Wagner-Trennung: Überfällig oder unverständlich?

Sandro Wagner ist ab sofort nicht mehr Trainer des FC Augsburg. Die Trennung soll im beidseitigen Einvernehmen erfolgt sein, aber ist sie auch richtig? Nicht nachvollziehbar findet die Entscheidung RoGaz-Autor Andi. Überfällig, meint RoGaz-Autorin Irina. Ein Pro und Contra.

Eine krachende Niederlage für die FCA-Führung

Die Entlassung von Jess Thorup war schon fragwürdig, die Trennung von Wagner ist es umso mehr. Dabei geht es gar nicht um das generelle Ende, sondern vielmehr um den Zeitpunkt. Man entscheidet sich (ob richtig oder falsch sei dahingestellt) bewusst für das Projekt Wagner, will langfristig etwas aufbauen und beerdigt dieses Ziel noch vor der Winterpause? Obwohl man noch vor zwei Wochen auf der Mitgliederversammlung betont hatte, dass der eingeschlagene Weg Zeit brauche?

Was den Klub wieder in erfolgreichere Fahrwasser bringen soll, sorgt erstmal für eines: Unruhe. Mal wieder. „Sexy“ wollte der Verein werden und das Graue-Maus-Image abstreifen (Zitat Ströll). Das hat der Klub geschafft. Ist dabei aber eher ein Chaosklub im marketingausschlachtenden Römergewand, der lieber kurz- statt langfristig denkt. Seien wir doch mal ehrlich: Diese Mannschaft hätte den Klassenerhalt locker geschafft; mit klugen Transfers im Winter und dem Festzurren der Wagnerschen Spielidee gebe der Kader einiges her. Schade, dass man das nicht mehr erlebt.

Die Trennung von Wagner ist unterdessen auch eine krachende Niederlage für die Führungsriege, wie schon nach der Thorup-Entlassung absehbar war: „Schneidet Wagner schlechter ab als Thorup, darf die Sinnhaftigkeit hinter der Entlassung bezweifelt werden“, schrieb ich im Mai hier im Blog. „Dann muss sich die Vereinsführung rund um Geschäftsführer Michaell Ströll und Präsident Max Krapf unangenehmen Fragen stellen. Auch ihre Arbeit wird und muss an der Personalie Wagner gemessen werden.“ Die damaligen Zeilen sind heute aktueller denn je. Manuel Baum wünsche ich dennoch alles Gute für die nächsten Spiele. (Andi)

Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg

Ich war doch etwas überrascht heute von den Neuigkeiten, die sich rasend schnell im Netz verbreiteten: Der FCA entlässt Sandro Wagner. Überrascht, wie Andi schon richtig schrieb, über den Zeitpunkt der Entscheidung. Nach nur zwölf Spieltagen und mageren zehn Punkten endet das als Langzeitprojekt angelegte Engagement vom polarisierenden Ex-Nationalspieler Wagner in der Fuggerstadt mit sofortiger Wirkung.

Der FCA vermeldete zuletzt, dass man das Hoffenheim-Spiel intern intensiv aufgearbeitet habe. Dabei sei laut Geschäftsführer Michael Ströll auffällig gewesen, dass bei Sandro Wagner das Konzept sowie auch der Glaube an eine Trendumkehr gefehlt habe. Keine gute Basis für eine Weiterbeschäftigung und definitiv ein guter Grund, um die (sofortige) Reißleine zu ziehen. Eine Reißleine, die auch schon deutlich früher hätte gezogen werden können, wenn nicht gar müssen. Denn in den letzten sechs Pflichtspielen stehen für die Augsburger fünf – zum Teil deftige – Niederlagen zu Buche. Der Trend war schon länger nicht mehr Wagners „friend“. Und die Lage mit Blick auf die aktuelle Bundesligatabelle brandgefährlich.

Sandro Wagner ist in Augsburg vor allem durch markige Sprüche aufgefallen – siehe der viel zitierte Bayern-Vergleich. Der Tagesspiegel titelt aktuell Das Ende des Großmauls – und meint damit die Wagner-Entlassung. Was ihm verbal gelang, aufzufallen, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, gelang ihm auf dem Feld selten bis nie. Frischen Offensivfußball wolle er spielen lassen, sehen konnte man dies wenig. Auffällig war eher, wie oft der FCA offensiv ins Messer der Gegner gerannt ist und hinten viel zu leicht die Tore kassierte. Ein gescheiterter Plan, der dem FCA die – mit Heidenheim – schlechteste Defensive der Liga bescherte. Und das Aus im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum.

Ich bin froh, dass das „Experiment“ nun zu Ende ist und der FCA endlich einsehen musste, dass der Plan zum Scheitern verurteilt war. Alles Gute an Sandro Wagner und auch ich wünsche Manuel Baum ein glückliches Händchen, möge er den FCA mit seiner besonnenen Art (schnell) in ein sprichwörtlich ruhigeres Fahrwasser führen. (Irina)

Der Knoten muss platzen

Dieser Text erschien zuerst in der Kolumne „Einwurf aus der Rosenau Gazette“ bei presse-augsburg.de.

Der FC Augsburg und seine Stürmer: das passt im Moment nicht. Die Positionsgruppe der Stürmer ist in Augsburg nun auch nicht mehr allzu üppig besetzt. Seit dem Sommer gehen in vorderster Reihe nur noch Philip Tietz und Samuel Essende auf Torejagd. So sie denn gelassen werden. Tietz kommt nach 9 Partien auf 169 Spielminuten in der Bundesliga, Essende auf 159.

