Durch zwei Elfmeter verloren und das bleibende Gefühl, dass das Spiel hätte auch ganz anders laufen können.
Es geht nicht darum, wo und wann – die Einsätze des Videobeweis, einschließlich vorherigen Erläuterungen und nachträglichen Begründungen, verlaufen zumindest maximal unglücklich. Die Sehnsucht nach der Abschaffung des VAR wächst zunehmend auch an anderen Standorten.
Seit 2007 gibt es den 1. FC Heidenheim. Nach zweieinhalb Jahren in der Oberliga Baden-Württemberg, die Abspaltung aus dem Heidenheimer Sportbundbund erfolgte nachträglich zum Jahresbeginn, gelang der Aufstieg in die 3. Bundesliga, fünf Jahre später in die 2. Bundesliga. Nach neun Jahren Zweitklassigkeit dann der Aufstieg in die 1. Liga, einschließlich der Teilnahme an der Conference Leaque in der zweiten Spielzeit.
Nach dem 21. Spieltag steht der FCH mit 13 Punkten nach 21 Spielen aktuell auf dem letztem Tabellenplatz. In der vergangenen Saison waren es zum gleichen Zeitpunkt 14 Punkte, mit einem Punkt Vorsprung zu den beiden dahinter liegenden Vereinen. 29 Punkte reichten am Ende der Saison um über die Relegation den Klassenerhalt zu erreichen. Nach der Niederlage gegen den HSV ist Heidenheim seit acht Spieltagen ohne Sieg.
Um den Klassenerhalt auch im dritten Bundesligajahr zu schaffen hat sich der Verein in der Rückrunde mit Christian Conteh von Eintracht Braunschweig verstärkt, und Eren Dinkci, von Werder, Leonidas Stergiou, vom VfB, und Hennes Behrens, aus Hoffenheim, ausgeliehen. Aktuell beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz sechs Punkte.
Auch während der Olympischen Winterspiele hat die Bundesliga ihre eigene Bühne, in der fast alle Rollen besetzt sind, und die auch ohne technische Unterstützungen unterschiedliche Formen, in Abhängigkeit einzelner wie auch der gemeinsamen Darbietungen, annehmen kann.
Das Stadion spiegelt in etwa den gesellschaftlichen Querschnitt wieder. Der Sport ist in allen Bereichen etabliert und gewinnt auch dadurch an seinem verbindenden Charakter. Stadionbesucher unterscheiden sich durch andere Merkmale, Verhaltensformen oder auch Äußerlichkeiten.
Abseits der Businessbereiche, gleich ob auf Sitz- oder Stehplatz, gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten sich des Phänomens anzunehmen. Die Leute kommen früher oder später ins Stadion, pflegen eigene oder gruppenbedingte Rituale, haben unterschiedliche Wahrnehmungen, und leben ihren Aufenthalt ganz unterschiedlich.
Vereins- oder Gruppenmitglieder, oder auch nicht, das Spiel wird wie auch das Außenherum verschieden verstanden. Als Konsumenten, als Fans in verschiedenen oder eigenen Wahrnehmungen sind alle in jedem Fall Teilnehmende und zeigen dabei unterschiedliches, kritisches, akzeptierendes, ablehnendes oder auch gleichgültiges Verhalten.
Je nach Spielverlauf geling es mitunter auch ganz unterschiedliche Gruppen und Menschen mitzunehmen – und auch dies mag nur eine verbindende Faszination des Spiels beschreiben.
Spiele, die in der Erinnerung bleiben, und manchmal für eine Zeit- oder Phase stehen, kann es immer geben, genauso wie Serien, Rekorde oder Kuriosa. Noch 13 Spieltage, in denen so vieles geschehen könnte, wie auch bei jedem Spiel die Hoffnung, das nun etwas Neues beginnt, sich irgendwann fortführt und die Begeisterung mitnimmt. Was zählt ist immer das Spiel.
Im sechsten Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel gegen den 1. FC Heidenheim hat der FCA die nächste Gelegenheit den Abstand nach hinten zu vergrößern und den Anschluss zum Mittelfeld zu finden.
Und wenn das Spiel gelingt, und alle mitnimmt, kann es für mehr als nur einen Moment das Gefühl der Teilnahme an etwas Größerem erlauben. Gutes Spiel!
Nur der FCA!
