Vorspielgeschichten

Fußball ist ein Mannschaftssport, und von Mentalität und Motivation abhängig. Die ganze Entwicklung des FCA in der letzten Zeit ließ sich auch wieder im Spiel am vergangenen Mittwoch erkennen. Nach der dominanten ersten Halbzeit der Leipziger entwickelte der FCA immer mehr Initiative und verdiente sich den Punkt redlich.

41 Vereine haben in unterschiedlichen Modi und Ligen seit 1903 den Titel eines Deutschen Meisters erreicht – 25 davon spielen aktuell in den ersten drei Bundesligen. Fünf Mannschaften mit zusammen 11 Titeln in der 3. Liga, zehn Mannschaften mit 40 Erfolgen in der 2. Liga, und zur Veranschaulichung hier ausnahmsweise ohne den 31maligen Deutschen Meister Bayern München, noch 9 weitere Vereine mit 28 Meistertiteln in der Bundesliga.

Die SpVgg Greuther Fürth, dreimaliger Deutscher Meister und führend in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga, spielt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte höher als der Club.

An der Vereinshistorie des Kleeblatts lassen sich viele Bereiche der deutschen Fußballgeschichte vor Gründung der Bundesliga, aufzeigen. Stichpunktartig von Karl Burger, dem ersten Fürther Nationalspieler 1909, „Bumbes“ Schmitt, über Julius Hirsch, dem WM-Finalteilnehmer 1954 Karl Mai bis hin zu Herbert Erhard, dem Fürther Spieler, mit den meisten, 50, Nationalmannschaftseinsätzen.

Nach der Beendigung seiner Spielerkarriere bei Bayern München erwarb Erhard die Trainerlizenz und war letzter Trainer des BCA, und erster des FCA.

Aber auch in der neueren Geschichte machten die Fürther, die seit dem Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth, 1996, Namen und Logo erweitert haben, wieder auf sich aufmerksam.

Nach der Saison 2012/ 13 ist diese Spielzeit die zweite in der Bundesliga.

Gegen keine in der Bundesliga vertretene Mannschaften hat der FCA so viele Spiele bestritten wie gegen Fürth. Den 50 Vergleichen gegen Bayern München, sowie den 54 gegen den VfB Stuttgart, stehen 67 Spiele gegen die Kleeblätter gegenüber. 18mal war der FCA, bei 17 Unentschieden, erfolgreich.

In den letzten Jahren haben sich durch die jeweiligen sportlichen Entwicklungen die Relationen etwas verschoben. Einige Vergleiche der beiden Mannschaften skizzieren auch einen Teil der Entwicklung des FCA.

Vor dem 37. Spieltag der Zweitligasaison 1982/ 83 war klar, dass dem FCA ein Sieg gegen die besser platzierten Fürther zum Klassenhalt reichen würde, wenn Union Solingen nicht gegen den bereits feststehenden Aufsteiger Waldhof Mannheim gewinnen würde.

Der Fortgang ist bekannt, und es dauerte 23 Jahre bis zum nächsten Zweitligaauftritt des FCA.

Die nächsten beiden Vergleiche der beiden Teams gewannen die Fürther, die zwischenzeitlich auch in der Landesliga spielten, in der Saison 1996/ 97, und stiegen zum Ende der Saison wieder, zusammen mit dem Club, in die zweite Liga auf.

Nachdem dem zwischenzeitlichen Aufeinandertreffen mit der Zweitvertretung der Franken in der Bayernligasaison 2001/ 02, kam es ab 2006 wieder zu Vergleichen in der 2. Bundesliga.

Am 07.11.2009 führte der FCA durch Tore von Ndjeng und je zweimal Thurk und Torghelle bereits 5 : 2, ehe es fast noch mal spannend wurde. Das 5 : 4 war in den letzten fünf gemeinsamen Zweitligajahren der einzige Ligaauswärtssieg im ehemaligen Ronhof.

In einem packenden Pokalspiel gewann der FCA im Oktober 2010 in Fürth durch Tore von je zweimal Thurk und Rafael mit 4 : 2 nach Verlängerung.

Das letzte Aufeinandertreffen war am 34. Spieltag der Saison 2012/ 13, als der FCA nach dem 3 : 1 den Klassenerhalt feiern konnte. Acht Jahre später nun der nächste Vergleich.

Nach dem Punktgewinn am Mittwoch hat der FCA alle Chancen den Relegationsplatz zum Vorrundenende zu verlassen, und sich weiter Richtung Mittelfeld der Tabelle zu bewegen. Mit einem Sieg kann der FCA nicht nur die Bilanz der letzten Spielzeit und das viertbeste Vorrundenergebnis erreichen, sondern auch etwas beruhigter in das kommende Fußballjahr blicken. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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