Das Ergebnis ist in jedem Fall ernüchternd. 29 Spieler in der Bundesliga haben momentan mehr Tore (mind. 3) geschossen, als die beiden Augsburger Stürmer zusammen, die in der Bundesliga bisher jeweils einen Treffer verbuchen konnten. Nachdem der FC Augsburg seit vier Spielen keinen Treffer aus dem Spieler heraus mehr geschossen hat, sollten wir uns hierüber einmal Gedanken machen.

Sandro Wagner und die Stürmer

Bei der Verpflichtung von Sandro Wagner hätte ich genau diese Entwicklung überhaupt nicht erwartet. Mein banaler (und anscheinend zu einfacher) Gedanke war, dass Sandro Wagner gerade den Stürmern einen Boost geben könnte. Denn beide hatten in der Vergangenheit ihre Qualität bewiesen. Philip Tietz hatte neben Ermedin Demirovic teilweise wie dessen kongenialer Zwilling gewirkt. Und Samuel Essende hatte in seinem ersten Jahr in Augsburg einige Highlight-Spiele.

Meine Hoffnung war hier ganz klar. Sandro Wagner würde es hoffentlich schaffen, Tietz wieder an die Leistungen seiner ersten Saison zurückzuführen und bei Essende für Konstanz sorgen. 20 Stürmertore in einer Bundesligasaison? Für die beiden ein Klacks. Wagners Vorteil aus meiner Sicht: er kennt die Position wie keine andere, durch die vielen Jahre in denen er sie selbst bekleidet hat. Der Wagner-Input war gerade in der ersten Phase intensiv. Tietz wurde lobend mit den Worten zitiert: „Der erste Trainer, bei dem mir in den ersten Wochen der Kopf raucht“. Gebracht hat es bisher leider nichts.

Die Zocker

Das scheint vor allem daran zu liegen, dass Wagner auf andere Elemente in seinem Offensivspiel setzt als auf den klassischen Mittelstürmer. Bei ihm stehen eher „die Zocker“ im Mittelgrund. Zuletzt waren dies gegen Dortmund Mert Kömür, Alexis Claude-Maurice und Fabian Rieder von Anfang an. Auch Elias Saad hat diese Saison schon viele Einsatzminuten gesehen. Die Hoffnung dahinter? Diese Spieler würden mit ihrer spielerischen Qualität offensiv Torgefahr auslösen. Bisher hat sich dies noch nicht vollends erfüllt, obwohl sowohl Kömür als auch Rieder schon je 2 Tore erzielen konnten.

Insgesamt ist die Torgefahr durch den FC Augsburg weiterhin zu gering. Gerade hochkarätige Abschlusschancen gibt es noch zu wenig. Der FC Augsburg steht bei den xGs, den erwarteten Toren, auf einem Abstiegsplatz. Alleine die Zocker richten es bisher also nicht.

Torgefahr ist notwendig

Ich mag jetzt einmal ketzerisch sein: die fehlende defensive Stabilität ist nicht das größte Problem des FC Augsburg nach 9 Spieltagen. Am meisten bereitet mir Sorgen, dass der FCA für zu wenig Torgefahr aus dem Spiel heraus sorgt. Das Ziel muss es ja sein, Spiele zu gewinnen. Und dafür braucht es nun mal Tore. Tore, die der FCA zuletzt nicht geschossen hat (obwohl er defensiv teilweise überaus fehlerhaft agierte).

Eine Lösung könnte hier aus meiner Sicht sein, wieder vermehrt auf einen klassischen Stürmer zu setzen. Zur Wahrheit gehört auch, dass die Abläufe rund um den gegnerischen Strafraum noch nicht gut genug sind. Hier entsteht zu selten Torgefahr. Ein Stürmer könnte hier durch eine körperlich präsentere Besetzung des gegnerischen 16ers auch für mehr Räume für „die Zocker“ sorgen. Dafür müsste Sandro Wagner einem von seinen beiden Stürmern Vertrauen zukommen lassen und sie zurück zur Form führen. Oder die Zockerbande auf andere Weise entfesselt bekommen. Egal wie, der FCA muss die offensive Durststrecke beenden.

Ein deutliches Upgrade

Dieser Text erschien zuerst in der Kolumne „Einwurf aus der Rosenau Gazette“ bei presse-augsburg.de. 

Mittlerweile ist die Transferperiode zu Ende, so dass der FC Augsburg keine weiteren Verstärkungen für die schon laufende Bundesligasaison mehr verpflichten darf, außer die Spieler wären zum jetzigen Zeitpunkt vertragslos. Sandro Wagner hat nun also – zum allergrößten Teil, denn Abgänge z.B. in die Türkei und nach Griechenland sind noch möglich – sein Team beinander. Die Augsburger Transferstrategie ging dabei zum größten Teil auf, und man darf mit etwas Stolz auf die Leistung im sportlichen Bereich über den Sommer hinweg blicken. Warum?

Leistungsträger gehalten

In diesem Sommer hat der FCA keinen Spieler abgegeben, der sportlich eine Lücke hinterlassen hätte. Finn Dahmen, Alexis Claude-Maurice und Chrislain Matsima spielen weiterhin in rot-grün-weiß. Ja, der FCA hätte deutlich mehr Transfereinnahmen erzielen können. Rein wirtschaftlich war dies aber gar nicht notwendig, ein Jahr nach dem Demirovic-Geldregen und durch Restzahlungen aus dem Uduokhai-Transfer.

Die größte Leistung bestand an dieser Stelle aber klar darin, dass die Jungs gar nicht offensiv wegwollten. Über die letzten Jahre haben so viele Spieler immer wieder betont, dass sie gerne den nächsten Schritt in einem anderen Club gehen wollen würden. Diesen Sommer herrschte diesbezüglich eine große Ruhe. Für jetzt und die kommende Saison will wohl auch der ein oder andere Spieler herausfinden, wohin dieses Abenteuer in Augsburg gerade noch führt.

