Saisonabschluss

Bereits vor Spielbeginn die Entscheidung: 35 Punkte genügen in dieser Saison zum Klassenerhalt. Der FCA wird das zwölfte Jahr in Folge erstklassig spielen. Dies, wie auch die gesamte Entwicklung des Vereins und des Umfelds in diesem Zeitraum, darf auch bei genauerer Betrachtung der ausgegebenen Ziele und des Saisonverlaufs, nicht vergessen werden.

Hertha BSC oder der VfB, einer der beiden Teams erhält die Klasse, der andere trifft in der Relegation auf den Zweitligadritten. Theoretische Chancen hat hier auch noch die Arminia.

Das in den entscheidenden Phasen zum Ende der Saison auch überraschende Ereignisse eintreten können zeigen die Aufstiegskämpfe in den nachfolgenden Ligen.

Von den Gedanken an eine Endspielsituation oder eine Relegation befreit trifft der FCA am letzten Spieltag auf die SpVgg Greuther Fürth. Bei voraussichtlichen sommerlichen Wetter die Gelegenheit sich als Mannschaft noch einmal gut zu präsentieren – auch wenn das wichtigste Ziel bereits erreicht wurde.

Über 8.000 Zuschauer beim Halbfinal-Auftritt der A-Junioren im Stadion. Ergebnisunabhängig hat die Mannschaft vor der ungewohnten Kulisse überzeugt, sowie für den Jugendfußball und die Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum des FCA Werbung gemacht.

Am Samstagmittag, vor dem Spiel der ersten Mannschaft das Rückspiel in Berlin. Zu hoffen, das manche Vorsätze erhalten bleiben, und die Junioren auch zukünftig etwas mehr Zuschauerzuspruch erhalten.

Über Gewinner und Verlierer der Saison wurde, vorbehaltlich der letzten noch ausstehenden Entscheidungen, allgemein schon genug gesagt und geschrieben. Vermutlich auch über den Verlauf beim FCA.

Gewonnen hat aber wieder der Fußball im Allgemeinen. Zu Beginn, und im Fortgang der Saison Einschränkungen und Geisterspiele. Mit zunehmender Dauer wieder stärker besetzte Tribünen, bis hin zur Vollauslastung.

Unter Auslassung der Frage, die sich erst später beantworten lässt, ob sich signifikant an der Querschnittstruktur der Stadionbesucher etwas geändert hat, fast das Gefühl als wäre es immer so gewesen, und das eigene Stadion als Ort der Glückseligkeit.

Dazu die Berichterstattung über den Finaleinzug der Frankfurter, die Europapokalqualifikation der Kölner oder den Wiederaufstieg der Schalker. Dies alles beschreibt auch in dieser Zeit einen Teil der Begeisterung für den Fußball, wie auch von Wettbewerben, die keine neuen Reformen benötigen.

Bereits als Absteiger steht die SpVgg Greuther Fürth fest. Auch in der zweiten Bundesligasaison, nach 2021/ 13, hat es für das Kleeblatt nicht gereicht. Und doch hat sich die Mannschaft des scheidenden Trainers Stefan Leitl gut in der Liga verkauft.

Nach nur fünf Punkten in der Vorrunde war die Punkteausbeute in der Rückrunde besser als die der Hertha oder die der Arminia.

Wie ist die Situation in Augsburg. Auch im nächsten Jahr wird der FCA, unabhängig der Aufsteiger, als einer der ersten Abstiegskandidaten genannt werden. Der Verein hat genügend Erfahrung mit den verbundenen Situationen, und wird weiter an der eigenen Unabsteigbarkeit arbeiten.

Vielleicht aber gelingt es, rund um den bestehenden Kern perspektivisch eine Mannschaft aufzubauen, die weiteres Profil, auch in taktischer und spielerischer Hinsicht, entwickelt,

Im 374. Bundesligaspiel, zum Ende der 11. Bundesligasaison, trifft der FCA auf Fürth. Am letzten Spieltag in einem fast vollem Stadion hat die Mannschaft die Möglichkeit sich mit einem gelungenen Auftritt zu verabschieden, bevor es dann, diesmal schon ab dem ersten Augustwochenende, gerne auch häufiger wieder heißt „Wagner-Josef – wie steht’s?“. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Vorschlussrunden

Am vergangenen Samstag sollte es nicht sein – und der endgültige Klassenerhalt ist noch vertagt. Die nächsten Gelegenheit dazu am kommenden Sonntag: entweder mindestens ein Punkt in Leipzig, oder Stuttgart gewinnt nicht in München.

In beiden Fällen ist dem FCA die Qualifikation für das zwölfte Jahr Bundesliga nicht mehr zu nehmen.

Was für Entscheidungen stehen sonst noch in der Liga an? München ist Meister, Dortmund höchstwahrscheinlich zweiter, in jedem Fall aber für die Champions League qualifiziert. Aktuell sind dies auch Leverkusen und der SC Freiburg – dahinter dann Leipzig, Köln und Union Berlin. Hoffenheim hat nur noch theoretische Chancen international dabei zu sein.

Fürth war schon abgestiegen, Bielefeld kann aufgrund des späten Ausgleichstores noch den direkten Klassenerhalt erreichen, Stuttgart und die Hertha können sowohl direkt absteigen, wie auch den Klassenerhalt schaffen.

Wie ist die Saison aus Augsburger Sicht einzuordnen? Mit gewisser Hoffnung, auch bedingt durch den Kader, auf eine sorgenfreie Spielzeit und einem Pokalsieg in Greifswald ging die Saison los.

Nach dem obligatorisch eher schwächeren Start am fünften Spieltag der erste Sieg, zuhause gegen Mönchengladbach.

Nach vier weiteren sieglosen Spielen, und einer schwachen ersten Halbzeit, das Aufbäumen in der zweiten Hälfte beim DFB-Pokalspiel in Bochum. Nach dem Befreiungsschlag gegen Stuttgart, und der Niederlage in Wolfsburg folgte mit dem Heimsieg gegen München eine der besten Saisonleistungen.

