Der FC Augsburg gewinnt in seiner Bundesligahistorie zum zweiten Mal beim FC Bayern in München. Eine Aufbereitung dieses historischen Siegs.
Kategorie: Spieltage
Alles rund um die Spieltage des FC Augsburg. Sowohl Vor- als auch Nachberichte.
Eine Zehenspitze zu viel
Der FCA holt im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Werder Bremen ein Unentschieden, weil er erneut ein Tor nicht anerkannt bekommt. Ob das Team in 2026 mehr Glück hat? Und mit welchem Trainer? Andy spricht darüber.
Ein Punkt unter’m Weihnachtsbaum
Die Burg auf der Brust, im Herzen der Verein, zusammen sind wir stark, niemals allein.
Gänsehaut Atmosphäre beim letzten Heimspiel des Jahres in der WWK-Arena. Während der SV Werder Bremen am vergangenen Samstag beim FC Augsburg residierte, zeigten sich die heimischen Fans von ihrer besten Seite.
Unter dem Motto „Die Burg auf der Brust, im Herzen der Verein, zusammen sind wir stark, niemals allein“ wurde eine imposante Choreo vor Spielbeginn inszeniert. Was für eine Kulisse im letzten Spiel von Manuel Baum als Interimscoach beim FCA! Es war eigentlich alles angerichtet für drei Punkte unter dem Weihnachtsbaum. Der Wortwitz war beabsichtigt.

Vor dem Spiel
Manuel Baums Ausbeute als Interimstrainer bis dato ein überzeugender Sieg gegen Bayer 04 und eine knappe wie unglückliche Niederlage gegen die Frankfurter Eintracht. Kann er mit der Mannschaft in seiner letzten Partie an der Seitenlinie der Augsburger einen „Dreier“ einfahren?
Personell konnte er jedoch nicht aus dem Vollen schöpfen: Anton Kade fehlte verletzungsbedingt, Chrislain Matsima gelbgesperrt. Dafür saßen die beiden Nachwuchsspieler Oliver Sorg (18) und Tim Schnitzer (17) (erstmals) auf der Augsburger Ersatzbank. Während der österreichische U19 Nationalspieler Sorg als Abwehrspieler regulär in der zweiten Mannschaft des FCA kickt, gehört der deutsche U17-Nationalspieler Schnitzer der Augsburger U19 an. Er ist im defensiven Mittelfeld zuhause.
Manuel Baum entschied sich für ein 3-4-3 mit einer nominellen Spitze. Hier überraschte er alle, denn statt der obligatorischen Wahl in Person von Phillip Tietz (Bank) entschied der sich für Marius Wolf als Mittelstürmer. Schlotterbeck übernahm die Kapitänsbinde.
Dahmen - Banks, Schlotterbeck (C), Zesiger - Fellhauer, Jakic, Massengo, Giannoulis - Rieder, Wolf, Claude-Maurice
Erste Halbzeit – Es bleibt kalt
Rund 30.000 Zuschauerinnen und Zuschauer bibberten auf den Rängen und Tribünen bei knapp einem Grad in der Kälte. Und kleiner Spoiler: Das Spiel heizte den Fans in Halbzeit eins nicht gerade ein. Da war schon der gute Augsburger Früchtepunsch nötig, um sich irgendwie warm zu halten.
Beide Teams brauchten zu Beginn einige Minuten, um im Spiel anzukommen. Der FCA hatte hierbei die ersten beiden Großchancen auf seiner Seite: Zuerst schloss Claude-Maurice aus der Distanz ab, Werder-Keeper Backhaus konnte jedoch parieren. Dann schaffte es Wolf in der zehnten Minute aus kurzer Distanz nicht, Backhaus zu überwinden. Ein schöner Steckpass von Jakic auf Wolf übrigens in der Spielszene.
In der 15. Minute dann die erste Chance für die Bremer: Puertas Abschluss aus kurzer Distanz wurde von einem Augsburger geblockt.
