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Im 500. Bundesligaspiel war es der 150. Bundesligasieg – es gibt Jubiläen, an denen alles klappt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Spiel zu betrachten, und doch war es in jedem Fall eines, das an viele zurückliegende Auftritte des FCA erinnerte. Dazu zwei Traumtore, einschließlich dem im Fußball eher seltenen Empty Net Goal.

Der FCA steht mit 31 Punkten auf Platz 9 der Tabelle, ist nach Punkten aktuell die mit beste Rückrundenmannschaft und es sind noch zehn Partien zu spielen.

Mit zwei Punkten Rückstand auf einen Champions-League-Platz steht RB Leipzig aktuell auf Platz 5 der Tabelle. Nach der Niederlage in München und den zwei Unentschieden gegen Wolfsburg und Dortmund gelang zuletzt ein Sieg beim HSV.

In 19 Bundesligavergleichen konnte der FCA erst einmal, bei sieben Unentschieden, gegen Leipzig gewinnen. Den 1:0-Siegtreffer erzielte im September 2019 Michael Gregoritsch. In Leipzig reichte es bisher, im März 2019, nur für einen Punkt. Bei beiden Spielen war Manuel Baum Trainer.

Was könnten den Erfolg des FCA zukünftig beeinflussen? Neben einer konkurrenzfähigen Mannschaft mit Chance auf sportlichen Erfolg spielen eine ganz Reihe von Faktoren eine Rolle. Im Vordergrund steht dabei auch die sportliche Leitung. Neben Benjamin Weber gehören dieser auch weitere Personen wie Kaderplaner Marc Lettau oder Julian Baumgartlinger als Koordinator Lizenzspielerabteilung an. Manuel Baum, Leiter Entwicklung & Fußballinnovation, ist seit Dezember Cheftrainer. Wie wird die Leitung in der kommenden Spielzeit aufgestellt sein: Augsburg und Manuel Baum passen zusammen und Baum kann Bundesliga-Trainer.

Wie die Entscheidung hinsichtlich der Besetzung des Cheftrainers für die kommende Saison auch ausfallen wird, eine nicht nur am kurzfristigen sportlichen Erfolg, funktionsübergreifend oder -durchlässig, ausgerichtete Zusammenarbeit könnte auch perspektivisch die beste Lösung bieten.

Neuerungen sind auch vom International Football Association Board zu erwarten. So sollen weitere Situationen wie Eckballentscheidungen und zweite Verwarnungen bei Gelb-Roten Karten überprüft werden.  Die Acht-Sekunden-Regel soll auch bei Einwürfen und Abstößen zum Einsatz kommen und bei Auswechslungen soll für den platzverlassenden Spieler die Zehn-Sekunden-Regel gelten.

Eine lange Entwicklungsgeschichte der Fußballregeln von der Einführung des Schiedsrichter und seinen Entscheidungsbefugnissen in den 1880er-Jahren bis heute. Vieles, das sich in der Historie pragmatisch verstehen oder auch amüsant wahrnehmen lässt, und doch auch zur Weiterentwicklung des Spiels beigetragen hat.

Seit der Einführung technischer Hilfsmittel, und deren konsequenten Weiternutzung, wird es genaugenommen aber immer unüberschaubarer und die Entscheidungskompetenzen zunehmend weiter verteilt. Weder entscheidet die Maschine noch ein Hauptschiedsrichter, und das in einer weiter zunehmenden Anzahl von Situationen. Das Resultat ist bereits vor Beschluss erahnbar: Die Anzahl strittiger bzw. nicht eindeutig aufzuklärender Konstellationen wird weiter ansteigen.

Knapp vier Wochen nach Ende der Bundesliga beginnt die 23. Fußball-Weltmeisterschaft. Nach vermeintlich obligatorisch geführten Diskussionen hinsichtlich eine Boykotts gewinnen immer noch mehr weltpolitische Ereignisse eine Bedeutung. Der Fußball ließ sich noch nie als isoliertes Subsystem betrachten, ist aber auch nicht die als erstes zu benennende Projektionsfläche für alle Themen. Und in jedem Fall isoliert zu betrachten sind die immer noch mehr aufgeblasenen Turnierveranstaltungen des Weltverbands, die zumindest aus kommerzieller Sicht immer den gleichen Abläufen folgen.

Der FCA hat aus fünf Spielen gegen Mannschaften, die unter den letzten sechs der Tabelle stehen 12 Punkte geholt und damit seine Ligareife bewiesen. In vergleichbaren Situationen gelang dies nicht immer so eindeutig.

Um die Einordnung in der Liga geht es nun in den nächsten drei Spielen, beginnend mit dem Auswärtsdoppel in Leipzig und Dortmund. Nicht nur im Vergleich zur Vorrunde kann der FCA hier nur hinzugewinnen.

Der Blick auf die Tabelle mag unterschiedliche Möglichkeiten erkennen lassen, tatsächlich aber geht es von Spiel zu Spiel. Überhaupt in dieser Situation zu sein ist das Resultat der Leistungen aus den vergangenen Wochen. Die Mannschaft kann dabei nur weiter vorankommen. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

500 und mehr

Als Mannschaft Moral und Einsatz gezeigt – nach dem 11. Spiel mit Trainer Baum steht der FCA mit 28 Punkten auf Platz 10. Es sind aktuell acht Punkte zum Relegations- und neun zum ersten Abstiegsplatz – entscheidender aber ist die Entwicklung der Mannschaft und die Art und Weise wie der letzte Erfolg zustande gekommen ist. 