Weiter in der Inkonstanz folgte auf das Unentschieden, in der 97. Minute bei Hertha, die erste Halbzeit gegen Bochum, und ein weiterer positiver Auftritt in Köln. Zum Abschluss zwei Unentschieden, die allgemein beide nicht so erwartet wurden, und die Hoffnung, sich langsam für die Rückrunde gefunden zu haben.

Die zweite Saisonhälfte dann ein weiteres Auf und Ab, mit einem Heimsieg gegen Union sowie einem Punkt gegen Dortmund. Dazu nach langer Zeit zwei aufeinanderfolgende Siege, gegen Wolfsburg und Mainz.

Und trotz der Niederlagen in Stuttgart und gegen Hertha, mit durch die Siege in Bielefeld und Bochum, die beste Ausgangslage von den hinten stehenden Mannschaften im Abstiegskampf.

Ob nun mit dem Kader mehr möglich gewesen sein könnte oder woran es sonst noch lag: Der FCA hat beste Chancen auf den Klassenerhalt, und sobald dieser erreicht ist, besteht genügend Gelegenheit für weiteres, und in der Konsequenz auch wirklich weiterführendes.

Zum letzten Saisonauswärtsspiel geht es am, aus Bundesligasicht, späten Sonntagabend nach Leipzig. Ob sich ein besserer Termin hätte finden lassen – gemach.

Vorher, am Freitag findet das erste Halbfinalspiel der A-Jugend gegen Hertha BSC statt. Seit 1969 wird dieser Wettbewerb um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Der erste Gewinner war der VfL Bochum, die meisten Erfolge erzielte der VfB Stuttgart.

In der Liste der Sieger und Finalteilnehmer nur zwei Vereine, die nie Bundesliga gespielt haben. Im Finale 1970 gewann das auch heute noch für die Jugendarbeit, und daraus hervorgegangene Spieler, bekannte Hertha Zehlendorf gegen den TuS Altrip. Beim pfälzer Verein spielte damals der spätere Meister der Bananenflanke, Manfred Kaltz, mit.

Bereits einmal, 1993, konnte der FCA den Titel des Deutschen A-Juniorenmeisters gewinnen. Nach Siegen, jeweils mit Hin- und Rückspielen, gegen die Hertha Zehlendorf im Achtelfinale und den 1.FC Köln im Viertelfinale, konnte Werder Bremen im Halbfinale erst im Elfmeterschießen bezwungen werden.

Das anschließende Endspiel im Rosenaustadion gewann der FCA durch Tore von Frank Gerster, Thomas Meggle und Michael Rösele vor 12.000 Zuschauern mit 3 : 1 gegen Kaiserslautern.

Nun hat der FCA wieder die Gelegenheit diesen Erfolg zu erreichen. Nicht nur die letzten Ligaspiele mit der Meisterschaft in der Staffel, und das verbundene Erreichen des Halbfinales sind Auszeichnungen für die Nachwuchsarbeit des FCA.

Das perspektivische Ziel bleibt im Verein ausgebildete Spieler in die Profimannschaft zu integrieren. Im Idealfall dazu über den Ausbildungsweg und die Mannschaften hinweg verbundene Spielansätze und -ideen.

Ein der Vorrunde vergleichbares Ergebnis in Leipzig würde dem FCA in jedem Fall ein Endspiel gegen Fürth ersparen. Den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen, und in einer Saison gegen eine Spitzenmannschaft zweimal ungeschlagen zu sein, wäre ein weiterer Erfolg für den Ferein. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Inventarisierbar

Eben dann doch wenn es darauf ankommt: Der FCA kann Abstiegskampf! Wie unterschiedlich die Erfolge im Kampf um den Klassenverbleib auch entstehen mögen, am Ende ist Augsburg immer Gewinner dieses eigenen Wettbewerbs innerhalb der Liga.

Unabsteigbar zum Elften – der FCA ist und bleibt weiterhin erstklassig!

Wodurch unterscheidet dich die ausgehende Spielzeit von den vorherigen, wenn die Spitze immer gleich besetzt ist. Einige Überraschungsmannschaften, dieses Jahr möglicherweise weniger prominente Absteiger, und ein FCA, der obligatorisch erstklassig bleibt.

Die Stadien sind wieder voller, die Pandemie ist für viele in den Hintergrund gerückt – fast alles scheint wie es war.

Abwechselnde hohe Ergebnisfolgen beim VfL Wolfsburg. Nach der Champions-League-Qualifikation im letzten Jahr scheint jetzt der Klassenerhalt sicher.

Ein wenig, alles wie immer – und aus Augsburger Sicht der langsam fast historische Gedanke, das der FCA fester Bestandteil dieser Liga, und von vielem auch außen herum, geworden ist.

Nicht das über die Jahre vorherrschende Auf und Ab, sondern eine kontinuierliche Saison, die der 1. FC Köln spielt. Auf Platz 7, mit einem Punkt Rückstand auf Union und zwei auf den Sportclub, bestehen noch alle Chancen zur Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb.

Nachdem in der letzten Spielzeit der Klassenerhalt erst im zweiten Relegationsspiel erreicht wurde, erinnert in diesem Jahr vieles an die erfolgreiche Saison 2016/ 17, in der es, mit der gleichen Punktzahl wie jetzt, am Schluss zu Platz 5 reichte.

Keine zwei Spiele hintereinander, in denen die Kölner nicht gepunktet haben in dieser Spielzeit. Das Team von Steffen Baumgart, der nach vier Jahren Paderborn zum FC kam, ist eine der Überraschungsmannschaften, und steht zurecht vor einigen stärker eingeschätzten Teams.

Während Freiburg und Union am nächsten Spieltag aufeinandertreffen spielen die Kölner noch gegen Wolfsburg und in Stuttgart.

