Fortsetzungen

Zwei unterschiedliche Halbzeiten und am Schluss noch die Möglichkeit das Spiel zu gewinnen. Der FCA bleibt auch im vierten Spiel mit Trainer Jess Thorup ungeschlagen. Von Platz 15, mit fünf Punkten, ging es in dieser Zeit auf Platz 10 mit 13 Punkten. Bezogen auf die letzten vier Spieltage steht der FCA in der Formtabelle der Liga auf Platz 5, nur einen Punkt hinter dem dritten Platz, den Leipzig einnimmt.

Mit einem erfolgreichen Auftritt könnte der FCA seine Serie weiter ausbauen, und das erste Mal seit Dezember 2019 wieder mehr als vier Spiele ohne Niederlage sein. Damals endete die bisher längste Anreihung von Spielen in der Bundesliga, die nicht verloren wurden. Nach Siegen in Paderborn, gegen Hertha und einem Unentschieden gegen Köln folgten Siegen gegen Mainz, in Hoffenheim und gegen Düsseldorf.

Seitdem gelangen in der Saison 2019/20 und im Herbst 2022 jeweils vier Spiele ohne Niederlage in Folge. Vergleichbar längere Serien gelangen in der Saison 1981/82, mit 13 Spielen, und in der Aufstiegssaison 2005/06 mit 13 bzw. 16 Spielen. Am längsten blieb der FCA in der Saison 2004/05 ohne Niederlage, wenngleich nach zuvor 20 Auftritten, in denen nicht verloren wurde, es am letzten Spieltag eine bittere, in Erinnerung gebliebene, Niederlage gab.

Den besten Punkteschnitt gegen eine aktuell in der Bundesliga spielende Mannschaft, Heidenheim ausgenommen, hat der FCA mit 1,875 Punkten pro Spiel gegen Union Berlin. Erst einmal, in der Rückrunde der Saison 2019/20, hat der FCA gegen die Eisernen verloren.

Eine merkwürdige Saison für Union: Auf den Start mit drei Siegen und 12 Toren folgt eine Negativserie von wettbewerbsübergreifend 12 Niederlagen in Folge. Nach dem Unentschieden in Neapel und der Niederlage beim Tabellenführer in Leverkusen trennten sich die Wege von Union Berlin und seinem Erfolgstrainer.

Auch wenn Urs Fischer nicht zu den Trainern mit der längsten Amtszeit in der Bundesliga gehörte erweckte es mitunter diesen Eindruck. Die Bundesligageschichte von Union Berlin ist mit ihm, der seit der Saison 2018/19 dort Trainer war, verbunden. Aufstieg, Klassenerhalt, Conference League, Euro League und Champions League sind eine mehr als bemerkenswerte Aufreihung erreichter Erfolge. 

Schwer vorstellbar, dass die Köpenicker, die auf den letzten Platz in der Bundesliga abgerutscht sind, am Ende wirklich etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden. Europäisch besteht mit den Spielen in Braga und gegen Real noch die Chance sich für das Sechzehntelfinale der Euroleague zu qualifizieren.

Nach dem 11. Spieltag sind in der Liga zwei Mannschaften an der Spitze, drei in der Verfolgergruppe, dazu auf den Plätzen 6 und 7 noch Hoffenheim und Frankfurt. Von Platz 8, SC Freiburg, bis zum Tabellenende sind es 8 Punkte. Der FCA steht einen Punkt hinter Freiburg und weiterhin sechs Punkte vor dem Relegationsplatz.

Es macht wieder mehr Spaß die Spiele zu verfolgen. Es sind immer noch die gleichen Spieler, und doch wirkt einiges anders. Auch wenn noch nicht alles perfekt sein kann, zeigen sich einige Fortschritte in der Entwicklung des Teams. Dazu trägt auch eine stabile Startelf bei. In den bisherigen Auftritten unter Joss Thorup startete das Team, mit zwei Ausnahmen, einer bedingt durch eine Sperre, immer mit den gleichen elf Spielern.

Das Trainerwechsel nicht immer alles sofort ändern zeigt sich an der Nationalmannschaft. Auf das 3:1 in der USA und dem 2:2 in Mexiko folgten Niederlagen gegen die Türkei und zuletzt in Österreich. Das abnehmende allgemeine Interesse am Auftreten des Teams lässt sich so acht Monate vor der Heim-EM nicht stoppen.

Am letzten Spieltag in Augsburg ein Ereignis, das für nicht wenige länger in Erinnerung bleiben wird.

Es mag ganz unterschiedliche Formen geben Fußballleidenschaft und Fan-Sein auszuleben – wohlmöglich so viele wie es Zuschauer im Stadion gibt. Dabei lässt sich über ganz vieles sprechen, einschließlich über einen sachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik. Was aber ein absolutes No-Go ist und bleibt ist der Einsatz von Böllern – hier kann es keine zwei Meinungen geben.

Am kommenden Spieltag besteht für den FCA die nächste Möglichkeit in der ewigen Tabelle an Hansa Rostock vorbeizuziehen. Ausgestattet mit wiedergewonnenem Selbstvertrauen könnte der FCA seinen positiven Lauf fortsetzen. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Fußballwoche

Ein kurzweiliges Spiel mit viel hin und her, bei dem ganz unterschiedliche Ergebnisse möglich gewesen wären. Finn Dahmen überzeugte im Tor und Phillip Tietz schießt sein drittes Tor im dritten Spiel in Folge.

