Folge 18: #Hummelgschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

In der heutigen Episode kommen wir – Irina und Birgit – um das schreckliche Thema “Krieg in der Ukraine” leider nicht ganz drum herum. Immerhin hat dieser Schrecken doch einige weite Kreise gezogen, die auch den Fußball betreffen. Über diese möchten wir euch an dieser Stelle informieren.

Doch im Fokus steht natürlich die Partie gegen Borussia Dortmund, die am Sonntag um 17:30 Uhr in der ausverkauften WWK Arena angepfiffen wird. Dabei liefern wir euch die aktuellen Infos aus der Pressekonferenz mit Markus Weinzierl. In dieser Woche fanden auch einige Interviews und Livestreams mit einigen Spielers unseres FCA statt. Hier haben wir natürlich auch einen genauen Blick darauf geworfen.

Freuen dürft ihr euch nicht nur über unsere Einschätzung des Spiels und unsere Tipps, sondern wir haben auch einen waschechten Dortmunder gefragt, wie seine Meinung zur anstehenden Begegnung aussieht. Zudem haben wir in unserer neuen Kategorie “Promigschwätz” Marwin Hitz und Gregor Kobel genauer unter die Lupe genommen. Und wenn ihr wissen wollt, was die Konkurrenz an diesem Spieltag erwartet, dann seid gespannt auf “Die Lage der Liga”.

Vielen Dank vorab fürs Reinhören. Unseren Podcast findet ihr bei:

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/591365473/25022022-hummelgschwaetz

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/25-02-2022—Hummelgschwtz-e1eto3t

Spotify: https://open.spotify.com/episode/16pEL8VwPe1ppuz0XnhUbV?si=qDxfhN41Q2G_YHFSIwJnxQ&utm_source=whatsapp

Folge 15: #Frustrationsgschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Heute ist bei uns – Irina und Birgit – die Stimmung noch immer ein wenig gedrückt. Da ist man mit einem so positiven Gefühl in die Partie gegen Borussia Mönchengladbach gegangen, nur um dann doch wieder mit einer Niederlage enttäuscht zu werden. Dieses ständige Auf und Ab ist ein Stück weit wirklich frustrierend.

In unserer heutigen Folge analysieren wir beiden Mädels natürlich das Spiel gegen die Fohlen und vergeben im Anschluss auch Spielernoten, auch wenn das des Öfteren nicht leicht war. Wir stellen uns auch die Frage, was man dringend noch optimieren könnte bzw. was sogar besser werden muss, wenn man die Klasse halten will. Auch der obligatorische Blick auf die Lage der Liga darf natürlich nicht fehlen.

Wie immer freuen wir uns sehr, wenn ihr rein hört.

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/591056421/13022022-frustrationsgschwaetz

Spotify: https://open.spotify.com/episode/2VrcYg41EPaGJmdD12OEKm?si=NUoe11pgTe64FWK-Gbs3nQ

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/13-02-2022—Frustrationsgschwtz-e1eb960

Bauer sucht Kasperl

Das Transferfenster war bereits seit zwei Tagen geschlossen, als der FCA noch einen Wechsel bekannt gab. Am 2.Februar präsentierte uns der Verein Innenverteidiger Maximilian Bauer als Neuzugang für die kommende Saison. Der heute 22jährige Innenverteidiger kommt im Sommer ablösefrei von der SpVgg Greuther Fürth zu uns in die wunderschöne Fuggerstadt, um den nächsten Schritt auf seiner persönlichen Karriereleiter zu machen. Doch wer ist eigentlich Maximilian Bauer? Woher kommt er und wie sieht seine bisherige Vita aus? Wir verraten es euch.

Vertragsunterzeichnung außerhalb des Transferfensters – Geht das überhaupt?

Jedem Fußballfan dürfte bekannt sein, dass die FIFA-Regularien genau vorschreiben, dass der Vereinswechsel eines Spielers nur innerhalb von zwei vom Verband vorgegebenen Transferperioden erfolgen darf. In Deutschland finden diese beiden Fenster in der Regel zwischen dem 01.07 und 31.08 sowie vom 01.01 bis 31.01 statt. Nur in diesem Zeitraum dürfen Spieler verpflichtet werden. Eine Ausnahme bilden hierbei vereinslose Kicker, die zwischen dem Sommer- und Wintertransferfenster jederzeit in einem Verein aufgenommen werden dürfen. Nach dem Deadline-Day am 31.01. entfällt aber auch diese Möglichkeit. Sprich, ein Club muss die Rückrunde so beenden, wie der Kader an jenem Tag gemeldet ist. Wichtig bei einem Wechsel ist außerdem, dass die Spieler bis um 18:00 Uhr am letzten Tag des jeweiligen Fensters an die DFL bzw. ab der 3. Liga an den DFB gemeldet werden müssen.

Im Fall von Maximilian Bauer wurde der Wechsel zwar schon jetzt verkündet, doch der Vertrag beginnt erst ab dem 01.07.2022 zu laufen. Die Möglichkeit, einen Transfer für die nächste Periode bereits vorab bekannt zu geben, hat ein Verein immer. So wurden beispielsweise die Transfers von Rafal Gikiewicz, Tobias Strobl und Daniel Caligiuri ebenfalls vor Beginn des Wechselfensters bekannt gegeben. Und wenn man mal beim großen Nachbarn aus München schaut, dann tüteten diese den Transfer von Dayot Upamecano auch bereits im Februar des vergangenen Jahres ein.

Ein Niederbayer in Mittelfranken

Nach diesem kleinen Exkurs in Sachen Transfers, wenden wir uns jetzt unserem neuen Innenverteidiger ab der kommenden Saison zu. Maximilian Bauer wurde am 09.02.2000 im niederbayerischen Vilshofen an der Donau geboren. An dieser Stelle nachträglich noch herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Seine ersten Eindrücke in Sachen Fußball sammelte Bauer bei der SpVgg Grün-Weiß Deggendorf. Bei diesem Verein, der erst im Jahr 2003 aus einer Fusion zwischen der SpVgg Deggendorf und dem SV Grün-Weiß Deggendorf entstanden ist, durchlief der Innenverteidiger sämtliche Jugendabteilungen bis hin zur C-Jugend. Für diese absolvierte er 17 Partien in der U15- Bayernliga, bevor der damalige Zweitligist Greuther Fürth auf ihn aufmerksam wurde. Auch hier spielte er in der C-Jugend, allerdings einige Ligen höher. Nämlich in der C-Junioren-Regionalliga Süd. Mit dieser nahm er auch am Matthias-Pape-Gedächtnisturnier teil

Der Pape Cup wird im Übrigen jährlich vom 1. FC Magdeburg ausgetragen und ist ein renommiertes Hallenturnier für C-Junioren. Hierbei nimmt nicht nur der Gastgeber und 4 weitere Teams aus der Umgebung, sondern auch noch regelmäßig 15 weitere Vereine aus teilweise ganz Europa teil. Auch der FC Augsburg ist ein gern gesehener Gast und konnte beim 20jährigen Jubiläum dieses Turniers den Pokal sogar mit nach Hause nehmen. Wirft man einen Blick auf die ausgezeichneten Spieler und Torschützenkönige, dann findet man hier einige Namen, die heutzutage aus dem Profifußball gar nicht mehr weg zu denken sind. Toni Kroos (2005), Marc-André ter Stegen (2007), Julian Draxler (2008) und Florian Wirtz (2018) nahmen alle an diesem Turnier teil.

In der Saison 2015/16 stieg Maximilian Bauer schließlich in die B-Jugend auf, für die er 14 Spiele in der Staffel Süd/Südwest der B-Junioren-Bundesliga absolvierte. Hierbei schoss er 3 Tore. Leider schafften es die Fürther trotzdem nicht, die Klasse zu halten und stiegen in die Bayernliga ab. Noch in der gleichen Saison wechselte der Innenverteidiger zu den A-Junioren, für die er bis 2018 in der A-Junioren-Bundesliga kickte. Unter dem damaligen Trainer Josef Steinberger zählte er zum Stammpersonal und konnte auch mit einigen Toren brillieren. Der Name des Trainers sagt euch was? Dann schaut mal, wer heute unsere „Zwote“ coacht. Im Januar 2019 nahm der FC Augsburg den gebürtigen Gottfriedinger unter Vertrag. Aber das nur so am Rande bemerkt.

Der Sprung in den Profifußball

Im Sommer 2018 schaffte Maximilian Bauer schließlich den Sprung in den Profifußball. Er wurde nicht nur für zweite Mannschaft, die in der Regionalliga Bayern spielt, sondern auch gleich für die Zweitliga-A-Mannschaft gemeldet. Sein Debüt im Herrenbereich gab er allerdings für die U23 der Fürther, als er beim 5:1-Erfolg der Franken über den FC Pipinsried über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stehen durfte.

