Der FC Augsburg mitten in der wichtigsten Woche der Hinrunde auf und neben dem Platz

Spektakel mit negativem Ausgang in Dortmund, Länderspielpause und erkämpftes Unentschieden gegen RB Leipzig. Über die letzten Wochen hinweg, war es schwierig genau einzuschätzen, wo der FCA sportlich steht. Die Gegner waren hochklassig und die Belastung durch die Länderspielpause sehr dosiert. Zudem konnte die Mannschaft durch Länderspielreisen von einzelnen Spielern nicht gemeinsam trainieren. Dies war in der letzten Woche anders. Nach dem Retrospieltag, der für alle Beteiligten ein zusätzliches Spektakel war, ging es gegen Hannover darum, wieder in den Alltag der Bundesliga zurückzukehren.

Die Mannschaft des FC Augsburg zeigte auch gleich, dass man sich gut auf den nächsten Gegner Hannover 96 vorbereitet hatte. In der ersten Hälfte war man deutlich besser und konnte in Führung gehen. Nach einer guten ersten Hälfte schaffte es der FC Augsburg allerdings nicht, in der zweiten Halbzeit den Sack zu zumachen und strapazierte die Nerven seiner Fans erneut stark. Am Ende stand aber dann ein 2:1 in Hannover zu Buche, nachdem  Andreas Luthe den Sieg festgehalten hatte. Luthe war nach dem Spiel gegen Leipzig nun schon wieder der Rückhalt, den ein Team in der Bundesliga braucht, um erfolgreich zu sein. Mit 12 Punkten geht es in die Spiele 2 und 3 der englischen Woche.

Nachdem die qualitative Lücke im Tor endgültig geschlossen wurde und Andreas Luthe konstant Top-Leistungen abruft, ist ein deutlich positiverer Blick in die Zukunft möglich.  Ob wir in dieser Saison weiter träumen dürfen, wird sich im weiteren Verlauf der Woche zeigen. In der Bundesliga steht nach dem Spiel gegen Hannover am Samstag die Partie gegen den 1. FC Nürnberg an. Sowohl Hannover als auch Nürnberg sind in dieser Saison für mich Abstiegskandidaten. Sportlich gehen wir in beide Partien als Favorit und müssen dort die nötigen Punkte holen, wenn wir in dieser Saison den Blick nach oben richten wollen. Nachdem die Bundesliga äußerst umkämpft ist und es für uns oft sehr knapp zugeht, brauchen wir keinen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern schlicht die Punkte einfahren.

Am Dienstag steht derweil eine Partie an, die zeigen wird, ob wir in dieser Saison vom großen Coup träumen dürfen, den letztes Jahr die Eintracht aus Frankfurt vorgemacht hat. Der Pokal ist etwas besonderes und der Wettbewerb, in dem ein Club wie der FCA zumindest geringe Titelchancen hat.  Nun spielt man zu Hause gegen Mainz 05 und hat eine reelle Chance weiterzukommen. Diese gilt es auch zu nutzen.

Interessant wird sein, wie die Mannschaft damit umgeht, dass die Belastung in dieser Woche höher ist als sonst. Ausblendet, dass Caiuby gerade dann für Unruhe sorgt, wenn der Kader in seiner Tiefe glänzen soll. Wenn sich insgesamt für die Saison zeigt, ob wir träumen dürfen. Gerade dann, wenn in Augsburg nicht nur positive Nachrichten an der Tagesordnung sind. Fujitsu hat verkündet, das Augsburger Werk in zwei Jahren zu schließen. Für viele Beschäftigte und ihre Familien bedeutet dies einen tiefen Einschnitt. Die Entscheidung wirkt sich zusätzlich auf die Betriebe im Umfeld aus. Der FCA ist ein direkter Nachbar. Das Fujitsu Werk liegt ca. 500m vom Lechfeldstadion entfernt. Es wäre doch schön, wenn die Mannschaft für alle Betroffenen der Fujitsu Entscheidung in Augsburg einen Lichtblick bieten könnte.

Es ist in jedem Fall der Moment, in dem ich daran erinnern will, dass der Fußball für mich eine deutliche soziale Komponente hat. Diese habe ich beim FCA in der Vergangenheit vermisst und zuletzt auf das Fehlen beim Retrospieltag hingewiesen. Deswegen habe ich gerade letzte Woche eine Aktion gestartet, in der wir Fans zusammen etwas tolles Bewirken können.  Hier im Shop gibt es momentan Rosenau-Hoodies für Männer und Frauen zu kaufen, bei denen für die ersten 111 Stück je Stück 20 EUR an den Augsburger Verein Brücke geht. Ich hoffe, es kommt ein möglichst hoher Spendenbetrag zusammen und lege hier selbst je Hoody etwas in den Topf.