Der FCA steht mit 12 Punkten nach dem 10. Spieltag auf Platz 10 mit 6 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Nach 10 Spieltagen mit 18 Punkten auf dem 6. Platz – kein schlechter Start von Hoffenheim. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo sollte, anders als in der vergangenen Saison, nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Die Bundesligabilanz gegen Hoffenheim ist aus Augsburger Sicht negativ und auch die Heimbilanz bei fünf Siegen und sieben Niederlagen ausbaufähig.

Das letzte Aufeinandertreffen war in diesem Februar: Durch ein Tor von Frederik Jensen in den Schlussminuten gewann der FCA mit 1:0. Dies war das dritte von vier nacheinander gewonnenen Heimspielen in der vergangenen Saison.  Torschütze bei den vorherigen Spielen gegen Mönchengladbach und Leverkusen war Mergim Berisha, der verletzungsbedingt den Kraichgauern wohlmöglich länger nicht zur Verfügung stehen wird.

Der Abstand aus Augsburger Sicht zu Platz 16 ist gleichgeblieben. Bochum gewinnt in Darmstadt, Mainz gewinnt gegen Leipzig und Köln rutscht auf den letzten Tabellenplatz ab.

Die Teams auf den letzten fünf Plätzen, einschließlich Union, sind auf drei Punkte zusammen. Am kommenden Spieltag treffen nun Darmstadt gegen Mainz und Bochum gegen Köln aufeinander. Heidenheim und Union treten auswärts in München und Leverkusen an.

Mit einem erfolgreichen Auftritt gegen Hoffenheim lässt sich zumindest der Abstand zu dieser Zone bewahren.

Nach den Ergebnissen der Vorwoche sind es hinter dem zweimaligen Herbstmeister Leverkusen und München bereits fünf Punkte Abstand zu Stuttgart und Dortmund.

19 Tore hat der FCA bisher, die meisten, fünf, hat Ermedin Demirovic erzielt. In den letzten drei Spielen hat immer Phillip Tietz das erste Tor gemacht. Dies entspricht aktuell einer Torquote von 0,5 bzw. 0,3 Toren pro Spiel.

Wer hatte bisher innerhalb einer Saison, und bei mindestens gleicher Spieleanzahl, einen höheren Trefferquotienten in der Augsburger Bundesligageschichte?

Mergim Berisha hatte in der vergangenen Saison 0,39 und Michael Gregoritsch in der Saison 2021/22 0,36. Florian Niederlechner hatte ein Jahr vorher 0,39. Noch einmal lag Michael Gregoritsch über diesem Wert, wie auch Ja-Cheol Koo und Raúl Bobadilla. Sascha Mölders Quotient lag 2013 bei 0,42 und der von Alfreð Finnbogason 2019 bei 0,56.

Die höchsten Trefferquoten in der FCA-Geschichte erzielten in der Bayernliga 2001/02 Mikheil Sajaia, 0,79, und in der 2. Bundesliga 2009/10 Michael Turck mit 0,77. In den Bayernligaspielzeiten 2001/02 bzw. 1993/94 erreichten Vladimir Manislavić bzw. Christian Radlmaier 0,71. FCA-Spieler, die über einem Schnitt von 0,5 lagen waren auch Rudolf Rancz, Dieter Eckstein, Georg Beichle, Mark Römer, Bernhard Weis und 1981 Hans Jörg.

Länger zurück lag Ulrich Biesinger nicht nur in vier BCA-Spielzeiten über dem Wert von 0,5, sondern auch im Quotienten über alle Spiele seiner Karriere.

Es macht wieder mehr Spaß den FCA und die wiedergewonnen Offensivqualitäten zu sehen. Was, wenn nun auch noch die Anzahl der erhalten Treffer verringert werden könnte?

Neu beim FCA ist Jacob Friis als Co-Trainer, der zuletzt bei Viborg FF war.

Nach einem 11. Spieltag war der FCA in der Bundesligazeit bereits dreimal auf Platz 10, und, 2014/15, einmal besser platziert. Den Schwung aus den letzten Begegnungen mitnehmen und in der Hinrunde so viel wie möglich für das erste Saisonziel erreichen. Für weitere Entwicklungen könnte dann noch genügend Zeit sein. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Punktspiel

Auch das Heimdebut mit Jess Thorup folgte dem gleichen Spannungsbogen wie die Auswärtspremiere in Heidenheim eine Woche voher: Der FCA gewinnt das Spiel nach zwischenzeitlichem Rückstand. Insbesondere in der zweiten Halbzeit zeigte die Mannschaft wieder den unbedingten Willen dieses Spiel gewinnen zu wollen. Und wie auch immer es hätte auch kommen können oder dann gelaufen ist, der FCA hat es sich verdient.

Auch wenn dies nach dem 9. Spieltag nur eine Momentaufnahme sein kann, sind 11 Punkte ein solider Zwischenstand. In fünf der bisher zwölf Spielzeiten konnte der FCA, mit 12 bzw. einmal 13 Punkten, zu diesem Zeitpunkt ein besseres Resultat erreichen.

Nach der Qualifikation für die Conference League 2022 und dem elften Tabellenplatz in der letzten Saison ist der Effzeh schwächer als in den vergangenen Jahren in die Saison gestartet. Nach dem Auswärtspunkt am 3. Spieltag in Frankfurt gelang erst am 8. Spieltag der erste Dreier – dieser allerdings gegen Mönchengladbach.

Nach der Niederlage in Leipzig stehen die Kölner aktuell mit der geringsten Torausbeute und einem Punkt Vorsprung auf den FSV Mainz auf Platz 17 der Tabelle. Noch dazu gab es unter der Woche eine Pokalniederlage in Kaiserslautern.