Nur wenige Wochen später durfte er auch gleich mal bei den „Großen“ ran. Am 10.08.2018 waren die Kleeblätter beim FC Ingolstadt zu Gast. Der damals 18jährige Bauer wurde in der 94. Minute für David Atanga eingewechselt und durfte somit wenigstens noch ein paar Augenblicke Profiluft schnuppern. Die Partie endete in einem 1:1-Unentschieden. 10 Tage später lief der Defensivmann auch in der Pokalpartie gegen Borussia Dortmund über 90 Minuten auf, ehe er bei einem Spielstand von 1:1 in der 90 Minute ausgewechselt wurde. So konnte er auch den Siegtreffer von Marco Reus in der 121. Minute nicht verhindern, der den Fürthern den Einzug in die 2. Runde kostete.

Sein erstes Tor schoss das Fürther Eigengewächs am 04.10.2020. In der Zweitligabegegnung gegen die Würzburger Kickers erzielte Bauer den wichtigen Ausgleichstreffer zum 2:2 in der 90. Minute. Der größte Erfolg des Niederbayern dürfte zweifelsohne der Aufstieg in die erste Bundesliga gewesen sein.

Auch auf internationaler Ebene konnte der Innenverteidiger erste Erfahrungen sammeln. Bereits 9 Partien für die DFB-Jugendmannschaften stehen in seinem persönlichen Lebenslauf. Einmal lief er für die U18, 4 Mal für die U19 und ebenfalls 4 Mal für die U21 auf. Für die U19 konnte er sogar einmal einnetzen.

Leistungsdaten im Profibereich

Seit 08.08.2018 gehört Maximilian Bauer offiziell dem Profikader der Spielvereinigung an. Für die Amateure lief der Innenverteidiger in insgesamt 16 Partien auf. 14 Mal in der Saison 2018/19 und zweimal in der Spielzeit 2020/21. Dabei erzielte er ein Tor, was aber für einen Verteidiger nicht unüblich ist.

Für die A-Mannschaft stand er dagegen schon in 66 Spielen auf dem Platz. In seiner Debütsaison durfte er sich insgesamt über 8 Einsätze freuen. Mehr waren es in der Folgesaison 2019/20 auch nicht. Aber seit 2020/21 gehört er zu Trainer Stefan Leitls absolutem Stammpersonal. Im Aufstiegsjahr der Fürther durfte er bei 29 Liga- und 3 Pokalspielen den Strafraum sauber halten. Mit zwei Toren trug er jetzt nicht unbedingt direkt zum Torregen der Kleeblätter bei, die am 34. Spieltag mit 69 Treffern die zweitmeisten Tore in der 2. Bundesliga geschossen hatten. Doch ein Abwehrspieler wird natürlich immer an anderen Werten wie z.B. der Zweikampfquote oder geblockten Bällen gemessen.

Im Sommer kommt dann noch das Rot zum Grün-Weiß dazu (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Im Oberhaus kommt Maximilian Bauer Stand jetzt auf 17 Einsätze über 1.779 Einsatzminuten. Seine Stärke lag vor allem bei Luftkämpfen, von denen er 60,3 Prozent gewinnen konnte. Ligaweit beschert im das einen soliden 49. Platz von allen betrachteten Spielern. Hierbei kommt ihm seine Körpergröße von 1,89 m zugute. Auch im Blocken von Bällen sowie in Zweikämpfen zeigt er durchaus sehenswerte Leistungen. Mit durchschnittlich 0,62 Blocks pro Partie landet er auf dem 60. Rang. Mit seiner Zweikampfquote in Höhe von 55,6 Prozent erreicht er Rang 65 und liegt dabei in etwa im Bereich von Robert Gumny, der derzeit eine Quote von 55,8 Prozent vorweisen kann.

Doch am Besten schneidet der Verteidiger eindeutig bei geklärten Bällen ab. Hier schafft er herausragende 5,06 Bälle pro Spiel und landet damit auf Platz 7 der ligaweiten Tabelle. Nur damit ihr es euch mal einigermaßen vorstellen könnt: Reece Oxford klärt in etwa gleich viele Bälle in einer Begegnung. Er ist derzeit auf Rang 3 mit einem Wert von 5,55. Wenn ich mir vorstelle, was Ox bei uns hinten alles wegbolzt, dann freue ich mich jetzt schon darauf, mit Bauer einen ähnlichen Spielertyp in Augsburg begrüßen zu dürfen.

Verletzungen und Krankheiten

Stand heute blieb der Innenverteidiger von größeren Verletzungen verschont. In seinem bisherigen Karriereverlauf verpasste er bisher nur 12 Spiele über 4 Spielzeiten hinweg. Das waren allerdings alles kleinere Wehwehchen. Eine Knöchel- und Sprunggelenksverletzung hier, einen Brummschädel und eine kleine Oberschenkelblessur da. Auch Corona hat er bereits hinter sich.

Die schlimmste Verletzung zog er sich 2020 am Knie zu. Hierbei fiel er für insgesamt 20 Tage aus. Vom 10.06.2020 bis 30.06.2020, um genau zu sein. In dieser Zeit konnte er 4 Mal nicht für die Fürther auflaufen.

An dieser Stelle möchte ich meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass das Glück ihm auch weiterhin hold bleibt, sodass er ab Sommer bei uns seine Leistungen auf dem Platz zeigen kann.

Mein persönliches Fazit

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Verpflichtung des Fürther Eigengewächses für beide Seiten eine sinnvolle Entscheidung darstellt. Bauer ist noch jung und steckt daher mitten in seiner fußballerischen Entwicklung und hat definitiv noch Luft nach oben. Seine bisherigen Leistungen stimmen mich recht positiv. Zudem kennt er die Liga und weiß daher, auf was er spielerisch besonders zu achten hat. Das finde ich bei einem Wechsel auch immer einen sehr wichtigen Punkt.

Der FC Augsburg ist dafür bekannt, dass er junge Spieler weiterentwickeln kann. Neben Philipp Max, Reece Oxford und Marco Richter, etablierte sich auch Abdul Rahman Baba bei uns zu einem gestandenen Profi. Dieser kam damals auch von der SpVgg Greuther Fürth in unsere schöne Fuggerstadt und wurde zu unserem teuersten Abgang. Überhaupt ist der fränkische Verein dafür bekannt, eine sehr gute Jugendarbeit zu haben. Spieler wie Nicolai Müller, Heiko Westermann, Torsten Oehrl und natürlich David Raum verbrachten alle Zeit in der Fürther Jugendabteilung.

Stimmen zum Wechsel

Der Innenverteidiger erhält einen 5-Jahres-Vertrag bis zum 30.06.2027 und wird im Sommer dem Grün-Weiß der Kleeblätter nun noch das Rot unserer Augsburger hinzu fügen.

„Wir haben seinen Werdegang vom Nachwuchsspieler zum Bundesligaprofi bei der SpVgg Greuther Fürth in den letzten Jahren intensiv verfolgt und sind überzeugt, dass er seine Entwicklung bei uns erfolgreich fortsetzen wird. Daher freuen wir uns, dass wir Maximilian Bauer mit unseren sportlichen Plänen überzeugt haben und er sich für einen Wechsel zum FCA entschieden hat.

Sportdirektor Stefan Reuter über den Transfer von Maximilian Bauer

Natürlich äußerte sich auch der Abwehrspieler selbst zu seinem Wechsel.

Ich bin der SpVgg Greuther Fürth, meinen Mitspielern, den Verantwortlichen und den Fans unheimlich dankbar für die tolle Zeit. Mit dem Wechsel möchte ich mich sportlich und persönlich weiter entwickeln. Der FCA bietet jungen Spielern hervorragende Möglichkeiten, sich sportlich zu etablieren. Daher freue ich mich auf die neue Herausforderung ab der kommenden Saison. „Bevor der Wechsel im Sommer erfolgt, können alle Fürther sicher sein, dass ich weiterhin alles für den Erfolg des Kleeblatts tun werde.

Maximilian Bauer über seinen Wechsel nach Augsburg

Im letzten Spiel für Greuther Fürth darf unser Neuer aber gleich mal an seiner neuen Wirkungsstätte auftreten, denn am 34. Spieltag ist Fürth in unserer heimischen WWK-Arena zu Gast. Eigentlich kann er dann auch gleich da bleiben und mit unseren Jungs den hoffentlich erreichten Klassenerhalt feiern.