Die eigenen Jugendspieler weiter integriert

Zusätzlich muss man den FCA loben. Er hat die Verträge mit Mert Kömür und Noahkai Banks verlängert bekommen, obwohl bei beiden auch schon immer mal wieder große Clubs aus dem Ausland angeklopft haben. Kömür hat den Sprung in den Stamm geschafft und konnte schon zwei Torbeteiligungen verbuchen. Banks wird auf seine Minuten kommen und hoffentlich auch in Augsburg den nächsten Schritt machen.

Auch hier zeigt sich eine deutliche Trendwende. In den Jahren zuvor wollten Jugendspieler nicht verlängern. Sie haben deutlich gemacht, dass sie den FCA nicht als geeigneten Club ansehen, um den nächsten Schritt zu machen. Mit den Verlängerungen von Mert Kömür und Noahkai Banks hat der FCA zwei Toptalente überzeugen können, den nächsten Schritt in Augsburg anzugehen.

Verstärkung des Kaders

Nachdem es dem FCA gelungen war sowohl Stamm- als auch Jugendspieler von ihrer Perspektive in Augsburg zu überzeugen, war der Handlungsdruck gar nicht mehr so hoch. Einerseits musste man Planstellen neu besetzen. So kam Han-Noah Massengo für Frank Onyeka, der nach seiner Leihe nach England zurückkehrte. Anton Kade steht als Backup für Marius Wolf auf dem rechten Flügel zur Verfügung, nachdem man Henri Koudossou nach Nürnberg verliehen hatte.

Darüber hinaus hat man mit Robin Fellhauser aus Elversberg, Fabian Rieder von Stade Rennes, Elias Saad vom FC St. Pauli und Ismael Gharbi aus Braga weiteres Talent hinzugewonnen. Nachdem man zu Beginn der Transferperiode den Ball noch flachgehalten hatte, verpflichtete man somit in Summe sechs Spieler, die alle relevante Einsatzzeiten beim FCA erhalten werden.

Aus meiner Sicht zeigt dies zwei Dinge: 1. Die offensive Qualität im Kader war nicht ausreichend. Hier hat man reagiert und gerade für die offensiven Außen Talent hinzugewonnen. 2. Sandro Wagners Fußball wird sich deutlich weg vom Thorupschen Fußball wegentwickeln. Hatte man in der vergangenen Saison kaum mehr offensive Flügelspieler im Team, so kann Wagner nun sogar auswählen. Dahinter steckt ein Plan.

Der beste Plan braucht eine Versicherung

Und auch wenn ich glaube, dass der FCA nachvollziehbare und gute Schritte im Sommer unternommen hat, so ist diese Saison dennoch ein Wagnis. Der Druck lastet vor allem auf Sandro Wagner. Wird er sich bewähren? Kann das Team recht zeitnah seine Art des Fußballs umsetzen? Wird er damit erfolgreich sein.

Einerseits hat der FCA auch auf der Personalseite noch ein paar Joker in der Hinterhand. Kann Yusuf Kabadayi eine Verstärkung sein nach seiner langen Verletzungszeit? Können aus dem Talente-Kreis Oliver Sorg und Aiman Dardari durchbrechen? Auf der anderen Seite ist die Formel für Erfolg im Fußball recht einfach: ein Tor mehr als der Gegner schießen. Gerade mit den Toren hatte der FCA in der jüngsten Vergangenheit so seine Themen. Und so hätte ich mir noch einen erwiesenermaßen torgefährlichen Stürmer für das Team gewünscht. Aber auch ansonsten ist diese Mannschaft in der Qualität deutlich breiter aufgestellt als noch in der letzten Saison. Ob es dann sportlich auch für mehr reicht?

Auf nach Europa, oder nicht?

Neuer Trainer, neue sportliche Leitung und das ohne Zwang nach einer der besseren Saisons in der Bundesligageschichte des FC Augsburg. Was soll man nun in der kommenden Saison vom FCA erwarten? Die sportlich Verantwortlichen wollen sich hierzu nicht festlegen. Es wird über eine Entwicklung gesprochen. Der nächste Schritt soll gemacht werden. Wir stellen uns die Frage: Bedeutet dies, dass es nach der Saison nach Europa gehen muss? Zwei Meinungen – von RoGaz-Gründer Andy und RoGaz-Autor Andi

Ja, Europa muss es sein

(Andy) Fußball ist zuallererst ein Ergebnissport. So schön es ist, wenn dabei auch noch Attraktives auf dem Rasen geboten wird, so wenig kann man sich manchmal dann auch davon kaufen. Die Ergebnisse waren in den knapp zwei Jahren unter Jess Thorup gut. Der ruhige und professionelle Däne hat in Augsburg eine Mannschaft geformt, die vor allem gegen den Ball phasenweise unüberwindbar agierte. Am Ende der Saisons ging seinem Team allerdings zweimal die Luft aus, wenn es darum gegangen wäre nach den Sternen, äh Europa, zu greifen.

Und so erwartet man sich zwar von Sandro Wagner die Umsetzung einer etwas aktivieren Fußballphilosophie. Mehr selbst das Spiel machen, schöner spielen. Aber seien wir doch mal ehrlich: Hätte Jess einen veritablen Angriff auf Europa gefahren im Saisonendspurt, dann wären wir jetzt nicht hier. Und Sandro Wagner muss vor allem ergebnistechnisch abliefern. Das liegt auch daran, dass man sich in der Öffentlichkeit hingestellt und die Qualität der Mannschaft immer wieder sehr gelobt hat. Dazu wollten die Jungs doch unbedingt angreifen (man mag den Saisonendspurt schon fast vergessen haben).

Für alle gilt: Put your money where your mouth is. Oder auch: Sexy ist, wer nach Europa fährt. Ströll, Weber, Wagner und Co. müssen liefern!

