Mit der Taschenmessertaktik überzeugte der FCA. Mit dem zweiten Bundesligasieg bei den Roten in München sind folgende Namen verbunden:
Dahmen – Zesiger, Schlotterbeck, Chaves – Giannoulis, Rexhabecaj, Massengo, Fellhauer – Claude-Maurice, Rieder, Kade, dazu Essende, Kömür, Keitel, Wolf und Trainer Manuel Baum.
Ohne Berücksichtigung von Vor- und Nebengeschichten, der FCA hat ein gutes Auswärtsspiel bestritten, und auf dem Platz Attraktivität bewiesen. Egal ob dies die einzige Niederlage von München in der Liga bleiben wird, Augsburg hat vor den Spielen gegen die direkten Kontrahenten damit auch ein klares Signal im Abstiegskampf gesetzt: Bundesliga ist und bleibt die Liga, in der Augsburg spielt!
In der Liga steht München an erster Stelle, dann folgt Dortmund. Seit der Niederlage gegen den Tabellenführer hat Stuttgart 14 Punkte aus sechs Spielen geholt, bei der TSG Hoffenheim waren es im gleichen Zeitraum 16 Punkte. Dies zeigt sich auch in der Tabelle, da vergleichbar Leverkusen nur neun und Leipzig nur sieben Punkte erreichten. Dahinter folgt Freiburg, dann Frankfurt, mit nur sechs Punkten aus sechs Spielen.
Bei weiterer Betrachtung des Tabellenausschnitts vom 14. bis zum 20. Spieltag fällt auf, dass Werder und Heidenheim nur zwei, und die Hamburger Vereine nur drei Punkte gewinnen konnten, Mainz demgegenüber aber acht. Dies beschreibt am besten die aktuelle Situation im Abstiegskampf.
Die Bedeutung der drei Punkte in München zeigt sich auch daran, dass der FCA in diesem Zeitraum dadurch sechs Punkte erzielt hat und in der Tabelle vor diesen Teams steht.
Mit sieben Punkten startete St. Pauli in die Runde und stand nach vier Spieltagen mit sieben Punkten auf Platz 5 der Tabelle. Es folgten acht Niederlagen in Serie, und Platz 17 nach dem 12. Spieltag. Seitdem kamen sieben weitere Punkte, einschließlich dem im Nachholspiel diese Woche gegen Leipzig, erzielt durch den Ausgleich per Elfmeter in der Nachspielzeit, hinzu.
Die Abwehr der Hamburger steht nach wie vor – 32 Gegentreffer sind mit der beste Wert in der zweiten Tabellenhälfte. 17 geschossene Tore sind demgegenüber aber der mitschwächste Wert in der Liga.
Im Winter wurden bisher neben Torwart Emil Gazdov, aus Montreal, der japanische Nationalspieler Tomoya Ando für die Abwehr, und Mathias Rasmusen, von Saint-Gilloise, für das Mittelfeld verpflichtet.
Nach dem Ligaspiel tritt der FC St. Pauli unter der Woche im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen an.
Vor Beginn der Olympischen Winterspiele und Super Bowl die Frage welche als die wichtigsten Sportereignisse angesehen werden, wie sich diese entwickelt haben, und wie sich damit auch umgehen ließe.
‚Schneller, höher, weiter‘ beschreibt auch übertragen nur einen Teil dessen, was immer weiter geht. Mag der Sport auch in Qualität und vermeintlich zunehmender Perfektion vorgetragen werden, mutiert er immer mehr zum Teilbereich von Großereignissen, und stellt seine Werte weiter in Frage. Wie und wie weit sich diese noch ausdehnen lässt wird sich spätestens bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft wieder neu bestimmen lassen – der eigentliche Verlierer bleibt das Spiel.
Zu seinem ersten Einsatz für den FCA kam am vergangenen Wochenende der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1, Arthur Chaves, der bis zum Saisonende aus Hoffenheim ausgeliehen ist.
Den Auswärtserfolg mehr als nur als Kür betrachtend, geht es in den nächsten Spielen um die eigentliche Pflicht. In den folgenden Auftritten kann der Abstand zu den auf den Abstiegsplätzen liegenden Teams vergrößert werden. Mit der Disziplin, dem Selbstvertrauen vom vergangenen Wochenende und den richtigen Werkzeugen besteht dazu am Samstag gegen den FC St. Pauli die erste Gelegenheit. Gutes Spiel!
Nur der FCA!
