltag zum ersten Mal auf Platz 1, wurde Herbstmeister, und sicherte sich am 31. Spieltag den direkten Aufstieg ins Oberhaus.

Etwas Bewegung an der Ligaspitze: München spielt 1 : 1 bei Union, Dortmund verliert 1 : 5, entlässt den Trainer, und noch vor Leipzig ist plötzlich, nach sechs Jahren, Leverkusen wieder einmal Tabellenführer. Am kommenden Wochenende dann das direkte Aufeinandertreffen gegen München.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze: Nicht gemeint war dabei bisher damit. dass Spiele wegen zu kurzer Pausen, bedingt durch internationale Auftritte verschiedener Teams, verschoben werden. Nach der vermeintlichen Ausnahme von München, die zweite, dann Leverkusen – und nun? Wenn der DFB-Pokal ein ernsthafter Wettbewerb ist, soll er als solcher wahrgenommen, und die Spiele zeitnah, innerhalb von wenigen Tagen, absolviert werden. Darin, und in der Auslosung der nächsten Runde, liegt zumindest auch der Reiz des Pokals.

Immer noch nicht genug – und was gibt es noch weiteres zu erfahren über die Vergabe der Sommermärchen-Spiele von vor zwanzig Jahren. Wieder vermeintliche neue Vorgänge, und die Frage, wem Fußball eigentlich was wert ist. Nur leider könnte dies alles ernst sein, und hat nicht ansatzweise den Unterhaltungswert der, beispielsweise, Bielefeld-Verschwörung.

Wo steht der FCA nach dem 11. Spieltag in seiner Entwicklung? Nach gutem Start, und unterschiedlichen Auftritten, zeigt die Mannschaft immer wieder Moral, und stemmt sich gegen Niederlagen. Fast anschließend die Frage, bewusst ohne Berücksichtigung taktischer Vorgaben und Vorhaben, wie es wohl ausginge, wenn vergleichbar dem Schlussauftritt, manches schon viel früher gelingen würde.

Spiel für Spiel, gegen ganz unterschiedliche Systeme die Möglichkeit der Weiterentwicklung, und spielerisches Potential zu zeigen. Auch am Mittwoch, beim Auftritt auf der Alm, einem der vier ältesten Stadien der Liga. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Wünschend

Nach dem Spiel in Hoffenheim ist der FCA in der gefühlten Mitte der Tabelle angekommen. In den nächsten beiden Spiele besteht nun die Chance den Abstand nach unten wieder zu vergrößern.

Am kommenden Sonntag, dem gleichen Kalendertag, an dem vor fünf Jahren der erste Siege gegen Schalke 04 gelang, das erste Wiedersehen mit Manuel Baum als Bundesligatrainer in Augsburg.

Von Beginn der Saison an stehen die Gelsenkirchener auf einem Abstiegsplatz, sechs mal davon auf Platz 18. Vor fast elf Monaten der letzte Bundesligasieg, werden auch hier wieder einmal die Vergleiche zur Geschichte mit Tasmania Berlin hervorgeholt.

Seit 29 Jahren wieder erstklassig, erscheint es für viele schwer vorstellbar, dass Schalke, in diesem Zeitraum 14mal unter den ersten fünf platziert, UEFA-Cup- und dreifacher DFB-Pokalsieger, in der nächsten Saison nicht mehr erstklassig sein könnte. Zumindest etwas freundlicher wirkt dabei der Spielplan: Schalke spielte bereits gegen die fünf in der Tabelle vorne liegenden Mannschaften, und trifft in der verbleibenden Vorrunde, mit Ausnahme von Bremen, noch gegen alle Teams von Platz 9 bis 16.