Nein, Europa muss es nicht sein

(Andi) Ja, Jess Thorup hat ergebnistechnisch geliefert. Unter seiner Regie spielte der FCA die nach Punkten drittbeste Saison seiner Bundesligageschichte. Dementsprechend habe ich zum Zeitpunkt der Trennung durchaus die Frage in den Raum gestellt, ob die Trennung notwendig war und kommentierte: „Schneidet Wagner nun schlechter ab als Thorup, darf die Sinnhaftigkeit hinter der Entlassung bezweifelt werden.“ Dazu stehe ich auch heute noch. Das bedeutet aber nicht, dass der FCA zwingend nach Europa muss.

Ja, FCA-Fans dürfen zu Recht eine erfolgreiche Saison erwarten. Doch Europa-Druck hilft an der Stelle nicht weiter. Man sollte Wagner Zeit geben, seine Spielphilosophie auf die Mannschaft zu übertragen. Dass das nicht von heute auf morgen geht, haben die Testspiele gezeigt. Ich bin schon zufrieden, wenn das eine grundsolide, punktemäßig Thorupähnliche Saison wird, auf der man aufbauen kann. Gelingt das, kann man nächste Saison gerne von Europa sprechen. In dieser Spielzeit ist das, auch mit Blick auf das zu erwartende enge Bundesligamittelfeld, zu früh und man wäre nur enttäuscht, wenn es dann doch nicht klappen sollte.

Evolution statt Revolution

Dieser Text erschien zuerst in der Kolumne „Einwurf aus der Rosenau Gazette“ bei presse-augsburg.de.

Ein bisschen schräg ist die gesamte Situation schon. Da spielt der FCA eine der besseren Saisons seiner Bundesligageschichte und dann müssen nach Saisonende trotzdem Trainer Jess Thorup als auch Manager Marinko Jurendic die Koffer packen. Mit Sandro Wagner konnte man das Sexy Beast des Trainermarkts von sich überzeugen. Für den sportlichen Bereich verpflichtete man gleich eine Vielzahl an talentierten Mitarbeitern. Während Sandro Wagner die Mannschaft auf die neue Saison vorbereitet, ist mit Benni Weber der neue Sportdirektor mittlerweile auch in Augsburg angekommen. Der FCA hat vorher schon einige Transfers realisiert und der große Umbruch scheint dieses Jahr nicht anzustehen. Zumindest nicht in der Mannschaft. Drumherum ist ja so viel in Bewegung wie kaum jemals.

Der Umbruch ist allerdings nichts im Vergleich mit den Geschehnissen des Sommer 2022. Der Sommer, als erst Klaus Hofmann kurz vor Saisonende seinen Rückzug kommunizierte, bevor dann Markus Weinzierl nach dem letzten Spieltag auf dem Rasen ins Sky-Mirko mitteilte, dass er zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehe. Damals hatte es chaotische Züge und man brauchte lange, bevor man mit Enno Maaßen den Trainer für die neue Saison identifiziert hatte. Und auch wenn Benni Weber seinen Dienst nun spät dazu kam und in dieser Transferphase nur noch bedingt Einfluss auf die Kadergestaltung nehmen kann, scheint man vorbereitet zu sein. Auch die Transferstrategie passt zu diesem Bild. Der FC Augsburg schärft nach, wirft aber nicht alles um.

Den Kern zusammenhalten

Eine Revolution braucht es bei einer Mannschaft auch nicht, die in manchen Mannschaftsteilen sehr gut aufgestellt ist. Im Tor hat man den Bundesliga-Keeper des Jahres mit Finn Dahmen, in der Innenverteidigung eine super Mischung aus jungem Talent und Qualität und Erfahrung. Im Mittelfeld sind die Lücken rund um den Abgang von Frank Onyeka geschlossen worden.

Von den Leistungsträgern der Mannschaft hat nun anscheinend niemand akute Abschiedsgedanken. Es ist bisher sehr ruhig um Finn Dahmen, Chrislain Matsima und Alexis Claude-Maurice. Hatte man letzten Sommer noch Ermedin Demirovic nach Stuttgart ziehen lassen müssen und war es etwas eingerissen, dass Spieler auch schnell öffentlich mit ihrem Abschied liebäugelten, um den nächsten Schritt machen zu können, sieht es momentan so aus, als ob viele der Spieler diesen Schritt zumindest kurzfristig in Augsburg sehen. Die Rolle des Sexy Beasts Sandro Wagner ist hier nicht zu unterschätzen.

Die Jugend stärken

Ähnlich sieht es mit Blick auf die Jugend aus. Ja, Jess Thorup hat Kömür, Banks und Co. den Weg nicht komplett verbaut. Hat man in Augsburg dennoch noch größere Rollen für die Jungs aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum vorgesehen? Mit Sicherheit. Sie werden ihre Chance bekommen und müssen dann abliefern. Mit dem Weg der letzten Jahre hat man sich in Augsburg auch wieder Vertrauen erarbeitet.

Es ist doch schön zu sehen, dass Kömür, Banks und Koudossou ihre Verträge verlängerten, ohne schon lange unter dem neuen Trainer gearbeitet zu haben. Hier strahlen gerade Max Krapf und Michael Ströll über die letzten Jahre hinweg eine große Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit aus. Mit der Beförderung von Markus Feulner zum Trainer der U23 Mannschaft und der Rückkehr von Manuel Baum hat man weiterhin den Übergangsweg vom Nachwuchsleistungszentrum zu den Profis auch strukturell geebnet.