Ein guter Start in die Saison, 17 Punkte nach der Vorrunde und nach dem 22. Spieltag 23 Punkte, das Ziel des Effzeh nach dem Wiederaufstieg bleibt der Klassenerhalt. Am letzten Spieltag gelang ein 2:2 gegen Hoffenheim, dabei auch das Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:0 durch Ragnar Ache.

Der von Wolfsburg ausgeliehene Jakub Kaminski sowie Ragnar Ache und Said El Mala, in ihrer ersten Saison für die Kölner, haben bisher 18 der 33 Tore geschossen. Dabei führt Said El Mala mit acht Treffern die interne Torschützenliste an. In allen Spielen, in denen er traf, haben die Kölner gepunktet und dabei 14 Punkte erreicht.

Auch wenn die Bundesligabilanz im Vergleich leicht positiv ist liegt der letzte Sieg gegen die Kölner, 2:0 im Dezember 2021 in Köln, schon etwas zurück. Der letzte Heimsieg wurde mit drei Toren von Alfreð Finnbogason im September 2017 erreicht.

Im 1962. Ligaspiel der Vereinsgeschichte als FCA geht es am Freitagabend gegen den 1.FC. Köln. Es ist zugleich das 500. Bundesligaspiel. Wer hätte am 08.05.2011, nach dem Spiel gegen den FSV Frankfurt, gedacht, das dies einmal so eintreten wird.

Zunächst der Aufstieg, Augsburg wird Bundesligastadt, dann die erste Saison, und der Klassenerhalt im zweiten Jahr, nach neun Punkten zur Winterpause, im letzten Saisonspiel gegen Fürth. Im Anschluss folgte die Etablierung in der Liga und zwei erfolgreiche Spielzeiten mit anschließender Europapokalteilnahme. Während größere und vermeintlich in der Liga gesetzte Vereine zwischenzeitlich abgestiegen sind, ist der FCA seitdem immer erstklassig geblieben.

Seit 1969 als FCA, 1974 fast erstklassig und 37 Jahre später Bundesligist, dazwischen sechs Auf- und vier Abstiege – der Verein hat mittlerweile mehr als 25% seiner Ligaspiele erstklassig bestritten.

In der 2. Liga war der FCA an insgesamt 436 Spielen beteiligt, in den Regionalligen an 376 und in der Bayernliga an 660. Das 500. Bayernligaspiel endete gegen den TSV Vestenbergsgreuth mit 1:1 im Dezember 1991. Das 500. Ligaspiel wurde gegen die Stuttgarter Kickers im April 1983 mit 0:2 verloren.

Das 500. Bundesligator des FCA erzielte Ermedin Demirovic beim 2:1-Sieg gegen Mainz 05 im September 2023. Den 500. Bundesligapunkt erreichte der FCA beim Auswärtssieg in Wolfsburg im März 2024.

58 Mannschaften haben bisher in der Bundesliga gespielt, nur 25 davon haben dort mehr Spiele als der FCA absolviert. Acht Vereine, die in ihrer Geschichte zusammen 17mal Deutscher Meister und 16mal Pokalsieger waren haben weniger Bundesligaspiele. Augsburg ist Teil der Bundesligageschichte geworden und steht in der ewigen Tabelle der Liga, bezogen auf den Zeitraum seit 2011, auf Platz 11.

Zum Jubiläumsspiel erscheint ein Sondertrikot zum Thema Fugger. Im Marketingbereich ist der FCA in der Liga längst im Spitzenfeld. Der Bezug zu Stadt, Region und Geschichte ist ein guter Weg, zu dem eine zusätzliche Beschäftigung mit den Geschichten hinter der Geschichte auch noch gut passen könnte. Dies würde das vielfältige Engagement des Vereins weiter bestätigen.

Der FCA steht in der Rückrundentabelle punktgleich auf dem zweiten Platz. Die nächsten Aufgaben nach dem Spiel gegen Köln sind in Dortmund, in Leipzig und gegen Stuttgart zu bestehen. Nach diesen Spielen wird sich zeigen was in dieser Saison noch möglich sein könnte. Mit bisher drei Siegen aus den fünf Partien gegen Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte hat sich die Ausgangsposition deutlich verbessert.

Am Freitagabend nun das Jubiläumsspiel: Wie bei allen anderen ist es auch bei diesem Spiel die Vorfreude und das Bewusstsein an etwas besonderem teilzuhaben.  Als Verein etabliert im 15. Jahr – das 500. Bundesligaspiel ist Anerkennung für das geleistete und Ansporn zugleich. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Ziele

Auch solche Spiele müssen gewonnen sein, und wie auch immer Kommentare und Anmerkungen dazu aufgenommen werden können, es war ein Standard der das Spiel entschieden hat. Der FCA hat nach 22 Spielen 25 Punkte und aktuell sechs Punkte Vorsprung auf die Relegation.

Heidenheim bleibt bei 13 Punkten und der Rückstand auf Platz 16 beträgt weiterhin sechs Punkte. In der aktuellen Rückrundentabelle sind neben Berlin und Mönchengladbach noch Bremen und Wolfsburg ohne Sieg.

18 Punkte nach der Vorrunde, in der Rückrunde bisher zwei, die Wolfsburger stehen mit einem Punkt Vorsprung auf Bremen auf den 15. Tabellenplatz. War die ursprüngliche Zielsetzung zu Beginn der Saison den Verein wieder im oberen Tabellenbereich zu etablieren, geht es momentan mehr darum den Abstieg zu vermeiden.

Seit 29 Jahren spielt der VfL in der Bundesliga, war je einmal Deutscher Meister und Pokalsieger, nahm je viermal an der Champions League bzw. der Europa League teil, und steht innerhalb dieses Zeitraums auf Platz 4 der ewigen Tabelle. Zweimal, 2017 gegen Braunschweig und 2018 gegen Kiel, wurde der Klassenerhalt erst über die Relegation erreicht.