Insofern ist für mich diese Woche nicht nur aus sportlicher Sicht spannend. Ich bin auch sehr gespannt, wie viele andere Fans sich an der Aktion beteiligen. Dafür ist es notwendig, dass ihre euren Freunden und Bekannten von der Aktion erzählt und die Info weitertragt. Der Dienstagabend bietet dafür eine sehr gute Gelegenheit. Für die Mannschaft, um den nächsten Schritt Richtung Berlin zu machen. Und für uns alle, um der Hoody-Aktion etwas Momentum zu verschaffen. Es gibt rund um den FC Augsburg fiel zu tun. Packen wir es gemeinsam an!

Retro kann man tragen (als Hoody)

Der Retrospieltag hat uns mit positiven Gefühlen in die Woche entlassen und diese halten immer noch an. Nicht nur hat unser FCA gegen eine der besten Mannschaften ein Unentschieden erspielt. Durch die Beteiligung vieler, die ihre Energie in Vorbereitung und Durchführung gesteckt haben, ergab sich beim Bundesligaspiel gegen RB Leipzig ein ganz besonderes Stadionerlebnis. Mit leuchtenden Augen habe ich diese Woche Geschichten vom besten Stadionerlebnis aller Zeiten gehört und viel Lob für die Details dieses Tages vernommen. Es war richtig toll. So schön wie das Erlebnis aber auch war, wäre eine soziale Komponente toll gewesen.

Aber motzen kann ja jeder. Wie schon vor ein paar Tagen angekündigt, will ich mich nicht nur auf die Rolle eines Kritikers zurückziehen. Vielleicht kann ich dem Spieltag im Nachhinein zumindest eine kleine soziale Komponente verpassen. Wenn der ein oder andere gerne Hoodies trägt und Bedarf an einem oder mehreren neuen hat, dann könnten wir zusammen etwas tolles erreichen. Und nein, bei uns müsst ihr nicht die Katze im Sack kaufen (so wie bei den Retrotrikots). Ich zeige euch sogar vorher, was ihr erwerbt.

Konkret geht es um Hoodies, die einen „Rosenau“-Schriftzug tragen. Als Grundlage dienen Hoodies von Stanley&Stella, ein Modell für Männer und eines für Frauen, welche im Siebdruckverfahren bedruckt werden. Stanley&Stella produzieren fair und mit Bio-Materialien und schon die Shirts der letzten Aktion hatten eine tolle Qualität. Das Ganze sieht im Resultat dann so aus:

Herren Hoody „Rosenau“
Damen Hoody „Rosenau“

Die Hoodies werden euch 45 EUR je Stück kosten und ihr könnt diese entweder hier online direkt im Shop (hier für Männer und Frauen) bestellen oder per Email an kontakt@rosenau-gazette.de. Vergesst nicht eure Wunschgröße und das Modell (männlich oder weiblich) anzugeben. Von den 45 EUR gehen für die ersten 111 Hoodies 20 EUR an den Augsburger Verein Brücke. Der Verein hilft Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Ich halte diese Arbeit für sehr wichtig und unterstützenswert.

Ja, bei 20 EUR für den guten Zweck geht das auf meiner Seite nicht mehr ganz auf. Aber die Aktion soll ja eine deutlich soziale Komponente haben. Ich wäre auch wirklich positiv überrascht, wenn wir hier 111 Hoodies verkauft bekommen würden. Falls wir diese Menge wirklich schaffen sollten, dann denke ich mir nochmal etwas besonderes aus. Aber wenn es 1111 Menschen gibt, die ungesehen ein Trikot kaufen, dann sollte es doch evtl. 111 Menschen geben, die einen Hoody mit einem Augsburger Motiv kaufen, wenn dabei noch einiges bei einem guten Zweck ankommt.