Es gibt einige Verbindungen mit Spielen gegen den Effzeh in der neueren Vereinsgeschichte des FCA. Beginnend mit dem ersten Zweitligaspiel nach 23 Jahren im August 2006, kuriosen Ereignissen in Pokal und Ligaspielen sowie einer positiven Bilanz.

Der FCA liegt auf Platz 10 in der ewigen Tabelle – nicht in der seit 1963, sondern in der, bezogen auf die Teilnahmen, seit 2011. Noch zwei Punkte Vorsprung zu Freiburg, aber immer noch deutlich vor der Hertha, Stuttgart und auch Köln.

Vom letztjährigen Auftritt am 31. Spieltag abgesehen konnte der 1.FC Köln noch kein Erstligaspiel in Augsburg gewinnen.

Nach dem Auswärtssieg zum Ende der Vorrunde in Köln, durch Tore von Hahn und Dorsch, spielte der FCA noch zweimal Unentschieden, und ging mit 18 Punkte in die Winterpause. Auch wenn der FCA den Klassenerhalt wohl geschafft hat, war in der Rückrunde auch mehr möglich.

Etwas besteht weiter die Annahme, das nicht alle individuellen Potentiale von der Mannschaft abgerufen wurden.

An den letzten drei Spieltagen geht es darum den endgültigen Klassenverbleib zu erreichen, und gerne auch zu zeigen wozu die Mannschaft spielerisch fähig sein kann.

Zwischen 1991 und 1995 waren die Junioren des FCA nur einmal nicht DFB-Junioren-Pokalsieger – im Jahr 1993 wurde die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft erreicht.

Eine herausragende Saison spielt die U19. Nach dem 4 : 1 am vergangenen Wochenende gegen Darmstadt 98 kann am Samstag in Heidenheim mit einem Sieg die Meisterschaft in der Staffel Süd/ Südwest, und damit die Qualifikation für das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft erreicht werden.

Bald ein Jahr ist es her als das Ahrtal von einer Flutkatastrophe betroffen war. Daran, an das Engagement einiger FCAler, und das Fußball auch darüber hinaus verbinden kann, erinnert der Besuch aus Dernau. Auf das dies nicht der einzige Besuch in Augsburg bleiben wird.

Noch drei Spiele, beginnend mit Samstag, in denen der FCA auch tabellarisch noch nach oben klettern, und einen guten Saisonabschluss erreichen kann. Nach dem Erreichen des Klassenerhalts könnte sich der Blick dann auch in Richtung Zukunft richten – Potentiale sind auch schon vorhanden. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Abstiegskämpfe

Das Konstanteste in dieser Spielzeit scheint die Abwechslung. Auch wenn eine große Chance ausgelassen wurde, hat der FCA auch nach der Niederlage gegen die Hertha alle Möglichkeiten den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu erreichen.

Vermutlich sind es noch vier Mannschaften, einschließlich Augsburg, die weiter um den Klassenerhalt kämpfen. Fürth kann nach dem 31. Spieltag bereits als erster Absteiger feststehen, und ein Abstieg von Wolfsburg oder Bochum scheint bereits relativ unwahrscheinlich.

Verbessert hat sich nach dem letzten Wochenende die Ausgangsposition der Hertha, die zunächst gegen Stuttgart, und dann in Bielefeld antritt.

Nach der Entlassung von Frank Kramer versucht die Arminia mit neuem Trainer und Co-Trainer noch die entscheidenden Impulse im Abstiegskampf zu setzen.

Dazu noch der Blick auf das Restprogramm des VfB – der FCA sollte nur auf seine eigenen Aufgaben sehen.

Am kommenden Sonntag zum zweiten Mal in dieser Spielzeit in Bochum, gegen Köln, in Leipzig und gegen Fürth. Mit zwei Siegen ist der direkte Klassenerhalt in jedem Fall erreicht.

Nach leichten Startschwierigkeiten beendeten die Bochumer die Vorrunde mit 20 Punkten auf Platz 12. Und auch die Rückrunde läuft mit bisher 16 Punkten sehr konstant. Der VfL, nach 22 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit, 1993 zum ersten Mal aus der Bundesliga abgestiegen, kann für die insgesamt 36. Bundesligaspielzeit planen.

Seit über zehn Jahren ist Thomas Reis als Trainer verschiedener Teams beim VfL, und hat im September 2019 die erste Mannschaft übernommen. Nach der Roten Karte im Spiel gegen Freiburg wird der Erfolgstrainer aber am Sonntag nicht auf der Bank sitzen.

Auch nach dem 30. Spieltag scheint es schwer die Saison des FCA zuzuordnen. Trotz der Niederlagen in den direkten Vergleichen gegen Stuttgart und die Hertha liegen alle Trümpfe beim FCA. Die Mannschaft sollte sich dieser Situation auch bewusst sein.

Auf gelungene folgen weniger erfolgreiche Auftritte, und nur einmal konnten bisher in dieser Saison zwei Spiele am Stück gewonnen werden.

Auch ohne genauere Betrachtung individueller und mannschaftlicher Statistiken, die Darbietungen waren zu wenig konstant. Zwischendurch waren aber auch immer wieder spielerische Auftritte, die perspektivisch Hoffnung machen.

Vor einer Analyse aller Mannschaftsteile, Ineinandergreifen, Spielsystem oder weiterer saisonspezifischer Merkmale geht es weiter darum möglichst bald den Klassenerhalt zu erreichen. Dies auch um möglichst an den letzten beiden Spieltagen in keine Endspielsituationen zu kommen.

Die Mannschaft verfügt über alle dafür erforderlichen Fähigkeiten und Eigenschaften. Augsburg ist seit zehn Jahre Meister im Abstiegskampf. In den nächsten beiden Auftritten das Saisonziel erreichen – alles andere wird erst danach wichtig.

Beim Blick auf die Liga scheint an der Tabellenspitze wieder die vermeintliche Ordnung der letzten Jahre zu bestehen. Nach Leverkusen folgen aber drei Vereine, die dort nicht unbedingt erwartet werden mussten. Der SC Freiburg, Pokalfinalist, hat auch noch die Chance die beste Platzierung der Vereinsgeschichte, aus der Saison 1994/ 95, einzustellen.