Im November wurde Paul Simonis durch den U-19-Trainer Daniel Bauer ersetzt. Unter Bauer gelangen dem VfL sieben Heimpunkte in sechs Spielen – in der Heimtabelle steht der Verein aber immer noch an vorletzter Stelle. Am letzten Spieltag holten die Wolfsburger einen Punkt in Leipzig, und kassierten den Ausgleich dabei erst kurz vor Schluss.

Wie steht der FCA, bezogen auf den sportlichen Leistungsstand, im Vergleich zu den vorherigen Bundesligajahren da?

In den ersten beiden Bundesligajahren war es zu diesem Zeitpunkt jeweils der 17. Tabellenplatz, im ersten Jahr sogar punktgleich mit dem Tabellenletzten aus Freiburg. Mit 20 Punkten aus den letzten 12 Spielen, beginnend mit einer Serie von sechs Spielen ohne Niederlage, reichte es am Schluss zu Platz 14 und Klassenerhalt.

Auch in der darauffolgenden Spielzeit stand der FCA nach diesem Spieltag auf Platz 17, und nur einmal in der kompletten Saison, 18 Punkte später, am letzten Spieltag, auf einem Nicht-Abstiegs- oder Relegationsplatz.

In den darauffolgenden Spielzeiten, dann die Rekordwerte nach dem 22. Spieltag: 34 Punkte, und 2014/15 dann 35 Punkte – mit anschließender Qualifikation für den Europapokal.

Auch im Jahr 2017/18 hatte der FCA zu diesem Zeitpunkt unter Trainer Manuel Baum 31 Punkte und stand auf Platz 7, auch wenn es am Schluss nur zu Rang 12 reichte. In der vergangenen Spielzeit hatte der FCA nach dem Unentschieden gegen Leipzig zu diesem Zeitpunkt 28 Punkte.

Wie könnte die Geschichte, abseits der Historie, dieses Jahr weiter gehen? Es sind noch 12 Spieltage, in denen der FCA noch gegen drei Teams aus der zweiten Tabellenhälfte antritt und gegen vier der ersten Fünf.

Für einen einstelligen Tabellenplatz waren in der Bundesligazeit des FCA immer mehr als 41 Punkte erforderlich. Ein anderer Punkt bleibt, neben dem raschen Erreichen der für den Nichtabstieg erforderlichen Punkten weiterhin die perspektivische Entwicklung der Mannschaft – auch unter Berücksichtigung der sportlichen Leitung in der kommenden Spielzeit.

Vor zehn Jahren, am 25.02.2016, spielte der FCA im Sechzehntelfinale der Europa League in Liverpool. Für viele weit mehr als nur eine Erinnerung, und die Hoffnung irgendwann wieder zum Bekanntheitsgrad des Namens von Stadt und Verein beitragen zu können.

Zunächst aber ab Samstag die Gelegenheit in Wolfsburg weiter Punkte zu sammeln. Bei sieben Unentschieden war der FCA bisher viermal, zuletzt vor zwei Jahren mit 3:1, dort erfolgreich. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Theater

Durch zwei Elfmeter verloren und das bleibende Gefühl, dass das Spiel hätte auch ganz anders laufen können.

Es geht nicht darum, wo und wann – die Einsätze des Videobeweis, einschließlich vorherigen Erläuterungen und nachträglichen Begründungen, verlaufen zumindest maximal unglücklich. Die Sehnsucht nach der Abschaffung des VAR wächst zunehmend auch an anderen Standorten.

Seit 2007 gibt es den 1. FC Heidenheim. Nach zweieinhalb Jahren in der Oberliga Baden-Württemberg, die Abspaltung aus dem Heidenheimer Sportbundbund erfolgte nachträglich zum Jahresbeginn, gelang der Aufstieg in die 3. Bundesliga, fünf Jahre später in die 2. Bundesliga. Nach neun Jahren Zweitklassigkeit dann der Aufstieg in die 1. Liga, einschließlich der Teilnahme an der Conference Leaque in der zweiten Spielzeit.

Nach dem 21. Spieltag steht der FCH mit 13 Punkten nach 21 Spielen aktuell auf dem letztem Tabellenplatz. In der vergangenen Saison waren es zum gleichen Zeitpunkt 14 Punkte, mit einem Punkt Vorsprung zu den beiden dahinter liegenden Vereinen. 29 Punkte reichten am Ende der Saison um über die Relegation den Klassenerhalt zu erreichen. Nach der Niederlage gegen den HSV ist Heidenheim seit acht Spieltagen ohne Sieg.

Um den Klassenerhalt auch im dritten Bundesligajahr zu schaffen hat sich der Verein in der Rückrunde mit Christian Conteh von Eintracht Braunschweig verstärkt, und Eren Dinkci, von Werder, Leonidas Stergiou, vom VfB, und Hennes Behrens, aus Hoffenheim, ausgeliehen. Aktuell beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz sechs Punkte.

Auch während der Olympischen Winterspiele hat die Bundesliga ihre eigene Bühne, in der fast alle Rollen besetzt sind, und die auch ohne technische Unterstützungen unterschiedliche Formen, in Abhängigkeit einzelner wie auch der gemeinsamen Darbietungen, annehmen kann.

Das Stadion spiegelt in etwa den gesellschaftlichen Querschnitt wieder. Der Sport ist in allen Bereichen etabliert und gewinnt auch dadurch an seinem verbindenden Charakter. Stadionbesucher unterscheiden sich durch andere Merkmale, Verhaltensformen oder auch Äußerlichkeiten.

Abseits der Businessbereiche, gleich ob auf Sitz- oder Stehplatz, gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten sich des Phänomens anzunehmen. Die Leute kommen früher oder später ins Stadion, pflegen eigene oder gruppenbedingte Rituale, haben unterschiedliche Wahrnehmungen, und leben ihren Aufenthalt ganz unterschiedlich.

Vereins- oder Gruppenmitglieder, oder auch nicht, das Spiel wird wie auch das Außenherum verschieden verstanden. Als Konsumenten, als Fans in verschiedenen oder eigenen Wahrnehmungen sind alle in jedem Fall Teilnehmende und zeigen dabei unterschiedliches, kritisches, akzeptierendes, ablehnendes oder auch gleichgültiges Verhalten.

Je nach Spielverlauf geling es mitunter auch ganz unterschiedliche Gruppen und Menschen mitzunehmen – und auch dies mag nur eine verbindende Faszination des Spiels beschreiben.

Spiele, die in der Erinnerung bleiben, und manchmal für eine Zeit- oder Phase stehen, kann es immer geben, genauso wie Serien, Rekorde oder Kuriosa. Noch 13 Spieltage, in denen so vieles geschehen könnte, wie auch bei jedem Spiel die Hoffnung, das nun etwas Neues beginnt, sich irgendwann fortführt und die Begeisterung mitnimmt. Was zählt ist immer das Spiel.

Im sechsten Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel gegen den 1. FC Heidenheim hat der FCA die nächste Gelegenheit den Abstand nach hinten zu vergrößern und den Anschluss zum Mittelfeld zu finden.

Und wenn das Spiel gelingt, und alle mitnimmt, kann es für mehr als nur einen Moment das Gefühl der Teilnahme an etwas Größerem erlauben. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Und

Es mag verschiedene Möglichkeiten geben den letzten Auftritte des FCA, auch im Zusammenhang der letzten  Spiele, zu bewerten. Dazu Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen, VAR und Nicht-VAR, erste und zweite Halbzeiten – der FCA hat das zweite Ligaspiel in Folge gewonnen und steht nach 20 Spieltagen mit 22 Punkten auf Platz 11 der Tabelle.

Am 12. Spieltag stand Mainz 05 mit sechs Punkten erstmals auf dem letzten Tabellenplatz. Der zweite Saisonsieg gelang erst am letzten Spieltag der Hinrunde. Nach den letzten beiden Erfolgen, gegen Wolfsburg und in Leipzig, wurde der Anschluss nach oben wieder hergestellt.

Seit dem 14. Spieltag betreut Urs Fischer das Team, das seitdem 12 Punkte, den fünftbesten Ligawert in diesem Zeitraum, aus sieben Spielen erreicht, und sich für das Achtelfinale der Conference League qualifiziert hat.

Verstärkt hat sich der FSV in der Winterpause mit Silas und Phillip Tietz, der bereits vier Scorerpunkte sammeln konnte sowie Stefan Posch der von Como ausgeliehen wurde. Auch auf Leihbasis kam zuletzt noch Sheraldo Becker von CA Osasuna als Ersatz für den verletzten Benedict Hollerbach.

Auch wenn die Gesamtbilanz in den Aufeinandertreffen ausgeglichen ist, spricht die in der Bundesliga für die 05er. In bisher 29 Spielen konnte der FCA 12mal bei drei Unentschieden gewinnen.

In Mainz gelangen bisher drei Unentschieden und vier Siege, der letzte vor vier Jahren durch Tor von André Hahn.

In den letzten acht Partien unter Trainer Manuel Baum hat der FCA 12 Punkte erreicht und ist seit vier Spieltagen ungeschlagen. Auch abseits von Statistik und jeweiliger spielerischer Betrachtung zeigt sich der FCA als Team, das auch durch die unterschiedlich erreichten Erfolge zuletzt weiter zusammenwächst. Auch dies könnte im weiteren Saisonverlauf noch an Bedeutung gewinnen.

Bei Betrachtung der Rückrundentabelle fällt auf, dass es neben Frankfurt und Union drei weitere Mannschaften gibt, die in diesem Zeitraum erst einen Punkt geholt haben: St. Pauli, Wolfsburg und Heidenheim. Zwei Punkte haben Mönchengladbach und Bremen erreicht. Nach elf sieglosen Spielen in Folge hat Werder Bremen sich mit Daniel Thioune für einen neuen Trainer entschieden.

Und dann holte der Hamburger SV noch am letzten Wochenende, nach über elf Jahren, neun Spielen, einschließlich Pokal, und 2:36 Toren, einen Punkt gegen München.

Das Transferfenster ist geschlossen und der FCA hat sich mit Uchenna Ogundu, der von Alanyaspor kommt, verstärkt. Neu im Verein sind auch Ryota Onoda von Cerezo Osaka, Tom Bader aus der U19 von Hansa Rostock und Thomas Kastanaras vom VfB II.

Nach viereinhalb und 110 Spielen beim FCA wechselt Arne Maier zu Újpest Budapest. Aus der Spielzeit 2021/22 sind nun nur noch Jeffrey Gouweleeuw, Mats Pedersen, Daniel Klein und der zurückgekehrte Michael Gregoritsch im Kader.

Nach den Treffern 32 und 33 steht Gregoritsch in der Auflistung der Spieler, die für den FCA in der Bundesliga getroffen haben hinter Alfreð Finnbogason, 39 Tore, Tobi Werner, 38, und André Hahn, 36, an vierter Stelle der Torschützenliste. Und um ein weiteres Jahr wurde der Vertrag mit Jeffrey Gouweleeuw verlängert, der zum Rekordbundesligaspieler des FCA avancieren kann.

Wie viele Punkte auch für den Klassenerhalt nötig sein werden, es ist viel zu früh für Rechnereien. Der FCA hat nun vier wichtige Partien vor sich, in denen es gilt von Spiel zu Spiel zu denken. Und. je nach Ergebnis ist nach dem nächsten Wochenende zwischen Platz 9 und Platz 15 alles möglich. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Werkzeuge

Mit der Taschenmessertaktik überzeugte der FCA. Mit dem zweiten Bundesligasieg bei den Roten in München sind folgende Namen verbunden:

Dahmen – Zesiger, Schlotterbeck, Chaves – Giannoulis, Rexhabecaj, Massengo, Fellhauer – Claude-Maurice, Rieder, Kade, dazu Essende, Kömür, Keitel, Wolf und Trainer Manuel Baum.

Ohne Berücksichtigung von Vor- und Nebengeschichten, der FCA hat ein gutes Auswärtsspiel bestritten, und auf dem Platz Attraktivität bewiesen. Egal ob dies die einzige Niederlage von München in der Liga bleiben wird, Augsburg hat vor den Spielen gegen die direkten Kontrahenten damit auch ein klares Signal im Abstiegskampf gesetzt: Bundesliga ist und bleibt die Liga, in der Augsburg spielt!

In der Liga steht München an erster Stelle, dann folgt Dortmund. Seit der Niederlage gegen den Tabellenführer hat Stuttgart 14 Punkte aus sechs Spielen geholt, bei der TSG Hoffenheim waren es im gleichen Zeitraum 16 Punkte. Dies zeigt sich auch in der Tabelle, da vergleichbar Leverkusen nur neun und Leipzig nur sieben Punkte erreichten. Dahinter folgt Freiburg, dann Frankfurt, mit nur sechs Punkten aus sechs Spielen.

Bei weiterer Betrachtung des Tabellenausschnitts vom 14. bis zum 20. Spieltag fällt auf, dass Werder und Heidenheim nur zwei, und die Hamburger Vereine nur drei Punkte gewinnen konnten, Mainz demgegenüber aber acht. Dies beschreibt am besten die aktuelle Situation im Abstiegskampf.

Die Bedeutung der drei Punkte in München zeigt sich auch daran, dass der FCA in diesem Zeitraum dadurch sechs Punkte erzielt hat und in der Tabelle vor diesen Teams steht.

Mit sieben Punkten startete St. Pauli in die Runde und stand nach vier Spieltagen mit sieben Punkten auf Platz 5 der Tabelle. Es folgten acht Niederlagen in Serie, und Platz 17 nach dem 12. Spieltag. Seitdem kamen sieben weitere Punkte, einschließlich dem im Nachholspiel diese Woche gegen Leipzig, erzielt durch den Ausgleich per Elfmeter in der Nachspielzeit, hinzu. 

Die Abwehr der Hamburger steht nach wie vor – 32 Gegentreffer sind mit der beste Wert in der zweiten Tabellenhälfte. 17 geschossene Tore sind demgegenüber aber der mitschwächste Wert in der Liga.

Im Winter wurden bisher neben Torwart Emil Gazdov, aus Montreal, der japanische Nationalspieler Tomoya Ando für die Abwehr, und Mathias Rasmusen, von Saint-Gilloise, für das Mittelfeld verpflichtet.

Nach dem Ligaspiel tritt der FC St. Pauli unter der Woche im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen an.

Vor Beginn der Olympischen Winterspiele und Super Bowl die Frage welche als die wichtigsten Sportereignisse angesehen werden, wie sich diese entwickelt haben, und wie sich damit auch umgehen ließe.

‚Schneller, höher, weiter‘ beschreibt auch übertragen nur einen Teil dessen, was immer weiter geht. Mag der Sport auch in Qualität und vermeintlich zunehmender Perfektion vorgetragen werden, mutiert er immer mehr zum Teilbereich von Großereignissen, und stellt seine Werte weiter in Frage. Wie und wie weit sich dies noch ausdehnen lässt wird sich spätestens bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft wieder neu bestimmen lassen – der eigentliche Verlierer bleibt das Spiel.

Zu seinem ersten Einsatz für den FCA kam am vergangenen Wochenende der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1, Arthur Chaves, der bis zum Saisonende aus Hoffenheim ausgeliehen ist.

Den Auswärtserfolg mehr als nur als Kür betrachtend, geht es in den nächsten Spielen um die eigentliche Pflicht. In den folgenden Auftritten kann der Abstand zu den auf den Abstiegsplätzen liegenden Teams vergrößert werden. Mit der Disziplin, dem  Selbstvertrauen vom vergangenen Wochenende und den richtigen Werkzeugen besteht dazu am Samstag gegen den FC St. Pauli die erste Gelegenheit. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Samstags

Es mag verschiedene Möglichkeiten geben das Spiel, unterteilt auch in zwei Halbzeiten, zu beschreiben. In der zweiten Hälfte war es ein spannendes Spiel, das mit einem Unentschieden endete. Und Alexis Claude-Maurice trifft im zweiten Spiel in Folge.

Nach der vergangenen Woche wären verschiedene Konstellationen in der Tabelle möglich gewesen, der FCA steht mit drei Punkten und dem besseren Torverhältnis vor dem Relegationsplatz.

Interessant wird es nach dem nächsten Spieltag, wenn der FCA dann in Reihenfolge gegen den aktuell 18ten, 17ten, 16ten spielt, gefolgt von den Auftritten in Wolfsburg und gegen Köln.

Die Liga scheint sich zu teilen: Freiburg und Union, momentan auf Platz 8 und 9, sind so etwas wie das Mittelfeld, davor der Kampf um die internationalen Plätze, dahinter mehr oder weniger Abstiegskampf.

Das Spiel in München als das einfachste der Saison zu sehen, widerspricht der Vorstellung, dass das Team in jedem Spiel punkten kann: Bonus- oder auch nicht – alle Punkte zählen gleich.

Nach 18. Spieltagen hat Bayern München 50 Punkte, genauso viel wie in der Saison 2013/14.Im Gegensatz zu dieser Saison liegt die Tordifferenz bereits jetzt um 20 Treffer höher.

Vor 12 Jahren war die Meisterschaft bereits am 27. Spieltag, dem 25. März, entschieden – so früh wie nie zuvor. In den letzten 13 Jahren wurde München zwölfmal Meister. Zeitweilig schien es so, als wenn es dabei nur um den frühesten möglichen Zeitpunkt ging.

Dafür, und die Entwicklung der Liga, mag es unterschiedliche Gründe geben, und nicht alle haben mit der Entwicklungsgeschichte des Rekordmeisters zu tun. Im Gegensatz zu Dortmund hat Leverkusen 2024 ein schwächeres Jahr der Münchner ausgenutzt.

Im Pokal im Viertelfinale, in der Champions League im Achtelfinale, in der Liga geht es wohl nach dem 5:1 in Leipzig nur noch um das Datum der Bekanntgabe der Titelentscheidung.

Was München aber noch nicht geschafft hat gelang 2012 dem THW Kiel. Als erstes Profiteam im deutschen Sport gelang es den Störchen eine Saison, verlustpunktfrei, mit 68:0 Punkten abzuschließen. Vergleichbares auch in Zukunft zu verhindern bleibt dann auch weiter die Aufgabe der anderen Fußballbundesligisten.  

Auch ohne wirklichen Meisterkampf bietet die Liga verschiedene Formen von Spannung und Attraktivität – auch unterhalb internationaler Mindestbudgets in Rekordhöhen und Champions-League-Geldern.

Dazu die Stadien und -erlebnisse, vielleicht nicht die allerteuersten Spieler, dafür aber mit Atmosphäre.

Größe, Zuschauerkapazität und andere Rekorde sind nicht alles, viele Stadien und Spielorte haben Tradition und damit verbundene Geschichte.

Noch bis zum 2. Februar ist das Transferfenster in den großen Ligen geöffnet. Bisher hat sich der FCA mit Yannik Keitel, Michael Gregoritsch und Rodrigo Ribeiro, der noch nicht zum Einsatz kam, verstärkt.

Es gibt neue Vorschläge des International Football Association Board.  Rechtzeitig zur WM sollen nun auch Eckbälle und gelb-rote Karten vom VAR geprüft werden. Ursprünglich zur Korrektur eindeutiger Fehlentscheidungen geplant wurden die Befugnisse der Videoschiedsrichter immer mehr erweitert. Die Komplexität der Entscheidungen und die Spieldauer werden dadurch immer weiter erhöht. Was in anderen Sportarten funktionieren kann, führt im Fußball zu immer noch mehr Unsicherheiten.

Das Spiel braucht nicht immer noch mehr Diskussionsstoff sondern wirkliche Klarheit: Weniger wäre hier eindeutig mehr!

 Fünfmal in Folge, zum ersten Mal in diesem Jahr, spielt der FCA an einem Samstagnachmittag um 15:30 Uhr. Auch in München beginnt das Spiel bei 0 und jeder Punkt zählt. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Variable

Unentschieden oder nicht, zumindest der Leistung des FCA wäre es angemessen gewesen. Stattdessen wieder Gedanken über das Spiel und wie es sich entwickelt hat. Es geht nicht darum, ob sich irgendetwas irgendwann wieder ausgleicht, sondern um ein Procedere, das ein grundlegendes Paradoxum in den Vordergrund stellt.

Entscheidungen, wie knapp auch immer, müssen schnell getroffen werden. Und dabei würden menschliche Fehleinschätzungen gegenüber technischen Auswertungen immer mehr an Akzeptanz zurückgewinnen.

Nach dem zwischenzeitlichen Zweitligajahr spielt Werder nun wieder die vierte Spielzeit in der Bundesliga. Auf Platz 13 und Platz 9 folgte im vergangenen Jahr der 8. Platz, mit einem Punkt Rückstand zur Conference League. Auch ohne konkretes Saisonziel ist das Erwartung unter Trainer Horst Steffen die sportliche Weitentwicklung in der Bundesliga. 

Nach zwischenzeitlich 11 Punkten aus fünf Spielen standen die Bremer nach dem 10. Spieltag auf Platz 8 der Tabelle. Nach einem Punkt aus den letzten vier Spielen kommt dem Aufeinandertreffen mit Augsburg am kommenden Spieltag nun eine wegweisende Bedeutung zu.

Noch vor Weihnachten soll der dann 42. Trainernamen in der Vereinsgeschichte des FCA bekannt gemacht werden. Es wird der zehnte in der Bundesligazeit sein. Mit Jos Luhukay ist der Aufstieg und der Klassenerhalt im ersten Jahr verbunden.

Mit Markus Weinzierl, der später nochmals in Augsburg war, bleibt vor allem die Zeit von der 9-Punkte-Vorrunde bis zum Auftritt in Liverpool in Erinnerung.

Dirk Schuster war dann nur kurze Zeit auf der Trainerbank und wurde von Manuel Baum abgelöst, der in seiner ersten FCA-Zeit bis ins Frühjahr 2019 Trainer war. Auf ihn folgte Martin Schmitt, der auch kürzer da war, und in der ersten Corona-Saison Heiko Herrlich.