Nicht mehr im Kader steht Jonas Hector, der mittlerweile seine Karriere beendet hat. Ob der FC sich zur Winterpause möglicherweise verstärken kann hängt auch davon ab, ob die vom Internationalen Sportgerichtshof verhängte Transfersperre wieder in Kraft tritt.

Am kommenden Spieltag spielt Darmstadt gegen Bochum und Mainz gegen Leipzig. Die anderen hinter Augsburg stehenden Mannschaften spielen gegen Teams aus der oberen Hälfte. Mit einem gelungenen Auftritt hat der FCA die Chance den Abstand nach hinten zu vergrößern.

Diese Woche einige Überraschungen im DFB-Pokal, einschließlich der Niederlage von Bayern München in Saarbrücken.  Das erste Mal seit über 30 Jahren, das nur sechs Bundesligisten im Achtelfinale stehen. Im Viertelfinale waren es der Saison 1992/93 noch fünf und im Halbfinale zwei. Das Finale gewann dann Bayer Leverkusen gegen die Amateure von Hertha BSC. Zweimal, 1970 der OFC, und 1992 Hannover 96, konnte bisher ein Zweitligist den DFB-Pokal gewinnen.

Nachfolgend hat der FCA in diesem Jahr, der 17. Spieltag findet erst im Januar statt, noch die Heimspiele gegen Hoffenheim, Frankfurt und Dortmund, dazu die Auswärtsbegegnungen in Berlin, Bremen und Stuttgart. Zu früh für konkrete Prognosen wird es spannend sein, wie sich die Mannschaft dann auch gegen Teams, überwiegend aus der oberen Tabellenhälfte, schlagen wird.

Auch wenn verschiedene Szenarien denkbar sind, wäre ein erkennbarer längerer Entwicklungsprozess, der alle Mannschaftsbereiche betrifft, wünschenswert. Die Idee einer eigenen DNA und der perspektivischen Umsetzung einer dauerhafteren Spielvorstellung könnte dazu beitragen sich auch tabellarisch weiter zu bewegen. Zunächst aber gilt es von Spiel zu Spiel zu bestehen und dabei alle mitzunehmen.

Sechsmal spielte der FCA bisher an einem 04.11. In der Bayernliga gelang 1972 dabei ein Sieg gegen den SC Fürstenfeldbruck, 1989 gegen den die FT Starnberg, in der 2. Bundesliga 1978 gegen die SpVgg Bayreuth. Unentschieden gab es in der Bayernliga 2000 gegen die SpVgg Ansbach, in der 2. Bundesliga gegen Kaiserslautern 2007 und erstklassig, 2017, gegen Bayer Leverkusen. Verloren hat der FCA an diesem Kalendertag noch nicht.

Die viertbeste Bilanz gegen ein aktuell in der Bundesliga platziertes Team, von den letzten acht Auftritten in Köln nur einen verloren, und verschiedene Anekdoten, die damit verbunden sind. Vielleicht gelingt es an die erfolgreichen Auftritte anzuknüpfen und das erste Mal seit über ein Jahr in drei aufeinanderfolgenden Spielen zu punkten. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Dramaturgien

Zehnmal hat der FCA in Pflichtspielen bereits 5:2 gewonnen – zuletzt am Rosenmontag 2011 gegen Fortuna Düsseldorf. Damals auf dem Weg zum Erstligaaufstieg, war die Dramaturgie diesmal eine ganz andere: Über ein Jahr kein Auswärtssieg, eine Mannschaft, die unter Ihren Möglichkeiten aufgetreten ist, und ein neuer Trainer.

Einen besseren Start hätte es für Jess Thorup nicht geben können. In der Anordnung der Dramaturgie relativ früh zwei Gegentore sowie die Möglichkeit, dass es das bereits gewesen sein könnte – aber dann: 1:2, und der Doppelschlag zum 3:2 noch vor der Pause.

In der zweiten Halbzeit Erinnerungen an eine Mannschaft, die es vor einigen Jahren schon gab, die spielte und das Spiel nicht mehr hergeben wollte.

Auch wenn es nur eine Momentaufnahme war, der FCA steht nun auf Platz 10 der Tabelle und auch wenn es viele Möglichkeiten der Fortsetzung geben mag, mehr als ein Motivationsschub war es allemal – und die Mannschaft hat an sich geglaubt.

Nun geht es im nächsten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg und den Anschluss an das obere Mittelfeld.

Nachdem die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in der vergangenen Saison knapp verpasst wurde unternimmt der VfL diese Spielzeit einen neuen Versuch. Nach drei Siegen gegen Heidenheim, Union und Frankfurt gab es gegen Leverkusen die erste Heimniederlage. Dem Auswärtssieg in Köln am 2. Spieltag stehen Niederlagen in Hoffenheim, Dortmund und Stuttgart gegenüber.

Die Bilanz des FCA gegen Wolfsburg ist mit sieben Erfolgen, bei neun Unentschieden und acht Niederlagen, leicht negativ. In der letzten Saison waren beide Aufeinandertreffen remis, wenngleich der FCA beim Spiel in Wolfsburg erst in der 96. Spielminute den Ausgleich erhielt.

Die Tabelle nach dem 8. Spieltag: Oben stehen Leverkusen, München, Dortmund und Leipzig. Dazwischen, an zweiter Stelle der VfB, der zuletzt bei Union gewonnen hat, und in dieser Spielzeit wohlmöglich die Rolle einnimmt, die die Köpenicker zuletzt in der Liga innehatten.