Punktuell verstärken

Derweil arbeitet Michael Ströll und Kollegen daran, die Mannschaft punktuell zu verstärken, so dass Sandro Wagner ein kompletteres Team zur Verfügung hat als noch Jess Thorup im letzten Jahr. Zuallererst stand hier wohl auf dem Plan auch wieder Optionen für die offensiven Außen überhaupt im Kader zu haben. Nach dem Abschied von Ruben Vargas nach Sevilla gab es hier kaum noch Spieler, die auf den offensiven Außen primär beheimatet waren. Dies hat sich durch die Zugänge von Elias Saad und Kyliane Dong direkt geändert.

Auf der anderen Seite entstand durch den Abgang von Frank Onyeka im Mittelfeld eine Vakanz in der Stammelf. Hier ist wohl Han-Noah Massengo der dezidierte Nachfolger, wobei sich auch Robin Fellhauer Chancen auf Einsatzzeiten ausrechnen wird. Das Team ist noch nicht vollständig. Neben Ersatzverpflichtungen, sollte sich doch noch ein Stammspieler verabschieden, rechne ich allerdings nur noch mit einem offensiven Neuzugang.

Ausblick

Sandro Wagner hat in seiner Einstandspressekonferenz schon angesprochen, dass er auf die Arbeit von Jess Thorup aufbauen wird. In einem Zwischenfazit nach den ersten Testspielen, hat er nun erkannte Abläufe angesprochen, die er aufbrechen will. Die Arbeit ist in vollem Gange. Es kann hierfür ja nur von Vorteil sein, wenn die Mannschaft schon fast vollständig zur Verfügung steht und sich alle finden können.

Auf der anderen Seite sollte klar sein, dass vom FCA in Zukunft noch mehr zu erwarten ist. Wenn sich der sportliche Bereich rund um Benni Weber dann mal gefunden hat und hier auch die längerfristigen Weichenstellungen greifen, kann es noch besser werden. Es gibt in Augsburg momentan wenig, warum man nicht positiv in die Zukunft blicken sollte. Die Evolution ist in vollem Gange und ich frage mal vorsichtig: wie viel Hype darf man denn haben?

Die RoGaz Awards 2025: Die Gewinner

Dieser Beitrag wird kürzer, als in den vergangenen Jahren. Warum? Auch dieses Jahr haben wir in 3 Kategorien die Spieler der abgelaufenen Saison gewählt. Allerdings gibt es dieses Mal in 3 Kategorien insgesamt nur 2 Sieger. Und – ohne die Spannung noch mehr aufzubauen – hier sind die Gewinner der RoGaz Awards 2025:

Wichtigster und meistverbesserter Spieler 2024/25: Finn Dahmen

Finn Dahmens Rückrunde hat alles überstrahlt, was auch von anderen Spielern geleistet wurde. Wo andere Formkurven nach unten zeigten, ging Finns Formkurve einmal nach oben und stabilisierte sich auf diesem sehr hohen Niveau. Finn Dahmen hielt Elfmeter, entscheidend im Pokal gegen Karlsruhe und kehrte in der Rückrunde ins Tor zurück. Gemeinsam mit seinen Vorderleuten stellte er einen neuen Rekord für die meisten torlosen Minuten des FCA in der Bundesliga auf und wurde zum Bundesliga-Torhüter der Saison gewählt.

Der FCA braucht Unterschiedsspieler. Finn Dahmen ist zu einem solchen geworden. Er ist aus seiner Verletzungspause zurückgekommen und war fortan sicherer in der Strafraumbeherrschung. Wenn man in der Rückrunde „Rückhalt“ im Lexikon nachgeschlagen hat, dann war dort Dahmen abgebildet. Hier heißt es nun klar: Weiter so!

Rookie der Saison 2024/25: Chrislain Matsima

Wer kannte vor der Saison Chrislain Matsima? In Augsburg wahrscheinlich niemand. Als dann der FCA diesen talentierten Innenverteidiger aus Monaco verpflichtete, kannte ihn wenig später Fußballdeutschland. Matsima schlug in Augsburg richtig ein. Er setzte sich in der Augsburger Stammformation nicht nur fest, sondern entwickelte sich zu einem Leistungsträger. Nicht zuletzt auch dank ihm gab es an der Dreierkette Matsima, Gouweleeuw und Zesiger nichts mehr zu deuteln.

Aber wie sehr schlug Matsima ein? Im Januar und März gewann er jeweils den Titel Rookie des Monats in der Bundesliga. Für die Saison war er für den Titel nominiert, ging aber hinter Michael Olise leer aus. Die Wahl ist zu 40% von Fan Votes abhängig. Matsimas gute Ergebnisse sind daher nicht hoch genug zu bewerten. Dazu ist Matsima nicht nur Mitglied sondern Kapitän der französischen U21 Nationalmannschaft bei der EM im Sommer gewesen, die erst im Halbfinale gegen Deutschland ausschied. Matsima fehlte verletzt. Was wäre mit ihm gegangen? Was geht für den FCA in der kommenden Saison mit Chrislain Matsima, der vielleicht noch besser wird?

Blick nach vorne

Wenn man durch das Nominiertenfeld der besten Spieler schaut, dann fällt eines besonders auf: es gibt bisher keine nennenswerten Abgänge. Dies ist ein entscheidender Unterschied zur Vorsaison. Ermedin Demirovic gewann die Wahl zum wichtigsten Spieler – und wechselte nach Stuttgart. Freddy Jensen war der meistverbesserte Spieler. Er blieb, konnte allerdings mal wieder verletzungsbedingt keine Akzente setzen.

Was bliebt ist die Hoffnung, dass der FCA in der kommenden Saison auf ein bestehendes Spielergerüst aufbauen kann, auch mit neuem Trainer. Ob es so kommt. werden wir bald herausfinden.

