Zusammenfassung der Wintertransfers 2017/18

Stefan Reuter hat wieder ein Brett vorgelegt in dieser Transferperiode. Die Aufgabe war zumindest aus meiner Sicht klar definiert. Der Kader war in der Hinrunde zu groß. Durch die positiven Ergebnisse drang keine Unruhe nach draußen, aber einige Spieler waren mit ihrer Situation sicher nicht zufrieden. Der FCA hat zumindest für die Rückrunde den Kader deutlich entschlackt. Damit sollte auch in der Rückrunde in Augsburg weiter Ruhe herrschen (So dachte ich zumindest bis zur Opare-Suspendierung). Folgende Spieler haben den FCA in der Winterpause verlassen:

  • Georg Teigl (ausgeliehen an Eintracht Braunschweig)
  • Tim Rieder (ausgeliehen an Slask Wroclaw)
  • Konstantinos Stafylidis (ausgeliehen an Stoke City)
  • Jan-Ingwer Callsen-Bracker (ausgeliehen an den 1. FC Kaiserslautern, Vertrag verlängert bis 2019)
  • Moritz Leitner (ausgeliehen an Norwich City)
  • Dong-Won Ji (ausgeliehen an Darmstadt 98, Vertrag verlängert bis 2019)
  • Marvin Friedrich (verkauft an Union Berlin, mit Rückkaufklausel)
  • Erik Thommy (verkauft an den VfB Stuttgart)

Der Kader des FC Augsburg umfasst immer noch 25 Profispieler (inkl. Opare). Nachdem wir uns alleinig auf die Bundesliga konzentrieren können, sollte diese Kadergröße für die Rückrunde vollkommen ausreichen. Pep Guardiola hat zuweilen damals beim FC Bayern mit einem 24-Mann Kader gearbeitet. Mit Dreifachbelastung und deutlich mehr Nationalspielern. Zudem ist unter den genannten Spielern kein einziger, der ein Leistungsträger in der Hinrunde war und von uns nicht zu ersetzen ist. Teigl, Rieder, Callsen-Bracker, Leitner und Friedrich haben alle keine einzige Pflichtspielminute in der Bundesliga absolviert. Stafylidis kam gerade auf zwei, Ji auf drei Kurzeinsätze. Erik Thommy kam bei 10 Kadernominierungen auf 6 Einsätze und insgesamt 167 Einsatzminuten. Tore und Torvorlagen Fehlanzeige. So reagierte auch Manuel Baum auf der Pressekonferenz vor dem Frankfurt-Spiel entspannt, als er sinngemäß feststellte, dass die Spieler, die abgegeben wurden, wohl zum Großteil auch bei den eingetretenen Verletzungsproblemen nicht geholfen hätten. Es wird wohl in der Rückrunde darauf ankommen, ob die Qualität in der zweiten Reihe reicht und nicht in der dritten.

Bzgl. der Abgänge sind zwei Gruppen zu unterscheiden. Es gibt einerseits die große Gruppe von Spielern, die an andere Vereine ausgeliehen wurden. Die ausgeliehenen Spieler erhalten die Möglichkeit sich dort weiterzuentwickeln und besser nach Augsburg zurückzukehren. Oder sich für andere Vereine zu empfehlen. Wer in dieser Saison beobachtet, wie wichtig Daniel Opare für uns geworden war, der weiß, dass dieses Modell sehr wohl funktionieren kann. Zumindest sportlich. Wünschen wir allen ausgeliehenen Spielern bei den aufnehmenden Vereinen alles Gute und viel Erfolg für die Rückrunde. Im Sommer wird sich zeigen, wo deren Weg nach den Leihen hinführt. Nachdem bei Marvin Friedrich wohl eine Rückkaufoption besteht, kann man ihn getrost in diese Gruppe packen.

Erik Thommy ist ein anderer Fall und die Überraschung des Transferfensters. Thommy war im Sommer aus Regensburg nach Augsburg zurückgekehrt und hatte unter Manuel Baum seine Einsätze bekommen. Objektiv bin ich mit der Anzahl der Einsätze nicht unzufrieden und hielt die Entwicklung für vielversprechend. Ich hatte erwartet, dass Thommy in der Rückrunde noch das ein oder andere gute Spiel für uns macht. Nun gab es im Hintergrund wohl längst Gespräche zwischen dem Verein und Thommy über die Verlängerung seines auslaufenden Vertrags. Der FCA wollte mit Thommy verlängern. In diesem Zusammenhang hatte Thommy für sich entschieden, den FCA im Sommer zu verlassen. Warum der VfB Stuttgart nun schon im Winter Geld in die Hand genommen hat, um Thommy an Bord zu holen, hat sich direkt gezeigt. Thommy spielt in Stuttgart direkt auch unter dem neuen Trainer Korkut. Dennoch hat er für mich noch nicht nachhaltig gezeigt, dass er die nötige Klasse für die 1. Liga hat. Anstatt ruhig und zielstrebig weiter in Augsburg seine Chance zu suchen, wird Thommy nun für den VfB Stuttgart tätig. Der VfB, ist nach dem FCA, Jahn Regensburg und dem 1.FC Kaiserslautern Thommys vierter Verein in drei Jahren. Thommy gibt aus meiner Sicht eine fixe Perspektive aus der Hand, sich in der Bundesliga zu etablieren und greift in Stuttgart nach den Sternen. Es bleibt für ihn zu hoffen, dass der VfB die Klasse hält und er sich dort durchsetzen kann. Der FCA erhält zumindest eine geringe Transferentschädigung. Bzgl. der Einsatzchancen ergeben sich durch den Wechsel offensiv nun mehr Möglichkeiten für Marco Richter, wenn  er nach seiner Bänderverletzung im Sprunggelenk wieder fit ist. Seine erste Chance gegen Frankfurt hat er direkt bravorös genutzt. Auch Johnny Schmid steht als Ersatz auf den Außenbahnen bereit, und hat weiterhin die Möglichkeit sein Potential zu bestätigen.

Insgesamt bin ich mit der Transferperiode sehr zufrieden. Stefan Reuter hat die in ihn gesetzten Erwartungen voll erfüllt. Hoffen wir, dass die Ergebnisse in der Rückrunde dies widerspiegeln und wir weiterhin sportlich so erfolgreich sein werden. Im Schnitt hat Reuter im Winter zuletzt immer einen Neuzugang präsentiert. Diese haben aber nicht immer eingeschlagenen. Nehmen wir Moritz Leitner nur als Beispiel. Er hat nun im Winter nichts übers Knie gebrochen. Auch das ist zu loben. Wir handeln weiterhin wirtschaftlich sinnvoll und geben nun auch der eigenen Jugend mehr Chancen. Die Transferpolitik stimmt mich grundsätzlich positiv.

Die Herausforderung steht jetzt an, da Jeffrey Gouweleeuw und Alfred Finnbogason mittelfristig verletzt fehlen werden und Spieler wie Sergio Cordova und Kevin Danso zeigen müssen, ob sie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen können. Lassen wir uns überraschen, wer von den Jungs groß durchbrechen wird. Manuel Baum wird es schon richten und die Spieler entsprechend ihrer Stärken auf- und einstellen. Ich bin zuversichtlich, dass schon morgen das nächste positive Ergebnis folgt.