Für den Preis geht ihr dann in Vorkasse, aber der Hoody kommt bei euch zu Hause ohne weitere Versandkosten an, wenn er denn fertig produziert ist. Ich mache das nun zum 3. Mal (lest gerne zu den früheren T-Shirt Aktionen hier und hier) und bisher hat jeder bekommen was er wollte. Und wenn das Modell dann doch man nicht passt, dann habe ich meistens noch ein Restexemplar übrig. Ich öffne den Vorverkauf nun einmal bis zum 11.11. und rekapituliere dann, wie wir bei der Menge stehen. Wenn alles perfekt läuft, hält jeder seinen Hoody zu Weihnachten in den Händen. Nachdem sich vor Weihnachten aber immer alles etwas verzögert, mag ich nichts versprechen. Ich bemale die Dinger am Ende nicht selbst.

Der wichtige Teil kommt nun: Gebt euch einen Ruck und macht mit. Gefällt euch das Motiv nicht, aber ihr findet die Aktion ansonsten gut, dann erzählt eurer Familie und euren Freunden davon. Die Aktion hängt davon ab, dass ihr mitmacht, die Aktion verbreitet und andere davon wissen lasst.

P.S.: Wenn jemand zum Hoodie noch ein T-Shirt kauft, geht der T-Shirt Betrag komplett an den guten Zweck der dem T-Shirt zu Grunde liegt, d.h. entweder an Simon oder an den bunten Kreis. Schaut euch im Onlineshop um, was noch da ist.

Der Retrospieltag hat das Zeug zur Institution

111 Jahre sind seit dem ersten registrierten Spiel unseres FC Augsburg (bzw. zumindest dessen Vorgängerorganisation) vergangen. Eine lange Zeit. Den Anlass darf man gerne nutzen, um einen etwas größeren Rummel zu veranstalten. Der FC Augsburg hat sich nicht lumpen lassen, und wollte seinen Fans an diesem Tag etwas besonderes bieten. So stand gegen RB Leipzig zum ersten Mal der Retrospieltag an. Auch die organisierte Fanszene hat sich eingeklinkt und eine stadionweite Choreografie organisiert und ist dabei mit einem hohen fünfstelligen Betrag in Vorleistung gegangen. Es sah toll aus, sorgte für Gänsehaut und wird lange in Erinnerung bleiben:

Das Vorspiel

Coole Videos haben auf Youtube von Seiten des FC Augsburg auf das Spiel hingeleitet und die Spieler haben sich darauf eingelassen und ein paar Späße mitgemacht. Dafür ging auf allen Seiten Freizeit drauf, die allerdings insgesamt schon im Vorfeld eine große Vorfreude aufgebaut haben. Vielleicht wollt ihr nochmal reinschauen:

Der FCA hat die Ticketpreise im Vorverkauf reduziert, um das Stadion voll zu bekommen und vielen das Stadionerlebnis zu ermöglichen. So war das Spiel dann auch im Vorhinein im Heimbereich ausverkauft.

Der Spieltag als Erlebnis

Auf dem Stadionvorplatz  gab es ein umfangreiches Programm mit Musik und einem umfangreichen Programm für die Kleinen. Die Mannschaft kam im Retrobus angefahren und auch die Dekoration wurde auf den Spieltag angepasst.

Insgesamt hat der Spieltag so die Erwartungen, die im Vorhinein aufgebaut wurden, gehalten. Zuschauer, die vielleicht auf Grund des Rummels zum ersten Mal da waren, werden vielleicht auf Grund des tollen Erlebnisses wiederkehren. Dass die Mannschaft gegen den Tabellenzweiten und wirtschaftlich überlegenen RB Leipzig sich am Ende einen Punkt erkämpfte, und somit gegen deutsche Topmannschaften sportlich weiter mithalten kann, war dann nur noch das Pünktchen auf dem i. Klar, hätte man sich ein paar Tore oder Torszenen mehr gewünscht, aber die Rückkehr zur defensiven Stabilität gegen einen sehr guten Gegner sollte für uns alle momentan wichtiger sein.

Insgesamt sind viel Mühe und Fleiß von vielen Seiten in diesen Spieltag eingeflossen und das möchte ich an dieser Stelle anerkennen. Bravo! Davon kann man nun vielleicht auch etwas für andere Spieltage lernen, und vermehrt Programm auf dem Stadionvorplatz anbieten. Ich bin mit Sicherheit kein Verfechter der Eventisierung des Fußballs, aber im Augsburger Stadionumfeld gibt es auch mit Fankneipe am Spieltag zu wenige Möglichkeiten für Fans, um gemütlich zusammen zu kommen und zu plaudern.