Die RoGaz Awards 2025: Der Rookie

Und schon kommen wir wieder zur letzten Kategorie unserer Award-Wahlen für dieses Jahr. Diese Kategorie ist besonders spannend. Während der MVP für sich steht, zeigt die Kategorie des meistverbesserten Spielers, wie sich Spieler in Augsburg entwickeln, wird bei den Rookies sichtbar, ob es der FCA schafft, genügend Talente in die Bundesliga zu befördern. In dieser Kategorie tauchen Spieler auf, die vorher noch nicht in der Bundesliga gespielt haben. Und manche davon kommen aus dem eigenen Augsburger Nachwuchs. Hier gibt es in diesem Jahr sogar mehrere aufregende Kandidaten. Augen auf, der FCA hat aufregende Talente in seinen Reihen, die in Augsburg zum Zug kommen. Hier sind die Kandidaten:

Noahkai Banks

Noki Banks ist rein vom Alter her noch ein Küken. Erst 18 Jahre ist der Innenverteidiger jung. Und dennoch durfte er in der vergangenen Saison nicht nur sein Debüt feiern, sondern schon mehrere Einsätze – auch von Beginn an – verbuchen. Dabei konnte er zeigen, dass er sowohl robust in den Zweikämpfen als auch talentiert mit dem Ball ist.

Nun sollte man Banks noch eine gesunde Entwicklungszeit zugestehen, aber die Zukunft liegt vor dem Jungen, der seinen Vertrag in Augsburg langfristig verlängert hat. Noki Banks – das macht weiterhin Boom! In der Augsburger Innenverteidigung.

Chrislain Matsima

Mit Blick auf die Leistung wurde Banks von einem anderen Spieler in der Innenverteidigung allerdings noch übertrumpft. Chrislain Matsima kam, sah und siegte. Für die Saison des ersten Römertrikots sei diese Formulierung erlaubt. Matsima eroberte sich im Laufe der Saison einen Platz in der Augsburger Startformation und gab diesen nicht mehr her.

Matsima zeichnet seine Athletik und Zweikampfstärke aus. Genauso wurde er aber auch schon bei Vorstößen in der Offensive beobachtet, wie er Unruhe rund um den gegnerischen 16er erzeugte. Matsima ist ein prototypischer moderner Verteidiger. Stark gegen und mit dem Ball, mit hoher Athletik und einer großartigen physischen Präsenz. Im Sommer nun führte er die französische U21 als Kapitän aufs Feld. Interesse größerer Clubs wurde vermeldet. Wenn wir Glück haben, dürfen wir uns auf ein weiteres Jahr Matsima in Augsburg freuen.

Henri Koudossou

Wer die Story von Henri Koudossou liest, der glaubt vielleicht, dass er sich bei Cinderella wiederfindet. Koudossou sah nach dem typischen Jugendspieler des FCA aus, für den es dann am Ende doch nicht ganz für die Bundesliga reicht. Nach mehreren Leihen blieb Koudossou im letzten Sommer beim FCA und setzte sich als Rotationsspieler auf dem rechten Flügel fest. In der Abwesenheit von Marius Wolf durfte er sogar einige Male starten, bevor er dann selbst verletzt passen musste.

Der Konkurrenzkampf Wolf / Koudossou war einer der spannendsten der letzten Saison, und man muss es Koudossou hoch anrechnen, dass er einem erfahrenen Topspieler wie Marius Wolf auf die Pelle rückte und selbst nun nicht nur Bundesligaluft schnuppern, sondern sich im Kader etablieren konnte. Auch sein Vertrag wurde leistungsgemäß kürzlich verlängert. Die Story ist ja auch zu gut, um nicht auf eine Fortsetzung zu hoffen.

Abstimmung

Mehrere Top-Rookies machen viel Hoffnung für die Zukunft des FCA, gerade auch für die kommende Saison. Wer kann auf dieser Saison aufsetzen und sich erneut steigern? Die Vorfreude auf die kommende Saison steigt in jedem Fall.

Wer war der Rookie der Saison 2024/25?

  • Chrislain Matsima (77%, 17 Votes)
  • Henri Koudossou (14%, 3 Votes)
  • Noahkai Banks (9%, 2 Votes)

Total Voters: 22

Wird geladen ... Wird geladen ...

Wer macht offensiv den Unterschied?

Die Transferstrategie des FC Augsburg setzt vor allem darauf, die Mannschaft punktuell zu verstärken. Viele Transfers werden wir nicht mehr sehen, nachdem schon 4 Neuzugänge für die kommende Saison feststehen. Zumindest einen Neuzugang wird es für die Offensive noch geben. Ich stimme zu, wenn es darum geht, dass es neben mehr offensiven taktischen Elementen auch mehr offensive Qualität im Kader braucht.

Transferperioden sind dabei auch die Zeiten von „Wünsch Dir was“. Entsprechend habe ich einige FCA-Experten gefragt, wen Sie sich denn für die Offensive wünschen und folgende Antworten erhalten. Benni Weber schau mal her:

Max Kirchi: Bénie Adama Traoré

Mein Vorschlag wäre Bénie Adama Traoré vom FC Basel. Nach seinem Durchbruch in Schweden 2023 und zwei eher unglücklichen Stationen in England und Frankreich, war der 22 jährige Ivorer mit 21 Scorern (13 Tore, 8 Assist) in der abgelaufenen Saison maßgeblich daran beteiligt, dass die Meisterschaft nach 8 Jahren endlich wieder zum Rekordmeister zurückfand. Mit seiner Schnelligkeit, starken Tiefenläufen, gutem Spielverständnis und einem harten Abschluss war der polyvalent einsetzbare Angreifer dabei kaum aufzuhalten und landete verdient unter den besten jungen Spielern der Schweizer Super League.

