Neustart

Zum Ende der vergangenen Saison Platz 14 mit 38 Punkten – der FCA hat das sportliche Ziel wieder erreicht, und spielt die zwölfte Spielzeit in Folge erstklassig. Genauso von Bedeutung, die nach den in Augsburg, in dieser Form absolut ungewohnten Turbulenzen in der Zwischenzeit, langsam gefühlte Ruhe im Umfeld des Vereins.

Als neuer Trainer verpflichtet wurde Enrico Maaßen, der den FCA auch spielerisch weiterbringen soll. Der erste Auftritt vor heimischen Publikum war am vergangenen Samstag beim ungewohnten Spielformat im Abschlusstest gegen Stade Rennes, bei dem sich leider Nikolas Dorsch verletzte.

Neu im Team ist neben Elvis Rexhbecaj auch Ermedin Demirovic, der im Tausch mit Michael Gregoritsch vom SC Freiburg kam.

Auch nicht mehr dabei sind mit Alfreð Finnbogason und Jan Moravek zwei Spieler, die in den letzten Jahren, wenn auch häufiger verletzt, zum Grundgerüst der Mannschaft zählten.

Das erste Mail im Dress des FCA stand Finnbogason im Februar 2016 gegen Freiburg, das erste Tor gelang ihm drei Wochen später gegen Mönchengladbach, das letzte, gegen den gleichen Gegner, sechs Jahre später. Zweimal schoss der FCA-Bundesligarekordtorschütze drei Tore in einem Spiel gegen Freiburg.

Auch gegen Freiburg, vier Jahre früher, machte Jan Moravek sein erstes Spiel für den FCA, und war damit fast von Anfang an mit dabei. In 132 Pflichtspielen gelangen ihm zwei Tore für den FCA.

Aber was war zum Ende der Saison noch für ein Durcheinander. Zunächst der Rücktritt von Klaus Hofmann, dann der von Markus Weinzierl – für Augsburger Verhältnisse mehr als nur eine sehr lebendige Woche.

Zunächst manche aufkommenden Unsicherheiten, dann die Absage des Testspiels gegen Al-Duhail SC, und der langsame Übergang zu einer Saison, die aufgrund einer verfehlten WM-Vergabe bereits im Juli beginnt – und ab November zwei Monate pausiert.

Zeit sich wieder auf den Sport zu konzentrieren – und Aufbruchstimmung. Es ist Pokal, und dem FCA wurde, nach zuletzt Celle und Greifswald, zum achten Mal ein Verein in der Bundesligazeit in der ersten Runde zugelost, gegen den bisher noch kein Pflichtspiel stattfand.

In der ersten Pokalrunde tritt der FCA zwischen Osnabrück und Bremen im Landkreis Vechta in der „Stadt der Spezialindustrien“ an. Als Meister der Oberliga Niedersachsen stieg der Turn- und Sportverein Blau-Weiß Lohne von 1894 e. V. in die Regionalliga Nord auf. Durch ein 6 : 5 i. E. gegen den Heeslinger SC gewannen die Lohner den Niedersachsenpokal der Amateure und qualifizierten sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Auch wenn Lohne überregional nicht ganz so bekannt ist, gibt es einige bekannte Namen, die dort ihre ersten Schritte in den Fußball gemacht haben. Neben Benno Möhlmann auch der u. a. als „weißer Brasilianer“ bezeichnete Ansgar Brinkman.

Welche Erwartungshaltung besteht, außerhalb allgemeiner Zielsetzungen, zu Beginn der Saison? Der FCA hat sich längst in der Liga etabliert, und wird in der Außendarstellung vielerorts sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Auch wenn der Verein zuletzt in einigem, auch abseits des Platzes, nicht überzeugte, und auch nicht Europapokalsieger wurde, ist er nicht nur der Herzensferein einer ganzen Menge von Menschen, sondern eben auch in der Stadt und Region verwurzelt.

Geplant ist ein Neustart mit neuem Trainer. Der Klassenerhalt ist das erste Ziel, darf gerne aber eben auch schon etwas früher erreicht werden. Wozu der Kader in der Lage ist wird sich zeigen – neben den nötigen Ergebnissen, ist es auch die Art und Weise des Zustandekommens dieser.

Tabellarisch dies zu benennen wird frühestens nach dem Vergleich mit, und dem Auftritt der konkurrierenden Mannschaften, möglich sein. Und doch gibt es kein Naturgesetz, das besagt, das manche Teams sich immer in dieser oder jener Tabellenregion aufhalten müssen.

In der Hoffnung auf eine spannende und vielleicht auch an positiven Überraschungen reicheren Saison, beginnend mit einem zumindest routinierten Start am kommenden Wochenende. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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