Maximilian Bauer unterschreibt in Augsburg

Wir von der Rosenau Gazette freuen uns schon darauf, wenn der gebürtige Niederbayer im Sommer das Kleeblatt gegen die Zirbelnuss eintauscht. Bis dahin wünschen wir Maximilian Bauer alles Gute und viel Erfolg mit den Fürthern. Bleib gesund und zeige weiterhin deine starken Leistungen. Außer natürlich gegen den FCA am letzten Spieltag der Saison 2021/22!

Episode 14: #Fohlengschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Am Samstag steht für unsere Augsburger Jungs die wichtige Partie gegen Borussia Mönchengladbach an. Wer hätte zu Beginn der Saison gedacht, dass das ein richtiger Abstiegsfight werden könnte? Wir zumindest nicht.

In der heutigen Folge geben euch Irina und Birgit einen kleinen Vorgeschmack auf das anstehende Spiel. Natürlich liefern wir euch alles Wissenswerte aus der Pressekonferenz. Außerdem stellen wir uns die Frage, warum Gladbach denn in der Krise steckt. Denn wie Markus Weinzierl ebenfalls anmerkte: Eigentlich gehört Gladbach in die obere Tabellenhälfte. Natürlich dürfen auch die obligatorischen Tipps, unsere Einschätzung der Partie und die potentielle Aufstellung nicht fehlen.

Der zweite Teil lag uns heute besonders am Herzen und hat uns emotional ziemlich mitgenommen. Wir haben uns heute an ein ziemlich sensibles Thema gewagt – das “Haifischbecken Bundesliga”. In den letzten Wochen machte nicht nur die Causa Felix Zwayer sondern auch der Rücktritt von Max Eberl in den Medien auf sich aufmerksam. Hierbei stellen wir euch nicht nur die Geschichten hintern diesen beiden Männern vor. Sondern wir gehen auch noch näher auf andere Fälle ein, in denen Profis dem Druck nicht mehr standhalten konnten. In einer anschließenden Diskussion erläutern wir dann auch die Frage, was sich innerhalb des Geschäfts, aber auch in den sozialen Medien, ändern müsste, um zu verhindern, dass solche Fälle nicht zur Tagesordnung werden.

Hört gerne rein:

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/10-02-2022—Fohlengschwtz-e1e7m4m

Spotify: https://open.spotify.com/episode/5uroz6yW2XgK8MvZX9ElPi?si=CSX3khPJTxCElys-I7ZIog&utm_source=whatsapp

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/590828523/10022022-fohlengschwaetz

Episode 13: #Triumphgschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie groß die Erleichterung bei uns drei Mädels ist, dass der FCA gestern drei hochverdiente Punkte einfahren konnte. Das muss natürlich in einer neuen Folge Puppngschwätz gleich einmal festgehalten werden. Irina und Birgit analysieren dabei natürlich die gestrige Partie, während Franzi noch ein paar Eindrücke aus der Puppenkiste gibt, denn sie war gestern bei dem strahlend schönen Wetter live im Stadion dabei.

Natürlich verraten wir euch auch unsere Meinungen zum Spiel gegen Union Berlin und werfen gleichzeitig noch einen Blick auf unsere Konkurrenten in unserer Kategorie “Die Lage der Liga”. Beim “Fangschwätz” verrät uns zudem FCA-Fan Steffi, wie sie denn das Spiel gesehen hat und ob sie auch so euphorisch ist, wie wir Drei. Ihr wollt Teil des “Fangschwätz” werden? Dann schreibt uns gerne an.

Doch das ist lange noch nicht alles. Wie in unserer Folge #Unionsgschwätz schon erwähnt, wurde der Augsburger Mannschaftsrat neu gewählt. Irina und Birgit haben da mal einen genaueren Blick drauf geworfen und spekulieren ein wenig darüber. Wer könnte unserer Meinung nach dort hinein gewählt worden sein? Wem trauen wir diese Verantwortung zu?

Ihr wollt es wissen? Dann hört rein in unsere Folge #Triumphgschwätz.

Anchor: https://anchor.fm/irina-mira/episodes/06-02-2022—Triumphgschwtz-e1e0tmm

Spotify: https://open.spotify.com/episode/4Q9nkbnREJZ0ZIa1yKFjaZ?si=EpKw9PRXRUubyxbB6Gb0tQ&utm_source=copy-link

Podcast.de: https://www.podcast.de/episode/589637604/06022022-triumphgschwaetz

Episode 12: #Uniongeschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören für alle, die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

Der 21. Spieltag steht vor der Tür und die Länderspielpause hat ein Ende. Eeeeeendlich!!! Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich persönlich vermisse die Bundesliga ganz stark, wenn ein spielfreies Wochenende ansteht. Aber ich habe es ja überlebt.

Bundesliga bedeutet für uns Mädels auch gleichzeitig, dass erneut ein Vorbericht im Puppngschwätz ansteht. Heute mit Irina und Birgit. In unserer neuen Folge schwätzen wir vor allem über die anstehende Partie gegen einen unseren Lieblingsgegner. Nämlich Union Berlin, die bei uns in der heimischen WWK Arena lediglich ein einziges Mal einen Punkt entführen konnten. Hier geben wir euch vor allem einen Einblick über die Ereignisse der Pressekonferenz und wie unsere eigene Einschätzung bezüglich des Spiels ist. Immerhin darf man den FCA vor heimischer Fankulisse niemals unterschätzen.

Auch im heutigen Vorbericht dürfen wir herzlich einen Fan des Gegners begrüßen. Danke noch einmal an Nadine, die uns die Partie aus Sicht der Eisernen geschildert hat.

Doch das ist noch lange nicht alles, denn diese Woche ist doch noch einiges mehr passiert. Ein Abgang, ein sommerlicher Zugang und zwei Profis auf Länderspielreise haben auch noch die Ehre verdient, dass man über sie schwätzt. Und natürlich darf auch unser obligatorische Blick auf die “Lage der Liga” nicht fehlen.

Also hört gerne rein. Wir freuen uns über jeden Einzelnen von Euch!

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Gibt’s was Neues, Herr Weinzierl?

Heute Mittag hatte ich die große Ehre, für die Rosenau Gazette an einer digitalen Medienrunde mit Trainer Markus Weinzierl teilnehmen zu dürfen. Dort stellte sich der Coach vielen interessanten Fragen von mehreren Journalisten. Gerade die aktuell doch eher schwierige Situation stand dabei besonders im Fokus. Doch auch über das morgen anstehende Spiel gegen seinen Ex-Klub Jahn Regensburg und die Lage auf dem Transfermarkt gab es ein wenig zu berichten. Und wer macht Weinzierl eigentlich gerade besonders Sorgen?

Das Debakel von Leverkusen

Natürlich war die Partie am Samstag gegen die Werkself ein unumgängliches Thema, dem sich Markus Weinzierl unweigerlich stellen musste. Auch mir brannte die Frage unter den Fingernägeln, wie sich der Trainer diesen Fehltritt erklärt. Immerhin sind 5 Gegentreffer eine gewaltige Hausnummer, auch wenn ich insgeheim froh bin, dass diese haushohe Niederlage jetzt passiert ist und nicht erst am Ende der Saison. Denn dank der stattfindenden Länderspielpause kann man jetzt gegebenenfalls Änderungen vornehmen oder die Mentalität der Spieler ein wenig aufbauen.

Mehrfach betonte Markus Weinzierl, dass er die Hauptfehlerquelle nicht im angewandten System 442 sieht. Im Gegenteil: Eigentlich ist die Ausrichtung Leverkusens prädestiniert für eine Viererkette. Doch durch zu viele individuelle Fehler, war er dazu gezwungen, die Taktik in ein 532 zu ändern. Aber auch dann lief es nicht besser, sondern man setzte die schlechte Verteidigungsarbeit konsequent weiter fort.

Und genau hier möchte Weinzierl auch ansetzen. Es gilt mehr Konsequenz ins eigene Spiel zu bringen und schlüssige Entscheidungen während einer Partie zu treffen. Noch ist die Lage im Tabellenkeller sehr eng, weswegen noch alles drin ist. Sowohl nach unten, als auch nach oben. Immerhin ist man nur 3 Punkte vom derzeitigen Tabellenzwölften Borussia Mönchengladbach entfern. Diese aber auch alle weiteren direkten Begegnungen in diesem Bereich des Tabellariums finden ja noch statt. Es ist also noch alles drin.

Ein weiteres Problem, das unser Coach sieht, liegt in der Mentalität. Ich denke, jeder von uns hat sich schon gefragt, ob die Leistung unserer Jungs vielleicht Kopfsache ist, denn dass sie auch anders können, haben sie in der Hinrunde ja nicht nur einmal bewiesen. Auch wenn viele Leute gerne sagen, dass in der Mannschaft sehr viel Potenzial steckt, so kann Markus Weinzierl dieses Wort schon bald nicht mehr hören. Immerhin kann ein Mentalitätsproblem die eigentlichen Fähigkeiten gerne einmal aushebeln. Das kennt jeder von uns aus seinem Alltag.