Es entwickelte sich in Folge ein Mittelfeldgeplänkel auf beiden Seiten, ohne die nötigen zündenden Ideen. Dafür sorgten sowohl die Heim- als auch die in Vielzahl mitgereisten Werder-Fans für eine gute Stimmung auf den Rängen. Irgendwie muss man der Kälte ja trotzen.
Die Augsburg-Fans im M-Block haben es sich selbst durch das Zünden von Bengalos warm gemacht, da das Spiel ab Minute 16 wieder vor sich her plätscherte. Bisher ein Duell auf Augenhöhe mit leichten Feldvorteilen für das Heim-Team.
Ab Minute 30 wurde es dann hektischer: zwei Verletzungsunterbrechungen; erst wurde Giannoulis nach Zweikampf mit Sugawara behandelt, dann bekam Banks den Ball aus kürzester Nähe voll ins Gesicht. Der Abwehrspieler blieb erstmal benommen liegen. Beide konnten jedoch weiterspielen.
In den letzten zehn Spielminuten der ersten Hälfte kam Augsburg kaum zu Entlastungsangriffen, Bremen baute hingegen subtilen Druck auf, ohne jedoch zwingend gefährlich zu werden.
In der 40. Spielminute erhielt Bremen nach Foul von Banks an Lynen einen Freistoß aus knapp 20 Metern zugesprochen. Gute Freistoßposition. Schmid übernahm, jedoch konnte Schlotterbeck den Versuch mit dem Kopf zur Ecke klären.
Drei Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt. Der FCA kam nach einer Ecke nochmal gefährlich vor das Bremer Tor. Die Spielsituation wurde von Referee Welz aber abgepfiffen. Kleine Rudelbildung kurz vor dem Pausenpfiff, Tobias Welz musste schlichten. Man war sich uneinig, ob es nach einem Giannoulis-Solo Abstoß für Bremen oder Ecke für Augsburg geben sollte. Welz entschied sich für einen Bremer Abstoß. Giannoulis und Sugawara sahen für eine Schubserei beide den gelben Karton.
Der kicker resümierte in seinem Ticker zur Halbzeit eine recht wenig unterhaltsame und chancenarme Partie:
„(…) in einem ganz, ganz zähen und über weite Strecken unansehnlichen Fußballspiel.“
Ein Blick auf die Statistik: Der xG Wert lag bei den Augsburgern etwas höher, auch in puncto Laufleistung erzielte der FCA zur Halbzeit einen besseren Wert als sein Gegner. Der Ballbesitzanteil war relativ ausgeglichen, die Bremer hatten in den letzten fünf bis zehn Minuten etwas mehr Spielanteile auf ihrer Seite. Die Zweikampfquote lag bei den Bremern etwas höher als beim FCA.

Zweite Halbzeit – Endlich mehr Hitze
Der agile Marius Wolf hatte sich in der ersten Halbzeit aufgearbeitet. Das war eine ganz undankbare Aufgabe. In Halbzeit zwei übernahm dann Mert Kömür.
Die Bremer schienen etwas besser aus der Kabine gekommen zu sein. Die beste Szene des Spiels bisher. Njinmah sprintet gefühlt über den halben Platz, legte dann quer auf den besser postierten Puertas, der direkt draufhielt. Der Ball ging knapp über den Augsburger Kasten. Augsburg war in dieser Kontersituation in Unterzahl.
Bremen hatte in Folge Oberwasser, dies resultierte in mehr Ballbesitzanteilen in den ersten zehn Minuten nach Seitenwechsel. Der FCA kam wenn dann über Konter, spielte diese aber nicht sauber aus.
In der 51. Minute ein Lebenszeichen: Claude Maurice hielt nach feinem Solo einfach mal drauf, Keeper Backhaus ließ nach vorne prallen. Jakic setzte nach, wurde allerdings von einem Gegner gelegt. Welz entschied auf weiterspielen, kein Elfmeter.