Ein Mittelfeld, von Platz 9 – 13, in dem sich auch die Teams befinden, die nicht nur aufgrund des letztjährigen Abschneidens mit größeren Erwartungen in die Runde gegangen sind . Und dahinter der Abstiegskampf mit manchmal wechselnden Teilnehmern, aber auch einem gleichbleibenden Gewinner.

Vom DFB-Pokal-Spiel im letzten Jahr abgesehen hat in den Vergleichen zwischen Augsburg und Bochum bisher immer die Auswärtsmannschaft gewonnen. Sollte es diesmal wieder so sein, wird der FCA einen großen Schritt in Richtung zwölftes Jahr Erstklassigkeit gemacht haben.

In seiner, im Vergleich zu Bochum, kürzeren Bundesligazeit ist der FCA noch nie abgestiegen, und darf sich dann weiter seiner eigenen Geschichte der Unabsteigbarkeit widmen. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Immerwährend

Bei einem gelungenen Auftritt in München verliert der FCA nur gegen den VAR. Es ist keine Frage ausgleichender Gerechtigkeit, sondern allenfalls die, nach einem angemessenen Ablauf. Allein ein verzögerter Spielunterbruch zerstört so viel mehr als den Spielfluss.

Nebenbei auch einiges in Aufbau und Ablauf beim FCA zu sehen, das in dieser Spielzeit öfters wünschenswert gewesen wäre – aber auch Zuversicht für die nächsten fünf Spiele macht.

Dreimal spielt der FCA noch zuhause, dazwischen zweimal auswärts, beginnend am kommenden Samstag gegen die Hertha.

Hertha BSC ist der älteste in einer deutschen Profiliga spielende Verein. Zweimal Deutscher Meister, zwölfter der ewigen Tabelle, kämpfen die Berliner im 39. Jahr der Erstklassigkeit wieder gegen den Abstieg.

Ganz anders sollte diese Saison in Berlin mit dem neuen Sport-Geschäftsführer laufen. Ein einstelliger Tabellenplatz, der Aufbau einer Mannschaft und verschiedene perspektivischen Ansätze waren die Ziele.

Zum Ende der Spielzeit eine ganz andere Situation, in der auch im Umfeld fast nichts mehr klar erscheint. Dazu mit Felix Magath der dritte Trainer, mit dem der siebte Abstieg des Vereins aus der Bundesliga verhindert werden soll.

Das neunte Jahr in Folge, seit dem Wiederaufstieg 2013, fällt die Diskrepanz der Vor- und Rückrundenbilanzen der Berliner auf. Von den geringeren Ausnahmen der letzten beiden Jahre abgesehen sind die Unterschiede in den Halbserien teilweise sehr groß.

Dies trifft auch auf die in diesem Zeitraum erfolgreichsten Spielzeiten 2015/ 16 und 2016/ 17, mit anschließenden internationalen Auftritten, zu.

In dieser Saison mit 21 Punkten nach der Vorrunde auf Platz 11, reichte es in der Rückrunde bisher erst zu fünf Punkten – dem schwächsten Ligawert.

Insgesamt negativ, ist die Heimbilanz gegen die Hertha ausgeglichen. Beim letzten Heimsieg, im November 2019, hießen die Torschützen Philipp Max, Sergio Córdova, André Hahn und Florian Niederlechner.

Im Hinspiel war es Michael Gregoritsch, der spät in der Nachspielzeit den Führungstreffer der Berliner durch Marco Richter ausglich.

Wo steht der FCA nach dem 29. Spieltag, und was hat sich durch eine Woche mit drei Spielen geändert? Zwischenzeitlich wieder einmal auf den Weg in die zweite Liga gesehen, hat Augsburg alles wieder selbst in der Hand.

Und doch ist nach dem letzten Spieltag noch nichts ganz sicher; die Position des FCA scheint sich aber zumindest nicht verschlechtert zu haben. Während die Anzahl der Spiele, in denen gepunktet werden kann, für die anderen im Abstiegskampf befindlichen Mannschaften weniger werden, hat sich am Abstand nach hinten aus Augsburger Sicht nichts wesentliches geändert.

Beim letzten Vergleich in dieser Spielzeit gegen einen tatsächlichen Konkurrenten in den hinteren Regionen kann der FCA nicht nur diese Situation weiter bewahren, sondern auch einen großen Schritt Richtung zwölftes Jahr Erstklassigkeit machen.

Dazu die Unterstützung von den Rängen, in Augsburg scheint sich wieder eine Form dieser eigenen Normalität einzufinden.

Miteinander wurde diese Woche auch gesprochen von Vertretern der aktiven Fanszene und des Vereins. Mit der Absicht zukünftig sich wieder mehr zusammen zu setzen, auch hier die Möglichkeit eines neuen Anfangs.

Und ohne die Saison, mit ihren verschiedenen Entwicklungen, genauer zu analysieren, scheint es doch besonderes zu geben, für das andere, auch größere Vereine, den FCA beneiden – und wäre es nur die andauernde Zugehörigkeit zur ersten Liga.

Vielleicht nur noch zwei Spieltage bis es wieder Unabsteigbar heißen könnte – und am Samstag die Chance auf den nächsten Schritt. Augsburg hält zusammen! Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Andauernd

Weniger Pässe gespielt, weniger Torschüsse, Passquote, Ballbesitz und mehr – höhere Laufleistung. Es gibt so viele Statistiken, die nach und vor dem Spiel zu betrachten sind, aber nur das Ergebnis ist entscheidend – 2 : 1!

Augsburg will erstklassig bleiben – so der Eindruck gegen Mainz. Unabhängig vergleichbarer Statistiken oder Situationen, die Mannschaft hat wieder den Willen gezeigt, der den FCA ausmacht, und übergreifend auch Grundsätze, warum der FCA demnächst wohl möglich das zwölfte Jahr in Folge erstklassig spielt.