Grund zu lachen hatte Markus Weinzierl am Samstag wahrlich nicht…
(Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

Fakt ist laut unserem Trainer: Es hilft nichts, jetzt wegen einer Partie alles in Frage zu stellen. Man muss es besser machen – sowohl auf jeder Position als auch im Detail.

Anstehende Transfers und erfahrene Akteure

In der Pressekonferenz vor der Partie gegen Bayern 04 Leverkusen deutete Innenverteidiger Felix Uduokhai an, dass man eventuell noch einmal auf dem Transfermarkt nachlegen und einen oder zwei erfahrene Akteure verpflichten solle. Natürlich hakten die Journalisten diesbezüglich noch einmal nach, ob sich auch Markus Weinzierl etwas in dieser Art vorstellen könne.

Hier erhielten wir allerdings eine etwas ausweichende Antwort. Der Kader gegen Bayer sei mit durchschnittlich 23 Jahren einer der Jüngsten überhaupt gewesen. Man stelle sich der Herausforderung, was aber noch nicht ganz gelingt. Weinzierl selbst sei aber sehr für die Förderung junger Spieler und gerade das Beispiel Reece Oxford zeige, dass die Mannschaft auch trotz ihres Alters dem Druck gewachsen ist. Zudem spiele ja nicht immer das gleiche Team und man kann auch selbst mit erfahrenen Leuten aufwarten. Aber das, was momentan eigentlich zähle, seien Punkte und der damit einhergehende Klassenerhalt.

Natürlich blieb die Frage nicht aus, ob man denn noch einmal nachlegen würde, solange das Transferfenster noch offen ist (bis Montag, 31.01.22). Dafür ist Markus Weinzierl aber eigentlich der falsche Ansprechpartner. Aber Stand jetzt geht unser Trainer davon aus, “dass nichts mehr passiert”.

Die Fans kehren zurück

Erst gestern gab der bayerische Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann in Vertretung von Markus Söder bekannt, dass ab dem 27.01.22 bei überregionalen Großveranstaltungen wieder Fans zugelassen werden. Zu 25 % bei einer maximalen Obergrenze von 10.000 dürfen die Stadien in Bayern nun wieder ausgelastet werden.

Eine Tatsache, über die auch Markus Weinzierl sehr froh ist. So froh, dass an dieser Stelle sogar ein Dank an den bayerischen Ministerpräsidenten raus ging. Die Augsburger Fans sind nämlich ein entscheidender Faktor, die dem Team helfen und sie gleichzeitig pushen können. Vor allem dabei, dass die Spieler es somit endlich schaffen könnten, die fehlenden Prozent aus sich heraus zu holen, um eben in die “letzten 3 Prozent zu kommen”.

Baustelle Linksverteidigung?

Wie oben schon erwähnt, trägt der FC Augsburg morgen (27.01.22) ein Testspiel gegen Zweitligist Jahn Regensburg aus. Anpfiff der Partie, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der heimischen WWK Arena stattfindet, ist um 14:00 Uhr. Zu sehen ist das Spiel aber im FCA TV.

Die obligatorische Frage nach dem Personal durfte auch in dieser Medienrunde natürlich nicht fehlen. Angeschlagen ist neben dem am Samstag fehlenden Iago auch wieder Mads Pedersen. Laut Aussage unseres Coaches war er keineswegs fit, als er in der Halbzeit ausgewechselt worden ist. Ebenfalls fehlen wird Freddy Jensen, der nicht nur einen Pferdekuss, sondern auch noch muskuläre Probleme hat. Auch Ricardo Pepi und Carlos Gruezo werden morgen nicht dabei sein, denn beide befinden sich bei ihren Nationalmannschaften.

Bei Letzterem hakte man im Übrigen nach, weswegen er in der Rückrunde noch kein einziges Mal für den Kader nominiert wurde. Dies erklärte Weinzierl damit, dass er nur eine begrenzte Auswahl an Kaderplätzen zur Verfügung stehen habe. Insgesamt dürfen auf der Bank 9 Auswechselspieler Platz nehmen, wovon einer natürlich ein Ersatztorwart sein muss. Bei den Feldspielern bevorzugt es unser Trainer, drei Defensiv- und fünf Offensivkräfte als Ersatz zu haben. Er “muss Entscheidungen treffen”, wen er an einem Spieltag mitnimmt und wen nicht.

Das ist keinesfalls immer einfach. Bei ihm “stehen immer die besten Spieler auf dem Platz”. Das System hängt dabei sehr stark von der Qualität und natürlich auch der Ausrichtung des Gegners ab. Deswegen spielte gegen Leverkusen beispielsweise auch ein Jeffrey Gouweleeuw auf der 6. Aber das nur so am Rande bemerkt.

Augsburger Sorgenkinder

Am Ende der Konferenz wendete sich das Thema leider den beiden Sorgenkindern zu, die beide am Samstag wohl einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten – Robert Gumny und Ruben Vargas.

Dass die Leistung des 23jährigen Polen “nix war”, konnte auch Markus Weinzierl nicht bestreiten. Schon des Öfteren hat der Rechtsverteidiger gepatzt, doch das liegt nicht nur an ihm. “Mehrere Fehler führen zu einem Tor”, so der Trainer, dem aber durchaus bewusst ist, dass diese individuellen Fehler unterbunden werden müssen. Ein Spieler kann ja einen Fehler machen, aber dann darf der darauffolgende nicht auch noch “einen zweiten oben drauf setzen”.

Auch Ruben Vargas scheint derzeit in einem Formtief zu stecken, weswegen Weinzierl ihn gegen Frankfurt und auch gegen Leverkusen auf die rechte Seite zog. Der Zweck dahinter war, dass Ruben mal aus seinem Muster raus kommt und Freiheiten bekommt, sodass er seine Geschwindigkeit ausnutzen und zeigen kann. Gegen die Eintracht sah das auch ganz gut aus. Gegen die Werkself dagegen… Das vergessen wir lieber mal ganz schnell.

Hoffentlich schafft er es bald wieder, sich aufzuraffen…
(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Markus Weinzierl bittet aber darum, dass man nicht vergessen sollte, dass der Schweizer noch ein junger Spieler ist und auch diese machen Fehler bzw. haben immer mal wieder Höhen und Tiefen. Zudem kommt, dass der ebenfalls 23Jährige aufgrund der Europameisterschaft keine ordentliche Vorbereitung gehabt habe. Ruben hat außerdem sehr große Erwartungen an sich selbst, die er natürlich nicht immer bestätigen kann. Und das demotiviert…

Wie geht man nun mit solchen Spielern um? Laut unserem Coach ganz unterschiedlich. Jeder Spieler hat seine eigene Art, wie er Kritik zu hören bekommen muss, um diese anzunehmen und umsetzten zu können. Der eine braucht es ruhig und Selbstvertrauen gebend, der andere will es lieber knallhart und schonungslos.

Fazit

Für mich persönlich war es das erste Mal, dass ich an so einer Veranstaltung teilgenommen habe. Es war wirklich sehr interessant und ich hoffe, dass ich bald wieder einmal die Ehre bekomme. Wirklich viel neues bekam man zwar nicht zu hören, denn das meiste konnte man sich auch so zusammen reimen, wenn man sich die Spiele genauer anschaut. Aber auch damit habe ich gerechnet, denn gerade in der Öffentlichkeit will und muss der Verein ja auch ein gutes Bild abgeben. Ich kann nur hoffen, dass man trotzdem die Fehler erkannt hat und an diesen in der Länderspielpause arbeitet.

Bis diese endet, dürfte uns aber sicherlich auch nicht langweilig werden. Immerhin steht noch einiges an. Das Testspiel gegen Regensburg und natürlich der bekannte Deadline Day. Wir dürfen gespannt sein, ob sich auf dem Transfermarkt wirklich nichts mehr tut, wie Markus Weinzierl gesagt hat, oder ob man uns wie in den Jahren zuvor ein bisschen an der Nase herum führt. Denn da hieß es ja auch immer: Es passiert nichts mehr! Und etwas Neues gab es dann doch immer zu berichten. In dieser Transferperiode hoffentlich auch nochmal…

Episode 9: #Katastrophengeschwätz

Wir drei Mädels, das sind Birgit, Franzi und Irina, haben uns über die Rosenau-Gazette kennengelernt und pflegen seit jeher eine rege Diskussionkultur in und um Spieltagen zum sportlichen Geschehen des FCA. Irgendwann, so kurz vor Weihnachten des zurückliegenden Jahres, kam dann die Idee auf, warum nicht dieses #Gschwätz vertonen? Die Puppn, das sind wir drei und steht zudem für unsere altehrwürdige Augsburger Puppenkiste. Und Gschwätz? Das bedeutet dann doch einfach nur Klatsch und Tratsch im schwäbischen Sprachgebrauch. Zusammen ergibt es das Puppngschwätz, den FCA Podcast von drei Augsburger Mädels – zum Reinhören, für alle die es mit dem geilsten Club der Welt halten oder einfach nur Lust auf einen Plausch unter Sportskameradinnen haben.