Dann ein Schreckmoment für den FCA. Erneut eine verletzungsbedingte Unterbrechung, denn Jakic knickte nach einem Luftzweikampf bei der Landung mit dem Fuß um. Das sah nicht gut aus; die Trage wurde angeliefert, Jakic konnte jedoch – deutlich humpelnd – selbständig den Platz verlassen. Alles Gute an der Stelle!
Augsburg musste in Folge wechseln. Elvis Rexhbecaj kam für Jakic ins Spiel. Zudem brachte Baum -positionsgetreu auf der linken Verteidigerseite – Pedersen für den bereits gelb verwarnten Giannoulis.
Der FCA war von der Verletzungspause sichtlich unbeeindruckt und kam in Minute 59 zu einem sehr guten Abschluss. Fellhauer flankte ins Zentrum, dort stand Massengo völlig frei und köpfte den Aufsetzer nur wenige Zentimeter neben das Bremer Tor.
In der 63. Spielminute wurde Fabian Rieder gefoult, Freistoß für den FCA, Kömür übernahm. Leider flankte dieser quasi in die Arme des Werder Keeper. Die Bremer waren jedoch auch noch im Spiel und kamen zu ihrer 10. Ecke: Schmid führte rasch aus, Pieper kam aus zentraler Position zum Kopfball. Auch dieser Abschluss rauschte nur ganz knapp drüber. Die Zuschauer:innen hatten schon den Torschrei auf den Lippen.
Das Spiel entwickelte sich so langsam in eine unterhaltsamere Richtung. In der 72. Minute mal wieder ein Augsburger Vorstoß. Leider bekam Bremen noch ein Bein dazwischen. Der FCA forderte eine Ecke, es gab jedoch Abstoß für Werder Bremen. Die Augsburger blieben dran. Drei Minuten später konnte Rexhbecaj aus 22 Metern abschließen und traf dabei den linken Außenpfosten. Riesiges Glück für den Gegner.
Bremen schwamm nun hinten förmlich. Augsburg machte ordentlich Druck und kombinierte sich ein ums andere mal durch. Der entscheidende Pass wollte bis dato jedoch nicht ankommen. Manuel Baum brachte mit Aiman Dardari einen frischen Offensivspieler für den müde wirkenden Rieder.
In der 80. Minute jubelten die Heimfans sodann lauthals. Claude-Maurice traf aus zehn Metern zur Führung, jedoch soll Massengo zuvor den Ball regelwidrig erobert haben. Der VAR prüfte dies, der Treffer zählte in letzter Konsequenz nicht. Sehr zum Unmut der Augsburger! Massengo hatte seinen Gegenspieler bei der Balleroberung gestempelt.
Die WWK Arena war nun aufgeheizt und glich einem Hexenkessel. Geile Atmosphäre bei eisiger Kälte! Der FCA hätte die Führung mittlerweile verdient. Die letzten zehn Spielminuten waren beide Mannschaften bemüht, den entscheidenden Nadelstich zu setzen. Bei Eckbällen musste der SR im Strafraum erstaunlich häufig intervenieren, sodass sich die Ausführung verzögerte.
Der FCA blieb dran und gewillt, die drei Punkte in der Fuggerstadt zu behalten: In Minute 87 trugen die Augsburger einen starken Konter nach Ballgewinn durch Claude Maurice vor. Dardari kam zum Abschluss, der Fußwechsel beim Torschuss dauerte dann etwas zu lange, daher wurde dieser noch von einem Bremer Bein abgefälscht. Die anschließende Ecke landete bei Mio Backhaus.
Bremen konterte dann direkt im Gegenzug, überlud die rechte Seite. Die Hereingabe von Schmid bekam kein Bremer mehr auf den Fuß, doch Topp und Covic lauerten im Hinterhalt gefährlich. Dahmen klärte in höchster Not.
Sieben Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt. Der Bierometer im Stadion zeigte 1000 Liter an. Baum brachte Tietz für den umtriebigen Massengo, nun Schlussoffensive?