Der Ablauf der Liga hat immer eine eigene Dramaturgie. Am kommenden Wochenende die Direktvergleiche von Bremen gegen Union, Mönchengladbach gegen Heidenheim und Bochum gegen Mainz. Köln und Darmstadt spielen in Leipzig und München.

Mit einem erfolgreichen Auftritt könnte der FCA sich etwas von hinten lösen.

Die höchsten Pflichtspielsiege des FCA waren in der 2. Bundesliga gegen Pirmasens und im DFB-Pokal gegen Wipfeld, jeweils 7:0, der höchste Sieg in der Bundesliga gegen den VfB.

Die höchsten Auswärtssiege waren, das 7:0 gegen Celle, mit getauschtem Heimrecht in der Coronazeit ausgenommen, die 6:0 in Nöttingen und Eschborn in der Regionalliga, sowie in der Bayernliga gegen Eching.

Was war aber mit besonders beim Spiel in Heidenheim, und woran lässt sich der Erfolg auch ausmachen? Neben kämpferischen Momenten waren dies auch die Leistungen von Spielern, die zuletzt nicht zwingend im Mittelpunkt standen bzw. mittlerweile anders eingeschätzt wurden.

Diese Erkenntnis kann darauf hinweisen, dass nicht nur der Kader nicht schwach ist, sondern es einer Initialzündung bedurfte, um verschiedene Prozesse wieder zu beleben.

Ein Traumstart, mit fünf verschiedenen Torschützen, für den neuen Trainer. Es gab immer wieder Spiele bei denen die Führungen wechselten, oder die knapp ausgingen – Aber die Dramaturgie in Heidenheim war kaum zu toppen.

Nun gilt es die Einstellung und den Auftritt vom vergangenen Sonntag zu bestätigen, und das neue Momentum zu nutzen. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Neues Spiel

Es gibt Mannschaften und Konstellationen, gegen die, und in denen, dem FCA gefühlt einfach immer vieles schwer fällt. Dabei geht es erstmal gar nicht um das Ergebnis. Nur wenn dieses dann auch noch negativ ausfällt.

Bei 44 Spielen stand Enno Maaßen an der Seitenlinie. Mit ihm gelang auch ein Sieg gegen Bayern München und zwei, in einer Saison, gegen Leverkusen. Es hat irgendwie nicht richtig klappen wollen – war aber viel mehr als nur den Versuch wert. Danke, Enno!

Welche Namen zwischenzeitlich als Nachfolger gehandelt wurden. Als wäre der FCA ein ganz normaler Bundesligaverein. Umso gelungener, das mit Jess Thorup ein Trainer, den wohl niemand so richtig in der engeren Wahl hatte, verpflichtet wurde. Seit 17 Jahren in der Rolle verschieden in Dänemark und Belgien tätig, die erste Trainerstation in der Bundesliga – Good luck!

Am kommenden Sonntag geht es zum 1. FC Heidenheim, der sechsten Mannschaft, die nach dem FCA erstmalig in die Bundesliga aufgestiegen ist.

Seit 2007, als 1. FC Heidenheim, ging es für die Brenzstädter nur bergauf: 2008 die Qualifikation zur Regionalliga und 2009 der Aufstieg in die 3. Liga. Nach fünf Jahren folgte der Aufstieg in die 2. Bundesliga und neun Jahre später, zwischendurch 2020 die Relegationsspiele gegen Werder Bremen, der Sprung in die Bundesliga. Zweimal, 2016 gegen Hertha und 2019 bei Bayern waren die Heidenheimer im Viertelfinale des DFB-Pokals vertreten.

Eng verbunden ist die Geschichte des Vereins mit der von Frank Schmidt, der erst zweite Trainer des FCH, der seit September 2007 dieses Amt ausübt. Vieles das die Besonderheiten und den Aufstieg des Vereins ausmachen findet sich auch in dem von Schmidt verfassten Buch Unkaputtbar: Mein Leben. Mein Fußball. Mein Verein.

Nach sieben Spieltagen stehen die Heidenheimer mit sieben Punkten auf Platz 10 der Tabelle. Nach den Niederlagen in Wolfsburg und gegen Hoffenheim wurde in Dortmund ein 0:2 aufgeholt. Am vierten Spieltag dann der erste Bundesliga-Sieg gegen Bremen, und zwei Wochen später der gegen Union. Heidenheim ist in der ersten Liga angekommen.

Vor dem 8. Spieltag der Blick auf die Tabelle. Mit vorne noch dabei der VfB, wie auch Hoffenheim mit einem guten Start. Das obere Mittelfeld mit Wolfsburg, Frankfurt und Freiburg auf Platz 9. Köln und Mainz am Tabellenende – dazwischen liegen sieben Mannschaften auf drei Punkten zusammen.

Sollte die Saison für den FCA nun neu beginnen sind es in Serie auch die Auswärtspartien gegen Mannschaften aus diesen Gruppen, nachfolgend Köln, Berlin und Bremen, die eine nächste Einschätzung erlauben. Dazwischen ergänzend die Heimspiele gegen Wolfsburg, Hoffenheim und Frankfurt.

In der letzten Woche war die Nationalmannschaft auf Amerikareise und wieder das Gefühl da, das der neue Trainer auch gegen das schwindende Interesse an den Auftritten seines Teams ankämpfen darf.

Und auch diese Woche sollte noch darauf hingewiesen werden, dass die Verbände weitere Turniere vergeben haben. Dem Trend mehrerer Ausrichterländer folgend lassen sich irgendwann die aberwitzigsten Kombinationen erstellen – wohlmöglich auch noch der Weltfrieden.

