Erfolgsbuchstaben

Manchmal beginnt Fußball eben von hinten. Und auch wenn es vorne noch nicht geklappt hat, steht die Null – und der FCA holt seinen ersten Punkt in der neuen Saison. Auch in den bisherigen Jahren der Zusammenarbeit mit Trainer Weinzierl gab es nach dem zweiten Spieltag nicht mehr Punkte. Viel spannender, wie es weitergeht.

Zum, wie oft schon wiederholt, mittlerweile 23. Mal trifft der FCA in einem Pflichtspiel auf Bayer 04 Leverkusen. Und es hat bisher noch nie zum Sieg gereicht. Sieben Ligaunentschieden und 17 Tore, ohne die Elfmeter im Pokalspiel 1993, waren die bisherige Ausbeute. Und beim letzten Aufeinandertreffen im Februar war es wieder einmal fast so weit. und wie 2016 hat das Spiel einige Momente zu lange gedauert.

Einige Veränderungen bei der Werkself, in der nach zwölf bzw. vier gemeinsamen Jahren die Bender-Zwillinge ihre Karriere beendet haben. Nach dem Auftaktremis bei Union überzeugten die Leverkusener zuletzt beim 4 : 0 gegen Mönchengladbach.

Neu auf der Trainerbank ist Gerardo Seoane, der als Nachfolger von Adi Hütter in Bern mit dem YB zuletzt drei Mal in Folge Schweizer Meister wurde, und mit den Leverkusenern wieder die Qualifikation zur Champions League erreichen soll.

Momentan erstellt das Deutsche Institut für Normierung ein neues Buchstabieralphabet, indem Städtenamen, die bisher gängigen Vornamen ersetzen sollen. Selbstredend steht dabei das „A“ für Augsburg.

Vielleicht ließen sich, auch im Hinblick auf die Saison und speziell das kommende Ligaspiel manche Buchstaben im Sinne des FCA benennen:

A, wie Abwehrverhalten – zuletzt sehr erfolgreich.

B, wie Bundesliga, dort wo der FCA im elften Jahr in Folge spielt.

C, für Chancenverwertung, und aus wenigen Möglichkeiten viel zu machen.

D, für Dorsch, der neu zum FCA gekommen ist, und dessen Bedeutung nicht nur für den Spielaufbau zunehmen könnte.

E, für Effizienz, sowohl bei C wie auch bei Ecken und Standards

F, für Finnbogason, und die Hoffnung das er in dieser Saison wieder einige, erfolgreiche Spiele absolvieren kann.

G, steht für Gikiewicz und Gouweleeuw, und für eine sichere Abwehr.

H, steht für Hahn und absoluten Einsatz; hat auch schon einmal gegen Leverkusen getroffen.

I, für Iago, und das Spiel über die Außen.

J, für Joker, und die möglicherweise spielentscheidende Einwechslung von W.

K, wie Koo, dreifacher Torschütze gegen Leverkusen im März 2016.

L, für Leverkusen, ein Verein, gegen den hoffentlich im 23. Anlauf der erste Pflichtspielsieg gelingt.

M, für Morávek, und das nach dem guten Start in diese Saison noch einige Spiele hinzukommen können .

N, für Niederlechner, den letzten FCA-Torschützen gegen Leverkusen.

O, wie Oberhausen, dort wo alles seinen Anfang nahm.

P, für Passicherheit und Genauigkeit bei Ballbesitz.

R, für die Rosenau, die traditionsreiche Heimstätte, wo der FCA im Elfmeterschießen 1993 fast gegen Leverkusen gewonnen hat.

S, für Stürmer- und andere Tore.

T, für Tabelle, in der der FCA nach dem Spieltag nach Punkten mit dem nächsten Gegner gleichziehen könnte.

U, für Uduokhai, den letzten zum Nationalteam eingeladenen FCA-Spieler.

V, für Vargas, EM-Viertelfinalist, und immer für sechs Saisontore gut.

W, für Weinzierl, ewiger FCA-Europapokal- und vielleicht Leverkusen-Fluch-Besiegertrainer.

X, Y und das zwischenzeitlich ausgelassene Q für die drei zu vergebenden Punkte am Samstag.

Z, wie Zuschauer, und die Hoffnung, das überall und auch im Stadion bald wieder Normalität einkehren kann.

Im letzten Amtsjahr von Rudi Völler als Geschäftsführer Sport, der erstmals 1994 als Spieler zu Leverkusen kam, und die Geschäftsführung des Vereins im Sommer 2022 verlassen wird, soll es endlich gelingen – am besten schon am kommenden Wochenende: Der erste Dreier gegen Bayer. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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