Pokalstart

Nicht nur vor dem Start der dritten von Corona beeinflussten Bundesligasaison wieder die Frage nach der gesellschaftlichen und politischen Rolle des professionellen Fußballs – in unterschiedlichen Darstellungen, Einfluss, und vor allem der allgemeinen Wahrnehmung.

Die Illumination eines Stadions in den Farben des Regenbogens, seit Urzeiten Teil ganz unterschiedlicher Mythen, Visionen und Hoffnungen, wird zum weiteren Politikum. Zu hoffen, das der zumindest mehrheitliche Konsens in der Bewertung dieser Symbolik endlich auch im allgemeinen Umgang und Alltag in Sport und Gesellschaft Einzug und Normalität findet.

Was ist seit dem letzten Pflichtspiel des FCA sonst alles geschehen? Der VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth sind wieder erstklassig, dafür haben mit Werder Bremen und Schalke 04 zwei etablierte Namen die Liga verlassen – auch dies unterstreicht wieder die Leistungen des FCA in den vergangenen zehn Bundesligajahren.

FCA-Spieler zeigten bei der Europameisterschaft und der Olympiaauswahl ihre Qualitäten, und die zweite Mannschaft wurde nach dem Champions-League-Finale im Zusammenhang der eigenen Erfahrungen vom Erfolgstrainer genannt.

Wie wird sich die kommende Spielzeit, auch in Hinblick auf die schrittweise Wiederzulassung von Zuschauern in die Stadien entwickeln. Zunächst beginnt diese wie jedes Jahr mit dem DFB-Pokal.

Hier tritt der FCA am kommenden Samstag beim Greifswalder FC an.

Seit 2015 tritt der Verein, dessen Geschichte mit der Gründung des Sportverein Greif Greifswald 1912 beginnt, und der als Greifswalder SC, später als Einheit Greifswald und BSG KKW Greifswald spielte, als Fusion des Greifswalder SV 04 und des FC Pommern Greifswald, unter dem aktuellen Namen an.

Nach drei Jahren in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern spielt der Verein nun nun die vierte Spielzeit in der Oberliga Nordost-Nord, und arbeitet an den Strukturen um perspektivisch nach oben zu kommen.

Toni und Felix Kroos, die in der Jugend des Greifswalder SC spielten, sind die bekanntesten Namen, des Vereins, der 1991/ 92 in einer Gruppe mit Rot-Weiss Essen, dem 1. FC Magdeburg und den Werder Amateuren um die deutsche Amateurmeisterschaft spielte.

Bereits zweimal erreichte die Greifswalder, mit Siegen gegen die Zweitligisten BSV Stahl Brandenburg, 1991, und VfB Lübeck, 1995, die zweite DFB-Pokalrunde, in der sie dann gegen den Bundesligisten Dynamo Dresden bzw. den Regionalligisten Rot-Weiss Essen ausschieden.

Mit Ausnahme der Vergleiche in den drei gemeinsamen Zweitligajahren gegen Hansa Rostock hat der FCA noch kein Pflichtspiel gegen eine Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern bestritten. Von den Hansestädtern abgesehen spielen aktuell keine weiteren Vereine des Lands in den Bundes- und Regionalligen.

In der Oberliga Nord des Nordostdeutschen Fußballverband spielen als Vertreter des Bundeslands neben dem Greifswalder FC und der Zweitvertretung von Hansa, der Rostocker FC, der MSV Pampow, der Torgelower FC Greif und die TSG Neustrelitz.

Am DFB-Pokal nahmen seit 1991 die zwei Mannschaften von Hansa Rostock sowie der SV Blau-Weiß 69 Parchim, der SC Parchim 91, der SV Warnemünde, der FC Anker Wismar, der FC Schönberg 95, auch mit der zweiten Mannschaft, die TSG Neustrelitz, der SV Post Neubrandenburg und der 1. FC Neubrandenburg 04 teil.

Dabei hat außer dem Greifswalder SC und Hansa Rostock kein Verein die zweite Runde des Wettbewerbs erreicht.

Interessant wird auch sein, mit welcher Aufstellung der FCA sich der Aufgabe im 1927 eröffneten Volksstadion stellt, und ob Niklas Dorsch zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz kommt.

Im letzten Vorbereitungsspiel gegen Cagliari Calcio waren neben verschiedenen Einzelleistungen auch eine mannschaftliche Spielweise zu erkennen, die Vorfreude auf die anstehende Saison entstehen lässt.

Auch mit der zum Spieltag weitesten Anreise sollte der FCA an der Ostsee überzeugen – nicht nur um mit dem nötigen Selbstbewusstsein und frischem Wind in die elfte Bundesligasaison in Folge zu starten. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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