Am Sonntag wieder richtiger Fußball und die Hoffnung auf einen Neuanfang. Dabei der Wunsch das irgendwie alles von vorne beginnt und die Mannschaft entsprechend auftritt.

Auch unabhängig des Ergebnisses geht es darum mit einem gelungenen Auftritt wieder eine Aufbruchsstimmung zu erwecken, und zu zeigen, was Augsburg auch ausmacht. Neues Spiel, neues Glück!

Nur der FCA!

Ziele

Irgendwie klappt es nicht mit den Auswärtsauftritten in Freiburg. Erst im neunten Auftritt gelang dem FCA dort überhaupt ein Torerfolg, dann allerdings mit Sieg. Seitdem nun vier Niederlagen, ein Unentschieden und wieder vier Niederlagen in Folge in der Liga – der nächste Versuch dann im kommenden Jahr.

Auch Fußball ist ein Ergebnissport, und jedes noch so langfristig angelegte Projekt wird zur Disposition gestellt sobald die Erfolge ausbleiben.

Eine andere Frage ist es aber wie sinnvoll es ist im Zwei-Wochen-Takt den Trainer zu hinterfragen, und im Erfolgsfall die Mannschaft hervorzuheben. Spiele werden so oder so gemeinsam bestritten.

Die Grundausrichtung der Mannschaftszusammenstellung ist vorhanden. Daran haben alle, einschließlich Trainer, mitgewirkt. Für den Weg einer gemeinsamen Entwicklung wäre neben dem sportlichen Erfolg aber auch mehr Konstanz dienlich. Auch sind nicht alle am Markt gängigen Vorgangsweisen und Konzepte immer und überall übertragbar bzw. wünschenswert.

Nach sechs Jahren in der Zweitklassigkeit ist es der dritte Auftritt von Darmstadt 98 zu einem Bundesligaspiel in Augsburg. Mit vier Punkten nach sechs Spielen stehen die Lilien in der Tabelle einen Platz hinter dem FCA.

Mit Niederlagen in Frankfurt, Leverkusen und Stuttgart gelang bisher auch noch kein Auswärtspunkt. Die vier Punkte wurden, jeweils nach 3:0-Führung, mit unterschiedlichem Ausgang, zuhause gegen Mönchengladbach und Bremen erreicht.

Vor den Spielen gegen Leipzig und in München kommt der Partie in Augsburg größere Bedeutung zu. Die Darmstädter, die in der vergangenen Saison vom 12. – 33. Spieltag auf Platz 1 der 2. Bundesliga standen, haben sich u.a. mit Fraser Hornby, zuletzt KV Ostende, Christoph Klarer, aus Düsseldorf, und Fabian Nürnberger, vom Club verstärkt.  Dazu kam noch auf Leihbasis Matej Maglica vom VfB. Mit Patrick Pfeiffer und Phillip Tietz spielen zwei Spieler der Aufstiegsmannschaft mittlerweile beim FCA.

Wenn auch erst vier Vergleiche, ist es aus Augsburger Sicht die zweitbeste Bilanz gegen einen Ligarivalen: zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. Beim letzten Aufeinandertreffen, dem 2:1-Auswärtssieg im Februar 2017, waren Verhaegh und Bobadilla, kurz vor Schluss, die Torschützen.

In der Liga sind die ersten fünf nur durch drei Punkte getrennt. Überraschenderweise ist der VfB nach dem sechsten Spieltag immer noch in dieser Gruppe dabei. Von Platz 16 zu Platz 9 sind es vier Punkte, Köln und Mainz stehen mit je einem Unentschieden aus sechs Partien am Tabellenende.

Immer noch Anfangsphase dauert es noch etwas bis die Tabelle an Aussagekraft gewinnt. Diese Woche begann auch die Bewerbungsphase für die anstehende Heim-EM. Noch frühzeitiger die FIFA, die bereits ein Jahr vor Plan ihre Entscheidung kommuniziert.

Eine WM auf drei Kontinenten und in sechs Ländern soll es sein – der Wahnwitz der WM-Vergaben geht immer noch weiter. Demnächst vielleicht verteilt auf vier Jahreszeiten? Nichts schien bisher schon unmöglich, aber vieles nun nicht mehr nur denkbar. Turniere, die länger dauern könnten als eine so nie mögliche Turnierform im Test Cricket der etablierten Nationen im Gruppenmodus. Beteiligung von mehr Verbänden als es überhaupt gibt, mit Eröffnungsspiel in Longyearbyen und Finale in Ushuaia – es reicht!

Samstagnachmittag, 15:30 Uhr, wieder richtiger Fußball: Der FCA spielt gegen Darmstadt 98. Einmal im Pokal und siebenmal in der Liga, allerdings noch nicht erstklassig, trat der FCA an einem 07.10. an. Die Bilanz hier: vier Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Als Team mit einem überzeugenden Auftritt glänzen, und entspannter in die Länderspielpause gehen, wäre ein Ziel, dem niemand widersprechen könnte. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Entwicklungsstufen

Nach dem fünften Spieltag fünf Punkte – die Mannschaft hat in ganz verschiedener Form als Team gewonnen. Lange Zeit in Unterzahl, dazu das 500. und 501. Bundesligator der Vereinsgeschichte, wie sie passender nicht sein könnten.

Die Mannschaft hat wieder erkennen lassen warum der FCA auch seit über 12 Jahren erstklassig ist und sich mit einem neuerlichen Entwicklungsschritt belohnt.