Die Analyse und Bewertung von Statistiken wird vermutlich in München anders gehandhabt – Anspruch und Erwartung sind verschieden. Neben der zuletzt obligatorischen Meisterschaft spielt München noch um die Champions League. Ob die Tatsache, dass das Spiel gegen den FCA zwischen den Viertelfinalauftritten vs. Villareal liegt, von Vorteil ist, lässt sich unterschiedlich sehen, nicht aber, das der FCA überall punkten kann.

Das Hinspiel war zumindest eines der besten FCA-Spiele der bisherigen Saison.

Durch den Nachholsieg gegen Mainz hat sich die Situation in der Tabelle etwas gewandelt. Mit sechs Punkten und fünf Toren Vorsprung zum Relegationsplatz steht der FCA auf Platz 13 der Tabelle. Gleich wie die bisherige Saison spielerisch, oder hinsichtlich der mannschaftlichen Entwicklung bewertet werden wird, ist dies, von den Spielzeiten 2013/ 14 und 2014/ 15 abgesehen, die zweitbeste Zwischenbilanz zum vergleichbaren Zeitpunkt in der Bundesliga.

Jeffrey Gouweleeuw ist aktuell der Spieler mit den meisten Bundesligaeinsätzen für den FCA im Kader. Auch auf seiner Position trifft oft zu, das die Nichterwähnung seiner Leistungen in der Nachspielbetrachtung eben einer Würdigung der selben zukommt.

Am zweithäufigsten war Andre Hahn in der Bundesliga bisher für den FCA auf dem Platz. Die meiste Zeit seiner Karriere – unterbrochen nur durch wenige Wanderjahre. Vielleicht sollte er mit einem Vertrag auf Lebenszeit ausgestattet werden – ein Abstieg mit ihm, scheint, unter Berücksichtigung seines immer wieder gezeigten Einsatzes, schwer vorstellbar.

Er reiht sich gefühlt auch in eine Liste von Spielernamen, beginnend mit Tobi Werner ein, die auch für die Art und Weise stehen, wie es dem FCA seit nun über zehn Jahren gelingt die Liga zu halten, und zwischenzeitlich auch Akzente zu setzen.

Es ist noch zu früh, und nicht möglich die Saison, einzelne Leistungen oder mannschaftliche Entwicklungen zu bewerten. Vermutlich werden in einer späteren Detailanalyse auch ganz unterschiedliche Akteure bei den jeweiligen Spielen hervorgehoben.

Auch dies macht eine Mannschaft aus, deren Anzahl geschossener Tore dem Tabellenplatz entspricht, und sich auf 14 Spieler verteilt.

Die besten, die größten, seit kurzem auch die meisten Spiele in der Liga. Eigentlich hat Bayern München bereits alle Rekorde erreicht, und die Frage, die bleibt, ist welche dann noch offen sein könnten.

Ein, bisher noch nicht so in den Mittelpunkt gerückter, ist die Erhöhung der Anzahl auf dem Platz stehender Spieler. Sollten jetzt nochmal alle Meisterschaften und Titel durchgegangen werden, ob diese auch mit der korrekten Anzahl an Spielern erreicht wurden. Oder waren in München schon immer 12 Freunde nicht zu trennen.

Die Geschichte vom 12ten Mann ist in München, mit Stadion, ganz anders zu verstehen. Es spielen die besten Elf und die 12. War die Möglichkeit der freien Vergabe der Rückennummern bereits die Steilvorlage? Zumindest früher wäre eine „12“ aufgefallen – möglicherweise aber auch nicht die zusätzliche Anwesenheit der „2“ bis „11“.

Verzögerte Freude ist keine richtige Freude, und manche Situationen scheinen sich besser auf dem Platz lösen zu lassen. Es mag eine Form des Verständnisses von Fehlentscheidungen durch den Schiedsrichter geben, nicht aber für den Videobeweis – der VAR schafft nicht mehr Gerechtigkeit und macht so keinen Sinn.

Bonusspiel gewonnen – zwar hat der FCA zwei Spiele Vorsprung auf Platz 16, aber es sind eben auch noch sechs Spieltage. Vermutlich fehlen noch sechs Punkte, und am Samstag besteht die nächste Gelegenheit zum Sammeln.

Auch beim Auftritt in München geht es um Punkte für den Klassenerhalt. Dies könnte auch ein deutliches Signal an die Liga sein, das Augsburg Abstiegskampf kann, und erstklassig bleibt, seit dann über 4000 Tagen! Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Weiterführend

Es eine wesentliche Qualität in den entscheidenden Momenten zu überzeugen. Und es gibt bestimmte Spiele, in denen dem FCA dies alljährlich gelingt. Elf Jahre sind es mittlerweile, die der FCA ununterbrochen erstklassig spielt, und die Wahrscheinlichkeit für ein weiteres Jahr ist wieder gestiegen.

Es mag verschiedene Möglichkeiten geben ein einzelnes Spiel zu analysieren, anhand von Situationen, in der Gesamtbetrachtung und aus bestimmten Abläufen unter Berücksichtigung des gegnerischen Auftritts.

Beginnend mit dem frühen Führungstor, einiger Einzelleistungen und dem mannschaftlichen Auftreten – dazu noch die zwei Tore in der zweiten Hälfte – am Sonntag konnte die Mannschaft wieder zeigen, was den FCA eben auch ausmacht.

Die Aufstellungen und Abläufe waren und sind unterschiedlich, und es fällt schwer allgemein übergreifend zu beschreiben, was genau die jeweiligen Merkmale sind, die dazu beitragen, dass der FCA in den entscheidenden Spielen zum Ende der Saison die nötigen Erfolge erreicht – mannschaftliche Geschlossenheit und Einsatzwille sind dabei jedoch immer die Basis.