Die Bezeichnung Straßenfußballer wird manchmal noch, bei einer bestimmten Spielweise, mit besonderen Instinkt und technischen Fähigkeiten, fast ehrfurchtsvoll vergeben. Dabei lassen sich viele weitere fußballerische Momente in Erinnerung rufen. Längst vorbei die Zeiten, als Spieler durch individuelle Bonmots ihre Spielauffassung oder -bewertung zum besten gaben, gibt es auch fast keine Szenen mehr zu sehen, die an manche Gewohnheiten des Straßenkicks oder Kästlebolz erinnern. Eine Ausnahme scheint hier das zweite Tor des Stuttgarters Silas Wamangituka, das trotz des klaren Verstoßes gegen das Fair Play, vermutlich an nicht wenige fußballerische Anfänge anknüpft.

Noch sieben Spieltage in der Vorrunde bis zum 16. Januar. Nach dem Wochenende folgen die Spiele gegen Bielefeld, Frankfurt, Köln, Stuttgart, Bremen und München – mit Ausnahme des Rekordmeisters allesamt Mannschaften, gegen die der FCA eine positive Bundesligabilanz hat.

In dieser schwer einzuschätzenden Spielzeit erscheinen Prognosen unterhalb von Platz 5 noch unmöglicher.

Der höchste Punktestand des FCA nach einer Vorrunde liegt bei 27 Punkten, der Durchschnitt bei über 19 – diesen, bei noch ausstehenden sieben Spielen, zu übertreffen scheint realistisch. Jeder weitere Punkt, bringt eine Annäherung an das erste Saisonziel, sowie Ruhe bei der Weiterentwicklung der Mannschaft. Mit den vorhanden Kader sollte der Abstieg kein Thema sein, und eine geschlossene Umsetzung der Spielidee weitere Aufschlüsse bringen.

Der FCA ist längst Teil der Liga, und auf dem Weg der sportlichen Etablierung im Mittelfeld. Dies, in Verbindung mit der dafür erforderlichen Punkteausbeute, dürfte das nachfolgende Ziel sein.

Die verkündete Verteilung der Fernsehgelder ab der Saison 2021/ 22 wird, in Relation zur jeweiligen Situation, unterschiedlich wahrgenommen, und birgt erwartungsgemäß keine Überraschungen.

Eine bleibende Frage, nicht nur der aktuellen Zeit, ist die, nach der längerfristigen Entwicklung des Fußballs, in seiner allgemeinen Wahrnehmung und Einheit in den Spitzenverbänden und -ligen, sowie neuerdings auch Vereinen.

In der Berichterstattung und öffentlichen Diskussion über wirtschaftliche Kennzahlen und verbundene Perspektiven wird dem eigentlichen Spiel eine immer geringere Rolle zuteil. Jeder wirkliche Kompromiss zwischen ergebnisoffenem Wettbewerb und Entertainment, bedarf anderer Voraussetzungen – und bleibt weiter entfernt.

Zwei Wünsche für das Spiel am 3. Advent: Der an den ehemaligen Trainer, auf ein erstklassiges Wiedersehen in der kommenden Saison mit dem gleichen Verein, und der an den FCA, über 90 Minuten zu zeigen, wozu die Mannschaft in der Lage sein sollte. Dazu gehört neben einer wieder geschlossenen Defensivleistung, ein Spielaufbau und -übergang mit daraus resultierenden Chancen für den Angriff, und Erfolg. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Vergleichbaren

Wieder viel Nebel im Stadion – aber 1:1. Das mit häufigste Resultat im Vergleich beider Mannschaften, zum dritten Mal in Folge. Der FCA hält den Abstand, und steht, mit sieben Punkten Vorsprung zum Relegationsplatz, nach dem 9. Spieltag auf Rang 8.

Bei Betrachtung der Tabelle steht mit Union „Kruse“ Berlin nur eine Mannschaft vor dem FCA, die man nicht zwangsweise dort erwarten musste. Der Rest der Tabelle bietet verschiedenen Raum zur Interpretation. Auch Hoffenheim, mit Neu-Bundesligatrainer Sebastian Hoeneß und Höchstpunkteausbeute in der Europa-League, steht in der Liga schwächer als erwartet.

Nach dem gelungen Start, mit Auftaktsiegen in Köln und gegen München, reichte es in den nachfolgende drei Ligaheimspielen nur noch zu einem, und in sieben Spielen gesamt, zu drei Punkten. Zu wenig für die Kraichgauer, die mit einem zur Vorsaison vergleichbaren Kader, größere Ambitionen haben könnten.