Am kommenden Sonntag nun nach Freiburg. Zumindest statistisch nicht der Lieblingsgegner. Der letzte Sieg liegt genau fünf Jahre zurück. Beim 4:1 am 30. September 2018 schoss der FCA alle Tore: Bei einem zwischenzeitlichen Eigentor von Jonathan Schmid waren Caiuby und dreimal Alfred Finnbogason die Torschützen.

Erst einmal, 2014, konnte der FCA in der Liga in Freiburg gewinnen. Ein Erfolgserlebnis beim zweiten Auftritt im neuen Stadion wäre auch ein weiterer Schritt auf einem Weg der Bestätigung in der Liga.

Mit zwei Siegen, in Hoffenheim und gegen Bremen, in die Liga gestartet stehen die Freiburger mittlerweile mit sieben Punkten auf Platz 9 in der Tabelle. Vor den kommenden Auswärtsspielen in München, Leverkusen und Leipzig, auch für den Sportclub ein richtungsweisendes Spiel.

In den letzten Spielzeiten auf Platz sechs und fünf, in 24 Jahren Bundesliga insgesamt fünfmal eine vergleichbarer oder besserer Saisonendstand, könnte auch hier irgendwann eine andere Erwartungshaltung entstehen. Im Europokal startete der SCF mit einem 3:2-Sieg bei Piräus. In der kommenden Woche dann der zweite Auftritt gegen West Ham.

Was wären, unabhängig der erforderlichen Punkte, nächste Entwicklungsstufen für den FCA? Neben dem Zusammenwachsen als Team bietet der Kader verschiedene spielerische Möglichkeiten. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen erfahren Spielern und jungen Talenten trägt dabei auch zur Stabilisierung und längerfristigen Entwicklung dieses Vorhabens bei.

Unabhängig konkreter Mannschaftsbereiche sollte der Kader genügend Möglichkeiten dazu bieten und einzelnen Spieler immer wieder die Gelegenheit herauszuragen. Der Auftritt von Ermedin Demirovic am vergangenen Samstag kann als ein Beispiel hierfür gesehen werden.

Das Ziel ist die Mannschaft, und wenn es eine eigen DNA gibt, dann diese gemeinsam zu leben.

Es soll unangenehm und gallig sein gegen Augsburg zu spielen, dem Wertekanon des Vereins würde es aber nicht schwächen, wenn der FCA sich perspektivisch stärker auch spielerisch weiterentwickelt.
Zu Beginn der Bundesligageschichte und immer wieder konnte der FCA auch in weiteren Bereichen überzeugen.

Nach dem 5. Spieltag ist die Tabelle noch nicht mehr als eine Momentaufnahme mit ersten Tendenzen. Der FCA steht auf dem 12. Tabellenplatz. Auf den nachfolgenden Rängen Mannschaften, die dort noch länger stehen könnten. Ob es der Anspruch des FCA sein muss vor diesen sechs Mannschaften zu stehen ist eine andere Frage – einer ersten Orientierung könnte dies allerdings dienlich sein.

Gegen Mainz, Bochum und Mönchengladbach hat der FCA die fünf Punkte geholt – die Vergleiche gegen Darmstadt, in Köln und in Heidenheim stehen noch an.

Auf Platz 28 der ewigen Tabelle sind es noch neun Punkte bis Hansa Rostock. Einschließlich dem Auftritt im Breisgau noch 12 Spiele in der Vorrunde, und am Sonntag die nächste Gelegenheit diesen Abstand zu verringern. Als Team, mit den Augsburger Tugenden, und dem Selbstvertrauen ausgestattet auch dort überzeugen zu können. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Vereinerleben

In der zweiten Halbzeit passabler war es wieder nicht das Spiel, in dem der FCA glänzen konnte. Wohlmöglich nicht der Maßstab, war es aber doch die bisher zweithöchste Niederlage in Leipzig.

Die bedeutsameren Spiele nun in den nächsten Wochen gegen Mainz, Darmstadt, in Heidenheim und in Köln. Bis dahin sollte der Entwicklungsstand der Mannschaft erkennbar sein.

Einen Punkt haben die Mainzer am 2. Spieltag gegen die Eintracht geholt. Die Partien gegen Stuttgart, in Berlin und in Bremen wurden verloren.

Wie Augsburg zwölf Gegentreffer, aber erst drei geschossene Tore, liegt der Start in die neue Runde hinter den Einschätzungen.

Der Kader der Vorsaison konnte überwiegend zusammengehalten werden und nach dem 9. Tabellenplatz 2023/ 24, vier Punkte hinter den europäischen Plätzen, sollte der Kampf gegen den Abstieg eigentlich in dieser Spielzeit kein Thema beim FSV sein.

Die Bilanz gegen Mainz in der Bundesliga ist ausgeglichen, und gegen keinen Verein hat der FCA bisher in der Liga so oft gewonnen. In den bisher 24 Aufeinandertreffen gab es nur zwei Unentschieden. In der letzten Saison verlor der FCA beide Vergleiche, die vorherigen fünf Heimspiele wurden alle gewonnen.

Vier Spieltage erlauben bisher nur Erkenntnisse welche Teams gut aus den Startlöchern gekommen sind. Unter den zu erwartenden Mannschaften neben Wolfsburg und Hoffenheim auch der VfB, mit den meistgeschossenen Toren.

Durch den Sieg im Rekordspiel von Frank Schmidt, dem nun dienstältesten Trainer der Liga, sind auch die Heidenheimer gut in der Liga angekommen.

Der FCA bisher mit zwei Heimunentschieden und zwei Niederlagen bei Titelanwärtern. Interessanter die Frage wie sich das Team weiterentwickelt. Es gibt Niederlagen, über die ein Team zusammenfinden kann, und Erfolge, an denen es wächst.