Einige entscheidende Spiele, in denen der FCA dies immer wieder bewiesen hat: An den letzten Spieltagen der Saison 2012/ 13 gegen Fürth oder 2016/ 17 in Hoffenheim, genauso wie der vorgezogene Klassenerhalt an einem 33. Spieltag 2012 in Mönchengladbach, 2016 auf Schalke oder im vergangenen Jahr gegen Bremen.

Nicht zu vergessen sind aber die Spiele gegen Ende der Rückrunde, in denen der FCA oft einen Grundstein legte, und ein klares Bewusstseinszeichen setzte, um was es wirklich geht. Und in diese Reihe der Spiele, wie gegen Stuttgart 2013, Wolfsburg 2016, Hamburg 2017 und vor allem Stuttgart 2019 könnte sich das Spiel am vergangenen Sonntag auch einreihen.

Eine ganz andere Situation bei Mainz 05 in dieser Saison. Die seit den Veränderungen zur Rückrunde der vergangenen Spielzeit beginnende Entwicklung hat angehalten. Der FSV steht aktuell mit 38 Punkten auf Platz 10. Saisonübergreifend, unter Einrechnung der letzten Rückrunde, wäre es ein Platz, der zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb ausreichen würde.

Möglicherweise reicht es für die beste Platzierung seit sechs Jahren in dieser Spielzeit; in der Heimtabelle liegen die Mainzer auf Platz 3. Auswärts dagegen gelangen bei zwei Siegen in der Vorrunde, in Hoffenheim und Bielefeld, erst 8 Punkte.

Auch mit der Vorrundenbegegnung hat der FCA weiterhin eine positive Bilanz und die letzten vier Heimspiele gegen Mainz gewonnen.

Durch die Ergebnisse der anderen Abstiegskandidaten am letzten Wochenende lässt sich der Abstand zum Relegationsplatz weiter vergrößern. Aktuell steht der FCA mit 29 Punkten auf Platz 14.

Es stehen noch sechs reguläre Spieltage an. Der Blick auf das Restprogramm lässt viele Möglichkeiten offen. So spielt die Hertha noch gegen Stuttgart, in Bielefeld und in Augsburg. Wolfsburg, in der Tabelle zwei Punkte vor Augsburg stehend, spielt am kommenden Wochenende gegen Bielefeld und noch in Stuttgart.

Es sind nicht nur die direkten Duelle, die entscheidend für den Klassenerhalt sind – keines dieser Spiele findet an den letzten beiden Spieltagen statt. Alle beteiligten Vereine treffen hier noch auf einen der in der letzten Abschlusstabelle auf den Plätzen 1 – 3 stehenden Klub.

Unter den Annahmen, dass Fürth nicht mehr den Klassenerhalt schaffen kann, und 38 Punkte wieder ausreichen, bedeutet dies, dass, abhängig von der Ausgangsposition des jeweiligen Vereins, noch drei bis vier Siege zum Ligaverbleib nötig sind. Der FCA hat hierfür ein Spiel mehr zur Verfügung.

Coronabedingt wurde das ursprünglich angesetzte Aufeinandertreffen gegen Mainz kurzfristig abgesagt, was in Augsburg, auch durch den Rückenwind nach dem Auswärtssieg in Bielefeld, und die daraus resultierende Spielpause als Nachteil empfunden wurde.

Am Mittwochabend, im Nachholspiel nun die Möglichkeit, auf der letzten Leistung aufbauend, zu zeigen was Augsburg ausmacht, und einen nächsten Schritt Richtung bleibender Erstklassigkeit zu machen. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Fußballansichten

Durch die Länderspielpause, diesmal auch mit Spiel, liegt das letzte Auftreten des FCA beim VfB wieder etwas zurück.

Nach dem Auftritt vor 55.000 Zuschauern in Stuttgart entsteht nach zwei Jahren wieder etwa mehr Normalität, und auch in Augsburg wird die Kurve wieder ein vertrautes Bild ergeben. Corona bleibt aber nicht nur auf dem Rasen und der Bank weiter ein Thema.

Das letzte Spiel mag sich unterschiedlich einordnen lassen, aber es sind noch sieben Spieltage, darunter vier Heimspiele, plus das Nachholspiel gegen den FSV Mainz. Aktuell steht der FCA mit der besseren Tordifferenz gegenüber der Hertha auf Platz 15, mit einem Punkt Vorsprung zu Bielefeld.

Wenig sinnvoll die Aufgaben der beteiligten Mannschaften zu betrachten, geht es für den FCA von Spiel zu Spiel. Dafür, was alles in den letzten Spieltagen einer Saison im Abstiegskampf möglich ist, gibt es genügend Beispiele in der eigenen Bundesligageschichte. Die nächste Aufgabe ist am kommenden Sonntag der VfL Wolfsburg.

Mit 13 Punkten, auf Platz 9 stehend, wechselten die Wolfsburger nach dem neunten Spieltag den Trainer. Nach Siegen in Leverkusen und gegen Augsburg verlief die Saison mit Trainer Kohfeldt dann nicht wie erwartet. Nach der Hinrunde mit 20 Punkten auf Platz 13, und aktuell gleich, mit fünf Punkten Vorsprung auf dem Relegationsplatz.

Nur viermal stand der VfL in seiner Bundesligageschichte zu diesem Saisonzeitpunkt schlechter, und sicherte sich dabei 2017 bzw. 2018 den Klassenerhalt erst über die Relegation. Die schwache Schlussviertelstunde und anderes, die Wolfsburger haben auch in der Rückrunde den Anschluss nach oben verpasst, und spielen nach dem Auftritt in Augsburg mit der Arminia gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf.

Wie könnte der Blick aus Augsburger Sicht auf die kommenden sechs Wochen sein. Nach den Spielen gegen Wolfsburg und Mainz geht es nach München. Im Anschluss die Partien gegen die Hertha, in Bochum, und gegen Köln. Am vorletzten Spieltag in Leipzig, und gegen Fürth.