Warum ein Transfer für den FCA interessant wäre? Traoré ist mit der Berateragentur Classico verpartnert, welche unter anderem auch Chrislain Matsima und den jüngsten FCA Neuzugang Han-Noah Massengo vertritt. Zudem soll laut den Informationen von „Foot Mercato“ (Artikel Ende Mai) die Beraterseite mit diversen Bundesligisten Gespräche über eine potentielle Verpflichtung des fünffachen ivorischen Nationalspielers führen. Sein Vertrag läuft noch bis 2028, eine Verpflichtung dürfte demnach recht kostenintensiv werden. Traoré besitzt einen aktuellen Marktwert von 10 Millionen Euro, kam im Sommer 2024 für 4,5 Millionen in die Schweizer Kulturhauptstadt.

Jakob von Zirbelnews: Oliver Antman

Wenn der FCA in der vergangenen Saison im 3-4-2-1-System auflief, störte mich in den meisten Fällen die Besetzung des rechten offensiven Halbraums. Während Mert Kömür zu selten das Vertrauen erhielt, konnte Fredrik Jensen ebenjenes nicht zurückzahlen – und erhielt nach fast sieben Jahren im Verein keinen neuen Vertrag. Mein Wunschkandidat für die Offensive ist Oliver Antman, ein 23-jähriger Rechtsaußen aus Finnland – und damit Landsmann von Jensen –, der seit dem vergangenen Sommer bis 2027 bei den Go Ahead Eagles unter Vertrag steht.

Beim niederländischen Pokalsieger wusste Antman direkt zu überzeugen: In 32 Eredivisie-Partien kam er auf sechs Tore und starke 15 Assists (Ligabestwert). Der 22-fache Nationalspieler, der bei Flanken beidfüßig agiert, ist gewiss kein Dribbelmonster, überzeugt stattdessen aber durch Übersicht und schnörkelloses Flankenspiel. Trotz seines zweifellos vorhandenen Potenzials dürfte auch die mögliche Ablöse zu stemmen sein.

Denis von Denis1907: Shuto Machino

Shuto Machino – der verkappte, torgefährliche Stürmer/Flügelstürmer fürs FCA-Offensivspiel? Auf meinem Kanal „Denis1907“ zählt Shuto Machino zu den meistgewünschten Transfers für den FC Augsburg – und das aus gutem Grund. Der japanische Nationalspieler überzeugt nicht nur als Stürmer, sondern auch als spielintelligenter Verbindungsspieler auf dem linken Flügel.

Was Machino so spannend macht? Er bringt enorme Beweglichkeit, bietet Tiefe an und versteht es, sich ins Kombinationsspiel einzubinden. Mit starken progressiven Läufen und klugen Pässen treibt er das Spiel nach vorne – fast wie ein verkappter Spielmacher. Dazu kommt seine auffällige Gegenpressing-Aktivität: Machino arbeitet aggressiv gegen den Ball und sorgt so für viele Umschaltmomente. Seine Pass- und Torquote liegt über dem Bundesliga-Schnitt, auch seine Effizienz im Abschluss ist beachtlich. Genau so ein flexibler, laufstarker, torgefährlicher Offensivspieler, der auch nicht viele Chancen braucht, fehlt dem FCA.

Andy (Rogaz): Ansgar Knauff

Was mir wichtig ist? Bundesligaerfahrung und eine kurze Eingewöhnungszeit, große Verfügbarkeit und hohe individuelle Qualität. Dazu einen Spieler, der hungrig ist und den nächsten Schritt machen kann. Ich glaube Ansgar Knauff wäre hierfür ein Paradebeispiel. Er ist immer noch erst 23 Jahre jung. Bei der Eintracht kommt er mehr von der Bank und ist kein unumstrittener Stammspieler. Für den nächsten Schritt muss er aber wohl einfach mehr spielen und ein Ankerspieler in einer Mannschaft werden.

Und das müsste er mit seinen Qualitäten in Augsburg können, vor allem wenn Sandro Wagner aktiven Fußball spielen lassen will. Knauff ist pressingstark und besticht durch seine Tempodribblings. Dazu hat er vor dem Tor eine gute Entscheidungsfindung. Das ging dem FCA speziell in der letzten Saison ab. Er hatte in seiner Teilzeitrolle in der letzten Saison über 10 Torbeteiligungen. In Augsburg könnte er explodieren. Es wird Zeit einen solchen Spieler von seinen Möglichkeiten in Augsburg zu überzeugen.

Wen haben wir vergessen. Packt eure Vorschläge gerne in die Kommentare!

Die RoGaz Awards 2025: Der meistverbesserte Spieler

Nachdem wir mit den Wahlen zum MVP gestartet haben, geht es direkt mit den Wahlen zum meistverbesserten Spieler weiter.  Hier gestaltete sich die Lage etwas schwieriger als in den anderen Kategorien, denn der FCA vollzog vor der Saison 2024/25 einen sehr großen Umbruch. Entsprechend waren gar nicht mehr so viele Spieler da, die a) überhaupt weiterhin beim FCA spielen und b) bei denen man eine echte Verbesserung erkennen konnte.

Auf der anderen Seite gibt es Kandidaten, denn der ein oder andere hat doch einen klaren Entwicklungsschritt nach vorne gemacht. Folgende Spieler sind in dieser Hinsicht aufgefallen.

Finn Dahmen

Finn Dahmen war in der vor-vergangenen Saison vor seiner Verletzung nicht unumstritten. Gerade in der Strafraumbeherrschung kam immer wieder Kritik auf. Bei hohen Flanken und unter Gegnereinwirkung wackelte Finn das ein oder andere Mal. Dies sah nun in der abgelaufenen Saison schon deutlich besser aus. Finn zeigte sich als ein kompletter Keeper und hat seine Schwächen – zumindest für die letzte Halbserie – abgestellt.