Möglicherweise wieder einige sich wechselnde Phasen in dieser Saison, wäre auch jetzt der Moment für den nächsten Schritt.

Zwei mit Augsburger Vergangenheit sind neu beim DFB: Andreas Rettig, als Geschäftsführer Sport, und Julian Nagelsmann sollen dazu beitragen das Image nach innen wie außen zu verbessern.

Die nächsten Auftritte der Nationalmannschaft sind auf der Nordamerikareise im Oktober gegen die USA und Mexiko, und zum Jahresabschluss in Österreich.

Das Nachwuchskonzept des FCA und dessen geplante Umsetzung war diese Woche eines der Themen beim Vereinsabend. Ausführlicher besprochen wurde der Videobeweis, dessen Entwicklung sowie Auswirkungen auf die Emotionalität aller im Stadion Anwesender.

Das Format des Mitgliederaustauschs etabliert sich. Zum ersten Mal nahm auch Sportdirektor Marinko Jurendic an dieser Veranstaltung teil.

Dem Miteinander in und um den Verein sollte auch weiterhin große Aufmerksamkeit gewidmet werden. Von dem mit dem FCA verbundenen Werten sollte dieses der bedeutsamste sein.

Es mag, vor allem gegen Ende einer Saison Spiele geben, die über das Erreichen eines bestimmten Ziels oder den Verbleib in der Liga entscheiden. Manche Begegnungen haben sich auch im Nachhinein, zumeist mit etwas Abstand, als wegweisend für eine bestimmte Entwicklung gezeigt.

Am 5. Spieltag der neuen Saison spielen zwei von bisher sechs sieglosen Mannschaften gegeneinander – nicht mehr und nicht weniger. Falls das Resultat dieses Spieltags den Beginn einer positiven Serie bestimmen wird, umso besser – zunächst aber gilt es alle vorhandenen Stärken als Mannschaft auf den Platz zu bringen und zu überzeugen. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Zusammenhalten

Zuletzt gegen Bochum nicht von allem überzeugt, war es das Daniel-Baier-Abschiedsspiel, das daran erinnerte wie weit Augsburger Teams schon gekommen sind. So gesehen irgendwie doch der richtige Zeitpunkt für das erste Abschiedsspiel eines ehemaligen FCA-Spielers im neuen Stadion.

Florian Niederlechner, Michael Thurk, Edmond Kapllani, Nando Rafael, Dominik Reinhardt, Raul Bobadilla, Kees Kwakman und Daniel Baier, mit der möglicherweise höchsten Torquote/ Spielminute seit der Jugendzeit, waren einige der Torschützen.

Es waren noch viele andere ehemalige Wegefährten dabei, die in der jüngeren Vereinsgeschichte, hier seit 2008, für den FCA spielten. Eine kleine Zeitreise, namentlich verbunden mit besonderen Spielen und Erinnerungen: DFB-Pokalhalbfinale, Aufstieg in die Bundesliga, Klassenerhalt, Europapokal mit Qualifikation, klassenerhaltende Auftritte und viele individuell unterschiedlich wahrgenommene Momente.

Auch wenn die Bundesliga aktuell weit weg war an diesem Samstag, Gedanken über die mittlerweile schon mehr als zwölf Jahre Erstklassigkeit, Etablierung und verschiedener Formen von Konstanz. Das Spiel war mehr als eine willkommene Abwechslung, um sich auch wieder einmal möglicher Chancen des FCA bewusst zu werden.

Die Satirezeitschrift Titanic befindet sich in Schieflage und Hansi Flick trainiert nicht mehr die Nationalmannschaft. Beim Auftritt gegen Frankreich betreuten Rudi Völler, Hannes Wolf und Sandro Wagner das Team – und dieses gewinnt nach fünf sieglosen Spielen prompt.

Dazu teilt der größte Einzelsportverband der Welt für ihn wesentliche Entscheidungen während der letzten Minuten eines Basketballspiels mit, indem die DBB-Auswahl fast sensationell Weltmeister werden kann, und dann auch wird. Zumindest die Grundmuster von Satire scheinen weiter intakt.

Sehr wahr dagegen, dass Stefan Reuter beim FCA in den Hintergrund rückt. Der bisherige Geschäftsführer Sport soll weiterhin eine beratende Funktion beim Verein einnehmen.

Einiges, das mit Reuter verbunden ist. Er ist mitverantwortlich für mehr als ein Jahrzehnt Bundesligafußball in Augsburg. Nicht nur in den ersten Jahren bis zur Europa-League-Teilnahme steht er als Person für Kontinuität beim FCA. Dies sollte durchaus auch weiterhin als eigener Wert betrachtet werden. Nicht zwingend das Fest-, aber das Zusammenhalten – gemeinsamer Erfolg auch durch positive Beharrlichkeit.

Nach drei Spielen noch zu früh um den Start der Mannschaft in die neue Runde einzuschätzen. Nach dem unterhaltsamen Auftakt gegen Mönchengladbach, und dem respektablen in München, zuletzt ein eher unglücklich verlaufenes Spiel gegen Bochum. Am kommenden Samstag nun der Auftritt bei RB Leipzig.

Konrad Laimer, Dominik Szoboszlai, zu Liverpool, Josko Gvardiol, zu Manchester United, und Christopher Nkunku, zu Chelsea, haben die Sachsen verlassen. Neu dazugekommen sind u. a. Christoph Baumgartner aus Hoffenheim, Xavi Simons, auf Leihbasis von Paris und Lois Openda aus Lens.