Was hat gefehlt

Wer mich kennt, der weiß, dass das noch nicht alles ist. Der FC Augsburg hat in dieser Saison nun schon mehrere Marketingkampagnen durchgeführt, um mehr Zuschauer ins Stadion zu locken. Vergrößerte Familienblöcke an dem einen Spieltag, reduzierte Tickets für Schüler an einem anderen. Dies hat vor allem den Hintergrund, das Stadion auch bei unattraktiveren Gegnern voll zu bekommen. Eine Tradition für mich ist allerdings auch, dass der Fußball für alle erschwinglich ist. Damit hat der FC Augsburg gebrochen, als er vor einigen Jahren aufgehört hat, ermäßigte Tageskarten zu verkaufen. Der Vorwand war, dass der Ermäßigungsgrund nicht ordentlich kontrolliert werden könnte. für mich ist das immer noch eine faule Ausrede. Ich werbe weiterhin dafür, dies rückgängig zu machen und Schülern, Rentnern, Arbeitslosen, etc. an jedem Spieltag auch für Einzelspiele zu reduzierten Konditionen Zutritt zu gewähren. Auch gegen Topgegner wie die Bayern, Dortmund oder Schalke.

Weiterhin hat mir beim Retrospieltag eine weitere Dimension gefehlt. Klar, der Fußball ist dazu da, Menschen zu erheitern und zu erfreuen. Dies ist mit Sicherheit gelungen. Nun ist dieser Spieltag auch erstmal mit Kosten verbunden. Allerdings hätte ich mir eine soziale Komponente sehr gewünscht. In den letzten Jahrzehnten sind gesellschaftlich immer wieder Menschen abgehängt worden, denn wir eine Hand hinhalten sollten, um ihnen auf die Beine zu helfen. Der FC Augsburg hätte zumindest einen Teil der Einnahmen (z.B. aus den Retrotrikots) an eine wohltätige Organisation spenden können. Über die Spende hinaus, hätte die Plattform vor vielen Tausend Menschen der Organisation nachhaltig geholfen. An dieser Stelle bleibt aber weiterhin erkennbar, dass der FC Augsburg keine nachhaltige Strategie bzgl. seiner sozialen Verantwortung verfolgt. Leider.

Selber machen ist angesagt

Nachdem das an dieser Stelle auch der einzige Kritikpunkt ist, der nach diesem tollen Samstag bleibt, will ich an dieser Stelle gerne in den Bresche springen. Ich werde zeitnah auf der Rosenau Gazette eine Aktion starten, die klar „retro“ ist, und die einer sozialen Organisation helfen wird. Vielleicht tragen wir den Schwung des Retrospieltags gemeinsam noch etwas weiter und helfen denen, die es nicht so dicke haben wie wir. Ich würde mich über jeden freuen, der sich beteiligt.

Manuel Baum sorgt für Glamour in Augsburg

Dieser Text erschien zuerst in der Kolumne Einwurf aus der Rosenau Gazette“ bei presse-augsburg.de.

Nach sieben Spieltagen findet sich der FC Augsburg im Mittelfeld der Tabelle wieder. 8 Punkte aus sieben Spielen sind eine solide Ausbeute. Vor allem da die Mannschaft von Trainer Manuel Baum schon gegen Bayern München und Borussia Dortmund spielen musste. Die trockenen Ergebnisse und die Tabellenposition führen allerdings nicht dazu, dass man ins Schwärmen gerät. Wer sich daher nur am Rande mit der Bundesliga beschäftigt, wird nicht verstehen, warum in Augsburg gerade viele Menschen von der diesjährigen Mannschaft voller Hochachtung sprechen und die Erwartungshaltung in den letzten Wochen nicht gesunken ist.

Es rappelt beim Gegner in den Maschen

Wenn man denn näher hinschaut, dann finden sich schon auch Rückschlüsse in den nackten Zahlen. Der FCA findet sich in einer statistischen Kategorie auf einem Champions League Platz wieder: bei den geschossenen Toren. Nach 4 Toren gegen Freiburg und 3 Treffern gegen Dortmund sind es mittlerweile insgesamt 14 Buden, die der FCA in dieser Saison erzielen konnte. Schon nach dem Freiburg Spiel waren es noch nie so viele Treffer zu diesem Zeitpunkt der Saison. Diesd ist natürlich nach dem Dortmundspiel immer noch wahr. Das Team ist auf Augsburger Rekordkurs. Klar, Dortmund liegt  auch bei den geschossenen Toren mit weitem Abstand an der Spitze der Bundesliga. Danach kommen dann aber Teams wie Borussia Mönchengladbach und wir. Der FC Augsburg: ein Team, das man mit Budenzauber assoziert. Zwickt mich einer?