Dies kann auch daran liegen, dass der FCA auf der Position des Torwarttrainers vor der letzten Saison eine Veränderung vorgenommen hat. Marco Langner wird seinen Anteil daran haben, dass Finn besser geworden ist. Finns Lernkurve zeigt weiterhin nach oben. Wohin kann dies noch führen?

Mert Kömür

Mert Kömür taucht nun hier in dieser Kategorie auf, weil sein Debüt schon in der Saison 2023/24 lag. Auf seine Debütsaison konnte Mert in beeindruckender Weise aufbauen. Er kam regelmäßig in Pflichtspielen zum Einsatz, im späteren Saisonverlauf dann auch vermehrt von Anfang an. Oftmals viel Mert dabei gerade offensiv als ein Aktivposten auf, der Akzente setzen und sich hervorheben konnte.

So war Mert dann auf dem Platz auch mittendrin und nicht nur dabei und rettete mit seinen Torbeteiligungen seiner Mannschaft wichtige Punkte, z.B. gegen Heidenheim und St. Pauli. Auch bei Mert zeigt die Kurve weiterhin nach oben.

Abstimmung

Wer von den oben genannten Kandidaten ist nun euer Favorit für den meistverbesserten Spieler der Saison 2024/25. Stimmt ab!

Wer war der meistverbesserte Spieler der Saison 2024/25?

  • Finn Dahmen (72%, 21 Votes)
  • Mert Kömür (28%, 8 Votes)

Total Voters: 29

Wird geladen ... Wird geladen ...

Die RoGaz Awards 2025: Der MVP

Traditionen sind dazu da, gepflegt zu werden.  Und so heißt es dieses Jahr: besser spät als nie, wenn wir die herausragenden Spieler aus der letzten Saison wählen. Ja, diese ist nun schon ein paar Wochen vorbei und die Vorbereitung auf die neue Saison läuft. Trotzdem gibt es noch Titel zu vergeben.

Wie immer fangen wir mit den Spielern an, die für die Mannschaft in der abgelaufenen Saison am wichtigsten waren. Nachfolgend die Kandidaten

Jeffrey Gouweleeuw

Der „Abwehr-Jeff“ im goldenen Herbst seiner Karriere. War er unter Enno Maaßen noch aussortiert und sollten den Club verlassen, hat er in der abgelaufenen Saison krass abgeliefert. Als zentraler Spieler in der 3er Kette half er Jess Thorup außerordentlich, die Mannschaft defensiv zu stabilisieren.

Neben seinen defensiven Akzenten, bleiben Jeffs lange Spieleröffnungen eine Augenweide. Ja, der FCA hat sich mal wieder zu sehr auf diese Art der Spieleröffnung verlassen. Jeffs Fehler soll es nicht sein. Mit seiner langjährigen Erfahrung und der Ruhe, die er ausstrahlt hat er zusätzlich positiv mitgeholfen Talente wie Banks und Matsima an die Bundesliga heranzuführen. Definiere Führungsspieler.

Finn Dahmen

Dahmen fehlte verletzt den größten Teil der Hinrunde und wurde über den DFB Pokal wieder ans Team herangeführt. In Karlsruhe beförderte er den FCA durchs Elfmeterschießen in die nächste Runde. Die Rückrunde gehörte dann ganz ihm, nachdem Jess Thorup im Winter ihm anstatt Labrovic wieder als Stammkeeper ins Tor beförderte.

Wenn diese Abstimmung nur die Rückrunde einbeziehen würde, so wäre es schwierig einen anderen Spieler zu finden, der für den FCA ähnlich wichtig gewesen wäre wie Dahmen. Seine Bundesliga-Kollegen wählten in zum Keeper des Jahres in der Bundesliga. Er war absolut ein Top-Rückhalt für sein Team.

Alexis Claude-Maurice

Wenn man an die Offensive des FCA im Jahr 2024/25 denkt, dann kommt direkt Claude-Maurices Name in den Sinn. Er war der offensive Ankerpunkt des FCA in 2024/25. 9 Tore und 2 Vorlagen, und das für einen Spieler, der erst spät in der Vorbereitung zum Team gestoßen ist. Claude-Maurice muss man zudem zu Gute halten, dass Thorups System nun nicht darauf angelegt war, Offensivspieler gut aussehen zu lassen. Die defensiven Aspekte standen hier deutlich im Vordergrund. Dennoch ist es Claude-Maurice gelungen, zu glänzen.

Claude-Maurices Impact in 2025/26 könnte entsprechend noch deutlicher werden, wenn er nun die gesamte Vorbereitung unter Sandro Wagner arbeiten kann. Es sollte sich dann offensiv nicht mehr alles auf ihn konzentrieren. Und Claude-Maurice dadurch wieder mehr Platz zum glänzen haben.

Abstimmung

Insgesamt sieht der Ausblick auf die kommende Saison hoffnungsvoll aus. Jeff kann noch eine gute Saison spielen. Finn Dahmen sollte weiterhin ein sicherer Rückhalt für sein Team sein, diesmal von Saisonbeginn an. Und wenn sich die gegnerische Abwehr nicht mehr nur auf Claude-Maurice konzentrieren muss, so wird dieser die neu-gewonnenen Freiheiten auf dem Platz zu nutzen wissen. Aber wer ist nun euer MVP der abgelaufenen Saison? Stimmt ab!

Wer war der wichtigste Spieler der Saison 2024/25?

  • Finn Dahmen (50%, 20 Votes)
  • Jeffrey Gouweleeuw (25%, 10 Votes)
  • Alexis Claude-Maurice (25%, 10 Votes)

Total Voters: 40

Wird geladen ... Wird geladen ...
Custom App
WhatsApp
WhatsApp
Custom App

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen