Toredenken

Vermutlich lag es nicht an den Platzausmaßen oder am Gefälle – im Dreisamstadion tat sich der FCA (fast) immer schwer. Vielleicht wäre es, wie auch bei der Verabschiedung des alten Tivoli 2009 in Aachen besser, wenn der FCA nicht mehr bei Stadionverabschiedungsspielen beteiligt wäre.

Am nächsten Spieltag geht es zum zweiten Auswärtsspiel in Folge nach Dortmund, wo der FCA durchschnittlich mehr Punkte geholt und mehr Tore geschossen hat als in Freiburg.

Nach einer eher durchwachsenen vergangenen Spielzeit reichte es für den BVB am Schluss noch zu Platz 3. Die neue Saison begann in Pokal und Liga mit der Haaland-Show, der an allen acht Toren beteiligt war, und dabei viermal selbst vollendete. In der Liga nach sechs Spieltagen auf Platz 4 gewannen die Dortmunder auch die ersten beiden Partien in der Champions League.

Der Kader, bis auf Sancho überwiegend der gleiche, wurde durch Donyell Malen und Gregor Kobel, als drittem schweizer Torwart, ergänzt. Ziel der im Schnitt drittjüngsten Mannschaft der Liga ist es mit Trainer Marco Rose auch wieder um die Meisterschaft mitzuspielen.

Nur zwei Tore nach sechs Spielen sind, mit der Saison 2012/ 13, die bisher schwächste Ausbeute des FCA nach sechs Spieltagen in der Bundesliga. Der Torschütze, Florian Niederlechner, liegt damit mittlerweile auf dem sechsten Platz im Ranking aller Bundesligatorschützen des FCA. Unter denen, die aktuell im Verein spielen nimmt er nach Alfreð Finnbogason und André Hahn den dritten Platz ein.

In der Liste aller Torschützen des FCA führend ist Christian Radlmaier mit insgesamt 62 Toren, vor Michael Thurk mit 56 und Hans Jörg mit 55 Treffern. Als erfolgreichster noch aktiver Spieler steht hier Alfreð Finnbogason auf Platz 6, der beim nächsten Tor mit Tobi Werner, und bei fünf weiteren mit Georg Bleichle, gleichziehen könnte.

Tore sind nicht immer gleich, und manche bleiben, auch mit der Bedeutung des jeweiligen Spiels länger in Erinnerung. Die oft schon erwähnten Tore zum Bundesligaaufstieg oder zum ersten Bundesligasieg, zum Klassenerhalt oder zur Europapokalteilnahme, genauso wie der Treffer von Raúl Bobadilla in Belgrad.

Neben den geschossenen Toren und Siegen, sind es immer wieder auch die Defensivleistungen, die zur sportlichen Etablierung des FCA in der Bundesliga beigetragen haben.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten anhand einzelner Aspekte oder Zusammenhänge Situationen oder Tendenzen darzustellen, aktuell reduziert sich der Eindruck aber eben zunächst auf zwei Punkte, die gleichzeitig erfüllt sein sollten.

Unter den knapp über 400 Zu-Null-Spielen der FCA-Geschichte waren auch einige Null-zu-Null-Spiele, die bedeutsam für den Klassenerhalt oder in den jeweiligen Saisonphasen waren. 32 mal endeten Bundesligaspiele des FCA 0 : 0 – am häufigsten, je viermal, in der ersten und zweiten Spielzeit sowie 2015/ 16 und 2016/ 17.

Auch ohne tiefere Analyse erkennbar, dass die Mannschaft in einem Entwicklungsprozess steckt, und jedes Erfolgserlebnis, im konsequenten Verhindern von Toren, wie im Erfolgsfall dazu beiträgt Sicherheiten und Routinen zu gewinnen.

Die Vergleiche gegen stärker einzuschätzende Gegner bieten sich an genau damit weiterzukommen, und die Voraussetzungen zu schaffen, um in den dann anstehenden sogenannten Spielen auf Augenhöhe zu überzeugen.

Noch nie hat der FCA an einem 2. Oktober in einem Pflichtspiel, bisher vier Partien in DFB-Pokal, Bayern- und Regionalliga, ein Gegentor erhalten. Wenn dies auch am Samstag so bleibt, könnte dieser Erfolg vor der um diese Zeit obligatorischen Länderspielpause, auch als nächster Schritt in die laufende Spielzeit gesehen werden. Gutes Spiel!

Nur der FCA!

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