In der mittlerweile 9. Folge unseres Podcast “Puppngschwätz” wissen wir – Irina, Franzi und Birgit – immer noch nicht, was wir zu der gestrigen Schmach überhaupt sagen sollen. Eine Katastrophe trifft es wahrscheinlich ganz gut. Noch immer sitzt der Schmerz bei uns allen Dreien ziemlich tief, weswegen wir auf eine ausführlich Analyse der einzelnen Spielszenen verzichtet haben. Allerdings durchleuchten wir, woran es denn liegen könnte, dass die Jungs ihr sicher vorhandenes Potential nicht auf den Platz bringen konnten. Ist es der Trainer? Die Stimmung im Team? Oder doch vielleicht das falsche Spielsystem?

Dass es so nicht weitergehen kann, da ansonsten mindestens der Relegationsplatz wenn nicht gar der Abstieg droht, dürfte allen klar sein. Aus diesem Grund stellen wir Mädels uns daher der Frage, ob es nun irgendwelche Konsequenzen geben könnte bzw. muss. Und natürlich auch wie diese aussehen könnten. Immerhin steht die Länderpause vor der Tür. Eine Phase, in der man theoretisch schon irgendwelche Veränderungen oder Maßnahmen durchziehen könnte. Wie diese unserer Meinung nach aussehen könnten, haben wir ebenfalls besprochen.

Als letztes durften wir noch Anki bei unserem “Fangschwätz” begrüßen. Gleich nach Abpfiff hat sie ihre Ansicht übermittelt. Auch sie war aufgrund dieses Katastrophenspiels mehr als geschockt und beinahe genauso verzweifelt wie viele Fans unseres geliebten FCA.

Hört gerne rein: Anchor, Spotify

Jahresrückblick 2021 – zweite Jahreshälfte

Das Jahr 2021 war ein Jahr voller Emotionen. Wie Irina im ersten Teil unserer kleinen Rückblicksreihe schon so passend beschrieben hat, gab es neben den sportlichen Ereignissen auch noch ziemlich viel Trubel auf und neben dem Platz. Dies setzte sich auch in der zweiten Hälfte des Jahres fort. Freud und Leid gaben einander die Hand, denn neben unglaublichem Verletzungspech beschäftigte uns zusätzlich noch das leidige Thema Corona immer wieder. Aber auch wenn gerade der Start in diese ziemlich holprig war, gab es doch stellenweise großen Anlass zu jubeln. Lest hier nun, was sich in der Hinrunde alles zugetragen hat.

Vielversprechende Vorbereitung

Ich gebe hiermit offiziell zu, dass auch ich voller Hoffnung der Hinrunde 2021/22 entgegen blickte. Schlimmer als die teilweise desolaten Leistungen in der vorherigen Rückrunde konnte es ja wohl auch kaum werden. Ich erinnere hierbei nur ungern an das 0:3 gegen Köln bereits zur Halbzeit. Zudem hatte man mit Markus Weinzierl nun unseren Leistungstrainer zurück geholt und auch die Verpflichtung von Niklas Dorsch stimmte nicht nur mich sondern auch viele Fans sehr mutig.

Auch die Testspiele in der Sommerpause konnten sich durchaus sehen lassen. Mit Mut, Wille und Kampfgeist schaffte man im Testspiel gegen den HSV ein 2:2. Und das, obwohl man sich erst wenige Tage in der Vorbereitung befand, während die Hamburger bereits kurz davor waren, in die neue Saison zu starten. Das gleiche Ergebnis erzielte man auch gegen den aserbaidschanischen Erstligisten Qarabag FK. Mein persönliches Highlight der Vorbereitung war allerdings das Spiel gegen Paris Saint Germain. Natürlich lief hierbei gefühlt nur die B-Elf des französischen Topclub auf, dennoch zeigte unser Team einen wahren Fight auf dem Platz. Zwar verlor man die Partie leider durch ein spätes Eigentor durch Kapitän Jeffrey Gouweleeuw, doch mit solch einem kämpferischen Auftritt brauchte man sich in der Liga definitiv nicht verstecken. Zumindest dachte ich zum damaligen Zeitpunkt noch so.

Die Generalprobe vor Saisonauftakt gegen Cagliari Calcio am 31.07.2021 gewann der FCA sogar mit 3:1. In der ersten Halbzeit spielten die Jungs den Gegner beinahe schwindelig. Nach gerade einmal 40 Minuten stand es bereits 3:0 durch Tore von André Hahn, Freddy Jensen und Ruben Vargas. Kein Wunder, dass man in der 2. Hälfte das Gas raus nahm und stattdessen noch einigen Jungspielern Spielpraxis gewährte. Darunter Neuzugang Lasse Günther und die Eigengewächse Maurice Malone, Kilian Jakob und Aaron Zehnter. U23-Spieler Dominic Schmidt durfte bereits in der 22. Minute für den verletzten Jeff auflaufen, dessen Adduktorenverletzung der Wehrmutstropfen dieser wirklich spritzigen Partie war.

Freier Fall von Wolke 7

Zum Auftakt der Pflichtspielreise ging es an die wunderschöne Ostseeküste zum Greifswalder FC. Gerade zu Beginn der Partie hatten die Augsburger einige Probleme, denn der Fünftligist gab ordentlich Gas. Er konnte in der 2. Minute überraschend in Führung gehen und schaffte in der 69. Minute sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2. Doch am Ende zog der FC Augsburg durch ein 2:4 in die zweite Runde des Pokals ein und gab nur zwei Tage später das überraschende Tauschgeschäft bekannt, mit dem wohl keiner gerechnet hatte.

Eigengewächs Marco Richter würde den Verein nach vielen Jahren verlassen, während U21-Europameister Arne Maier den Platz neben seinem Kompagnon Niklas Dorsch in der Augsburger Schaltzentrale einnehmen sollte. Mich persönlich freute das sehr, denn während der Europameisterschaft habe ich insgeheim mit diesen beiden Spielern geliebäugelt. Dass Stefan Reuter die dann tatsächlich verpflichtet, war schon eine ziemliche Überraschung.

Dann war es schließlich soweit… Am 14. August konnte ich endlich die magischen Worte beim morgendlichen Frühstück aussprechen: “Schatz… Bundesliga geht wieder los!” Ich freute mich auf die Partie gegen Hoffenheim und hatte nach den doch vielversprechenden Leistungen in der Vorbereitung ziemlich optimistisch ein 2:1 für unsere Fuggerstädter getippt.

Ich wurde noch NIE so unsanft von Wolke 7 herunter gerissen wie an jenem Tag, denn es setzte zum Auftakt der Hinrunde eine 0:4-Klatsche im eigenen Stadion. In der 37. Minute gingen unsere Jungs in Rückstand und versuchten zwischenzeitlich den Ausgleich zu erzielen. Versuchen ist gut gesagt, denn im ganzen Spiel brachte man gerade einmal 7 Torschüsse zustande. Und die letzte Viertelstunde verpennte man mal vollkommen, denn ab der 79. Minute machte es dreimal PENG und schon fand man sich auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Stellenweise zum Verzweifeln

Zurück auf dem Boden der Tatsachen, ging es am darauffolgenden Wochenende an den Main. Und da es gegen Frankfurt kein Spiel gibt, in dem Martin Hinteregger nicht im Fokus eines Geschehens steht, war es kein Wunder, dass auch hier etwas passierte. In der 17. Minute musste nämlich gleich mal Florian Niederlechner mit einer Gehirnerschütterung vom Platz. Das würfelte unsere Offensive natürlich durcheinander und nach vorne ging ab diesem Zeitpunkt gar nichts mehr. Der FCA verteidigte sich zu einem 0:0-Unentschieden. Defensiv war diese Partie wirklich eine Meisterleistung, aber sie zeigte auch, dass man dringend einen neuen Stürmer brauchte.