In der dritten Minute der Nachspielzeit gab’s dann noch gelb für Cedric Zesiger wegen Trikothaltens. Da hätte eine gefährliche Bremer Spielsituation draus entstehen können. Das taktische Foul war also richtig und wichtig. Auch Bremen sieht gelb in Person von Lynen, weil er einen konternden Augsburger blockte.
Der FC Augsburg spielte sich dann lange Zeit am Bremer Strafraum fest, kam jedoch nicht zum Abschluss. Erst in der letzten Spielminute nochmals ein Vorstoß und das hätte eigentlich das verdiente 1:0 sein müssen. Rexhbecaj flankte butterweich auf den freien Tietz, dieser setzte den Kopfball unbedrängt an den Querbalken.
Danach doppeltes vermeintliches Foulspiel der Bremer im Strafraum. Doch Welz entschied auf weiterspielen. Dadurch kam Werder nochmal zum Abschluss. Schmid setzte den Ball aus kürzester Distanz am linken Pfosten vorbei. Das war knapp und wahrscheinlich die letzte Aktion des Spiels. Hier wiederum großes Glück für den FCA. Welz pfiff die in der zweiten Halbzeit doch sehr unterhaltsame Partie pünktlich ab.

Ausblick
Das Spiel muss der FCA eigentlich bei dem Chancenplus in Halbzeit zwei gewinnen. Die Statistiken in puncto Laufleistung, Passquote, Ballbesitz und Torabschlüsse sprachen für die Augsburger. Der xG Wert lag bei 1,03, der Wert der Bremer nur bei 0,60.
Die zweite Halbzeit war deutlich unterhaltsamer als die erste. Und deutlich umkämpfter. Das Augsburger Pech war hierbei das Glück der Bremer. Zwei Aluminiumtreffer, zudem ein aberkanntes Tor. Durch die Punkteteilung bleibt der FCA in der Tabelle hinter den Bremern. Positiv hervorzuheben ist die starke Drangphase der Augsburger; man konnte den Willen, das Spiel noch zu gewinnen, förmlich greifen. Dieser Wille hatte dem Team in der Hinrunde oft gefehlt.
Wer jetzt für den wieder ins zweite Glied rutschenden Baum übernimmt, ist noch vakant. Ich finde, Manuel Baum hat in der kurzen Zeit das bestmögliche aus der Mannschaft rausgeholt. Vier Punkte aus drei Spielen sind wahrlich keine schlechte Ausbeute.
Wichtig ist jedoch auch, dass die Winterpause nun genutzt werden muss, um die Mannschaft einzunorden in das künftige Spielsystem der Wahl. Um wieder Augsburg DNA mitzugeben. Denn die braucht es, um im Abstiegskampf – und um den geht es aktuell mehr denn je (!) – zu bestehen. Damit kennen wir uns in Augsburg ja eigentlich aus.
Gedanklich lege ich also einen Zettel für den Weihnachtsmann unter den Baum: Ich wünsche mir eine leidenschaftliche Truppe, die auch offensiv ein wenig mehr Strahlkraft besitzt als zuletzt, jedoch vordergründig durch eine stabile Defensive besticht. Ich wünsche mir pointierte und sinnvoll verstärkende Neuzugänge. Und ich wünsche mir eine Trainerpersönlichkeit, die zur Fuggerstadt passt und uns durch das Haifischbecken Abstiegskampf sicher navigiert.
Zuletzt natürlich alles Gute an Manuel Baum und Danke, dass du dich der (undankbaren) Aufgabe für drei Spiele verschrieben hast. Allen Augsburger:innen und Fans da draußen ein schönes Weihnachtsfest und guten Rutsch ins neue Jahr. Möge das Jahr 2026 das fünftzehnte Bundesligajahr des FCA sein (und bleiben).

Pech gehabt
Der FCA verliert 0:1 gegen die Eintracht in Frankfurt und hatte an diesem Spieltag einfach nicht das nötige Qüäntchen Glück. Der Blick richtet sich jetzt auf die Partie gegen Bremen und die Trainersuche.
Keine Punkte beim Gastspiel in Frankfurt
Zwei Spieltage vor der Winterpause ging es für den FCA gegen die Eintracht in Frankfurt darum, die Weichen für die eigene Zukunft zu legen. Der FCA hatte sich mit einem überraschenden Heimsieg gegen Bayer 04 Leverkusen in der Tabelle etwas nach oben geschoben. Sicherheit suggeriert die Platzierung weiterhin nicht. Zudem muss der FCA weiterhin die Frage beantworten, welcher Trainer die Mannschaft in 2026 betreuen soll. Im sportlichen Bereich, in dem mit Michael Ströll und Benni Weber vor ihren ersten gemeinsamen Transferperiode stehen, fehlt somit ein wichtiger Fixpunkt, um im Winter passgenau Veränderungen auch am Kader vornehmen zu können.
Vor dem Spiel in Frankfurt stellte sich somit auch die Frage, ob Interimstrainer Manuel Baum, in diesem Spiel noch die richtigen Akzente setzen kann. Dafür setzte er in der Startelf auf Stabilität und nahm personell keine Veränderungen vor. Insgesamt schien den Augsburgern viel daran gelegen gewesen, auf der Leistung der Vorwoche aufzubauen und nach dem Umbruch auf der Trainerposition Ruhe einkehren zu lassen. Ob in der Ruhe dann auch Kraft lag?
Die erste Halbzeit
Vorweg, die Kulisse in Frankfurt beschert Gänsehaut. Frankfurt ist nicht nur im Herzen Europas, im Waldstadion schlägt das Herz der Bundesliga ganz besonders. Darauf muss eine Mannschaft vorbereitet sein. Bei mir kribbelte es selbst auf der Tribüne ordentlich als die Mannschaften den Platz betraten. Der Auswärtsblock des FCA beteiligte sich stimmungsfördernd mit einem bunten Fahnenmeer. Die Augsburger liefen diesmal auch auswärts in den weißen Heimtrikots auf. Konnte aus diesem äußeren Zwang durch die Farben der SGE ein gutes Omen werden?
Die ersten fünf Minuten brachten zumindest Aufregung. Der FCA konnte nach einer Ecke erneut flanken und Matsima nickte ein. Dem Tor war aber wohl eine Abseitssituation voraus gegangen. Der VAR brauchte über 2 Minuten für die Überprüfung. Dieser Teil des Sports bleibt weiterhin ein Graus. Das nahm auch aus dem Spiel erstmal die Dynamik und es brauchte bis in die zehnte Minutebis die Eintracht das erste Mal im Augsburger 16er auftauchte. Dahmen war aber zur Stelle. In der Folge konnte die Eintracht die erste Pressinglinie besser über die Flügel überspielen, gefährlich wurde es aber erst wieder als der FCA in Minute 15 aus einer vermeintlichen Abseitssituation gefährlich vors Frankfurter Tor kam.
Der FCA setzte weiterhin erkennbare Nadelstiche, auch wenn die SGE zu 2/3 den Ball hatte. insgesamt ist diese erste Hälfte bis dato recht abwechslungsreich. Auch die Eintracht schafft es erneut gefährlich vors Augsburger Tor und der FCA wird nur durch einen unpräzisen Frankfurter Abschluss gerettet. Jede Mannschaft hatte jetzt schon ihre Chancen und insgesamt damit bisher im Ergebnis gerecht. Es folgte eine Phase in der beide Mannschaften sich tiefer staffelten und die Partie verflachte. Der FCA hatte in der Folge etwas mehr Spielkontrolle, konnte daraus aber nichts zwingendes erwirken. Moment der Halbzeit war dann auch als Noki Banks in einem Defensivzweikampf riskant rettete und seine ganze Physis und Zweikampfstärke zeigen konnte.