Nach dem zwischenzeitlichen zweiten Auftritt von Markus Weinzierl folgte Enno Maaßen, der von Jess Thorup abgelöst wurde, der wiederum mit 1,26 Punkten, den besten Ligaschnitt aller FCA-Bundesliga-Trainer hatte. In dieser Saison nun bisher Sandro Wagner und wieder Manuel Baum, der nach drei Spielen wieder auf seine eigentliche Aufgabe zurückkehren möchte.

Was für Erwartungen gibt es vor Weihnachten an den neuen Trainer? Er muss die eingeleitete sportliche Ausrichtung des FCA, einschließlich aktiverer Spielweise und der Integration junger Talente, fortführen und zum Verein passen. Und wenn denn alles passt, darf er auch gerne eine längere Zeit mitprägen, was in dieser Branche eher ungewöhnlich und fast visionär wirken mag – aber wünschen ließe es sich.

Seit der Einführung sollte der VAR immer weiter verbessert werden. Es sollte also immer noch gerechter zugehen. Auch wenn es vorher keine Gerechtigkeit im Sinne allgemein anerkannter, eineindeutiger Festlegungen gab, sondern sogenannte Tatsachenentscheidung, soll mit der Weiterentwicklung des Videobeweis eine Form von Integrität erreicht werden, die tatsächlich weder dem Sport hilft, noch die technischen Möglichkeiten bis ins letzte ausschöpft.

Es geht in der Fortführung dieser Idee auch nicht um eine Art moralischer Lizenzierung, sondern es bleiben genau zwei Möglichkeiten: Weiterentwicklung bis zum letzten, einschließlich Analysen jeglicher Entscheidungen bis weit über die dritte Halbzeit hinaus, oder abschaffen – Reset!

Nicht der Römertunnel, sondern andere Gegenstände aus der Umgebung des Stadions sind in der Ausstellung „Die Römer und der Fußball“ zu sehen. Wohlmöglich muss hier die Geschichte angepasst werden, der FCA ist auch schon viel älter und wird dann auch noch dem Weltkulturerbe zugeschlagen.

Das vorerst letzte Spiel unter Trainer Manuel Baum, und die Hoffnung das Jahr positiv ausklingen zu lassen. Ein letzte Spiel vor Weihnachten hat der FCA zuletzt vor zehn Jahren gewonnen, und in der Bundesligazeit auch nur ein weiteres Mal. Mit einem Erfolgserlebnis ließe sich die Ausgangsposition für das neue Jahr nicht nur tabellarisch verbessern. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

Einfachspielen

Nicht nur gefühlt war schon vor Spielbeginn alles anders. Die zwei schnellen Tore, eine Mannschaft, die füreinander kämpfte, und bis zum Ende sowohl das nötige Glück als vielmehr auch den Willen hatte, genau dieses Spiel, noch dazu gegen einen ehemaligen Angstgegner, zu gewinnen.

Die Mannschaft machte einen intakten Eindruck, die Laufleistung stimmte, und dazu Manuel Baum – macht 2:0 gegen Leverkusen!

Gleichviel erzielte Tore wie der Tabellenzweite und zugleich die meisten Gegentore der Liga: Bei Pflichtspielen der Frankfurter fallen im Durchschnitt, einschließlich der Pokalwettbewerbe, mehr als vier Tore. 5:1 gegen Galatasaray, 6:4 in Gladbach, nach 6:0-Führung, 1:5 bei Atletico und gegen Liverpool, 4: 3 gegen Köln und letztes Wochenende 0:6 in Leipzig – eine Auswahl an Endständen unter Beteiligung der SGE.

Das Ziel der Eintracht, die auch nach der Niederlage in der Champions-League in Barcelona noch Chancen auf die Zwischenrunde hat, und nach 13 Spieltagen in der Bundesliga auf Platz 7, steht, bleibt auch in diesem Jahr die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb.

Zwischenzeitlich die Auslosung einer Fußball-Weltmeisterschaft, die beim nächsten Mal in Nordamerika ausgetragen wird. Vorher noch die Verleihung eines neuerfundenen Friedenspreis. 12 Gruppen à 4 Mannschaften, danach Sechzehntelfinale und was noch alles kommt – nicht das Spiel, der Fußball verliert weiter.

Die Frauen-EM findet 2029 in acht deutschen Städten statt, dazu die Gründung der FBL und die Frage wie sich der Frauen-Fußball weiterentwickelt. Hätte es hier Möglichkeiten gegeben den Sportbetrieb strukturell anders anzugehen.

Was gäbe es allgemein für Möglichkeit bei der Professionalisierung des Sport aus gesellschaftlicher Sicht? Und welche Rolle bleibt am Schluss für den eigentlichen Sport übrig? Aufeinander aufbauende Prozessketten lassen wenig unterschiedliche Schlüsse zu.

Wir war das FCA-Jahr ergebnisbezogen. Nach der Niederlage vor Weihnachten in Kiel startete der FCA  mit einer Heimniederlage gegen Stuttgart. Im Anschluss folgten, nur kurz unterbrochen durch das Pokal-Aus in Stuttgart, elf Spiele ohne Niederlage, mit insgesamt vier Gegentoren, Platz 8 und drei Punkten Rückstand auf einen Europapokalplatz. In den letzten sieben Spielen dann fünf Niederlagen und Platz 12.

Die neue Saison, beginnend mit Siegen in Halle und Freiburg, möglicherweise Erwartungen und den Entwicklungen bis zum vergangenen Spieltag. Der FCA steht auf Platz 14 mit zwei Punkten Abstand zum Relegationsplatz. Noch zwei Spiele Zeit die Ausgangssituation weiter zu verbessern.

Was aber 15 Jahre ununterbrochenen Zugehörigkeit zur Bundesliga ausmacht ist ein eigenes Zusammengehörigkeitsgefühl. Dazu gehören neben Team und Verantwortlichen auch das ganze Umfeld und alle im Verein. Und sollte wieder das Bild der, mittlerweile größer gewordenen, Familie bemüht werden, hilft es auch hier wirkliche Einheit zu schaffen, miteinander statt nebeneinander oder gegeneinander.