Schwer einzuschätzen wie viele Punkte dieses Jahr für den Klassenerhalt erforderlich sind. Die in der bisherigen Bundesligazeit des FCA immer ausreichenden 38 sollten aber in jedem Fall das Ziel sein. Und bei genauer Betrachtung hat der FCA durch das Heimdoppel gute Chancen einen ersten Schritt in diese Richtung zu machen.

Weder über die bisherige Saison nachzudenken, noch voraus planen, es geht einfach Spiel für Spiel darum zu punkten. Egal, ob es vorteilhaft sein könnte, das es für die jeweiligen Kontrahenten in den Vergleichen noch um etwas geht oder nicht, der FCA muss als Mannschaft überzeugen, und vor allem in den Heimauftritten den Grundstock zum Klassenerhalt legen.

Fanradios gibt es schon relativ lange im Fußball. Einhergehend mit der zunehmenden Kommerzialisierung und dem Verkauf der Übertragungsrechte sind die ersten ab den 90er-Jahren entstanden. Als eines der ältesten gilt das mittlerweile eingestellte Hertha-Echo, das 1989 gegründet wurde.

Neben unterschiedlichen Beiträgen aus Fansicht über und um den jeweiligen Verein nahmen auch die Live-Reportagen für Fans, die nicht im Stadion sein konnten, mit der Zeit zu.

Am 15. Oktober 1999 wurde in Leverkusen, beim Spiel gegen den SSV Ulm, das erste Mal bei einem Bundesligaspiel sehbehinderten Zuschauern eine Blinden-Reportage im Audio-Form angeboten. Der Durchbruch kam mit der WM 2006, und mittlerweile gibt es bei der überwiegenden Anzahl der Vereine von der ersten bis zur dritten Bundesliga, sowie bei verschiedenen Regionalligisten entsprechende Angebote.

Auch ohne Schulungen und Workshops, die der DFB für die über 250 geschätzten Blindenreporter in Deutschland anbietet, ist es mehr als ein Erlebnis ein Spiel gemeinsam mit einem sehbehinderten Fan zu verfolgen, und dabei live Spielverlauf und Emotionen in Worte zu fassen. So gesehen und erlebt beim letzten Spiel in Stuttgart, und dabei mehr noch über die Leidenschaft für den Sport von Sehbehinderten gelernt.

Zum Ende des Bundesligawochenendes kann der FCA am Sonntag mit einen guten Start in die anstehende Woche starten, und wieder ein Signal setzen, das Augsburg erstklassig ist – dazu die Unterstützung von den Rängen. Augsburg hält zusammen! Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Fußballdeutungen

Nach dem kurzfristig abgesagten Spiel gegen Mainz liegt der letzte Auftritt des FCA nun schon etwas länger zurück. Und doch bleibt in Erinnerung: Der FCA kann Abstiegskampf. Über 90 Minuten zeigte die Mannschaft in Bielefeld alles, was erforderlich ist, um in den entscheidenden Spielen zu bestehen. Dazu der Torschuss von Daniel Caligiuri, und eine Abwehr, die wenig Möglichkeiten für die Bielefelder erlaubte. Mit Ausnahme der Verletzung von Felix Uduokhai ein gelungener Auftritt.

Welche Eigenschaften spielen eine Rolle, was könnten die ausschlaggebenden Aspekte sein, die den Unterschied im Abstiegskampf ausmachen. Grundvoraussetzung ist der gemeinsame, mannschaftliche Wille alle anstehenden Aufgaben zu meistern. Dies beinhaltet auch sich von möglichen zwischenzeitlichen Ausrutschern oder Tiefschlägen nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Auch dies hat der FCA in den jeweiligen entscheidenden Phasen in der Bundesligazeit immer wieder erkennen lassen.

Es sind noch neun Spiele, darunter noch fünf Heimauftritte, der FCA hat alle Möglichkeiten das Ziel aus eigener Kraft zu erreichen.

Mit dem Aufwind der letzten beiden Spiele, Laufbereitschaft, Einsatzwille und Robustheit, wieder die eigene Mentalität weiter entwickeln, an Selbstbewusstsein gewinnen, und eben diese Emotionen auf den Platz bringen – dies alles macht den Unterschied, und erklärt mit, warum der FCA seit elf Jahren am Stück erstklassig spielt.

Platz 14, drei Punkte und ein zusätzliches Spiel auf Platz 16, sowie die direkten Vergleiche gegen die aktuell auf den letzten drei Plätzen positionierten Mannschaften. Ob Mönchengladbach, Wolfsburg oder Bochum noch abrutschen, oder wer noch gegen wen spielt – der FCA hat alles selbst in der Hand.

Nach ungeplanter Pause, und sich dessen bewusst, nun die nächste Gelegenheit in Stuttgart zu überzeugen.

Bis zum letzten Spieltag hatte der VfB in der vergangenen Saison die Chance sich für die Conference League zu qualifizieren, und erreichte mit 45 Punkten den 9. Tabellenplatz. Mitbedingt durch eine hohe Anzahl verletzungsbedingter Ausfälle, auch von Schlüsselspielern, konnte der VfB in dieser Saison nicht mehr an diese Leistung anknüpfen, und stand nach der Vorrunde mit 17 Punkten auf dem Relegationsplatz.

Vor allem aber die Art und Weise wie der VfB vor zwei Wochen das Spiel gegen Mönchengladbach nach 0 : 2 – Rückstand noch drehte, sowie der Ausgleich in der letzten Minute bei Union, die entscheidenden Tore jeweils durch Saša Kalajdžić auf Vorlage von Borna Sosa, machen den Stuttgartern für den Rest der Saison Hoffnung.

Zuletzt auch wieder anlassbezogen Erinnerungen an den Fußball von früher, und die Vorstellung, das damals vieles anders gewesen sein könnte. Verbunden mit den 90er-Jahren beim DFB aber auch eine stark fortschreitende Kommerzialisierung des Sports.

Von Mitte der 70er- bis Mitte der 80er-Jahre als Spieler, und von 1993 bis 2012 als Trainer, kehrt Felix Magath nun in die Bundesliga zurück, und soll die Hertha vor dem Abstieg bewahren.

Länger zurückliegend die Bundesligazeit des kürzlich verstorbenen Jürgen Grabowski. Er spielte 15 Jahre lang bis 1980 für die Eintracht, war an entscheidenden Toren bei den Weltmeisterschaften 1970 und 1974 beteiligt, galt als einer der komplettesten Spieler seiner Zeit, und blieb nicht nur in Frankfurt als Persönlichkeit in Erinnerung.

Corona, Ukraine – welche Rolle hat der Fußball aktuell auf der Agenda? Wieder voller werdende bis ausverkaufte Stadien – was darf, und was kann Fußball?

Einerseits gibt es momentan wichtigeres als den Ausgang von Fußballspielen, andererseits aber auch Möglichkeiten zu zeigen, das Sport in verschiedener Form auch verbindet.

Weder geht es um die Deutungshoheit, noch um die Zuordnung von Ereignissen – es geht um die Solidarität mit Menschen in unterschiedlichen und hoffnungslosen Situationen. Und ohne große Verbandsregelungen und -beschlüsse – es geht darum Menschen konkret zu helfen. Dazu tragen alle Aktionen von Vereinen, Spielern, Fangruppierungen und Kurven bei.

Am Samstag nun das achtzehnte Bundesligaspiel gegen den VfB, in dem der FCA nicht nur die Möglichkeit hat, den Abstand zu vergrößern, sondern weiter als Mannschaft im Abstiegskampf zu überzeugen. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Leidenschaften

Der FCA kann Abstiegskampf. Ein Punkt gegen den Tabellenzweiten bedeutet gleichzeitig das Verlassen des Relegationsplatzes. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen geht es nun in die nächsten Partien, beginnend mit dem Auftritt in Bielefeld am Freitagabend.

Auch der restliche Spieltag verlief im Sinne des FCA: Stuttgart verliert in Hoffenheim, Berlin in Freiburg, Bielefeld in Leverkusen und Bochum gegen Leipzig. Auch die Punkteteilung zwischen Mönchengladbach und Wolfsburg könnte sich noch als nützlich erweisen.

An diesem Spieltag kann der FCA sich aus eigener Kraft in der Tabelle verbessern.

Es waren auch die Umstellungen am letzten Spieltag, die den FCA an Sicherheit gewinnen ließen. Mit etwas Konstanz beim Auftritt auf fremden Platz könnte der nächste Schritt einer immer noch möglichen Entwicklung erfolgen.

Das Ziel ist der Klassenerhalt, dieser lässt sich aber, neben einer einsatzorientierten Spielweise, auch mit spielerischen Mitteln erreichen. Dazu eine Ausrichtung, die über die gesamte Spielzeit anhält.

Es ist erst das achte Aufeinandertreffen der beiden Vereine. Während der FCA in den beiden Zweitligaspielzeiten 2009/ 10 und 2010/ 11 alle Vergleiche gewonnen hat, gab es in der Bundesliga bisher zwei Unentschieden in Augsburg und einen 1 : 0-Sieg, durch das Tor von Gouweleeuw, in der vergangenen Spielzeit.

Vielleicht klappt es ja mit der Fortführung der Auswärtsbilanz, und dem Beginn einer Serie, die gegen Mainz und in Stuttgart fortgeführt wird.

Seit einem Jahr ist Frank Kramer nun Trainer bei der Arminia. Nach dem 23. Spieltag der vergangenen Saison standen die Ostwestfalen mit einem Spiel weniger mit 18 Punkten auf Platz 16. Ein Jahr später ist es Platz 14 mit 25 Punkten.

Nach acht Spieltagen stand Bielefeld mit fünf Punkten auf dem 17. Platz. Nach einem Zwischenhoch und dem Sieg in Leipzig waren es zum Ende der Vorrunde dann 16 Punkte. Zwei Siege und drei Unentschieden aus den bisherigen sieben Rückrundenspielen sorgten für die im Vergleich zur Vorsaison bessere Bilanz. Dazu noch eine verbesserte Tordifferenz, mit deutlich weniger Gegentreffer.

Noch nicht entschieden ist, wo der Aufstiegstorhüter Stefan Ortega, der außer in den drei Jahren bei 1860, immer in Bielefeld spielte, in der kommenden Saison zwischen den Pfosten stehen wird – wohl möglich als Nummer zwei hinter Manuel Neuer in München

Was macht den FCA aus, was ist seine Identität? Hierauf mag es ganz unterschiedliche Antworten geben, und der Verein versucht, unterstützt durch eine Mitgliederbefragung, diese weiter zu entwickeln.

Interessant auch sich anhand der Fragen die Entwicklung des Vereins in den letzten 22 Jahren, und darüber hinaus, zu verdeutlichen. Die Erfolge zu Beginn der 70er-Jahre, kurzzeitige Fahrstuhlmannschaft, und 21 Jahre Dritt- bzw. zwei Jahre Viertklassigkeit.

Daneben die Bilder aus dem vollen und leeren Rosenaustadion, und seit 13 Jahren aus dem neuen Stadion.

Was sind die Erwartungen an einen Fußballverein über den Sport hinaus? Lassen sich diese überhaupt isoliert betrachten, oder macht die Verbindung, einschließlich der Integration aller Ideen und des Engagements der Mitgliedschaft, die DNA eines Vereins aus? Viele Fragen, die immer wieder auch neu beantwortet und gelebt werden müssen.

Noch immer zu früh die Saison umfassend zu beurteilen, geht es zunächst darum die nötigen Punkte zu erreichen. Es sind unterschiedliche Eigenschaften, die im Abstiegskampf den Ausschlag geben können.

Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit und dem entsprechenden Einsatz können dies eben auch mehr spielerische Elemente sein. Mit einer derartigen Entwicklung, verbunden mit einem Erfolgserlebnis, ließe sich auch beruhigter auf die nächsten anstehenden Aufgaben blicken. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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