Zusammenspiel

Im 350. Bundesligaspiel der 50. Sieg von Markus Weinzierl – der FCA ist in der Saison angekommen. Standards, Ecke – Tor! Auch dieses Stück hat seine Helden: Gouweleeuw, Niederlechner, Finnbogason und zuvorderst Reece Oxford. Der FCA kann wieder 1. Liga!

Bei herrlichen Fußballwetter am letzten Tag im Oktober eine kollektive Feierstimmung, wie gefühlt so schon lange nicht mehr. Ein Spiel mit einer eigenen Geschichte, an dessen Ende vieles, das vorher war, ganz anders wirkt. Und vielleicht der nächste Schritt einer viel größeren Inszenierung.

Waren es die wieder gewonnenen Grundtugenden, hat sich die Mannschaft wieder gefunden, und schließt an eine zurückliegende Spielweise an. Einige Situationen und Einzelleistungen, die diese Annahme auslösen, und mit Fortgang des Spiels immer stärker zum Vorschein kamen.

Nach zwischenzeitlicher Leere sind die Stadien wieder voller. Durch den Abgleich und mit Abstand nicht die Frage was das Spiel, sondern den Stadionbesuch ausmacht. Und welche Rolle spielen volle Ränge in der medialen Darstellung des Fußballs und der Bundesliga.

Identifikation mit eigener Mannschaft und Farben, kleine Heldengeschichten im eigenen Stadion, gemeinsames Erleben, und ein Gefühl auch abseits eigener Wahrnehmung unverzichtbarer Bestandteil zu sein. Was hat sich am Stadionerlebnis und Fußballerleben zwischenzeitlich geändert?

Über eine Saison die Erkenntnis das keine Übertragungstechnik das individuelle Gefühl der Anwesenheit im Stadion ersetzen kann. Viele Zweifel in den Zeiten der Pandemie was die Relevanz des Profisports betrifft. Und ein langsames Wiederentdecken lang vertrauter Riten. Viele Zweifel, die weiter bestehen, und doch irgendwie auch wieder ein Gefühl des Dabeiseins.

Vielleicht lässt sich auch alles anders herum sehen. Wohl möglich ist das gemeinschaftliche Erleben das eigentlich Entscheidende, und das Spiel das Rahmenprogramm. Es mag hier viele, viele Möglichkeiten des Erkennens und der individuellen Wahrnehmung geben, und doch sind es eben manche kollektive Ereignisse, die, nicht nur am letzten Sonntag bewusst, als solche in Erinnerung bleiben.

Und wenn sich die Tabelle auch wieder besser liest gibt es für den FCA noch viel zu erreichen. Am kommenden Samstag trifft der FCA in Wolfsburg an, wo auch ganz unterschiedliche Geschichten mit verbunden sind, und trotz zwischenzeitlicher Rekordniederlage die FCA-Bilanz positiv ist.

Nach einem siebten und einem vierten Platz unter Trainer Oliver Glasner wollte der VfL in dieser Spielzeit ganz oben mitspielen, und stand nach 9 Spieltagen mit 13 Punkten auf Platz 9. Zu wenig für die Ambitionen des Vereins, und das Aus für Trainer van Bommel.

Im ersten Spiel unter Florian Kohfeldt gelang dann nach acht sieglosen Pflichtspielen ein 2 : 0 in Leverkusen und in der CL haben die Wolfsburger nach dem 2 : 1 gegen Salzburg auch noch die Chance aufs Vorrücken.

Was könnte zuletzt in der Welt des Fußball noch wichtig gewesen sein. Ob nun alle möglichen Prozesse im Hintergrund laufen, die die Häufung internationaler Turniere zum Ziel haben, und manche Verbände mit Austritt drohen, oder ob es nun doch zeitnah zu einem neuen Super-League-Szenario kommt – Fußball ist zunächst lokal, und der eigene Verein. Das wichtigste Spiel ist immer das nächste der eigenen Mannschaft.

Und eigene Erfolge schaffen Verbundenheit. Dazu gehört auch auf, und neben dem Platz miteinander zu sprechen. Unruhe liefert nirgends etwas hinzu, und manches, nicht nur sportliches, ließe sich vielleicht auch schneller klären als gedacht – Zusammenhalten ist das Ziel.

Zu Gast beim ersten Heimauftritt des neuen Trainers sollte der FCA in Wolfsburg genau dort weitermachen, wo gegen Stuttgart aufgehört wurde, und weiter an seiner eigenen Geschichte schreiben. Mit weiter gewachsener Aufmerksamkeit, und dem Bewusstsein in der Liga immer und überall punkten zu können ist auch am Samstag vieles möglich. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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