Nicht nur zur Weihnachtszeit der Wunsch sich dieser verbundenen Werte bewusst zu sein und gemeinsam die Vorstellung weiterzuentwickeln, dass Bundesliga die Liga ist, in der Augsburg spielt – und eine auf den eigenen Werten beruhende Entwicklung, einschließlich verbundener Platzierung, immer ein gemeinsames Ziel sein sollte.

Wie auch immer die Situation betrachtet werden kann, welche Äußerungen im Raum stehen, und welche Gerüchte auftauchen; vielleicht ist der Trainer, der den Verein am besten kennt, und dies wohlmöglich nicht nur in der momentanen Situation, längst vor Ort. 

Auch wenn sich möglicherweise nicht alles beliebig wiederholen lässt die Hoffnung, dass die Mannschaft auch am Samstag in Frankfurt wieder mit- und füreinander auftritt, und es dadurch gelingt einen nächsten Schritt zu machen. Der letzte Sieg in Frankfurt liegt sechs Jahre zurück, und war das erste Spiel nach der ersten Trainerphase von Manuel Baum. Keep it simple. Gutes Spiel!

Nur der FCA!  

Adventszeiten

Wetter und Spiel gab es so, und in dieser Kombination, auch schon öfter. Das Ergebnis ist das eine, die Frage wie es zustande kam das andere. Die Mannschaft hatte einiges das möglich ist schon einmal gezeigt, aber nie über 90 Minuten.

Weiter geht es nun ohne Sandro Wagner, von dem sich der Verein nach dem 12. Spieltag getrennt hat. Wie kurzfristig auch immer hier ein Meinungswechsel entstanden ist, es sollte nicht unbedingt der eingeschlagene Weg verlassen werden.

Für die Konzeption und die Weiterentwicklung der Mannschaft, sowie allgemein den sportlichen Bereich, wurden die Kompetenzen auf mehrere Personen verteilt.

Manuel Baum, als Leiter Entwicklung- und Fußballinnovation, mit über zwei Jahren Erfahrung als FCA-Cheftrainer, kennt die Spieler, den Verein, und übernimmt, geplant befristet, für die nächsten drei Partien bis zur Winterpause.

In den ersten beiden Spielen nur einen Punkt erreicht gingen seitdem für Leverkusen nur die Spiele in München und gegen Dortmund verloren. In dieser Saison scheint es ohnehin nur um den zweiten Tabellenplatz zu gehen, und da liegt der Klub gut im Rennen. Die Außenwahrnehmung der Werkself hat sich nicht erst seit dem Double 2024 geändert. Von einem 12. Platz 2017, und zwei zwischenzeitlichen 6. Plätzen abgesehen, war der Verein in den letzten sechszehn Jahren immer unter den ersten fünf.

In der Champions-League gelang zuletzt ein Auswärtssieg bei Manchester City, was aktuell Platz 17 bedeutet. Unter der Woche konnten sich die Leverkusener, drei Tage nach der Heimniederlage, mit einem 1:0-Sieg in Dortmund revanchieren und für das Viertelfinale im DFB-Pokal qualifizieren.

Kiel hat im Elfmeterschießen in Hamburg gewonnen, in allen anderen Vergleichen mit Beteiligung haben sich die Erstligisten durchgesetzt. Im Viertelfinale des DFB-Pokals sind nun sechs Bundesligisten und zwei Zweitligisten vertreten.

In dieser Woche noch die Innenministerkonferenz und die Frage wie unterschiedlich Spiel, Spieltag und alles was im weitesten Sinne zur Fußballkultur gehört, gesehen werden können. Gemeinsam sprechen und dabei auch unterschiedliche Standpunkte verstehen zu können, wäre auch hier zielführender. Sport, Stadion und allen Beteiligten fehlen nicht immer weitere Regelungen, sondern Miteinander.

Der FCA steht nach 12 Spieltagen mit zehn Punkten auf Platz 14 der Tabelle. Es sind noch drei Spiele bis zur Winterpause und aufgrund der geringen Abstände gibt es noch ganz unterschiedliche Möglichkeiten wie die Tabelle zu Weihnachten aussehen könnte. Unabhängig interner Entwicklungen und Planungen, geht es in erster Linie darum zu punkten, und durch eigene Erfolgserlebnisse die Ausgangsposition zu verbessern.

Am kommenden Samstag, im ersten Spiel von Manuel Baum, trifft der FCA auf Bayer Leverkusen, wo die mitschlechteste Bilanz gegenüber allen Bundesligamannschaften besteht.

Vielleicht hilft hier auch das Wünschen in Verbindung mit dem Erinnern. Passend zur Adventszeit, für jedes Türchen das Ergebnis eines FCA-Spiels, das an einem entsprechenden Tag stattgefunden hat. Das waren bisher in dieser Woche:

01.12.1979, gegen FC Herzogenaurach, 4 : 1, 

02.12.2017, beim FSV Mainz 05, 3 : 1,

03.12.1994, bei Hessen Kassel, 2 : 1,

04.12.2024, beim Karlsruher SC, 2 : 2, 5 : 4 n. E. 

Für den 05.12. ist es das 6:2 gegen Eintracht Trier (1976), und an einem 06.12. gewann der FCA 2014 mit 2:1 gegen Köln.

Zum zweiten Mal übernimmt Manuel Baum in einem Dezember die Trainerbank beim FCA. Ein ähnlicher Start wie vor neun Jahren wäre ein weiterer Wunsch. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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