Der kam dann auch in Form von Andi Zeqiri, aber erst nachdem man sich erneut zuhause 1:4 von Hassgegner Leverkusen hat abschießen lassen. Ich glaube, das war für mich das frustrierendste Spiel der ganzen Hinrunde. Und da gab es einiges zur Auswahl. Doch mit anzusehen, wie man sich in der ersten Viertelstunde gleich zwei Buden selbst einschenkt – durch Iago und Flo Niederlechner – dann nach Anschluss dem Unentschieden hinterher rennt und wieder einmal die letzte Viertelstunde verschläft, war wirklich zum Schreien! Oder eher nicht, denn auf der UBT war es nach dem 1:4 wirklich totenstill.

Am 4. Spieltag ging es gegen Union in die alte Försterei. Durch viel Latten- und Pfostenglück und eine herausragende Leistung beider Keeper, endete auch dieses Spiel 0:0. Es war ein Unentschieden der besseren Sorte, denn es hätte auch gerne 3:3 ausgehen können. Neuzugang Andi Zeqiri durfte nach gerade einmal einer Trainingseinheit mit dem Team schon sein Debüt zeigen und legte eine ansprechende Leistung an den Tag.

Eine Woche später hieß es dann “ENDLICH JUBELN”. Gegen wenig einfallsreiche Gladbacher konnte man den ersten 3er der Saison einfahren. Die Erleichterung, die sich im Moment des Abpfiffs in mir breit machte, war gewaltig. Wieder hatte der FCA eine starke Defensivleistung gezeigt, doch ein perfekt ausgespielter Konter über Ruben Vargas reichte, um am Ende mit 1:0 als Sieger vom Platz zu gehen. Doch gleich am nächsten Spieltag setzte es erneut eine Watschn, die sich gewaschen hatte. 3:0 in Freiburg, mehr sag ich nicht.

Die erste Halbzeit war kompletter Angsthasenfußball.

Florian Niederlechner über das Spiel in Freiburg

Mit einem unguten Gefühl sah man daher der Partie gegen Borussia Dortmund entgegen. Zwar war Kapitän Jeffrey Gouweleeuw mittlerweile wieder genesen, doch der sorgte gleich mal kurz nach Anpfiff für einen Elfmeter für die Hausherren. Doch zur großen Überraschung glich Andi Zeqiri noch vor der Halbzeit per Abstauber aus. Der FCA lieferte den Dortmundern einen Kampf, der sich wirklich sehen lassen konnte, doch am Ende verlor man mehr als nur knapp mit 2:1, da leider der 2:2 Ausgleichstreffer von ebenfalls Zeqiri nicht gegeben wurde. Zurecht, wie ich aber hinzufügen möchte.

Im darauffolgenden Heimspiel verschenkten unsere Jungs aber zwei Punkte, die durchaus wichtig gewesen wären. Aber wenn man halt immer knapp im Abseits steht, dann darf man sich am Ende nicht wundern, wenn die Partie gegen einen direkten Konkurrenten halt nur 1:1 ausgeht. Trotzdem fuhr man voller Hoffnung zum nächsten Gegner auf Augenhöhe. Doch ich glaube, das 4:1 für Mainz 05 vergessen wir lieber wieder ganz schnell. Nur so viel dazu: Statt der letzten schienen wir zu jenem Zeitpunkt der Saison gerne die erste Viertelstunde eines Spiels zu verpennen.

Der Überflieger der Hinrunde “Air Ox” (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Kehrtwende Pokal

Am 27.10.2021 kam schließlich der Wendepunkt, würde ich sagen. Der FCA musste im Pokal beim Aufsteiger VfL Bochum ran. Wieder einmal war es eine erste Halbzeit zum Vergessen, doch plötzlich ging ein gewaltiger Ruck durch das Team und man glich in der zweiten Hälfte den 2:0 Rückstand aus. Zwar schied man am Ende leider im Elfmeterschießen aus, aber ab jenem Zeitpunkt bekam man doch einen anderen Auftritt des FC Augsburg zu sehen.

Hatte man bis zum 9. Spieltag der Hinrunde nur 6 Punkte in der geholt, sammelten unsere Fuggerstädter in den kommenden 8 Partien gleich mal doppelt so viele – 12 Stück. Den Startschuss lieferte hierbei das Schwabenderby. Obwohl man wieder einmal in den ersten 15 Minuten einen unnötigen Gegentreffer kassierte, schossen Oxford, Gouweleeuw, Niederlechner und Finnbogason den VfB Stuttgart mit 4:1 aus der heimischen WWK.

Nach einer 1:0-Niederlage bei den Wölfen, gastierte schließlich der Rekordmeister im Augsburger Schwabenländle. Alle rechneten mit einer haushohen Niederlage, doch das “Wunder der Hinrunde”, das an jenem Abend passierte, lässt sich auch heute noch kaum mit Worten beschreiben. Durch Tore von Mads Pedersen und André Hahn ging unser FCA mit 2:0 in Führung und zeigte nach Bayerns Anschlusstreffer eine hervorragende Defensivleistung. Drei hochverdiente Punkte blieben am Ende in der Fuggerstadt. Punkte, mit denen absolut niemand gerechnet hat!

Gegen die Alte Dame aus Berlin wurde es am 13. Spieltag richtig eng. Ausgerechnet Marco Richter hatte die Hertha in Führung gebracht, doch ein Spiel dauert nun mal 90 Minuten PLUS Nachspielzeit. Und da man einen Michael Gregoritsch niemals abschreiben sollte, freut es mich besonders, dass er in der 97. Minute noch den Ausgleich erzielte. Schade ist allerdings, dass man das in der folgenden Partie gegen Bochum nicht auch schaffte. Aber nach 3 Gegentoren in der ersten Halbzeit, dürfen wir wohl froh sein, dass das Spiel nur 2:3 ausgegangen ist.

Gegen Köln hatte ich kein so gutes Gefühl, denn immerhin waren die Geißböcke in der Hinrunde noch ungeschlagen in ihren Heimpartien. Aber der FCA zeigte eine TIERISCH gute Leistung und gewann am Ende verdient mit 0:2. Das Highlight der Partie dürfte dabei der Kracher von Dorschi aus ca. 30 Metern gewesen sein, mit dem er sein erstes Tor für Rot-Grün-Weiß erzielte.

Was für ein Strahl!!!

Einen ähnlich starken Auftritt legten unsere Jungs auch zuhause gegen die Bullen aus Leipzig hin und sammelte dabei einen hochverdienten Punkt. Die Partie gegen Greuther Fürth gab der Hochstimmung allerdings einen kleinen Dämpfer. Es wäre so viel drin gewesen. Man hätte mit einem Sieg 20 Punkte eintüten und einen Sprung nach oben in der Tabelle machen können. Aber alles Hätte, Wäre, Wenn hilft jetzt nichts, denn am Ende sah man ein 0:0 der schlechten Sorte.

Und damit war die Hinrunde auch schon wieder vorbei, wobei ich persönlich schon noch positiv gestimmt bin. Zwar hat man Stand jetzt nur 18 Punkte und ein Torverhältnis von -9, aber bisher hat unser FCA es immer geschafft die Klasse zu halten. Natürlich wird es wahrscheinlich wieder eng und spannend – ZU spannend – doch wir befinden uns erst bei Saisonmitte. Es sind noch 51 Punkte auszuspielen und ich bin mir sicher, dass man noch einige davon holen wird.

Verletzungs- und Krankheitssorgen

Bevor ich noch einen kleinen Blick auf die Daten werfe, sei hier noch erwähnt, dass es der FC Augsburg in der Hinrunde nicht einfach hatte. Gefühlt war in jeder Woche irgendein wichtiger Spieler verletzt oder krank. Vor allem unsere Innenverteidigung hat es dabei ziemlich schwer erwischt. Zuerst fiel Jeff aus, dann Felix Uduokhai. Auch unser neues Juwel Reece Oxford hatte zwischendurch mit einer Verletzung zu kämpfen, bevor auch noch das böse Coronavirus zuschlug. Zwischenzeitlich hatte man mit Frederik Winther nur einen nominellen Innenverteidiger im Kader, sodass Robert Gumny ins Zentrum rücken musste.

Die defensive Abteilung schien in der Hinrunde wahrlich vom Pech verfolgt zu sein, denn auch Jan Morávek und Carlos Gruezo hatten ordentlich zu kämpfen. Niklas Dorsch und Arne Maier kränkeln leider auch des Öfteren. Und dazu kommt auch noch der Kreuzbandriss von Tobias Strobl, der sein vorzeitiges Saisonaus besiegelte.

Auch in der Offensive hatte man es in dieser Hinrunde wahrlich nicht leicht. Alfred Finnbogason kommt in dieser Saison auf gerade einmal 5 Einsätze über 274 Spielminuten. Ähnlich erging es Florian Niederlechner, der sich zuerst einer Leistenoperation unterziehen und schließlich auch noch wegen einer Mittelfußverletzung pausieren musste. Dann erkrankte auch noch Ruben Vargas an Corona und Andi Zeqiri verletzte sich an der Hüfte.

Es bleibt daher nur zu hoffen, dass es in der Rückrunde in diesem Punkt besser läuft, denn man braucht nun einmal jeden einzelnen Spieler im Kader. Wenn diese Pechsträhne endlich reißt, dann bin ich sicher, dass auch endlich wieder mehr Ruhe in den Kader kommt.

Datenspielchen

Wer mich kennt, der weiß, dass ich Daten liebe. Ich schaue mir gerne die Fakten einer Partie an, da es sehr viel über den Verlauf einer Saison aussagen kann. Das habe ich auch in der Hinrunde gemacht und es gibt wirklich einige Punkte, die zeigen, dass der FCA noch einiges zu tun hat.

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: der Torausbeute. 17 Tore in 17 Spielen sind einfach zu wenig. Das bedeutet zusammen mit dem VfL Wolfsburg den viertschlechtesten Wert der Liga. Auch was die Torschüsse angeht, kann man noch zulegen, denn mehr Schüsse bedeutet mehr Tore in der Regel. Durchschnittlich 10 Mal schießen die Augsburger pro Partie auf den gegnerischen Kasten. Der Ligadurschnitt liegt bei 13 Schüssen. Bester Torschütze ist im Übrigen Florian Niederlechner mit bisher 3 Saisontoren.

Einzig und allein in den Punkten Laufleistung, Fehlpässen und Ecken ist der FC Augsburg besser als der Durschnitt. Besorgniserregend sind vor allem die Zweikampfquote, die bei gerade einmal 47 Prozent liegt und damit 3 Prozentpunkte schlechter als der Mittelwert ist. Noch schlechter sieht es in puncto Pässe und Passquote aus. Gerade einmal 70 Prozent der 321 abgespielten Bälle kommen beim eigenen Mann an. Das sind ganze 7 Prozent weniger als die Liganorm. Die mit Abstand besten Passwerte zeigten übrigens Niklas Dorsch und Reece Oxford mit 88,0 bzw. 86,1 Prozent.

Fazit

Wie schon das komplette Jahr 2021 war auch die Hinrunde ein ständiges Auf und Ab. Doch der Trend geht eindeutig ins Positive. Immerhin holte man in den letzten acht Spielen doppelt so viele Punkte wie in den ersten 9 Partien. Natürlich sollte man noch an einigen Punkten wie Passspiel und Zweikampfeffektivität arbeiten, aber so etwas muss in einem Verein ständig gemacht werden. Vielleicht sollte man auch über den einen oder anderen Transfer nachdenken, der die Lücken im Kader noch schließen würde. Spontan fällt mir da die rechte Seite ein, die doch stellenweise sehr wackelig war. Aber hierzu bekommt ihr in Kürze sicherlich etwas in der Rosenau Gazette zu lesen.

Einige Highlights hielt die Hinrunde aber trotzdem bereit. Beispielsweise die Partie gegen den FC Bayern, bei der wohl niemand damit gerechnet hat, dass ausgerechnet die Fuggerstädter gewinnen. Das zeigt aber auch, dass man den FCA niemals unterschätzen darf und alles möglich ist. Auch dass der in den letzten Jahren viel umstrittene Reece Oxford einen solchen Sprung gemacht hat, ist mehr als nur erfreulich. Aber am schönsten war für mich jene Aktion, die alles ausstrahlt, was unseren FC Augsburg ausmacht: Zusammenhalt, Teamgeist und eine große Familie zu sein:

Mein persönliches Highlight der Hinrunde!

Alles in allem kann man festhalten, dass die Rückrunde wieder einmal sehr spannend werden dürfte. Ein Wermutstropfen ist dabei das Fehlen der Fans, die wohl noch länger auf einen Gang ins Stadion werden verzichten müssen. Für unsere Jungs ist das sicher nicht leicht, denn wie sie immer wieder betonen, brauchen sie unsere Unterstützung, um ihre perfekte Leistung abrufen zu können. So gesehen gegen den FC Bayern, die einzige Partie, die vor ausverkauftem Haus stattfand und in der der FCA alles rein warf, was ging.

Ich persönlich habe die Hoffnung definitiv noch nicht aufgegeben, dass wir es auch in diesem Jahr schaffen werden, die Liga zu halten. Immerhin sind wir der FCA und wir haben es doch bisher immer geschafft, oder? Auch wenn es noch so eng und spannend wird, aber alles andere wäre doch auch langweilig. Drücken wir unseren Fuggerstädtern die Daumen, dass wir vom Pech verschont bleiben, sodass wir uns am Ende über unser 12. Jahr in der Bundesliga freuen dürfen. Vielleicht unter dem Motto: Zusammen mit dem 12. Mann im Rücken!

Advent, Advent – Das erste Türchen

Von draus vom Schwabenländle komm ich her und ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr… Oder wohl eher bald. Ja, Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und ich kann kaum glauben, dass das Jahresende naht. Wo ist die Zeit nur hin? Es war ein Jahr voller Aufs und Abs und gerade was unseren FCA betraf, mussten wir Fans schon das eine oder andere dicke Fell an den Tag legen. Doch Weihnachten bedeutet auch, dass sich das Team der Rosenau Gazette gerne etwas Besonderes ausdenkt. In diesem Jahr ist es nicht nur eine Adventskalender-Aktion, die ihr ab dem 01.12.2021 auf unserer Facebook-Seite findet, sondern auch eine kleine Serie mit dem Titel „Was ich mir vom FC Augsburg zu Weihnachten wünsche“. Und genau dazu möchte ich jetzt den Anfang machen.

Klassenerhalt und Punkte? Muss nicht sein…

Natürlich könnte ich es mir jetzt einfach machen und sagen, die Fuggerstädter mögen uns doch allen im neuen Jahr viele Punkte und den vorzeitigen Klassenerhalt unter den Christbaum legen. Das ist natürlich das, was sich jeder FCA-Fan – mich eingeschlossen – zu Weihnachten wünschen würde. Wir wollen mit unserem Herzensverein jubeln, lachen und vor Freude weinen, wenn es heißt „Auf geht’s in 12. Jahr Bundesliga“. Dies wäre natürlich schon eine kleine Sensation, denn gefühlt jeder Experte auf diesem Planeten hat uns beim Aufstieg im Jahr 2011 einen recht zügigen Abstieg voraus gesagt. So auch Ex-Präsident Walther Seinsch.

Mir kommen immer die Worte von Walther Seinsch in den Kopf, der mir sagte: ‘Herr Reuter, so groß ist der Druck nicht. Wir werden in den nächsten fünf Jahren definitiv zweimal absteigen. Das ist gar nicht zu verhindern, wenn man sich die Budgets in der Liga anschaut.’

Stefan Reuter beim Klassenerhalt im Jahr 2020 nach dem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf

Wie wir alle wissen, strafen wir eben jene Experten Jahr um Jahr Lügen. Doch wenn ich ehrlich bin, dann ist der Klassenerhalt gar nicht mein allergrößter Wunsch. Natürlich würde ein Abstieg weh tun, aber ich würde den FCA auch in jeder anderen Liga verfolgen und ins Stadion gehen. Sei es jetzt 2., 3. oder Regionalliga. Mein Herz gehört den Augsburgern und nichts und niemand kann mich davon abbringen.

8 kleine Dinge

Was ist es also dann, was ich gerne unter dem Baum sehen würde? Einen neuen Spieler vielleicht, der uns mit 15 Toren in der Rückrunde beglückt? Natürlich wäre das toll, aber es sind bekanntlich die kleinen Dinge im Leben, die einen glücklich machen. Sachen wie Liebe, Freundschaft, Gesundheit und Glück. Dinge, die nichts kosten. Und genau so etwas wünsche ich mir von unseren Jungs.

Z – Zusammenhalt auf und neben dem Platz

Sprich, gemeinsam durch die größten Unwetter zu ziehen, ohne dabei jemandem im Regen stehen zu lassen. Alleine kann ein einzelner Spieler zwar stark sein, doch nur als Team ist man unschlagbar.

U – Das Unmögliche möglich machen.

Einer meiner größten Wünsche ist es, dass die Jungs in jeder einzelnen Sekunde zeigen, dass sie niemals aufgeben und selbst die größten Gegner schlagen können, wenn sie nur an sich glauben. Beispiele hierfür gibt es zahlreiche. Als sicher geglaubter Absteiger schaffte man es, am Ende der Saison 2014/15 in die Europa League einzuziehen. Oder als Marwin Hitz bei einer fast schon besiegelten Niederlage gegen Leverkusen bei einer Ecke mit nach vorne ging und in der 94. Minute den Ausgleich schoss. Und auch die „großen“ Gegner Bayern und Dortmund haben die Jungs schon in ihre Schranken gewiesen. Warum also nicht auch im Jahr 2022?