Wie der FC Augsburg seine Unschuld verlor

Dieser Text erschien zuerst in der Kolumne „Einwurf aus der Rosenau Gazette“ bei presse-augsburg.de.

Am Samstag vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt platzte die Bombe. 4 Tage nach Schließung des Transferfensters in Deutschland, veröffentlichte der FC Augsburg eine Pressemitteilung, die im Augsburger Umfeld noch vielen etwas länger in Erinnerung bleiben wird. Kernsatz der Mitteilung ist folgendes Zitat von Stefan Reuter:

„Daniel Opare hat uns bewusst und trotz der Konfrontation mit Fakten wiederholt belogen. Des Weiteren hat er mehrfach gegen den Verhaltenskodex innerhalb der Mannschaft verstoßen“

Die Pressemitteilung teilt darüber hinaus mit, dass Opare gegen Eintracht Frankfurt nicht im Kader stehen wird und sich darüber hinaus einen neuen Verein suchen kann. Sein Angebot zur Vertragsverlängerung hat der FCA zurückgezogen. Ob Daniel Opare erneut für den FCA auflaufen wird steht in den Sternen. Er hat noch Vertrag bis zum 30.06.2018 und Raphael Framberger, der nun für ihn in die Startelf gerückt ist, hatte während seiner Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Der FCA hat zumindest für den Moment kommuniziert, dass Daniel Opare nicht mehr für den FC Augsburg auflaufen wird.

Die Wechseloptionen sind derweil zum jetzigen Zeitpunkt beschränkt. Die großen westeuropäischen Ligen haben ihre Transferfenster alle Ende Januar geschlossen. Alleinig ein Wechsel in etwas weiter entfernte Gefilde z.B. nach Russland oder China ist momentan noch möglich. Ob es Opare gerade dorthin zieht? Vielleicht wird er seinen Vertrag beim FCA auch einfach absitzen und im Sommer ablösefrei zu seinem Wunschclub wechseln. Die Kommunikation des FCA über die Pressemitteilung hat es für Opare nun auch nicht einfacher gemacht, irgendwo unterzukommen. Oder interessiert das einen anderen Verein überhaupt?

Der FCA wurde zumindest in den sozialen Medien für sein Statement gegen revoltierende Spieler gefeiert. Das alles kurz nachdem Herr Aubameyang den BVB einen Winter lang verarscht und seinen Abgang zum FC Arsenal quasi erpresst hatte. Allerdings ist die Ausgangslage bei Opare nicht ganz so eindeutig. Opare war eine Stütze der Mannschaft in der Hinrunde, v.a. da Raphael Framberger mal wieder verletzt gefehlt hatte. Den Weggang von Paul Verhaegh hatte vor allem er genutzt und sich in den Vordergrund gespielt. Opares gute Leistungen hatten sich dabei in Augsburg gerade mal auf 6 Monate beschränkt und kamen sehr unverhofft. Nun läuft Opares Vertrag zum 30.06.2018 aus und auf Grund der guten Leistungen hat der FCA ein Verlängerungsangebot unterbreitet. In den letzten Wochen ging es diesbezüglich hoch her. Einerseits hatte Opare signalisiert in Augsburg verlängern zu wollen, andererseits gab es diverse Meldungen bzgl. einem Abgang im Winter. Leicester City soll wohl interessiert gewesen sein. Zuletzt wurde dann öffentlich, dass Opare sich mit Domenico Tedesco, dem Cheftrainer von Schalke 04, getroffen hatte. Manuel Baum hatte ein Gespräch mit Opare geführt und in der Pressekonferenz am Freitag dazu gesagt:

„Das Gespräch hat stattgefunden. Aber was wir und wie wir gesprochen haben, ist mir immer wichtig, das es intern bleibt. (…) Das zeichnet uns in Augsburg aus, dass wir da ein bisschen langweilig sind und das es intern bleibt.“

Man hätte nun erwartet, dass man Opare im Zweifel für die Aktionen  suspendiert oder ihm eine Geldstrafe aufbrummt, evtl. parallel versucht ihn nach Russland oder China zu verkaufen, sich vielleicht wieder zusammenrauft oder auch nicht. Der Vertrag wäre dann sowieso im Sommer ausgelaufen. Alles in allem kein Vorgang, der im Profifußball für viel Verwunderung gesorgt hätte. Opare hat sich daneben benommen, es gibt eine Reaktion hierauf durch den Arbeitgeber und der muss die Konsequenzen tragen. Passiert.

Dennoch hat der FCA öffentlich gegen Opare ausgetreten. Ohne dem Spieler die Möglichkeit einzuräumen, sich direkt gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen zu können, hat der Verein diese Pressemitteilung versendet. Diese Reaktion hinterlässt bei mir große Verwunderung. Opare, so falsch er sich auch verhalten haben mag, ist weiterhin Angestellter des Vereins und hat für diesen Verein erst vor kurzem noch seine Knochen hingehalten. Davon ist er von den Fans gefeiert worden. Ich bin in diesem Zusammenhang vollkommen Manuel Baums Meinung, wenn ich darauf dränge, dass solche Konflikte intern bleiben sollten. Denn es wäre doch vermessen anzunehmen, dass es in dieser Geschichte genau eine Wahrheit gäbe. Zumindest muss man dann bereit sein, diese insgesamt auszupacken und nicht nur Andeutungen zu machen. Und den kompletten Vorgang in der Öffentlichkeit diskutieren, will doch nun wirklich keiner. Welche selbst so benannte „Familie“ trägt ihre Probleme so nach außen?

Den Schaden hat der FC Augsburg nun aber. Er muss sich für den Sommer nach einem neuen Rechtsverteidiger umschauen. Anstatt dies still und leise zu machen, weil niemand genau weiß, ob Opare wechselt oder nicht, weiß nun jeder, dass der FCA auf dieser Position jemanden verpflichten muss. Günstiger wird es dadurch wohl nicht. Zudem werden zukünftige Fälle von Undiszipliniertheiten nun immer mit diesem Fall verglichen werden.  Der FCA hat nach Dressler, Thurk und Schuster den nächsten ungeklärten Mythos. Zu diesem hat er die bisher längste Stellungnahme abgegeben. Ob das bedeutet, dass wir hier irgendwann erfahren, was genau passiert ist?

Solidarität mit dem SV Babelsberg 03

Der SV Babelsberg 03 ist gerade in Fußballkreisen ein großes Thema. Die Potsdamer Neue Nachrichten widmeten dem Verein zuletzt die Titelseite. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtete unlängst. Über die Landesgrenzen hinweg ist das Thema durch die Presse aufgegriffen worden. Um was geht es? Das Fass zum überlaufen brachte in Babelsberg ein Urteil des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), welches sich mit den Geschehnissen rund um das Gastspiel des Energie Cottbus in Babelsberg letzen April beschäftigte. Der SV Babelsberg 03 wurde wegen des Verhaltens seiner Fans zu einer Geldstrafe verdonnert. Soweit für Fußballvereine nichts neues. Allerdings hat der NOFV in der Urteilsbegründung erwähnt, dass die Babelsberger Fans „Nazischweine raus“ gerufen haben. Derweil wurde im Urteil gegen  Energie Cottbus schlicht unterschlagen, dass im Cottbuser Block der Hitlergruß gezeigt und Ausschwitzlieder gesungen wurden. Der SV Babelsberg 03 hat sich auf Basis der Begründung bisher geweigert die Strafe an den NOFV zu zahlen und könnte als Folge nun vom Spielbetrieb ausgesperrt werden. Deswegen steht der SV Babelsberg 03  nun vor einigen Problemen. Die Rechtskosten sind für einen Viertligisten enorm und ein Ausschluss vom Spielbetrieb existenzbedrohend. Letzte Woche hat der SV Babelsberg 03 öffentlich um Hilfe gebeten und einen Spendenaufruf gestartet. Neben Spenden hat der SV Babelsberg 03 einen besonderen Wunsch:

Es wäre zudem unser Wunsch, mit einem Verein oder Club aus der 1. oder 2. Liga ein Benefizspiel  in unserem Karl-Liebknecht-Stadion austragen zu können.