Gründe für die offensiven Feuerwerke

Zauberhaft ist dann allerdings, wie es dazu kam. Gerade in der Anfangsphase seines Schaffens konnte Manuel Baum offensiv überraschen. Dieser Effekt verpuffte schnell. Die Klasse hielt der FCA vorletzte Saison dann vor allem durch kämpferische, defensive Leistungen im Schlussspurt gegen Dortmund und Hoffenheim. Auch in der letzten Saison hatte der FCA zwar seine defensive Stabilität wiedergefunden, tat sich aber oft schwer für Torgefahr beim Gegner zu sorgen. Defensiv konnte man oft mithalten, die entscheidenden Treffer blieben aber zu oft aus. Nach oben konnte man so in der Tabelle nicht überraschen. Dies scheint sich nun geändert zu haben.

Neuzugänge, die in dieser Saison zu diesem Umschwung geführt hätten, sind allerdings nicht zu vermelden. André Hahn leistet zwar seinen Beitrag, ist allerdings nur einer von vielen. Er ist im Offensivspiel der Mannschaft nicht hervorzuheben, das sehr facettenreich ist und auf vielen Schultern ruht. Fredrik Jensen und Julian Schieber fehlten bisher verletzt. Insofern sind es vor allem die alten Bekannten, die allesamt zusammen durch besseres Spiel zu diesem Umschwung führten. Michael Gregoritsch rackert und trifft immer noch unermüdlich, Alfred Finnbogason trifft, wenn er fit ist, und Philipp Max verfügt weiterhin über den aufregendsten linken Offensivball der Liga. Dazu kommen mit Caiuby, Marco Richter und Ja-Cheol Koo weitere Spieler, die wichtige Beiträge leisten zum Erfolg des variablen Offensivspiels des FC Augsburg. Und mit Raphael Framberger ist auch der Rechtsverteidiger wieder fit, der offensiv für Unruhe beim Gegner sorgen kann. Alles bekannte Namen in Augsburg, alle bisher nicht mit einer der besten Offensiven der Liga assoziiert. Jetzt schon.

Und die wundersame Entwicklung ist dann wohl der konstanten Arbeit von Manuel Baum zuzuschreiben, der mit dieser Mannschaft nun schon seit fast zwei Jahren intensiv arbeitet. Er will seine Ansicht vom Fußballspiel auf den Platz zu bringen. Analytisch auf den Punkt sorgt er damit bisher bei jedem Gegner für Sorgenfalten.  Taktisch variabel kann seine Mannschaft unterschiedliche Systeme spielen. Im Offensivspiel sind einzelne Spielzüge und eingeübte Kombinationen erkennbar. Es sind diese Momente, in denen ich dankbar bin, dass in Augsburg mit ruhiger Hand gehandelt wird. Welch sein Segen, dass Manuel Baum im Abstiegskampf vorletzte Saison nicht entlassen wurde. Es sind auch diese Momente, in denen auffällt, dass Manuel Baum nun mittlerweile einer der alteingesessenen Trainer der Bundesliga ist. Platz 6 nimmt er mittlerweile ein, wenn man die Trainer der Bundesliga nach der Länge ihrer Amtszeiten sortiert. Die Effekte konstanter Arbeit sind deutlich sichtbar.

Vorfreude auf die kommenden Spiele

Insgesamt sorgt dies dafür, dass ich sportlich das Ende der Länderspielpause herbeisehne. Ich will sehen, was sich Manuel Baum wieder hat einfallen lassen. Ich meine damit nicht seine extravagante Kleidungswahl am Seitenrand (von Columbo-Mantel bis zum übergroßen Sommer-Jacket). Mir geht es um das Ergebnis seiner Arbeit mit der Mannschaft, dass sich deutlich auf dem Feld zeigt. In Augsburg wird Fußball nicht mehr nur gearbeitet (das auch und sehr intensiv), sondern auch gespielt. Welch erfreuliche Entwicklung. Ich hoffe sehr, dass sie anhält und auch zu den verdienten Ergebnissen führt. Wenn der spielerische Glamour nicht verpufft ist für den FCA in dieser Saison noch viel möglich.

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