Die zweite Halbzeit
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Mit Kost, die nur von denjenigen Fußballliebhabern geschätzt wird, die sich auch an sich neutralisiertem Positionsspiel ergötzen können, durch welches dem Spiel die Dynamik entzogen wird. Leichte Fehler beider Mannschaften im Offensivspiel taten ihr übriges, dem Spiel den Fluss zu nehmen. Sollten die beiden Wechsel der Eintracht einen Impuls liefern, so war dieser nicht zu erkennen. Nach knapp 60 Minuten kommt der FCA an zwei Kontersituationen, die er aber nicht konsequent zu Ende spielt. Schade. Frankfurt wechselt erneut doppelt.
In der 69. Minute ist es dann Doan, der auf 1:0 für die Eintracht stellt, nachdem der FCA nicht konsequent rund um den eigenen 16er verteidigt und Matsima unglücklich abfälscht. Ein Kack-Tor. Es kann in einem solchen Spiel schnell das Entscheidende sein. Die Eintracht riecht in der Folge die Lunte und entwickelt offensiv mehr Dynamik. Der FCA kann diesmal nicht die Zweikampfpräsenz aus dem Spiel gegen Leverkusen aufweisen und bekommt das Spiel nicht gegriffen. Baum wechselt offensiv mit Essende und Gharbi für Rieder und Massengo. Es braucht einen Impuls.
Kurz danach gestaltete die Eintracht den Angang wieder konservativer und verzichtete fast vollständig auf eigene Offensivbemühungen. Der FCA fand gegen die tiefstehenden Frankfurter wenig Ansatzpunkte. Rund um die 85. Minute spielte man in Handballmanier um den Frankfurter 16er. Gefährlich wurde es nur einmal so richtig, als Banks – vermeintlich im abseits – für den FCA traf. Die VAR-Überprüfung dauerte gefühlte Ewigkeiten und damit war dann auch die Luft raus. Am Ende gewinnt die Eintracht so 1:0 zu Hause gegen den FCA und
Fazit
Zwei Mannschaften die darauf aus sind, sich zu stabilisieren. Das sah man auf dem Feld auch. Es war kein schönes Spiel. Der FCA verliert deshalb, weil er Pech hat. Zwei Abseitstore auf der einen Seite, ein abgefälschter Schuss auf der anderen. Man war bis zuletzt bemüht etwas mitzunehmen. Es sollte nicht sein. Die Stabilisation an sich ist gelungen. Man rang mit einem Champions League Teilnehmer auf Augenhöhe. Nächste Woche geht es gegen Bremen um einen versöhnlichen Abschluss des Fußballjahres 2025. Der FCA war bisher in diesem Jahr eine Wundertüte. Dann lassen wir uns doch mal überraschen, was das zum Ende des Jahres wird.
Das Nikolaus-Wunder
Der FC Augsburg gewinnt nach dem Trainerwechsel von Sandro Wagner hin zu Manuel Baum das Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit 2:0. Ein erfolgsgeschwängerter Blick auf die Ereignisse diese Woche.
Die nächste Klatsche
Andy war vor Ort in Hoffenheim und bespricht im Podcast die Klatsche gegen die TSG. Sportlich hat die desolate Abwehrleistung mal wieder alles überschattet und die Hoffnung genommen.
Der ersehnte 3er
Gegen den HSV hat der FC Augsburg endlich wieder einen 3er eingefahren. Es ist aber auch angebracht über die Proteste der Fans in der Anfangsphase der Üartoe zu sprechen. Alles Wesentliche gibt es wieder im Podcast. Hört gerne rein.
Aus der Hand gegeben
Die Niederlagenserie des FC Augsburg geht weiter. Zweimal führt der FCA gegen Stuttgart und hat auch in der zweiten Halbzeit den Ball zur Führung auf dem Fuß. Am Ende sind es Kleinigkeiten, die fehlen, damit der FCA in Stuttgart mal wieder gewinnen kann. Jetzt gilt es gegen den HSV den Bock umzustoßen.
Kein Desaster, aber noch nicht genug
Der FC Augsburg hat alle 3 Spiele in dieser englischen Woche verloren, zuletzt nun auch gegen den BVB mit 0:1. Die Kurve zeigt dennoch nach den letzten beiden Partien wieder sanft nach oben. Mehr dazu im Podcast.