Einige von euch werden nun sagen, dass dieser Beitrag mit dem FC Augsburg nichts zu tun hat. Meiner Meinung nach hat dieser Beitrag mit dem FC Augsburg mehr zu tun als viele andere Beiträge. So lange wir noch das Grundgerüst eines Vereins haben, sollten wir uns immer wieder hinterfragen, welches Wertegerüst diesem Verein zu Grunde liegt und wie wir dieses schützen. Der Präsident von Eintracht Frankfurt hat sich hierzu kürzlich klar geäußert, indem er der AfD eine andere Wertebasis als der SGE bescheinigte und den Landessprechern der AfD die Mitgliedschaft bei der SGE verweigerte. Das eine solche Haltung nicht selbstverständlich ist, zeigte das Interview mit Peter Fischer im Aktuellen Sportstudio. Die Interviewführung wurde im Nachgang u.a. vom Stadtneurotiker in seinem Blog und von Philipp Köster beim Stern scharf kritisiert. Eine Haltung, die auf den Werten des Grundgesetzes fußt und Nazis klar verurteilt, ist daher keine Selbstverständlichkeit. Auch wir in Augsburg sollten  nicht so tun, als ob dem so wäre. Die Situation des SV Babelsberg 03 bietet dabei für viele im Umfeld des FC Augsburg eine große Chance.

Der Verein kann die Chance ergreifen und sich selbst mit dem SV Babelsberg 03 solidarisieren und Unterstützung – am besten im Rahmen des gewünschten Benefizspiels – anbieten. Er kann somit ein klares Zeichen für nazifreie Stadien und eine weltoffene Gesellschaft setzen. Andere Vereine haben es vorgemacht und der SV Werder Bremen war bis jetzt der klare Spitzenreiter, denn er hat den Babelsbergern schon eine Solidaritätsaktion zugesagt. Der Bremer Präsident hat wohl ganz einfach den Hörer in die Hand genommen und seinen Babelsberger Amtskollegen angerufen. Dies wäre auch eine Chance für Klaus Hofmann, nachdem das Spiel gegen RB Leipzig vorbei ist, sich mit den wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Anstatt nur gegen ein einzelnes Konstrukt zu sein, könnte unser Präsident bei dieser Gelegenheit für wichtige gesellschaftliche Werte einstehen. Ich bin seit dieser Woche Mitglied bei einem zweiten Fußballverein. Klaus Hofmann wollte diesen Weg erst kürzlich auch gehen und ich hoffe, auch er entscheidet sich für den richtigen Zweitverein.

Weiterhin bin ich gespannt, wie die organisierte Fanszene mit der Babelsberger Situation beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart umgehen wird. In dieser Woche gab es solidarisierende Spruchbänder u.a. durch Fans von Bayern München, Borussia Dortmund, SC Freiburg, FSV Frankfurt, Greuther Fürth, FC Carl Zeiss Jena und Tennis Borussia Berlin. In Augsburg gab es eine Woche mehr Zeit für die Vorbereitung und ich hoffe auf ein deutliches Zeichen der Solidarität.  Ein solches Zeichen wäre auch ein offener Brief an die Vereinsführung, wie dieser von der organisierten Fanszene in Bremen an den Verein gerichtet wurde. Die Unterstützerliste dieses Briefs ist mittlerweile beträchtlich und zeigt, aus welchem Holz der SV Werder Bremen geschnitzt ist. Ungeachtet dessen bieten sich natürlich Sammelbestellungen von Aktionsshirts an, die in der Fancorner verkauft werden könnten.

Am Ende des Tages ist es allerdings an jedem einzelnen, sich zu überlegen, ob er sich mit dem SV Babelsberg solidarisieren will und helfen möchte. Ich habe dies, wie oben geschrieben, in dieser Woche schon getan. Allerdings möchte ich darüber hinaus jedem Leser ein weiteres Angebot unterbreiten, um zu zeigen, wie wichtig mir dieses Thema ist: Für alle Bestellungen im Shop im Monat Februar fließt der gesamte von euch zu zahlende Betrag in den guten Zweck. Ganz genau bedeutet dies, dass neben der Spende für Simon oder den bunten Kreis, ich weiterhin die Herstellungs- und Versandkosten für euch übernehmen und diese an den SV Babelsberg 03 spenden werde. Für eure Spende bekommt ihr quasi ein T-Shirt geschenkt. Dies gilt explizit für alle Shirts im Shop, also auch diejenigen, die von Halil unterzeichnet wurden. Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir in der nächsten Zeit zeigen, dass auch der FC Augsburg ein Wertegerüst hat, dass sich klar gegen Nazis richtet und mit dem SV Babelsberg 03 solidarisch ist.

Was man vor dem Spiel gegen die Frankfurter Eintracht wissen sollte

Nur noch wenige Stunden bis zum Anpfiff der Partie gegen Eintracht Frankfurt. Ich breche gerade aus meinen eigenen Gewohnheiten aus. Eigentlich beschäftige ich mich nicht im Vorfeld von Spielen mit der aktuellen Lage. Ihr bekommt doch meistens ein ganz gutes Bild, wenn ihr euch selbst die Pressekonferenz anschaut oder die lokalen Medien verfolgt. Diese Woche ist das etwas anderes. Selbst etwas aufmerksamere Beobachter haben vielleicht den Überblick verloren, denn diese Woche war „Freak Week“ beim FCA. Es passierte irrsinnig viel, und auch einiges kontroverses. Und nachdem es sich um viele spannende Themen handelt, will ich euch einen kurzen Überblick geben:

1. Sportlich: die Ausfälle

Im Spiel gegen Frankfurt werden seit längerer Zeit wieder einige Stammkräfte fehlen. Unproblematisch, da nur für ein Spiel, ist an dieser Stelle Rani Khedira. Er hat sich die fünfte gelbe Karte gegen Köln abgeholt und fehlt gesperrt. Dazu musste Jeffrey Gouweleeuw gegen Köln schon in der Halbzeit vom Platz. Er hat sich das Innenband angerissen und wird wohl sechs Wochen fehlen. Mit Kevin Danso steht allerdings sehr guter Ersatz bereit. Dazu kommt ein kurzfristiger Ausfall von Alfred Finnbogason. Eine Muskelverletzung in der Wade bedeutet einen Ausfall von sechs Wochen. Nachdem Finnbo fit ein sehr kompletter und abschlussstarker Stürmer ist, steht dort kein gleichwertiger Ersatz bereit. Vielleicht kann Sergio Cordova die Chance nutzen und sein Potential unter Beweis stellen? Achja, Daniel Opare wird dann auch fehlen und von Raphael Framberger ersetzt werden, daber das führt uns gleich zum nächsten Punkt…

2. Sportlich: die Suspendierung

Opare war eine Stütze der Mannschaft in der Hinrunde, v.a. da Raphael Framberger mal wieder verletzt gefehlt hatte. Den Weggang von Paul Verhaegh hatte vor allem er genutzt und sich in den Vordergrund gespielt. Nun läuft Opares Vertrag zum 30.06.2018 aus und auf Grund der guten Leistungen hat der FCA ein Verlängerungsangebot unterbreitet. In den letzten Wochen ging es dennoch hoch her. Einerseits hatte Opare signalisiert in Augsburg verlängern zu wollen, andererseits gab es diverse Meldungen bzgl. einem Abgang im Winter. Leicester City soll wohl interessiert gewesen sein. Zuletzt wurde dann öffentlich, dass Opare sich mit Domenico Tedesco, dem Cheftrainer von Schalke 04, getroffen hatte. Manuel Baum hatte ein Gespräch mit Opare geführt und in der Pressekonferenz am Freitag dazu gesagt:

„Das Gespräch hat stattgefunden. Aber was wir und wie wir gesprochen haben, ist mir immer wichtig, das es intern bleibt. (…) Das zeichnet uns in Augsburg aus, dass wir da ein bisschen langweilig sind und das es intern bleibt.“

Gestern platzte nun die Bombe. Opare ist beim FCA in Ungnade gefallen und Stefan Reuter wird zitiert mit folgenden Satz:

„Daniel Opare hat uns bewusst und trotz der Konfrontation mit Fakten wiederholt belogen. Des Weiteren hat er mehrfach gegen den Verhaltenskodex innerhalb der Mannschaft verstoßen“

Der FCA tritt öffentlich gegen Opare aus. Warum zu diesem Zeitpunkt und in dieser Art und Weise? Was war genau passiert? Der FCA hat nach Dressler, Thurk und Schuster den nächsten ungeklärten Mythos.

3. Gesellig: die Fankneipe

Gerade vor ein paar Minuten wurde die Fankneipe am Stadion eröffnet. Was als Kneipe angekündigt war, sieht mir auf den ersten Blick nach einem großen Stadionkiosk mit Sitzbereich aus. Es ist gut, dass es endlich auch einen Treffpunkt gibt, wo man vor Stadionöffnung am Stadion und bei Auswärtsspielen zusammenkommen kann. Naiv und faul wie ich bin, hätte ich gedacht, dass in einer Kneipe nicht fürs Bier aufstehen muss, aber das scheint mir nicht so zu sein. Wie sich die Örtlichkeit in Zukunft dann entwickelt, warten wir  einfach mal ab.

4. Der Investor: Hofmann im Interview

Fast schon in den Hintergrund getreten ist, dass Klaus Hofmann dem Kicker ein Interview gegeben hat, das in der Montagsausgabe erschienen ist. Dort nimmt Klaus Hofmann erneut Stellung zu RB Leipzig und erklärt die Unterschiede zum FC Augsburg. Er fordert eine Abschaffung der Sonderregeln bzgl. 50+1 oder als Alternative 50+1 aufzuheben. In seiner Rolle als Großinvestor beim FCA halte ich diese Aussagen für sehr kritisch. Zudem gehen mir die Rückfragen bzgl. der Strukturen beim FCA leider nicht genug ins Detail. Und auch wenn Hofmann immer behauptet, er sei Fan, so finden Fanbelange im Interview leider keinen Platz. Dann übernehmen wir diesen Punkt eben auch noch…

5. Das Montagsspiel in Dortmund: Szene Fuggerstadt boykottiert

Das Montagsspiel in Dortmund am 26.02. wirft schon jetzt einen langen Schatten. Schon vor einiger Zeit hatte ein beträchtlicher Teil der Dortmunder Fans angekündigt, dass Spiel zu boykottieren. 300 Dortmunder Fanclubs haben sich angeschlossen. Gerade für uns Augsburger ist die Ansetzung durch die weite Reise quer durch die Republik besonders beschissen. Zudem kämpfen auch die Augsburger Fans schon lange gegen eine weitere Zerstückelung der Spieltage. Dies hat nun auch zu der Entscheidung geführt, die Mannschaft in Dortmund nicht zu unterstützen, sondern durch einen Boykott gegen die Situation zu protestieren. In diesem Zusammenhang veröffentlichte die Szene Fuggerstadt eine Stellungnahme. Zudem hat die Szene Fuggerstadt eine Petition für FCA-Fans gestartet, um Druck auf die eigene Vereinsführung zu erzeugen, dass diese sich doch bitte auch für Faninteressen einsetzen soll. Dies ist in der Vergangenheit wohl nicht passiert. Hatte ich erwähnt, dass Faninteressen im Interview mit Klaus Hofmann nicht thematisiert wurden? Die Petition ist kurz gehalten, ich finde diese unterstützenswert und habe selbst unterschrieben. Überlegt bitte, ob ihr das nicht auch machen wollt. Es geht sehr einfach.

Das war es dann auch schon. Viele Themen und viele wichtige Themen wie ich finde. Aber am wichtigsten ist auf dem Platz und deshalb gilt es heute drei Punkte gegen Frankfurt einzufahren. Mit dem Rest beschäftigen wir uns dann ab morgen wieder.

Luxusprobleme allerorts

Morgen steht unser Spiel in Köln an. Köln ist in dieser Saison zumindest aus sportlicher Perspektive nicht zu beneiden. Auch nach den letzten beiden Siegen zu Beginn der Rückrunde steht der Effzeh, wie man den Verein in Köln liebevoll nennt, immer noch auf dem letzten Tabellenplatz. Es wird für die Kölner wohl ein Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag und für uns morgen auch keine einfache Partie.

Allerdings gibt es in Köln etwas, dass ich aus Augsburger Perspektive sehr gerne sehen würde. Der FC ist einer von nur sechs Vereinen in der Bundesliga, der noch selbst über 100% seiner Anteile verfügen kann. Im Gegensatz dazu haben wir in Augsburg 99% unserer Anteile damals an Walther Seinsch und seine Investorengruppe verkauft. Im Zuge seines Rückzugs hat dieser seine Anteile an Klaus Hofmann und Buddies weitergereicht. Ohne diesen Anteilsverkauf und die entsprechenden Finanzmittel daraus, würde es den FC Augsburg in der heutigen Form nicht geben. Allerdings scheint dies eine Einbahnstraße zu sein und ich halte diese Einbahnstraße für sehr gefährlich. Die Gründe hierfür möchte ich nachfolgend gerne etwas ausführlicher darlegen.

Nachdem es sich bei Bundesligavereinen um millionenschwere Wirtschaftsunternehmen handelt, besitzen die Anteile an diesen Unternehmen mittlerweile einen erheblichen Wert und stellen quasi das Tafelsilber eines Vereins da. In Köln gab es deswegen im Herbst 2017 eine Initiative, die dafür kämpfte, dass  nach einem Satzungsänderungsantrag die Vereinsmitglieder in einen Anteilsverkauf mit eingebunden hätten werden müssen. Dieser Satzungsänderungsantrag ist leider auf der Mitgliederversammlung abgelehnt worden. Die Mitglieder werden bei potentiellen Anteilsverkäufen bis 25% der Anteile weiterhin nicht eingebunden.

Auch bei anderen Vereinen wird darüber diskutiert sich potentiellen Investoren zu öffnen. So hat nicht unlängst der VfL Bochum beschlossen seinen Profibereich in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern, um nach diesem vorbereitenden Schritt, Anteile an der Kapitalgesellschaft an einen Investor verkaufen zu können. Dieser soll natürlich zum Vereinsleitbild passen und sich am besten nicht einmischen wollen.

Sind die Anteile erstmal weg, dann gibt es kaum noch einen Weg zurück. Dies gilt sowohl im guten wie im schlechten. Den negativen Fall kann man bei den Münchner Löwen beobachten. Sie haben sich mit Hasan Ismaik einen Investor ins Boot geholt, den sie nach einigen Streitereien gerne wieder loswerden würden. Allerdings verfügt der Verein nicht über die finanziellen Mittel, um Ismaik seine Anteile abkaufen zu können. Ismaik hält 60 Prozent der Anteile von 1860 und erst die finanziellen Probleme des Vereins haben dazu geführt, dass Ismaik an Bord geholt wurde. Der Schrecken wird sobald kein Ende nehmen.

Einen positiven Fall einer solchen Investorentätigkeit können wir bisher in Augsburg beobachten. Der FCA erwirtschaftet mittlerweile Millionengewinne (8 Millionen EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr). Allerdings werden die Millionen von der Kapitalgesellschaft erwirtschaftet, die zu 99% Klaus Hofmann und Buddies gehört. Also steht dieser Gewinn am Ende wirtschaftlich auch den Investoren zu. In der Jugend des FCA kommt davon erstmal nichts an. Der Verein wird darüber hinaus auch nicht in die Lage versetzt, seine Anteile zurückzukaufen. Solange der Laden läuft und die handelnden Personen gleich bleiben, scheint die Lage stabil zu sein. Allerdings kann ja vieles im Leben ganz schnell gehen und schon findet man sich in einer Lage wieder, wie die Münchner Löwen.

Oder wie Hannover 96. Dort ist Martin Kind mittlerweile so lange am Verein beteiligt, dass die 50+1 Regel von ihm ausgehebelt werden kann.  Wenn Klaus Hofmann nur lange genug seine Beteiligung halten wird, dann wird er in Augsburg auch über diese Möglichkeit verfügen. Wobei, wer kontrolliert schon die Einhaltung der 50+1 Regel? Wird bei den Vereinen wirklich nachgeschaut, ob im Alltag ein Vereinsvertreter in den offiziellen Organen der Kapitalgesellschaften die Stimmmehrheit der Vereinsmitglieder in der Praxis zur Kontrolle oder Gestaltung im Alltag umsetzt? Natürlich nicht. In Augsburg hat kein Vereinsvertreter einen offiziellen Posten z.B. in Geschäftsführung oder Aufsichtsrat der KGaA. Und wenn Klaus Hofmann sich wundert, wie RB Leipzig die Lizenz erhalten hat, so wundere ich mich, warum er nicht strukturell beim eigenen Verein anpackt.

Langfristig geht es sportlich auf und ab. Köln pendelt immer mal wieder zwischen erster und zweiter Liga. Die rosigen Zeiten werden wahrscheinlich auch in Augsburg nicht ewig halten. Hoffen wir, dass wir dann nicht nur wirtschaftlich mit Bedacht agiert sondern auch strukturell die richtigen Weichen gestellt haben.

Die Mannschaft trifft, manche Fans benehmen sich daneben

Am Samstag steht das erste Auswärtsspiel der Rückrunde in Mönchengladbach an. Ein guter Zeitpunkt, um erneut auf eine meiner Auswärtsfahrten aus der Hinrunde zurückzublicken. Am Derbywochenende fand am Tag vor dem Spiel zwischen der zweiten Mannschaft des FC Augsburg und dem TSV 1860 München die Begegnung zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Augsburg in der ersten Bundesliga statt. Entgegen dem Derbytrend war ich nach Hoffenheim gereist, um mir selbst anzuschauen, wie viele Fans aus Augsburg den Weg finden, wenn es nicht um die Entscheidung im Abstiegskampf geht. Ich war positiv überrascht wie viele Augsburger den Weg bei bestem Wetter gefunden hatten. Die Mannschaft bot zudem eine überzeugende Leistung und konnte Hoffenheim Paroli bieten. Am Ende trennten sich die Teams 2:2 unentschieden. Schöner Tag, alles gut, könnte man meinen. Leider nicht ganz.

Denn aus dem Augsburger Block wurden mehrmals Schmähgesänge in Richtung Dietmar Hopp angestimmt. Des öfteren wurde Dietmar Hopp als „Sohn einer Hure“ verunglimpft. Sachliche Kritik Richtung Dietmar Hopp und der TSG Hoffenheim halte ich immer noch für berechtigt. Auch habe ich die Augsburger Fans für ihre tollen Choreografien und Initiativen gerne gelobt. In Hoffenheim hielt ich die Gesänge für daneben und bin mit einem schalen Beigeschmack nach Hause gefahren. Ich hatte mich geärgert.

Nur kurze Zeit später spielte Köln gegen Hoffenheim und im Kölner Block wurden einige Transparente gehisst, die erneut eindeutigen Inhalt hatten. So wurde Dietmar Hopp beim Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann abgebildet. Dazu wurde auf effzeh.com ein Kommentar von Severin Richartz veröffentlicht, der diese Art des Protests rechtfertigt. Die Banner werden mit Karikaturen von Satirezeitschriften verglichen und es wird behauptet, dass der Protest nur in dieser geschmacklosen und derben Form gehört wird. Ich verfolgte die Debatte aufmerksam und dachte darüber nach. Hatte Severin Richartz Recht? Wo verläuft die Grenze, die man nicht überschreiten sollte? Gut, immerhin hatten sich die Kölner Fans etwas mehr Mühe gegeben und hatten ihre Beleidigungen auf Banner gemalt. War das nun ok?

Kurz darauf veröffentlichte „Andersrum rut-wiess – Erster schwullesbischer Fanclub des 1. FC Köln“ eine Stellungnahme zu diesen Bannern. Diese stellt eindeutig klar, wo die Grenze aus meiner Sicht auf jeden Fall überschritten wird:

Da hier gleichgeschlechtlicher Analsex als Abwertung genutzt wird, ist das Banner deutlich homophob und sexistisch. (…) Wir als Andersrum rut-wiess sind selbstverständlicher Teil der Fangemeinschaft des 1. FC Köln und erwarten, dass alle Fangruppen, die der Südkurve angehören, ihre Äußerungen zukünftig so formulieren und darstellen, dass weder wir noch andere Teile der eigenen Mitgliedschaft herabgewürdigt werden.

Ich würde die Grenze sogar noch etwas weiter ziehen als Andersrum rut-wiess. Ich würde mich freuen, wenn Fans ihre Äußerungen zukünftig so formulieren, dass keine Einzelgruppen in der Gesellschaft herabgewürdigt werden. Rassismus und Sexismus hat für mich in der Kurve nichts verloren. Die Vorfälle in Hannover, wo es gerade erst am Wochenende zu rassistischen Beleidigungen von Spielern gekommen ist, sollten uns ein mahnendes Beispiel sein. Neben der Plumpheit der Gesänge aus dem Augsburger Block, ist doch ganz klar, dass der Begriff „Hure“ deutlich sexistisch ist. Einige werden jetzt anmerken, dass der Gesang ja nicht so gemeint wäre. Darauf kommt es allerdings nicht an. Der Gesang würdigt die Sexualität einer Bevölkerungsgruppe herab. Wollen wir das?

Wenn der Effekt von Dietmar Hopp ist, dass sich Fans, von denen ich mir wünsche, dass sie sich gegen jedwede Form der Diskriminierung stellen, sexistisch verhalten, dann ärgere ich mich noch mehr. Ich bin gerne bereit gemeinsam darüber nachzudenken, wie der Protest gegen Dietmar Hopp, andere Investoren und deren Vorgehen formuliert werden und Gehör finden kann. Aber die genannten Gesänge sind für mich kein probates Mittel, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Nach den vielen tollen Aktionen in Augsburg hätte ich auch gedacht, wir wären hier schon etwas weiter. Auch nach Wochen hat mich dieser Nachmittag nicht losgelassen und ich hoffe mit meinem Beitrag einen Denkanstoß geben zu können. Lasst uns die kommenden Auswärtsspiele nutzen, um wieder für  ausschließlich positive Erfahrungen zu sorgen. Witziger Protest darf hier gerne dazugehören.

Gewinner und Verlierer der Hinrunde

Die Mannschaft hat eine großartige Hinrunde abgeliefert. Natürlich konnte sie dabei auf Stützen wie Daniel Baier, Marwin Hitz und Martin Hinteregger bauen. Trainiert und eingestellt von Manuel Baum, dem zumindest ich diese Leistung vor der Saison nicht zugetraut hätte, und verstärkt durch einige kluge Transfers von Stefan Reuter, stachen dabei allerdings manche Spieler hervor.  Die Spieler, die aus meiner Sicht die größten Sprünge in der Hinrunde gemacht haben, sind die folgenden:

  1. Philipp Max: Max wird mit vielen Vereinen in England in Verbindung gebracht. Dabei fallen ausschließlich große Namen wie Liverpool, ManU oder Man City. Verwundern sollte das keinen. Max führt die Liga an, wenn es um Torvorlagen geht. Ohne seine Hereingaben wären Spieler wie Finnbogason oder Gregoritsch lange nicht so erfolgreich gewesen. Er setzt immer wieder Impulse und sorgt für Torgefahr. Max ist zwar Linksverteidiger. Aber liebe Leute, Max ist dennoch der spektakulärste Offensivspieler, den wir in Augsburg seit langem hatten. Seine offensiven Bälle haben in der Hinrunde so manche Entscheidung zumindest eingeleitet. Eine Entscheidung abseits des Platzes bleibt hoffentlich noch lange aus. Max soll als Nationalspieler für Augsburg zur WM und dann noch etwas länger bei uns spielen. Immerhin läuft sein Vertrag noch bis 2022.
  2. Alfred Finnbogason: Mit vielen Vorschusslorbeeren kam Finnbogason nach Augsburg, konnte sich allerdings lange nicht durchsetzen. Immer wieder kämpfte er mit Verletzungen. Lasst uns gemeinsam hoffen, dass er diese erstmal hinter sich gelassen hat. Wenn er fit ist, gibt es nur wenige Stürmer in der Bundesliga, die so komplett wie Finnbogason sind. Gut im Spiel gegen den Ball, kopfballstark und auch als Vorbereiter gefährlich. Hoffen wir darauf, dass er fit bleibt und uns noch länger mit seinen Toren verzückt.
  3. Daniel Opare: Wer hätte damit gerechnet, dass Daniel Opare so viele Einsatzzeiten in Augsburg überhaupt noch bekommen würde? Nach dem Ausfall von Raphael Framberger zu Beginn der Hinrunde, spielte er sich auf der rechten Abwehrseite fest und überzeugte mit äußerst konstanten Leistungen. Auch er wird mit englischen Vereinen in Verbindung gebracht. Sein Vertrag im Sommer läuft aus, und der FCA kann nur noch jetzt im Winter eine Ablöse erhalten. Ob es sinnvoll ist mitten in der Saison einen Leistungsträger abzugeben und die stabile Defensive zu gefährden? Ich glaube nicht. Es scheint, als ob Stefan Reuter in die Offensive gegangen ist und versucht den Vertrag zu verlängern. Wünschen wir ihm Glück. 

Dazu gibt es Spieler, die trotz der guten Mannschaftsleistungen, nicht so zum Zug gekommen sind, wie sie sich das selbst vielleicht vorgestellt hatten und man das von Ihnen erwartet hätte. Dieser Kader verfügt immer noch über mehr Potential (absurde Feststellung) und an manchen Stellen ist noch Luft nach oben. Die größten Verlierer der Hinrunde sind:

  1. Konstantinos Stafylidis: So sehr wie Philipp Max heraus stach, so wenig kam Kostas Stafylidis zum Zug. Nach dem ganzen Transfer Hick Hack vor der Saison und dem Gerede um einen möglichen Wechsel nach Hamburg reichte es in der Hinrunde gerade mal zu 2 Kurzeinsätzen und 33 Spielminuten. 15 Ballkontakte und 1 Torschuss standen dabei zu Buche. Zu wenig für einen Spieler, der das Zeug hat ein Außenverteidiger mit internationaler Klasse zu sein. Enttäschung ist wohl das passende Wort an dieser Stelle.
  2. Raphael Framberger: Nach dem Wechsel von Paul Verhaegh nach Wolfsburg war klar, wer den ehemaligen Kapitän beerben sollte. Am Ende kam Framberger nur in vier Spielen zum Einsatz, auch weil ihm sein Körper schon wieder einen Strich durch die Rechnung machte. Knieprobleme ließen es mal wieder nicht zu, dass Framberger dauerhaft mitwirken konnte. Wenn er spielte, zeigte er, dass er das Zeug für die Bundesliga hat. Aber macht sein Körper den Zirkus auch mit? Berechtigte Zweifel sind immer noch angebracht.
  3. Dong-Won Ji / Jonathan Schmid: Welche offensiven Hoffnungen hatten wir in beide Spieler bei ihrer Verpflichtung. Dong-Won Ji kam letzte Saison  als einziger Spieler in jedem Pflichtspiel zum Einsatz. In dieser Saison findet er sich meist nur auf der Bank oder Tribüne wieder. Dahin hat es zwischenzeitlich auch Jonathan Schmid verschlagen. Zwischenzeitlich hatten ihm Erik Thommy und Marcel Heller auf rechtsaußen den Rang abgelaufen. Erst durch Verletzungen der Konkurrenten kam er wieder zum Zug. Impulse im Offensivspiel konnte er aber auch dann nicht setzen. Für beide scheinen die Perspektiven in Augsburg begrenzt und Wechselwünsche absehbar. 

Überraschungen sind im Fußball an der Tagesordnung. Deshalb ist dieses Spiel so großartig. Aber gerade deshalb macht es auch so viel Spaß zwischendurch mal den Zustand festzuhalten und ein Resumé zu ziehen. Was es wohl nach der Rückrunde zu konstatieren gibt. Wir werden sehen. Vielleicht setzt einer der Verlierer der Hinrunde morgen gegen den HSV schon wichtige Impulse. 

Wir können Stefan Reuter vertrauen

Dieser Text erschien zuerst in der Kolumne „Einwurf aus der Rosenau Gazette“ bei presse-augsburg.de.

Während der Winterpause passieren meist wenige wirklich aufregende Dinge, die einen Fußballverein auf Jahre hinaus prägen. Die Weichen für die Saison werden in der Sommerpause gestellt. Spieler, die bei ihren Vereinen eine tragende Rolle einnehmen, können in der Winterpause meist nicht verpflichtet werden. Trainerwechsel sind in Augsburg sehr selten und wenn es dann doch mal so weit kommt, dass man den Trainer entlässt, dann wird wie bei Dirk Schuster nicht bis zur Winterpause gewartet. Wir können uns daher schon jetzt darauf einstellen, dass diesen Winter nicht viel passieren wird. Dies liegt in dieser Saison auch daran, dass die Winterpause durch die WM zwei Wochen kürzer ist als sonst. Ich hoffe zumindest darauf, dass wir keinen Leistungsträger der Vorrunde abgeben. Dann brauchen wir auch keinen Ersatz.

Und so gibt es in den letzten Jahren nur wenige Entscheidungen und Verpflichtungen in der Winterpause, die entscheidenden Einfluss auf unsere Clubgeschichte genommen haben. Zeit für eine kleine Top 3?

3. Platz 3 geht für mich an die Leihe von Dong-Won Ji im Winter 2014. Im ersten halben Jahr in Augsburg schoss uns Dong-Won Ji eindrucksvoll mit zum Klassenerhalt und war kaum aufzuhalten. Leider war er danach nie wieder so torgefährlich, aber diese erste Zeit in Augsburg hat uns 2013/14 mit die Klasse gerettet. Ein wahrer Game Changer.

2. Vor sieben Jahren begann die zweite Phase der Legende Daniel Baier in Augsburg und der FCA hat ihn damals fest verpflichtet, nachdem er in der Saison 2009/10 schon als Leihspieler in Augsburg anzutreffen war. Daniel Baier war seitdem einer der besten defensiven Mittelfeldspieler der Liga. Der Wechsel von Daniel Baier war wohl die prägendste Spielerverpflichtung seit dem Neustart unter Walther Seinsch.

1. Platz eins geht allerdings nicht an einen Spieler, sondern an die große Konstante der letzten 5 Jahre. Denn ziemlich genau vor 5 Jahren hat Stefan Reuter seinen Dienst beim FCA angetreten. Er hat direkt Markus Weinzierl so gestützt, dass dieser seine Linie in der Bundesliga fand und die Mannschaft zum Klassenerhalt bugsierte. Danach hat er mit Weinzierl zusammen ein Team geformt, dass den Einzug in die Europa League schaffte und die Gruppenphase überstand. Nach zwei Trainerwechseln geht der Blick in der Tabelle schon wieder nach oben und unsere Spieler sind in ganz Europa im Munde. An wem sonst sollte das liegen, wenn nicht an Stefan Reuter.

Nicht ganz in die Top 3 haben es die Wechsel von Alfred Finnbogason und Jeffrey Gouweleeuw vor 2 Jahren geschafft. Ende 2013 kam auch ein gewisser Dominik Kohr nach Augsburg, für den es allerdings auch nicht für einen Platz in der Rangliste gereicht hat.

Stefan Reuter hätten noch im Frühjahr oder Sommer des Jahres 2017 wohl auch nicht alle Fans des FC Augsburg so prägend eingestuft. Derweil war genau diese Phase äußerst bedeutend dafür, wie Reuter auch in Jahren noch gesehen werden wird. Insgesamt sollte man Reuter immer zu Gute halten, dass er sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellt. Er verrichtet seinen Job emotional engagiert und mit viel Herzblut. Sein eigenes Schaffen stellt er dabei – sehr sympathisch – gerne mal in den Hintergrund.

Derweil hat sich Stefan Reuter zu einem der besten Manager in der Bundesliga gemausert. Seine Verdienste stechen dabei mittlerweile wie Leuchttürme hervor. Der FCA ist hochprofitabel. 8 Millionen Euro Gewinn standen bei der letzten Mitgliederversammlung im Berichtsheft. Das meiste stammt aus schlauen Transfers und entsprechenden Transfererlösen. Derweil steht die Mannschaft im gesicherten Mittelfeld der ersten Bundesliga. Der FCA ist unter Reuter kein einziges Mal abgestiegen. Das hätte ich vor fünf Jahren so auch nicht vermutet. Naja, aus der Europa League vielleicht – aber das zählt nicht. Und obwohl unser Budget immer noch keine großen Sprünge ermöglicht und erst seit kurzem mehrere fähige Jugendspieler im Profibereich dazu stoßen, hat Reuter es Jahr um Jahr geschafft, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen und zudem einen Generationenwechsel eingeleitet. Ich werde beim ersten Rückrundenspiel ein Bierchen auf Stefan Reuter trinken. Die Kurve sollte ein Liedchen anstimmen. Wir sollten alle hoffen, dass er noch lange bleibt. Und wenn die nächste schwächere Phase kommt, dann sollten wir alle wissen, dass Stefan Reuter besser als viele andere weiß, was er tut und ihm vertrauen.

Neujahrsvorsätze

2017 ist vorbei. 2017 war das erste vollständige Kalenderjahr, während dessen die Rosenau Gazette bestand. In 2016 habe ich fast den gesamten Januar noch im Winterschlaf verbracht. Zum Jahreswechsel bietet sich die Gelegenheit zurückzuschauen, zu überlegen, was gut und was nicht so gut war und darauf aufbauend weiterzumachen. Oder aufzuhören. Soviel gleich an dieser Stelle: das passiert erstmal nicht. Insgesamt ist der Meinungspluralismus rund um Augsburg zumindest für mich nicht wahrnehmbar gestiegen. Die Rosenau Gazette ist aus meiner Sicht immer noch der einzige Blog, der regelmäßig Beiträge zum FCA veröffentlicht. Darüber hinaus gibt es mit der Augsburger Allgemeinen immer noch nur eine Regionalzeitung, die von Artikeln in der wöchentlich erscheinenden Stadtzeitung flankiert wird.  Eine zusätzliche Meinung scheint zumindest bei einigen FCA Fans immer noch Anklang zu finden. Sollte sich das irgendwann ändern, dann braucht es uns vielleicht auch nicht mehr. Aber soweit sind wir ja noch nicht.

Leser

Wir haben im letzten Jahr ein paar kosmetische Veränderungen vorgenommen, um eine größere Leserschaft zu erreichen und bei Google besser gefunden zu werden. Die Anzahl der Beiträge ist zusätzlich gestiegen. Die Abrufzahlen sind zwar gewachsen, allerdings hat uns Facebook an einer Stelle einen Strick durch die Rechnung gemacht. Facebook zeigt Beiträge in Gruppen nicht mehr ganz so häufig automatisch an. Nachdem wir – wie auch die Augsburger Allgemeine und andere Medien der Region – diesen Weg wählen, um Interessierte anzusprechen, hat uns die Veränderung des Algorithmus Leserzahlen gekostet. Facebook hat einen klaren Hintergedanken: Man soll die Beiträge bewerben und Facebook für die Verbreitung bezahlen. Ich habe in diesem Zusammenhang einen Testballon gestartet, um in einem Fall festzustellen, wie viel Budget man investieren müsste. Lasst es mich vorsichtig formulieren: Facebook Werbung bleibt für uns erstmal kaum darstellbar. Nachdem wir selbst auf dem Blog bisher keine Werbung schalten, wird das auch erstmal so bleiben, denn wie sollten wir das Ganze auch finanzieren. Solltet ihr demnach Beiträge oder die gesamte Rosenau Gazette gut finden, lasst ein „Gefällt mir“ da und teilt den Beitrag oder die Seite. Wenn mehr Menschen unsere Beiträge lesen sollen, dann sind wir darauf angewiesen.

Inhalte

Thematisch werden wir weiterhin über die rein sportlichen Themen hinaus berichten. Alleine für den Januar habe ich schon einige Ideen und Entwürfe vorbereitet und wir werden gleich loslegen. Schon am Wochenende erscheint bei Presse Augsburg wieder meine monatliche Kolumne. Soviel sei verraten: es geht um einen Jubilar. Die meistgelesenen Beiträge im letzten Jahr handelten von Themen abseits des Fußballfelds (Platz 1: #Augsburghältzusammen; Platz 2: Mehr als 90 Minuten; Platz 3: Erstklassig ist eine Einstellung). Allerdings hatten wir auch einige gern gelesene Artikel zur sportlichen Situation. Die Kaderanalyse im Sommer kam gut an (und wir merken uns das hoffentlich für die nächste Sommerpause) als auch das Interview mit Tobias Escher. Auch an diesen Stellen wollen wir anknüpfen. Für Menschen, die wie ich gerne Texte zum FCA lesen wollen, und manchmal an der Bezahlschranke der Augsburger Allgemeinen abprallen, wird es auf dieser Seite weiterhin regelmäßig Gedankenanstöße geben. Thematisch dürft ihr uns gerne Anregungen und Themenvorschläge zukommen lassen. Ein kleiner Eintrag im Kommentarfeld reicht.

Aktion

Aber das ist uns ja nicht genug. Wir mahnen von unserem Verein immer wieder ein soziales Bewusstsein und ein Engagement für die Region an. Die Mitgliedschaft in einem Verein bedeutet eben gerade mehr als ein reines Konsumentenverhalten. Da wollen wir natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Nach unserer T-Shirt Aktion für Simon haben wir in 2017 eine weitere Aktion für den bunten Kreis gestartet. Alle Erlöse aus den Aktionen gehen an den guten Zweck und wir verdienen keinen Cent daran. Bzgl. beider Aktionen gibt es noch Shirts im Kiosk. Die Shirts für den bunten Kreis gibt es sogar in recht großer Anzahl von Halil Altintop selbst unterschrieben. Ich werde auch nicht müde werden, immer wieder auf die Aktionen hinzuweisen. Wenn ihr daher nicht nur ein Kleidungsstück erwerben wollt, dass euch mit dem FCA verbindet, sondern auch noch etwas Gutes darüber hinaus zu tun bereit seid, so schlagt zu. Bei Problemen mit dem Shop schreibt gerne eine kurze Email an kontakt@rosenau-gazette.de und wir wickeln die Bestellung so ab.

Vorsätze

Das war dann auch schon so kurz nach Jahresbeginn. Seid ihr auch schon so gespannt, wie die Rückrunde sportlich läuft? Kann die Mannschaft an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen oder kommt irgendwann der Einbruch? Die Hinrunde war sensationell und ich würde mich wirklich freuen, wenn es so weiter geht. Wenn ihr uns dabei helfen wollt, die Entwicklungen mit dem Blog abzudecken, dann habt ihr euch im Laufe des Beitrags sicher 3 Vorsätze notiert. Ich fasse sicherheitshalber kurz zusammen:

  1. Beiträge und Seite teilen, wenn ihr interessantes lest und gerne selbst einfach regelmäßig vorbeischauen
  2. Ideen zu Beiträgen im Kommentarfeld platzieren und mit anderen Lesern diskutieren
  3. Ein T-Shirt kaufen, um eine unserer Aktionen zu unterstützen und etwas Gutes zu tun

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein gesundes und zufriedenes 2018. Bleibt uns gewogen!

Wer braucht noch Weihnachtsgeschenke kurz vor Toresschluss?

Was eine Berg- und Talfahrt war denn diese englische Woche kurz vor Jahresende? Den Last Minute Ausgleich gegen Hertha BSC Berlin kassiert, nach einer Energieleistung auf Schalke mit leeren Händen dagestanden, gegen Freiburg 1:3 zurück gelegen und in der Nachspielzeit doch noch einen Punkt geholt. Welche eine Leistung kurz vor Ende der Hinrunde. Und ja, erstklassig ist eine Einstellung. Damit das Konto auf 24 Punkte erhöht. 9 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz zum Ende der Hinrunde, die internationalen Plätze in Sichtweise. Diese Hinrunde war zu großen Teilen ein rot-grün-weißer Traum, der zumindest mir sehr viel Freude bereitet hat.

Eine Woche noch bis Weihnachten und vielleicht sind einige von euch vor lauter Fußball nicht dazu gekommen sich um Geschenke zu kümmern. Daher wollen wir euch die Suche etwas erleichtern. Wir haben noch einige von unseren Halil-Shirts. Das besondere kurz vor Weihnachten ist, dass Halil selbst die Gelegenheit gefunden hat, einen ganzen Stapel der Shirts zu unterschreiben. Ich glaube immer noch, dass wir ohne Halil uns nicht an einer Hinrunde in der ersten Bundesliga erfreuen hätten können.

Weihnachtsaktion der Rosenau Gazette incoming. Wer sieht es direkt? Watch! Out!

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Die unterschriebenen T-Shirts geben wir für 35 EUR das Stück inkl. Versand ab. Die Damen- und Herren-Version gibt es jeweils im Shop. Wer Probleme mit dem Shop hat, kann gerne eine Email an kontakt@rosenau-gazette.de schicken und wir klären dann alles weitere. Dazu folgendes Angebot: Wer zu einem unterschriebenen Shirt noch ein weiteres (nicht unterschriebenes) Shirt (gerne in einer anderen Größe oder auch ein Simon-Shirt) dazu nimmt, der bekommt dieses 2. Shirt für 15 EUR. Im Shop einfach den Code 1907 im Warenkorb eingeben. Per E-Mail bekommen wir das auch so hin.

Die Aktion bietet natürlich zu Weihnachten auch noch eine gute Gelegenheit etwas für die Familien zu tun, die vom bunten Kreis unterstützt werden. Wir verdienen weiterhin keinen Cent mit den Shirts. Alle Erlöse gehen an den wohltätigen Zweck.

Zeitnaher Versand sollte auch klappen, so dass ihr die T-Shirts noch vor Weihnachten in den Händen haltet, wenn ihr euch schnell meldet. Für die deutsche Post lege ich aber meine Hände lieber nicht ins Feuer.

Auch bei Fragen könnt ihr euch einfach unter kontakt@rosenau-gazette.de melden. Ich hoffe, wir können dem ein oder anderen von euch eine Freude bereiten.