S – Spirit!

Kampfgeist… Eine unserer stärksten Tugenden, die in den letzten beiden Jahren leider etwas verloren gegangen ist. Der FCA war als ekliger Gegner bekannt, der genau da hin ging, wo es weh tut. Kein Gegner spielte gerne gegen die Augsburger Jungs, da eben jener Spirit die anderen Mannschaften gerne zur Verzweiflung brachte. Genau diesen Willen und diese Kraft wünsche ich mir erneut zu sehen.

A – Die Augsburger Tugenden wieder zum Leben erwecken

Wie eben schon erwähnt, sind die Tugenden, die uns immer ausgemacht haben, leider in den letzten schwierigen Jahren etwas verloren gegangen. Doch wenn jemand diese lebt und sie in den Jungs erneut entfachen kann, dann ist es unser Coach Markus Weinzierl. Die Ansätze zu einem kämpferischen Fußball konnte man bereits in einigen Partien in der Hinrunde sehen. Beispielsweise gegen Dortmund, als man auch nach dem 2:1 nicht aufgab und noch versuchte, den Ausgleichstreffer zu machen. Wille, Kampfgeist, Mut und eine Familie zu sein, das machte den FC Augsburg immer aus und genau das will ich wieder sehen. Vor allem konstant über die vollen 90 Minuten und nicht erst, wenn man wieder mal in der ersten Viertelstunde einen Gegentreffer kassiert hat. Wenn das zu Weihnachten unter meinem Christbaum liegen würde, dann würde ich mich freuen wie ein kleines Kind.

M – Mut

Dass die Augsburger Jungs mutig und giftig aufspielen können, wissen wir. Allerdings haben sie das in den letzten Monaten, wenn nicht gar Jahren, doch ziemlich vermissen lassen. Wie oft hat man sich hinten rein gestellt und versucht, so lange wie möglich die Null zu halten? Zu oft, denn diese defensive Spielweise passt eigentlich so gar nicht zu unseren Eigenschaften. Selbst Florian Niederlechner hat das nach der Partie gegen SC Freiburg kritisiert. „So kannst du in der Bundesliga nicht spielen“, sagte er nach Abpfiff. Also wird es Zeit, das zu ändern, würde ich sagen. Zeigt, was in euch steckt und werdet zu dem, was euch immer ausgemacht hat!

M – Motivation

Dieses „Geschenk“ geht Hand in Hand mit Mut, Willen und dem Kampfgeist, den ich mir bereits gewünscht habe. Ein jeder wünscht sich, dass die Mannschaft zeigt, dass sie richtig Bock hat. Bock darauf zu gewinnen, Bock darauf Punkte einzufahren und Bock darauf den Gegner zu ärgern. Natürlich wird keine Partie ein Kinderspiel, denn die Gegner spielen ja auch noch mit. Doch wie sagte bereits Aristoteles? „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ Wichtig ist nicht, ob andere – Presse und Experten – an unsere Jungs glauben, sondern dass sie es selbst tun. Sie müssen an sich glauben, dass sie es schaffen, auch das eine oder andere „Wunder“ zu vollbringen und genau das über 90 Minuten zeigen.

E – eine Einheit sein

Michael Jordan ist wohl eine der berühmtesten Basketballlegenden. Ja, ich weiß, beim FC Augsburg geht es um Fußball, aber Jordans bekanntes Zitat lässt sich sehr gut auch hierauf übertragen.

„Talent gewinnt Spiele, aber Teamwork und Intelligenz gewinnt Meisterschaften“.

Gut, es dürfte relativ schwer werden, den FC Bayern in den nächsten Jahren vom Thron zu stoßen. Doch worauf ich eigentlich hinaus möchte, ist, dass Teamwork in einem Mannschaftssport wie Fußball unabdinglich ist. Man gewinnt zusammen und man verliert zusammen. Man kann auch als kleines Team das Unmögliche erreichen, wenn man zusammen hält und einer für den anderen kämpft. Und genau das wünsche ich mir von unserem FCA zu Weihnachten. Ich möchte, dass sie auf dem Platz zeigen, dass sie zusammen stark sind und das in jeder einzelnen Sekunde.

N – Niemals aufgeben!

Im Fußball gibt es wie im normalen Leben auch den einen oder anderen Rückschlag. Da reißt man sich über weite Strecken einer Partie den A**** auf, nur um am Ende doch mit leeren Händen nach Hause zu gehen. So gesehen im Spiel gegen Wolfsburg, wo zumindest der Ausgleich noch mehr als verdient gewesen wäre. Genau in solchen Augenblicken ist es wichtig, sich nicht hängen zu lassen, sondern weiter zu machen, weiter zu kämpfen, den Kopf oben zu halten. Die stärksten Menschen sind nicht die, die immer gewinnen, sondern die, die niemals aufgeben, auch wenn sie verloren haben. Sei es jetzt ein Spiel oder eine ganze Serie von Niederlagen… Aufstehen, Mund abwischen, weitermachen!

Ein Team, eine Einheit – ZUSAMMEN! (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

ZUSAMMEN

Was ich mir also von unserem FCA zu Weihnachten wünsche, ist ein großes ZUSAMMEN. Zusammenhalt, Zusammenarbeit, Zusammengehörigkeit… Sowohl innerhalb des Teams als auch mit den Fans, die immer hinter dem Verein stehen werden. Einer für alle und alle für einen, denn nur gemeinsam ist man wirklich stark! Und wie sagte Markus Krapf, ehemaliger Geschäftsführer des FC Augsburg, in der Dokumentation „15 Jahre Profifußball – unser Weg nach oben“ so schön?

„Und deswegen glaube ich, dass das F in FCA tatsächlich schon für Familie steht.“

Markus Krapf in der Kurzdokumentation “15 Jahre Profifußball – unser Weg nach oben”

Wenn der FC Augsburg es schaffen würde, mir dieses Geschenk unter meinen Baum zu legen, dann wäre ich der glücklichste Mensch der Fußballwelt. Und dann bin ich mir auch sicher, dass wir im Sommer auch über das 12. Jahr in der Bundesliga jubeln dürfen, auch wenn das für mich tatsächlich nur nebensächlich ist. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die wirklich zählen, denn nur mit ihnen kann man auch die großen Ziele auch erreichen.

Ein kleiner Blick ins Hinterstübchen

Weihnachten ist das Fest der Liebe und auch ich werde die Feiertage zusammen mit meinen Liebsten genießen. Seit Jahren haben wir gewisse Traditionen, an denen wir stets festhalten.

Der Heiligabend ist zum Beispiel ganz meinen Kindern und meinem Mann gewidmet. Besonders schön finde ich dabei die Vorfreude aufs “Christkind”, denn gerade meine Jüngsten glauben noch ganz fest daran. So wird der Weihnachtsbaum bereits am Abend des 23. Dezember geschmückt, wenn die Kleinen schon im Bett sind. Und wenn sie am nächsten Morgen aufstehen, dann sind sie immer ganz begeistert, dass die Engel in der Nacht bei uns waren. Tagsüber schauen wir gerne die einen oder anderen Weihnachtsfilme an – Kindheitserinnerungen lassen grüßen – bevor wir schließlich gemeinsam alles für das jährliche Fondue vorbereiten. Danach steht dann natürlich die Bescherung an.

Ganz ohne FCA geht es aber auch an diesem Tag nie, denn meine Kids haben eindeutig mein Fußball-Gen vererbt bekommen und wünschen sich immer irgendwas vom FCA. Mein Jüngster bekommt daher zum Beispiel ein T-Shirt geschenkt und mein älterer Sohn hat sich ein personalisiertes Torwarttrikot gewünscht. Es ist nämlich sein größter Traum einmal zwischen den Pfosten des FC Augsburg zu stehen wie sein Vorbild Rafal Gikiewicz. Ob es soweit kommt, werden wir noch sehen, aber bis dahin erfülle ich ihm natürlich seinen Wunsch und lasse ihm vom “Christkind” das grüne Trikot mit seinem Namen drauf unter den Baum legen.

Ich selbst wünsche mir eigentlich nie etwas zu Weihnachten, denn auf das, was ich mir von meinem Leben erhoffe, muss ich noch ein kleines bisschen warten. Doch wenn ich meine Kinder strahlend unter dem Baum sitzen sehe, dann ist das für mich schon Geschenk genug.

Und nun wünsche ich allen unseren Lesern eine schöne Adventszeit und besinnliche Feiertage. Mögen all eure Wünsche in Erfüllung gehen!

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