Erst einen Sieg gab es bei bisher neun Bundesligaauftritten für den FCA in Sinsheim, diesen aber, im vergangenen Dezember, umso überzeugender – mit Toren in den richtigen Momenten, und einem überzeugenden Florian Niederlechner.

Wie ist die Saison des FCA bisher einzuordnen: In drei der bisher neun Spielzeiten hatte der FCA zum vergleichbaren Saisonzeitpunkt 12 Punkte. In der Spielzeit 2014/ 15, die mit der direkten Qualifikation für die Europa League endete, sowie in den Spielzeiten 2017/ 18 und 2018/ 19. In diesen Spielzeiten wurde der FCA 12. bzw. 15., wobei der Klassenerhalt am 31. bzw. 32. Spieltag der jeweiligen Saison geschafft wurde. Unterschiedlich sind in diesen beiden Spielzeiten auch die Platzierungen nach der Vorrunde – einmal Platz 9 mit 24 Punkten und vier Punkten Rückstand zur Champions-League-Qualifikation, und einmal Platz 15, mit einem Punkt Vorsprung zur Relegation.

Schwer, auch durch die Besetzungen der anderen Teams, die Kader in Relation zu setzen. Bei Betrachtung der Torschützenlisten fällt auf, dass es in der Saison 2014/ 15 sechs verschiedene, 2017/ 18 fünf, und 2018/ 19 elf verschiedene Torschützen, bis einschließlich des 9. Spieltags, gab. In der aktuellen Saison, alle Werte auf die Bundesliga bezogen, sind es bisher fünf.

Die Spielweise, in den genannten Saisons, mit zwei unterschiedlichen Trainern, mit der aktuellen zu vergleichen, ist so, nicht möglich. Es sind noch 25 Spieltage in dieser Saison, und es ist immer noch zu früh für eine genauere Einordnung. Die Defensive, einschließlich des neuen Torwarts, macht einen stabilen Eindruck und in anderen Mannschaftsbereichen zeigen sich weitere Qualitäten. Wenn zu vorhanden psychischen und physischen Stärken die Verbindung im Aufbau und bei Spielzügen noch zunimmt, scheint, ergänzt durch Stärken bei Standards, einiges möglich.

Im Fußball hat jede Zeit ihre eigenen Helden – Spieler, die über ihren engeren Wirkungskreis hinaus, vornehmlich durch ihre Spielweise, mehr als Bekanntheit erlangt haben. Vor den Zeiten omnipräsenter Berichterstattung kamen nicht unbedingt weniger Spieler in diese Auswahl, aber durch die Verbreitung einer geringeren Anzahl von Bildern und verbundener Informationen, entstanden eigene Mythen.

Pelé in den 60er-, Cruyff oder Beckenbauer in den 70er-Jahren, Puskás oder Di Stéfano in den 50er-Jahren, vielleicht Eusebio, Jaschin, um nur einige Namen zu nennen. Verbundene Geschichten, die, über das spielerische Können hinaus, oft auch den Aufstieg der Persönlichkeiten mit, und durch den Fußball beschreiben.

Geschichten, die heute auch anders aufgebaut werden: Es wird sich zeigen, welche Namen der vergangenen großen Turniere von Dauer bleiben werden.

Diego Maradona war einer der letzten noch lebenden, der 1998 gewählten FIFA-Weltauswahl des Jahrhunderts. Und die Nachberichterstattung über sein fußballerisches Werk erinnert wieder an den eigentlichen Geist des Spiels.

Erst am kommenden Montag spielt der FCA im Stadion an der A6. Das Bewusstsein, durch Tore ab der 80. Minute, in dieser Saison bereits acht Punkte geholt zu haben, oder vergleichbare Effizienz, wie im letztjährigen Vergleich gegen Hoffenheim, es gibt noch weitere Punkte, die für einen gelungen Auftritt sorgen könnten. Gutes Spiel!

Nur der FCA!