Das Saisonziel der Leipziger ist zumindest wie in den letzten fünf Jahren unter die ersten vier zu kommen. Nach der Niederlage zum Saisonauftakt in Leverkusen gewannen die Leipziger gegen Stuttgart und bei Angstgegner Union Berlin.

Von den bisher 14 Bundesligavergleichen konnte der FCA, bei fünf Unentschieden, erst einen gewinnen, auswärts gelang bisher nur ein Remis.

Eines der Spiele, bei denen die Mannschaft nur gewinnen kann. Und genau darin mag auch die Chance liegen. Mit einer wieder als Mannschaft in allen Bereichen überzeugenden Leistung daran anknüpfen, was schon einige FCA-Teams ausgenacht hat, und noch mehr Teil einer entsprechenden DNA sein sollte. Zusammenhalten ist unser Spiel!

Nur der FCA!

Transfermodi

Auch wenn in der ersten Halbzeit etwas Pech dabei war zeigten sich die Unterschiede zwischen den beiden Teams. Zu verschieden sind auch die Erwartungshaltungen. Unwesentlich ob in der ersten Habzeit mehr möglich gewesen wäre. Einschließlich des Tors von Dion Beljo war es ein ordentlicher Auftritt der Mannschaft in München.

Nach dem 13. Platz in der Saison 2021/22 schaffte der VfL auch in der Vorsaison den direkten Klassenerhalt. Dieser gelang durch sieben Punkte an den letzten drei Spieltagen, darunter die Heimsiege gegen Augsburg und Leverkusen.

Bei den an 24 Spieltagen der letzten Saison unter den letzten Drei der Tabelle stehenden Bochumern dürfte auch der Klassenerhalt das Ziel sein. Dazu wurde die Defensive mit Loosli Noah, von GC Zürich, Bernardo, aus Salzburg, und Felix Passlack, aus Dortmund, verstärkt. Dazu wurde Kevin Schlotterbeck erneut ausgeliehen.

Für die Offensive wurden Lukas Daschner. von St. Pauli, und Moritz-Broni Kwarteng, aus Magdeburg, die jeweils treffsichersten Spieler ihrer Vereine in der letzten Saison, verpflichtet. Zuletzt kam nun noch Gonçalo Paciência, von Celta Vigo, dazu. 

Die Bilanz gegen Bochum ist aus Augsburger Sicht negativ. Konnte in den vorherigen fünf Ligavergleichen jeweils die Auswärtsmannschaft gewinnen, verlor der FCA zuletzt an der Castroper Straße.

Zwei Spieltage sind vorüber, und nach dem Ausscheiden im Pokal das Gefühl, das es langsam vorangeht. Das Auftreten, mehr noch die Einstellung gegen Mönchengladbach, das Spiel in München und das anstehende Heimspiel.

Zugleich aber noch das offene Transferfenster. Welche Spieler werden last minute noch den Verein verlassen, mehr noch, wer kann für ein Engagement gewonnen werden.

Vermeintliche schwächer besetzte Positionen, unterschiedlich wahrgenommene Bedarfe, fast jeder kann dabei zum Fußball-Manager werden. Was wohl die richtige Kadergröße sein könnte – gefühlt, mit oder ohne wechselseitiger Leihspieler, ist diese über die Jahre immer mehr gewachsen.

Und wäre ein, möglichst international, gleicher Transferzeitraum nicht von Vorteil – im Idealfall mit Schließung vor dem ersten Spieltag? Die Anzahl direkt und indirekt betroffener Vereine erhöht sich nicht nur durch am Markt auftretende neue Geldgeber.

Für nur am Fußballsport Interessierte sind die Kettenprozesse sowie die Anzahl möglicher Begünstigter schon vorher längst zu komplex geworden.

Welche Spieler werden noch zum FCA kommen? Fast stündlich immer neue Meldungen, dazu ganz unterschiedliche Vertragsvorstellungen und Leihen, mit oder ohne Kaufoptionen. Ein wenig fast alles vergleichbar mit anderen Warenhandel- und Termingeschäften.

Neu beim FCA sind Kevin Mbabu und Japhet Tanganga, beide auf Leihbasis.

Auch könnten möglicherweise noch weitere Spieler den Verein verlassen. Am sogenannten Deadline Day blieb es bis zuletzt spannend.

Den Verein Richtung Bielefeld verlassen hat Sarenren Bazee. Nicht mehr dabei auch Mergim Berisha. Er traf in 23 Bundesligaspielen neunmal für den FCA und erzielte dabei auch die Siegtreffer in den Heimspielen gegen München, Mönchengladbach und Leverkusen. Der zweimalige Nationalspieler läuft ab diesem Wochenende für Hoffenheim auf.

Egal, ob Spieler, die sofort helfen können oder mit Perspektive – es braucht seine Zeit bis neue integriert sind. Das wesentliche dabei ein bleibendes intaktes Mannschaftsgefüge sowie die behutsame Weiterentwicklung des Teams.

Auch wenn einzelne Spieler den Unterschied ausmachen können, ist es immer das gesamte Team, das eine erfolgreiche Saison spielt.

Die Erwartungen an Spielsystem und Auftreten der Mannschaft sind gar nicht so visionär. Eine sichtbare spielerische Entwicklung und das Erkennen in jedem Spiel größtmöglichen Einsatz und Willenskraft zu zeigen.

Da auswärts die vermeintlichen schwerere Gegner warten, könnte ein gelungener Saisonauftakt auch über die Heimspiele erreicht werden: Demnächst Mainz und Darmstadt, geht es am Samstag gegen den VfL darum wieder als Mannschaft zu überzeugen und erfolgreich zu sein. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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